Donnerstag, 23. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Hedviga Nyarsik
17:45 Uhr

Zollstreit frustriert Anleger - Dax schmiert ab

Dax
Dax 12.380,31

Der amerikanisch-chinesische Zollstreit, der sich zunehmend zu einem Technologiekrieg entwickelt, strapaziert die Nerven von Europas Anlegern. "Einen Konflikt, der so immens über Zölle und Firmen-Boykotte ausgetragen wird, hat die Weltwirtschaft lange nicht gesehen", sagt Stratege Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Das hinterlässt in der Realwirtschaft immer deutlichere Spuren: So verschlechterte sich die mit dem Ifo-Index gemessene Stimmung in den deutschen Chefetagen im Mai stärker als erwartet. Der Dax verliert 1,8 Prozent auf 11.952 Punkte - damit ist die 12.000-Punkte-Marke wieder unterschritten.

Bei den Einzelwerten handeln einige Aktien ex Dividende - also abzüglich der an Anleger gezahlten Ausschüttung. Dazu zählen Daimler, die mit einem Minus von 6,9 Prozent am Dax-Ende landen.

Von der Hauptversammlung der Deutschen Bank ist zu hören, dass die angeschlagene Bank den Umbau weiter vorantreiben will. "Wir sind zu harten Einschnitten bereit", sagte Vorstandschef Christian Sewing. Bereits vor Start des Aktionärstreffens sackte der Kurs der Aktie der Deutschen Bank kurz auf ein Rekordtief von 6,35 Euro ab. Am Ende liegt sie 2,4 Prozent zurück bei 6,46 Euro. "Für mich gibt es keinen Grund, warum man die Aktie kaufen sollte", so ein Händler.

Wirkliche Gewinner gibt es im Dax nur zwei: Vonovia landen mit einem Plus von 0,9 Prozent an der Spitze. Dahinter folgen Beiersdorf mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent – als Konsumgüterhersteller ist diese defensive Aktie in schlechten Börsenzeiten gefragt.

17:03 Uhr

Verkauft die Deutsche Post ihre Streetscooter?

Beim posteigenen Elektrotransporter Streetscooter könnte sich ein Besitzerwechsel anbahnen. Der Aachener Maschinenbauprofessor Günther Schuh, einer der Erfinder des E-Vans, hat offenbar sein Interesse an einer Übernahme signalisiert, berichtet das "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider. Als Kaufpreis für den Streetscooter und seine zwei Produktionsstätten soll Schuh 300 Millionen Euro geboten haben.

Deutsche Post
Deutsche Post 30,88

Zu neuem Schwung verhilft diese Neuigkeit der Post-Aktie allerdings nicht. Der angebotene Kaufpreis entspräche lediglich 0,5 Prozent des Jahresumsatzes des Unternehmens. Somit kommt der Bonner Logistikriese mit einem Verlust von 1,8 Prozent nicht aus dem Dax-Mittelfeld hinaus.

Die Deutsche Post DHL hat den Streetscooter 2014 übernommen und produzierte im vergangenen Jahr mehr als 4000 Exemplare, vornehmlich für den eigenen Bedarf.

 

16:12 Uhr

US-Anleger kehren Apple und Intel den Rücken

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(Foto: REUTERS)

Anleger an der Wall Street ziehen wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA die Bremse. Besonders Aktien von Technologiefirmen wie Apple und Intel kommen dabei zum Börsenstart unter die Räder. "Während es bei dem Konflikt bislang immer und höhere Warenzölle ging, sprechen wir jetzt über Geschäftsverbote für Unternehmen - und das kommt nicht gut an", sagt ein Analyst.

Apple
Apple 219,84

Die Regierung in Washington erwägt Sanktionen gegen die chinesische Video-Überwachungsfirma Hikvision, zusätzlich zu dem Vorgehen gegen den Telekom-Ausrüster Huawei.

Die Aktien des iPhone-Herstellers Apple, der einen Großteil seiner Erträge in China erwirtschaftet, notierten 1,6 Prozent schwächer. Chiphersteller wie Intel, Micron Technology und Qualcomm büßten bis zu 3,3 Prozent ein.

Aus den Depots flogen auch die Aktien von chinesischen Unternehmen, die an der Wall Street notiert sind: Die Titel des Amazon-Rivalen Alibaba gaben 2,4 Prozent nach. Die Papiere des Suchmaschinenbetreibers Baidu verloren 2,9 Prozent.

16:01 Uhr

Handelsstreit sorgt für Verluste an der Wall Street

Die Wall Street startet mit einem deutlichen Minus:

  • Dow Jones
    Dow Jones 27.076,82
    Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 1,0 Prozent auf 25.516 Punkte.
  •  Für den S&P-500 geht es um 1,0 Prozent nach unten.
  • Der Nasdaq-Composite büßt 1,1 Prozent ein.

Vor allem die Anzeichen einer weiteren Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China drücken auf die Stimmung. Erneut stehen die Technologiewerte mit den Entwicklungen um den Huawei-Bann unter Druck, denn die USA drohen nun mit ähnlichen Maßnahmen auch gegen andere Unternehmen. Zudem schließen sich immer mehr Unternehmen den Restriktionen gegen Huawei an. Der Technologie-Sektor verliert 2 Prozent. Die rote Laterne hat allerdings der Energiesektor, der mit den fallenden Ölpreisen um 2,5 Prozent nachgibt.

15:47 Uhr

Ist der Boom der Techaktien vorbei?

Die Technologieaktien mussten in den letzten Tagen kräftig unter den Folgen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China leiden. Welche Folgen diese und andere Risiken für die Märkte haben, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Daniel Lösche von der Fondsgesellschaft Schroders.

 

15:21 Uhr

Achleitner will Deutsche Bank nicht "im Stich lassen"

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,50

Der von vielen Aktionären kritisierte Aufsichtsratschef der Deutschen Bank denkt nicht daran, sich vorzeitig von seinem Amt zurückzuziehen. "Bei allen Herausforderungen und Rückschlägen und auch menschlichen Enttäuschungen, die ich in den letzten sieben Jahren erleben musste, habe ich dennoch viele tolle Menschen kennengelernt, innerhalb der Bank, aber auch bei Investoren und Kunden, dass ich nicht vorhabe und mir auch nicht vorstellen kann, diese im Stich zu lassen", sagte Paul Achleitner bei der Hauptversammlung in Frankfurt.

Er räumte ein, in den vergangenen sieben Jahren als Aufsichtsratschef Fehler gemacht zu haben. "Ja, natürlich habe ich in den letzten sieben Jahren Fehler gemacht. Bin ich die Wurzel allen Übels? Nein natürlich bin ich das nicht", sagte Achleitner und rief den Aktionären zu: "Seien Sie versichert, an einem Denkmal liegt mir nichts, an der Deutschen Bank schon."

Achleitner ist angesichts der Entwicklung der Deutschen Bank in den vergangenen Jahren umstritten und wird von vielen Aktionären heftig kritisiert. Die einflussreichen Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis haben empfohlen, den Aufsichtsrat nicht zu entlasten.

15:04 Uhr

Telefonica macht drei Standorte in Deutschland dicht

Telefonica
Telefonica 6,82

Telefonica setzt seinen Sparkurs fort: Der Münchner Mobilfunkanbieter (O2) schließt seine Standorte in Köln, Frankfurt und Hannover. Damit will der Konzern nach eigenen Angaben die Organisationsstruktur seiner Standorte vereinfachen. Stellen sollen nicht abgebaut werden. "Das Unternehmen will jeden derzeit an den Standorten beschäftigten Mitarbeiter halten", teilte Telefonica mit. Ihre Arbeitsplätze blieben erhalten und würden verlagert.

Von den Schließungen sind rund 250 Mitarbeiter betroffen. Orte, die für die Mitarbeiter für den Wechsel in Frage kämen, seien etwa Berlin, Hamburg, Düsseldorf sowie München und Nürnberg.

Bis 2023 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. Der erste Standort werde Ende dieses Jahres geschlossen, sagte ein Sprecher.

14:16 Uhr

Bald pleite? Thomas Cook setzen Sturzflug fort

Zu feiern gibt es bei Thomas Cook, dem weltweit agierenden Reisekonzern mit Hauptsitz in London schon lange nichts mehr. Brexit, der Preiskampf im Tourismusgeschäft, steigende Kosten und eine schlechte Buchungslage machen dem Unternehmen schwer zu schaffen. Um fast 90 Prozent ist die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten gesunken. Und auch heute geht es weiter nach unten: Die Aktie von Thomas Cook verliert 6,3 Prozent.

  • Thomas Cook
    Thomas Cook ,06
    Die Ratingagenturen S&P und Fitch haben ihre Bonitätseinschätzung für den Touristikkonzern erneut gesenkt.
  • S&P Global Ratings nahm ihr Langfristrating um eine Stufe auf CCC+ von zuvor B- zurück.
  • Fitch Ratings senkte das langfristige Emittentenausfallrating (IDR) auf CCC+ von B und setzt es auf ihre Beobachtungsliste für eine weitere Abstufung.

Bei Thomas Cook dürfte gegen Ende des Jahres die Liquidität knapp werden, falls der Konzern seine Airline-Sparte nicht veräußert, warnt Fitch.

13:45 Uhr

Bilanzskandal: Möbelhändler muss vor Gericht

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Steinhoffs Möbelkette Poco wurde mittlerweile von XXXLutz aufgekauft.

(Foto: picture alliance / Guido Kirchne)

Aufregung um Steinhoff: Das Landgericht Frankfurt hat den Weg für eine Sammelklage gegen den Möbelkonzern frei gemacht. Damit können Anleger auf Schadenersatz hoffen. Die Aktie des Möbelhändlers fällt derweil auf ein neues Jahrestief von zweitweise nur 8,16 Cent.

Steinhoff
Steinhoff ,07

Aktionäre beschuldigen die niederländische Steinhoff International Holding, den Kapitalmarkt nicht oder nicht rechtzeitig über Unregelmäßigkeiten in der Bilanz informiert zu haben. Die PwC-Buchprüfer hatten im März von systematischen Bilanzfälschungen bei dem Unternehmen berichtet und fragwürdige Buchungen mit einem Volumen von rund 6,5 Milliarden Euro dokumentiert. Gegen den früheren Firmenchef Markus Jooste wird ermittelt.

Der Bilanzskandal hat Steinhoff schwer erschüttert. Seit Bekanntwerden der Bilanzunregelmäßigkeiten Ende 2017 wurde der Börsenwert des Unternehmens fast vollständig vernichtet. In Deutschland war Steinhoff für die Möbelkette Poco bekannt, die mittlerweile an den Konkurrenten XXXLutz verkauft worden ist.

13:21 Uhr

Zuspitzung im Handelsstreit belastet Wall Street

Mit einem kräftigen Minus dürfte die Wall Street in den Handel starten. Vor allem die Anzeichen einer weiteren Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China drücken auf die Stimmung. Erneut dürften vor allem die Technologiewerte mit den Entwicklungen um den Huawei-Bann unter Druck geraten, denn die USA drohen nun damit, ähnliche Maßnahmen auch gegen andere Unternehmen zu planen. Zudem schließen sich immer mehr Unternehmen den Restriktionen gegen Huawei an.

  • Dow Jones
    Dow Jones 27.076,82
    "Die Aussicht auf ein schnelles Ende der aktuellen Spannungen zwischen den USA und China nimmt weiter ab", sagt Michael Hewson, Chief Market Analyst bei CMC Markets.
  •  Vor diesem Hintergrund verliert der Future auf den S&P-500 aktuell 1,1 Prozent.
  • Für etwas Ablenkung könnten US-Konjunkturdaten sorgen. Eine Stunde vor Handelsbeginn werden die wöchentlichen Erstanträge veröffentlicht, nach der Eröffnung folgen der Einkaufsmanager Markit für das Verarbeitende Gewerbe und den Service-Bereich für Mai sowie die Neubauverkäufe für den April.
  • Bei den Einzelwerten steigen L Brands vorbörslich um knapp 13 Prozent. Die Mutter von Victoria's Secret und anderen Marken ist im ersten Quartal überraschend in die Gewinnzone vorgestoßen und hat die Jahresprognose nach oben genommen. Die Analysten hatten lediglich mit dem Erreichen des Breakeven gerechnet.
12:38 Uhr

Huawei: US-Sanktionen sind "gefährlicher Präzedenzfall"

Der chinesische Telekom-Ausrüster Huawei sieht die US-Sanktionen gegen sich als "gefährlichen Präzedenzfall":

  • Sie stünden im Widerspruch zu den Werten der internationalen Geschäftswelt, sagte der stellvertretende Vorsitzender von Huawei, Hu Houkun, bei einer Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). 
  • "Die US-Regierung erlegt Huawei sehr unfaire Einschränkungen auf, auf der Grundlage unbegründeter Anschuldigungen", so Hu.
  • Sein Unternehmen habe darauf reagieren können. "Aber wer weiß, was als nächstes kommt, wenn sich dieses Verhalten so fortsetzt?"
  • Heute gehe es gegen Huawei, sagte Hu "morgen könnten es Ihre Branche, Ihr Unternehmen und Ihre Verbraucher sein."

Die USA hatten Huawei vergangene Woche auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. US-Präsident Donald Trump begründete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonfliktes zwischen den USA und China.

12:16 Uhr

Dax rutscht unter 12.000er Marke

Der Handelskonflikt samt der damit einhergehenden Verschlechterung der Wirtschaftsstimmung in Deutschland haben drücken den Dax wieder unter 12.000 Punkte.

Dax
Dax 12.380,31

Zur Mittagszeit büßt der deutsche Leitindex 1,87 Prozent auf 11.941 Punkte ein. Der MDax verliert 1,52 Prozent auf 25.192 Zähler, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 1,73 Prozent sinkt.

Nachdem im frühen Handel zunächst schwächer als erwartete Stimmungsdaten für den Monat Mai aus der deutschen Industrie und dem Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht wurden, gesellte sich etwas später auch der Ifo-Index dazu. Diesem Zähler zufolge trübten sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im Mai deutlich stärker ein als von Analysten prognostiziert. Der Index erreichte den tiefsten Stand seit Ende 2014.

11:51 Uhr

Brexit und Europawahl: Britisches Pfund ist auf Talfahrt

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund ,89

Das Pfund ist weiter auf dem Weg nach unten. Der Grund: Zu Beginn der Europa-Wahl rückt die Lage in Großbritannien wieder in Vordergrund. Die britische Premierministerin Theresa May könnte Medienberichten zufolge nach einem Kabinettsaufstand gegen ihre Brexit-Strategie bald zurücktreten.

  • Der Londoner Leitindex gab 0,8 Prozent nach.
  • Das Pfund fiel um 0,5 Prozent auf 1,2603 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar.
  • "Es zählt, wer das Land dann anführen könnte", sagte Devisenexperte Neil Wilson vom Handelshaus Markets.Com. "Ein Brexit-Befürworter wie Boris Johnson würde die Angst vor einem harten Brexit schüren."

Die Frist für den EU-Austritt ist derzeit der 31. Oktober.

 

11:10 Uhr

Audi sagt seinen Sportwagen TT und R8 Ade

Audi
Audi 802,00

Schlechte Nachrichten für Sportwagen-Fans: Audi will die Modelle TT und R8 auslaufen lassen. Das Unternehmen müsse sparen, um bis Ende 2023 rund 14 Milliarden Euro in Elektroautos, Digitalisierung und autonomes Fahren investieren zu können, sagte Audi-Chef Bram Schot auf der Hauptversammlung in Neckarsulm. "Zum Fokussieren gehört auch das Weglassen. Den Audi TT zum Beispiel" und "den Sportwagen R8", so der Vorstandschef. Ziel sei weniger Komplexität. Ein Drittel der Motor-Getriebe-Kombinationen sei bereits gestrichen. Auf der anderen Seite kündigte Schot eine neue Luxusvariante des Flaggschiffs Audi A8 an.

Verkäufe, Umsatz und Ergebnis der VW-Tochter sind im vergangenen Jahr und auch im ersten Quartal des laufenden Jahres gesunken. Schot sagte, 2019 werde ein Jahr des Umbaus und des Übergangs. Bis 2025 will Audi 10 Hybrid- und 20 vollelektrische Modelle auf dem Markt haben. In Kürze kämen A6, A7 und A8 als Plug-in-Hybride, kündigte das Unternehmen an.

 

10:42 Uhr

Schwacher Ifo-Index: Wirtschaft droht maues Jahr

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Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai stärker eingetrübt als erwartet. Das Barometer für das Geschäftsklima fällt auf 97,9 Punkte von 99,2 Zählern und damit das zweite Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte.

Ökonomen hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 99,1 Punkte gerechnet. "Der deutschen Konjunktur fehlt es weiterhin an Schwung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage ungünstiger, die Aussichten für die kommenden sechs Monate bleiben unverändert.

Insgesamt droht der Wirtschaft 2019 ein maues Jahr. Die schwächelnde Weltkonjunktur, Unsicherheiten wie Brexit und Handelskonflikte belasten die Geschäfte. Die Bundesregierung rechnet deshalb nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent. 2018 hatte es zu 1,4 Prozent gereicht.

10:11 Uhr

US-Luftaufsicht lässt Boeing zappeln

Boeing
Boeing 378,80

Die Zukunft von der Boeing 737 Max ist ungewiss: Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA lässt offen, wann sie den umstrittenen Flieger wieder in die Luft lässt. Behördenchef Daniel Elwell erklärte, seine Technikexperten würden jeden Stein umdrehen. Sollte es ein Jahr dauern, bis die Behörde alles Nötige habe, um die Flugzeuge wieder fliegen zu lassen, "dann soll es so sein", sagte er laut Bloomberg. Damit könnten die Boeings 737 Max noch Monate am Boden bleiben.

US-Fluggesellschaften hoffen dennoch, dass sie den Flugzeugtyp im Sommer wieder einsetzen dürfen. Southwest Airlines hat sie bis 5. August, American Airlines bis 19. August aus den Flugplänen gestrichen.

Beim Absturz einer Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines im März und einer Maschine gleichen Typs der indonesischen Fluglinie Lion Air im Oktober waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Fällen war möglicherweise die MCAS-Software verantwortlich.

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09:43 Uhr

Deutsche Bank stürzt zum Börsenstart weiter ab

Der Handelsstreit zwischen den USA und China gibt Börsianern zufolge weiterhin den Takt am Aktienmarkt vor. Der Dax startet 0,9 Prozent schwächer bei 12.062 Punkten. "Einen Konflikt, der so immens über Zölle und Firmen-Boykotte ausgetragen wird, hat die Weltwirtschaft lange nicht gesehen", sagte Stratege Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

  • Deutsche Bank
    Deutsche Bank 7,50
    Der Deutschen Bank steht eine turbulente Hauptversammlung ins Haus. Die Titel fallen um 3,8 Prozent auf ein Rekordtief von 6,35 Euro.
  • Im Fokus steht zu Beginn der Europa-Wahl auch die Lage in Großbritannien: Das Pfund fällt um 0,4 Prozent auf 1,2608 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar.
  • Bei den deutschen Aktien verloren Pfeiffer Vacuum rund sechs Prozent. Der Vakuumpumpenhersteller zeigt sich vorsichtig bei seinen Geschäftszielen für das laufende Jahr und weitete die Bandbreite für den angepeilten Umsatz und die Ebit-Marge nach unten aus.

 

09:17 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

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(Foto: picture alliance / epa Larry W. )

Die Ölpreise weiten ihre deutlichen Verluste von gestern aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 70,50 US-Dollar. Das sind 49 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 43 Cent auf 60,99 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 68,10

Am Mittwoch waren die Ölpreise erheblich unter Druck geraten, nachdem das amerikanische Energieministerium seine wöchentlichen Lagerdaten veröffentlicht hatte. Demnach sind die Erdölreserven der USA in der vergangenen Woche kräftig auf den höchsten Stand seit Mitte 2017 gestiegen.

Fachleute erklärten die Preiseinbußen damit, dass die steigenden Rohölbestände bestehende Sorgen um eine schwächere Rohölnachfrage verstärkt hätten. Hintergrund ist die schwächere Weltkonjunktur und der zunehmend eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China.

08:50 Uhr

China fürchtet um die Lieferketten: Asien-Börsen geben nach

Nikkei
Nikkei 21.988,29

Der chinesisch-amerikanische Handelskonflikt zerrt an den Nerven der Anleger in Asien. An den großen Aktienmärkten in Fernost fallen die Kurse durch die Bank ins Minus.

  • Der japanische Nikkei-Index gibt am vorletzten Handelstag der Woche um 0,8 Prozent nach auf 21.122 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verliert 0,4 Prozent.
  • Auch an den Börsen in China und Südkorea verzeichnen Händler Verluste. Vor allem das Vorgehen der USA gegen Technologiefirmen aus China sorgt dort für anhaltende Nervosität.
  • Die US-Regierung erwägt Sanktionen gegen die chinesische Video-Überwachungsfirma Hikvision, zusätzlich zu dem Vorgehen gegen den Telekom-Ausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei.

"Für China ist das wichtigste Risiko, dass die kombinierten Auswirkungen von Investitionsrestriktionen, Exportkontrollen und Zöllen die Lieferketten verändern und die Investitionen in der Industrie schwächen, besonders im wachsenden Technologiesektor", warnte die Ratingagentur Standard & Poor's.

08:26 Uhr

Tiefrote Warnsignale: Dax unsicher im Minus erwartet

Dax
Dax 12.380,31

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen tiefroten Auftakt gefasst machen: Gestützt auf die vorbörslich errechneten Indikationen rechnen Beobachter in Banken und Brokerhäusern mit Kursverlusten zur Eröffnung.

  • Der deutsche Leitindex Dax wird zum Xetra-Start bei 12.070,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,8 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer noch 0,2 Prozent fester bei 12.168,74 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Belastet werde die Stimmung am Markt von dem weiterhin ungelösten Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten, heißt es aus dem Handel. Dazu kommen die sich abzeichnende Regierungskrise in Großbritannien und der unklare Ausgang der anlaufenden Europawahlen.

Bei den Konjunkturdaten richtet sich der Blick auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Analysten rechnen nach dem Rückgang des Barometers in den vergangenen Monaten nunmehr mit einer Stabilisierung.

In der Arena der Dax-Schwergewichte steht die Hauptversammlung der Deutschen Bank im Rampenlicht. Deutschlands größtem privaten Kreditinstitut steht ein turbulentes Aktionärstreffen bevor. Die unklare Strategie nach dem Scheitern der Fusionsgespräche mit der Commerzbank sorgt bei vielen Anteilseignern für Frust und Verunsicherung. Hinter der ersten Reihe laden unter anderem auch Konzerne wie Lanxess, United Internet und Wacker Chemie zur großen Aussprache.

08:00 Uhr

Rückblick: So stand es um den Ifo-Index im April

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07:18 Uhr

Fed-Notenbanker deuten "Geduld" an

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Wie geht es weiter mit dem US-Leitzins? Fed-Chef Jerome Powell.

(Foto: imago images / Xinhua)

Neue Hinweise zur Geldpolitik: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will auch im Fall einer Aufhellung der globalen Konjunktur ihre ruhige Gangart beim Leitzins beibehalten.

  • Wie aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll ("Minutes") der jüngsten Zinssitzung hervorgeht, sind die Notenbanker der Ansicht, dass "Geduld" noch für geraume Zeit angebracht sein könnte - "selbst wenn die weltweiten wirtschaftlichen Bedingungen und Finanzkonditionen sich weiter verbessern sollten", wie es wörtlich in den Mitschriften heißt.
  • Eine Reihe von Währungshütern warnte zwar, die Inflation könne sich abschwächen.
  • Doch viele Mitglieder im Führungskreis der Fed sind der Ansicht, dass der jüngste Rückgang der Teuerungsrate ein vorübergehendes Phänomen gewesen sein dürfte.

Der für alle Kreditgeschäfte im Dollarraum maßgebliche Leitzins liegt seit Ende vergangenen Jahres in einer Spanne zwischen 2,25 und 2,50 Prozent - und damit deutlich über dem Zinsniveau in der Eurozone. Dort hält die Europäische Zentralbank (EZB) bislang weiter an ihrer umstrittenen Nullzinspolitik fest.

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06:55 Uhr

Honda ruft 137.000 SUVs zurück

Der japanische Automobilkonzern Honda muss aufgrund von Qualitätsmängeln in der Airbag-Technik einen umfangreichen Rückruf im US-Markt starten.

  • In den USA werden 137.000 SUV-Fahrzeuge in die Werkstätten beordert, teilte der Hersteller mit.
  • Bei den betroffen Fahrzeugen könnte der Airbag plötzlich und ohne Vorwarnung auslösen, hieß es. Der Rückruf gilt unter anderem auch für das weit verbreitete Modell "CR-V".
  • Der Rückruf steht nicht in Zusammenhang mit fehlerhaften Takata-Airbags, betonte Honda.

Der Skandal um Bauteile des Autozulieferers Takata hatte den Autobauer schwer belastet. Mehrere Menschen waren bei Unfällen im Zusammenhang mit fehlerhaften Sicherheitseinrichtungen ums Leben gekommen.

06:34 Uhr

Euro steuert in die Europawahl

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Im Devisenhandel beginnt das Donnerstagsgeschäft für europäische Marktbeobachter mit einer unveränderten Lage beim Euro - und einem unsicheren Ausblick beim britischen Pfund.

  • Der Kurs des Euro notiert am frühen Morgen bei 1,1149 Dollar und liegt damit im Vergleich zum Vorabend weitgehend unverändert im Markt. Am Vorabend hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Mitschriften ("Minutes") aus der zurückliegenden Zinssitzung veröffentlicht.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zur Wochenmitte mit 1,1171 (Dienstag: 1,1161) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8952 (0,8960) Euro.
  • Britisches Pfund / Dollar
    Britisches Pfund / Dollar 1,24
    Das britische Pfund gibt am Morgen nach einer zwischenzeitlichen Erholung erneut leicht nach auf 1,2646 Dollar. Am Vortag war die Landeswährung der Briten angesichts der politischen Querelen um einen möglichen May-Rücktritt und die nach wie vor ungelöste Brexit-Frage kräftig gefallen und hatte mit 1,2624 Dollar den tiefsten Stand seit Januar erreicht.

An diesem Donnerstag beginnen in der Europäischen Union die Wahlen zum EU-Parlament. Den Auftakt machen die Niederlande, in denen traditionell an einem Werktag gewählt wird, - und Großbritannien. Da der geplante EU-Austritt nicht rechtzeitig umgesetzt werden konnte, nehmen die Briten paradoxerweise auch der EU-Wahl teil.

06:15 Uhr

#Europawahl2019 starten mit Briten und Niederländern

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