Freitag, 15. Februar 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
18:49 Uhr

VW-Chef Diess plant "CO2-Steuer" für Mitarbeiter

VW Vorzüge
VW Vorzüge 190,20

Volkswagen-Mitarbeiter sollen nach einem "Spiegel"-Bericht künftig für den Ausstoß des Klimagases CO2 etwa bei Flugreisen bezahlen. Eine interne "CO2-Steuer" solle Anreize schaffen, den Kohlendioxidausstoß zu verringern, heißt es unter Berufung auf einen Brief von Diess an seine Führungskräfte.

Der hauseigene Flugservice wird demnach den Managern je verursachter Tonne CO2 100 Euro in Rechnung stellen - mit dem Geld will VW Klimaschutzprojekte mitfinanzieren. Nach VW-Angaben steht das Unternehmen zu seiner Verantwortung und den Klimazielen von Paris. Es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, wie das genau aussehen werde.

Nach Angaben des Konzerns ist es das Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette CO2-neutral zu gestalten. Dies müsse auch intern gelten.

17:53 Uhr

Dax zeigt sich mit kräftigen Kursaufschlägen

Dax
Dax 15.572,01

  Fortschritte in den US-chinesischen Handelsgesprächen treiben zum Wochenschluss den Dax an. Der deutsche Leitindex schnellt um 1,89 Prozent auf 11.299Punkte in die Höhe. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 3,60 Prozent. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen steigt um 1,65 Prozent auf 24.324Punkte.

Nach Zahlen, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegten, geht es für die Allianz-Aktie um 3,2 Prozent nach oben. Stützend wirkte vor allem die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Die neue Prognose für den operativen Gewinn 2019 bewegt sich nach Einschätzung der Analysten der Citigroup im Rahmen der Erwartung.

Commerzbank profitieren etwas von der Nachricht, dass die EZB die Kapitalanforderungen für die Bank gesenkt hat. So wurde die Pillar-2-Anforderung um 0,25 Punkte auf 2 Prozent gesenkt.

Für Scout24 geht es um 10,9 Prozent nach oben auf 46 Euro. Hier treibt ein Übernahmeangebot von Hellman & Friedman sowie Blackstone über 46 Euro je Aktie, das von Scout24 auch begrüßt wurde. Ein früheres Gebot in Höhe von 43,50 Euro je Aktie hatte das Unternehmen noch abgelehnt.

Gegen den Trend geben Wirecard 2,3 Prozent nach und führen damit mit weitem Abstand die Verliererliste an. Neue Nachrichten zu dem Titel gab es nicht. Im Handel wurde vermutet, dass Leerverkäufer weiter am Werk waren.

17:05 Uhr

Facebook zieht vor Gericht

Facebook
Facebook 352,96

Facebook geht vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen das Bundeskartellamt vor. Der US-Konzern habe eine Beschwerde gegen die Wettbewerbshüter eingelegt, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Diese hatten Facebook weitreichende Beschränkungen für die Verarbeitung von Nutzerinformationen auferlegt. Der US-Konzern missbrauche seine beherrschende Stellung hierzulande beim Sammeln und Verwerten von Daten, hatte Kartellamtschef Andreas Mundt gesagt.

Facebook hatte dies kritisiert, durch die Beschwerde könnte sich die Umsetzung der Auflagen des Kartellamts verzögern. Facebook mache die Nutzung seines Dienstes davon abhängig, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten auch aus Drittquellen wie etwa den eigenen Töchtern Whatsapp und Instagram sammeln zu können, hatte Mundt erklärt. Zudem habe Facebook über Schnittstellen auch Zugriff auf Daten von Webseiten und Apps anderer Betreiber.

Dem Beschluss zufolge dürfen künftig Dienste wie das Messenger-Angebot Whatsapp oder der Fotodienst Instagram zwar weiter Daten sammeln, diese aber nur noch mit Zustimmung des Nutzers dem Facebook-Konto zuordnen. Mundt zufolge hat das Unternehmen zwölf Monate Zeit, um die Vorgaben umzusetzen. Die Entscheidung des Kartellamts sei aber noch nicht rechtskräftig.

16:33 Uhr

Vodafone will 5G-Versteigerung gerichtlich stoppen

Vodafone
Vodafone 1,37

Nach dem O2-Anbieter Telefónica will auch Vodafone die in der zweiten Märzhälfte geplante Versteigerung von Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G stoppen. Vodafone reicht einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Köln ein, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte.

  • Vodafone wolle damit seine juristischen Interessen wahren. Der dritte große Bewerber bei der Auktion, die Deutsche Telekom, prüft noch das weitere Vorgehen, wie ein Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte.
  • Vodafone versicherte: "Wir waren immer und sind nach wie vor an einer schnellen Durchführung der 5G Auktion interessiert, denn wir wollen 5G schnell und breit ins Land bringen."
  • Allerdings seien die ursprünglichen von der Bundesnetzagentur vorgelegten Auktionsbedingungen in den vergangenen Monaten durch externen Druck stark verändert worden. So seien vor allem neue Bedingungen geschaffen worden, die Investitionen in 5G erschwerten, statt sie zu erleichtern.
16:17 Uhr

China-Hoffnung stimmt Anleger versöhnlich

Nvidia
Nvidia 185,82

Ermutigende Signale von den laufenden Handelsgesprächen zwischen China und den USA versetzen Investoren an der Wall Street in Kauflaune. Die Aktien des Chipherstellers Nvidia legen um mehr als vier Prozent zu.

Für das laufende Geschäftsjahr sagte das Unternehmen aus Kalifornien stabile oder allenfalls leicht rückläufige Erlöse voraus und ist damit optimistischer als Experten. Die Titel von Pepsico liegen zwei Prozent höher, obwohl der Coca-Cola-Rivale für 2019 überraschend einen Gewinnrückgang angekündigt hat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legt ein Prozent auf 25.710 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,9 Prozent auf 2771 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt ein halbes Prozent auf 7467 Zähler. Der Markt setze nun auf eine baldige Lösung in dem Zollkonflikt, sagte Art Hogan, Chefanalyst beim Brokerhaus National Securities.

15:50 Uhr

Wetten auf Fed-Pause: Gold springt auf Zwei-Wochen-Hoch

Der Goldpreis rückt weiter vor und steigt um 0,4 Prozent auf 1317 Dollar. Das ist der höchste Stand seit zwei Wochen. Für Rückenwind geben schwache US-Wirtschaftsdaten vom Vortag, sie fachen die Sorge über eine globale Abschwächung an und senken die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihre Geldpolitik weiter strafft.

Gold in USD
Gold in USD 1.751,47

Die für die USA wichtige Einzelhandelsbranche hatte im Dezember die größten Umsatzeinbußen seit mehr als neun Jahren gemeldet.

Die Ölpreise laufen ebenfalls aufwärts und profitieren damit weiter von den Förderbegrenzungen der Opec. Wie in dieser Woche berichtet wurde, hat das Ölkartell im Januar die Produktion um 800.000 Barrel am Tag gesenkt.

Auch die Fortsetzung der Handelsgespräche zwischen den USA und China und die starken Konjunkturdaten dürften die Preise stützen. Der Preis für die US-Sorte WTI steigt um 1,7 Prozent auf 55,38 Dollar auf, Brent gewinnt 1,7 Prozent auf 65,59 Dollar.

Der Dollar rückt gegen andere Währungen mit den überzeugenden heimischen Wirtschaftsdaten vin heute vor. Der Euro fällt auf rund 1,1271 Dollar nach 1,1295 am späten Donnerstag.

15:24 Uhr

Es geht um die Wurst: Gewerkschaft wirft Nestlé "Profitgier" vor

Die Gewerkschaft NGG kritisiert den Lebensmittelkonzern Nestlé wegen des möglichen Verkaufs des Wurstgeschäfts von Herta scharf. "Dahinter steckt rücksichtslose Profitgier", sagt NGG-Vizechef Freddy Adjan.

Nestle
Nestle ,00

"Um absurd hohe Renditen von bis zu 18,5 Prozent zu erzielen, soll nun ein Unternehmen, das nach jahrelanger Durststrecke erstmals wieder schwarze Zahlen schreibt, offensichtlich meistbietend verkauft werden."

Nestlé hatte am Donnerstag angekündigt, "diverse strategische" Möglichkeiten für die Wurstwaren von Herta zu prüfen. Der Lebensmittelkonzern will sich stattdessen stärker auf Produkte konzentrieren, die ein höheres Wachstum versprechen - darunter vegetarische Produkte und Kaffee.

14:45 Uhr

Dax und Dollar feiern besser als erwartete US-Daten

Dax und Dollar machen nach einem besser als erwartet ausgefallenem Empire State Index einen Satz nach oben.

Positiv dürfte der kräftige Anstieg beim Auftragseingang sowie den erzielten Preisen gewertet werden. Nach den sehr schwachen US-Einzelhandelsdaten vom Vortag sorgen die Daten bei den Anlegern für Erleichterung. Der Dax notiert mittlerweile 1,9 Prozent im Plus, der Euro fällt auf rund 1,125 nach rund 1,1260 Dollar vor den Daten.

14:39 Uhr

New Yorker Konjunkturindex überrascht positiv

Das verarbeitende Gewerbe im Großraum New York hat im Februar stärker an Schwung gewonnen als erwartet. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts stieg auf plus 8,8.

Volkswirte hatten einen Stand von plus 7,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 3,9 gelegen. Ein Wert über null signalisiert eine Expansion, ein Stand darunter eine Kontraktion. Der Index gewährt einen guten Einblick in die Lagebeurteilungen sowie die Erwartungen auf sechs Monate der Hersteller in New York.

14:32 Uhr

China und USA reißen Deadline 1. März

Überraschend kommt das jetzt nicht:

China und die USA werden mit den Gesprächen zur Beilegung ihres Handelsstreits nicht innerhalb der selbst gesetzten Frist bis 1. März fertig.

"Beide Seiten werden weiter an allen offenen Fragen arbeiten, über die Frist zum 1. März 2019 für die Erhöhung der Zehn-Prozent-Zölle auf bestimmte aus China eingeführte Waren hinaus", heißt es in einer Stellungnahme von Sarah Sanders, der Sprecherin des Weißen Hauses.

Zuvor war in Peking eine neue Verhandlungsrunde zu Ende gegangen. Es habe Fortschritte gegeben. "Es bleibt aber noch viel Arbeit", schreibt Sanders. Die nächste Verhandlungsrunde soll in der kommenden Woche in Washington auf Minister- und Arbeitsebene stattfinden. Zu den Gesprächen in Peking waren aus den USA unter anderem Finanzminister Steven Mnuchin und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer gereist.

14:21 Uhr

Pepsico kündigt verschärftes Sparprogramm an

Einen Tag nach dem enttäuschenden Ausblick des Rivalen Coca-Cola hat auch der Limonaden- und Snackhersteller Pepsico für dieses Jahr einen Gewinnrückgang vorausgesagt.

PepsiCo
PepsiCo 131,82

Der Konzern will mehr in das eigene Wachstum investieren, weshalb in diesem Jahr die Gewinne zunächst sinken dürften, wie Pepsico bei der Vorlage seiner Jahreszahlen für 2018 mitteilte. Zugleich kündigte das Unternehmen ein verschärftes Sparprogramm mit Werksschließungen an.

Das Management erwartet, dass der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie dadurch in diesem Jahr um ein Prozent sinken dürfte. Das Sparprogramm, das ursprünglich bis Ende des Jahres laufen sollte, wurde um vier Jahre ausgedehnt. Bis 2023 sollen jährlich mindestens eine Milliarde Dollar weniger Kosten anfallen - durch die Einführung neuer Technologien, aber auch schlankere Strukturen und automatisierter Prozesse.

13:22 Uhr

Warten auf jede Menge US-Daten - Nvidia springen 5 Prozent an

An der Wall Street dürfte es in wenigen Stunden in die andere Richtung gehen. Die Vorzeichen deuten darauf hin, dass die US-Börsen ihre leichten Vortagesverluste etwas ausgebauen werden.

Im Blick stehen heute wieder Konjunkturdaten. Am Donnerstag hatte der Dezember-Einzelhandelsumsatz bereits für lange Gesichter gesorgt. Diesmal werden Preisdaten, der Empire-State-Index, die Industrieproduktion und die Verbraucherstimmung erwartet.

Für leichte Unsicherheit sorgt laut Händlern, dass es von den US-chinesischen Handelsgesprächen noch keine Neuigkeiten gibt.

13:15 Uhr

Kleiner Verfall jagt Aktienkurse nach oben

Europas Börsen drehen kräftiger ins Plus. Händler erklären das vor allem mit dem kleinen Verfall. Die Nachrichtenlage ist gemischt.

Euro Stoxx 50
Euro Stoxx 50 4.164,27

Zwar wird in den USA ein neuerlicher Stillstand von Behörden wohl vermieden, allerdings will US-Präsident Donald Trump mit Unterzeichnung des gefundenen Haushaltskompromisses zugleich den "Nationalen Notstand" ausrufen, um den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko zu finanzieren.

Der Euro-Stoxx-50 steigt um knapp 1,0 Prozent auf 3211 Punkte, für den Dax geht es um 0,9 Prozent auf 11.187 Punkte nach oben.

In Sachen Brexit gibt es weiterhin keine positiven Signale. Am Vorabend hat die britische Premierministerin Theresa May erneut eine empfindliche Niederlage im Parlament einstecken müssen.

Im Fokus stehen auch weiterhin die ungelösten US-chinesischen Handelsfragen. Die Unterhändler Chinas und der USA wollen nach Angaben aus informierten Kreisen ihre Handelsgespräche in der nächsten Woche in Washington fortsetzen.

12:14 Uhr

Coca-Cola-Ingenieurin wegen Spionage für China angeklagt

Eine frühere Angestellte von Coca-Cola ist wegen Vorwürfen der Industriespionage für China im Umfang von 120 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) in den USA angeklagt worden.

Coca-Cola
Coca-Cola 46,06

Die US-Bürgerin habe Geschäftsgeheimnisse zu einer Technologie für Verpackungsmaterial gestohlen, das frei von der Chemikalie Bisphenol A (BPA) ist, wie es in der Anklage heißt. Darin ist unter anderem von einem früheren Arbeitgeber aus Atlanta die Rede - dort hat Coca-Cola seinen Sitz.

Eine Sprecherin des Getränkeriesen wollte den Fall nicht näher kommentieren, bestätigte aber, dass die Ingenieurin früher für das Unternehmen arbeitete. Der Anklage zufolge entwendete die frühere Mitarbeiterin in Zusammenarbeit mit einem chinesischen Geschäftsmann und einem seiner Verwandten Rezepturen für Dosen und Verpackungen mit einer Alternative für die Chemikalie.

Die Nachricht kommt in Zeiten wachsender China-Skepsis. Hierzulande wird diskutiert, wie gefährlich ein 5G-Ausbau mit dem chinesischen Unternehmen Huawei unter Sicherheitsaspekten ist.

Hier und hier mehr dazu.

12:05 Uhr

Deutsche Bank: Geldwäscheermittler prüft Danske-Verwicklungen

Der Bafin-Sonderaufpasser bei der Deutschen Bank soll nach dem Willen der Behörde auch die Rolle des Geldhauses im Geldwäscheskandal bei der Danske Bank unter die Lupe nehmen.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 11,00

"Wir halten die Ausweitung des Mandats des Sonderbeauftragten für sinnvoll. Das war bereits im Dezember vergangenen Jahres unser Verständnis, da Aufsichtsbehörden weltweit ein sehr großes Interesse an den Vorgängen rund um die Danske Bank Estonia hatten und haben", erklärte die Deutsche Bank in Reaktion auf einen entsprechenden Medienbericht.

"Weiterhin gibt es keine Hinweise auf ein Fehlverhalten unsererseits in diesem Zusammenhang", bekräftigte die Deutsche Bank, die zu dem Fall auch eine interne Untersuchung angestoßen hat. Deutschlands größte Geldhaus war Korrespondenzbank für die Filiale des dänischen Geldhauses in Estland. Heißt: Sie half als Institut mit globaler Reichweite bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Weil der Deutschen Bank Transaktionen verdächtig vorkamen, beendete sie 2015 die Geschäftsbeziehung.

In dem Geldwäscheskandal bei der Danske Bank geht es insgesamt um ein Volumen von rund 200 Milliarden Euro.

11:37 Uhr

Zetsche verdient zum Schluss ein paar Millionen Euro weniger

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Im letzten Amtsjahr muss Daimler-Chef Dieter Zetsche sich bescheiden.

picture alliance/dpa

Der Gewinneinbruch beim Autobauer Daimler schlägt sich im Verdienst des scheidenden Konzernchefs Dieter Zetsche nieder.

Daimler
Daimler 75,16

Er erhielt für das Jahr 2018 gut 5,9 Millionen Euro nach 8,6 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie aus dem Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht. 2016 hatte Zetsche 7,6 Millionen Euro verdient, im Jahr davor 9,7 Millionen. Der gesamte Vorstand erhielt im vergangenen Jahr Bezüge in Höhe von 23,2 Millionen Euro. 2017 waren es 33,3 Millionen Euro. 

Zetsche wird im Mai nach 13 Jahren an der Spitze des Daimler-Vorstands bei der Hauptversammlung in Berlin ausscheiden.

11:20 Uhr

Volkswagen-Absatz schrumpft

Volkswagen hat zu Jahresbeginn weniger Fahrzeuge verkauft. Im Januar rollten weltweit mit 882.200 Pkw und Lkw 1,8 Prozent weniger Wagen zu den Kunden als vor Jahresfrist.

In einem insgesamt rückläufigen Weltmarkt sei es Volkswagen jedoch gelungen, Marktanteile zu gewinnen, erklärt Vertriebsleiter Christian Dahlheim. Das sei in Europa, Südamerika und der Region Asien/Pazifik so gewesen.

In den nächsten Monaten dürfte die schwächere Konjunktur, die Unsicherheit in China und der bevorstehende Brexit das Geschäft entscheidend beeinflussen.

11:09 Uhr

EU-Handelsüberschuss mit den USA steigt deutlich

Das wird Donald Trump gar nicht schmecken:

Der Exportüberschuss der EU-Länder im Handel mit den USA hat sich 2018 ungeachtet der Kritik des US-Präsidenten deutlich erhöht. Die Ausfuhr von Waren in die weltgrößte Volkswirtschaft übertraf die Importe von dort um rund 140 Milliarden Euro. Das sind fast 17 Prozent mehr als 2017, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte.

Dazu trug Deutschland mit bei: Allein der deutsche Exportüberschuss summierte sich dem Statistischen Bundesamt zufolge im vorigen Jahr auf rund 49 Milliarden Euro.

Die Eurozone steht seit längerem in der Kritik wegen der vergleichsweise hohen Überschüsse in der Handelsbilanz. Vor allem gegen die größte europäische Volkswirtschaft Deutschland richten sich die Vorwürfe, die unter anderem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) formuliert wurden.

Wie es aussieht, müssen die Europäer sich auf weitere Strafzölle Trumps einstellen ... Die USA sind der wichtigste Handelspartner der EU.

10:59 Uhr

Handelsstreit: US-Farmer zahlen noch bis 2026 die Zeche

Die amerikanische Agrarwirtschaft hat zurzeit nichts zu lachen. Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert Daten des US-Landwirtschaftsministeriums, wonach die Verkäufe der sogenannten Ölsaaten auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten gefallen sind.

Auch die weiteren Aussichten für US-Farmer sind alles andere als rosig. Die Exporte von Sojabohnen würden wegen des Handelskriegs bis zur Saison 2026/27 niedriger bleiben, als sie es vorher waren. 

Außerdem warnt die Federal Reserve Bank of Kansas City davor, dass die Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe in diesem Jahr wahrscheinlich schwach ausfallen und weniger Kredite vergeben werden.

Die Unterhändler Chinas und der USA wollen nach Angaben aus informierten Kreisen ihre Handelsgespräche nun in der nächsten Woche in Washington fortsetzen. Es gilt immer noch die erhebliche Kluft zwischen den Zugeständnissen Chinas und den Forderungen der USA zu verringern.

10:36 Uhr

Sind die niedrigen Börsenwerte deutscher Banken eine Gefahr?

Finanzstaatssekretär Jörg Kukies betrachtet die vergleichsweise niedrigen Börsenwerte deutscher Banken mit Sorge.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 11,00

"Deutsche Finanzinstitute sind gegenwärtig an der Börse ziemlich niedrig bewertet. Es gibt aber auch nach Börsenwert richtig große Banken aus China, den USA oder Frankreich", sagte Kukies der "Süddeutschen Zeitung". Die Deutsche Bank ist an der Börse gerade noch knapp über 15 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 8 Milliarden Euro.

Auf die Frage, ob er sie von größeren Konkurrenten übernommen werden könnten, antwortet Kukies: "In der Natur ist es so, dass die großen Tiere die kleinen fressen. In der Finanzwelt werden solche Entscheidungen von den Aktionären und Vorständen der Unternehmen getroffen, der Staat setzt den Rahmen."

Hier mehr

10:04 Uhr

Geringe Schäden bescheren Allianz solide Zahlen

Allianz
Allianz 195,60

Europas größter Versicherer Allianz kann seinen Gewinn 2018 dank geringerer Katastrophenschäden kräftig steigern. Unter dem Strich verdiente der Dax-Konzern knapp 7,5 Milliarden Euro und damit fast zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er mitteilte.

Der operative Gewinn wuchs um knapp vier Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Die Dividende soll um 12,5 Prozent auf 9 Euro je Aktie steigen. Während der operative Gewinn die Erwartungen von Analysten traf, fällt die Dividende höher aus als gedacht.

Für das neue Jahr nimmt sich Vorstandschef Oliver Bäte allerdings kaum Steigerungen vor. Der operative Gewinn soll wie schon 2018 rund 11,5 Milliarden Euro erreichen, mit einem Spielraum von einer halben Milliarde nach oben und unten.

09:38 Uhr

Scout24 steigt gegen den Trend

Scout24
Scout24 61,68

Die Aktien von Scout24 steigen gegen den Trend um elf Prozent auf 46,06 Euro. Die Finanzinvestoren Blackstone und Hellman & Friedman planen eine milliardenschwere Übernahme des Online-Kleinanzeigenportals Scout24. Das gemeinsame Investmentvehikel Pulver BidCo wolle den Aktionären 46 Euro je Aktie bieten, teilten die Beteiligten mit.

Das entspreche einem Aufschlag von 24,4 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate. Damit werde der Eigenkapitalwert von Scout24 auf 4,9 Milliarden Euro und der Unternehmenswert auf 5,7 Milliarden Euro veranschlagt. Das Angebot sehe eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine Aktie sowie weitere Bedingungen vor. Scout24 begrüßte das Angebot. Die Transaktion sei im besten Interesse des Unternehmens.

09:23 Uhr

Konjunktursorgen drücken Dax

Dax
Dax 15.572,01

Aus Furcht vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur ziehen sich Anleger aus dem deutschen Aktienmarkt zurück. Der Dax fällt zur Eröffnung um 0,4 Prozent auf 11.046 Punkte.

Börsianern zufolge leidet die Börse unter den Nachwehen der enttäuschenden US-Einzelhandelsumsätze vom Donnerstag. In China gingen die Erzeugerpreise den siebten Monat in Folge zurück und schürten Ängste vor einer Deflation - eine Spirale fallender Preise und rückläufiger

08:51 Uhr

Opec zieht Zügel an - Ölpreis legt zu

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 78,64

Die Ölpreise knüpfen an ihre Kursgewinne der vergangenen Tage an und legen leicht zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet im frühen Handel 64,73 US-Dollar. Das sind 16 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 12 Cent auf 54,53 Dollar.

Fachleute begründen die jüngsten Preiszuwächse vor allem mit den Produktionskürzungen durch das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer. Die Kürzungen haben den starken Ölpreisverfall vom vergangenen Herbst gestoppt und das Weltmarktpreisniveau seit Jahresbeginn angehoben. Zu den Produktionskürzungen kommen krisenbedingte Förderausfälle in Venezuela und Ausfälle in Iran, dessen Ölexporte wegen amerikanischer Sanktionen deutlich gefallen sind.

08:35 Uhr

Asiens Börsen schließen im Minus

Es hat sich am frühen Morgen bereits angekündigt: Die Börsen in Asien schließen die Woche mit Verlusten ab. Der japanische Nikkei-Index fällt um 1,1 Prozent auf 20.900 Punkte und die Börse Shanghai büßt 1,3 Prozent auf 2683 Zähler ein. Wieder aufgeflammte Spekulationen über eine Abkühlung der Weltwirtschaft machen den asiatischen Börsen zu schaffen.

In Tokio verlieren der Autobauer Honda, der Elektronik-Konzern Panasonic und der Videospiele-Spezialist Nintendo bis zu 2,3 Prozent. Die Papiere von Japan Display rutschen um 2,7 Prozent ab, nachdem der Display-Hersteller unter anderem wegen einer schwächeren Nachfrage des Großkunden Apple Investoren auf das fünfte Verlustjahr in Folge eingestimmt hatte.  

08:13 Uhr

Insider: USA und China planen Erklärung zu Handelsstreit

Die Verhandlungsführer Chinas und der USA arbeiten darauf hin, die Handelsgespräche beider Länder in dieser Woche mit einer gemeinsamen Erklärung abzuschließen. In der Erklärung in Form eines "Memorandum of Understanding" sollen die Fortschritte bei der Erzielung eines breiteren Abkommens erörtert werden, sagten Insider.

Die Erklärung, an der derzeit noch gearbeitet wird, wird voraussichtlich Fragen im Zusammenhang mit Pekings Angeboten zum Kauf von mehr amerikanischen Waren und Dienstleistungen behandeln. Zudem dürfte es um eine schnellere Marktöffnung Chinas in Bereichen wie Finanzdienstleistungen und Produktion gehen und besseren Schutz von geistigen Eigentumsrechten der USA.

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Die Absichtserklärung könne als Grundlage für eine Vereinbarung dienen, die US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping später bei einem Gipfeltreffen abschließen könnten, um den Handelsstreit beizulegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

07:55 Uhr

Euro kommt nicht über 1,13 US-Dollar hinaus

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

Der Euro hängt weiter unter der Marke von 1,13 US-Dollar fest. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1285 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern auf 1,1268 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende stehen in den USA zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. Analysten und Anleger dürften die Zahlen aufmerksam verfolgen, weil am Donnerstag sehr schwache Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur geweckt hatten. Ohnehin fragen sich Fachleute seit längerem, wann der ungewöhnlich lange Wirtschaftsaufschwung in den USA auslaufen könnte.

07:46 Uhr

Schwache Asienbörsen schüchtern Dax-Anleger ein

Dax
Dax 15.572,01

An Europas Börsen dürfte zum Handelsauftakt zunächst die Zurückhaltung dominieren. Der britische Online-Broker erwartet den Dax zum Start 38 Punkte tiefer bei 11.052 Punkten. Zum einen belasten die Vorgaben der asiatischen Börsen, die teils deutlich im roten Bereich notieren, zum anderen politische Themen.

Leicht positiv gewertet wird, dass US-Präsident Donald Trump den Gesetzentwurf zum Staatshaushalt unterzeichnen will, mit dem eine erneute Finanzblockade für die Bundesbehörden vermieden würde. Der jüngste und gleichzeitig längste Stillstand von Behörden in den USA hatte bereits Spuren beim US-Wirtschaftswachstum hinterlassen. Auf der anderen Seite will Trump zugleich den nationalen Notstand ausrufen, um den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko zu finanzieren. Das dürfte für politische Querelen sorgen.

07:19 Uhr

Rekordgewinn - Allianz beschenkt ihre Anleger

Allianz
Allianz 195,60

Europas größter Versicherer Allianz hat erneut einen operativen Rekordgewinn erwirtschaftet - und erhöht die Dividende kräftig um einen Euro auf neun Euro je Aktie erhöht, mehr als Experten erwartet hatten.

Das operative Ergebnis stieg im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 11,5 Milliarden Euro, teilt der Dax-Konzern mit. Die Kennzahl liegt am oberen Ende der eigenen Erwartungen und trifft die Analystenprognosen genau.

Unter dem Strich bleibt 2018 ein Nettogewinn von 7,5 Milliarden Euro – nach 6,8 Milliarden Euro im Vorjahr. "Wir haben den höchsten Jahresüberschuss der letzten zehn Jahre erzielt - trotz eines sehr volatilen Marktumfelds, besonders im vierten Quartal", sagte Vorstandschef Oliver Bäte.

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(Foto: picture alliance / Andreas Geber)

 

06:54 Uhr

Asiens Börsen bangen vor wankendem Riesen

Nikkei
Nikkei 30.240,06

An den asiatischen Aktienmärkten sorgen schwache US-Einzelhandelsdaten für miese Stimmung. Händler befürchten, dass die größte Volkswirtschaft der Welt an Schwung verlieren könnte. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zuletzt 1,3 Prozent schwächer bei 20.869 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das bislang ein Plus von 2,7 Prozent. Im Minus stehen insbesondere Exportwerte wie Honda oder Panasonic.

Auch außerhalb Japans sind die Kurse unter Druck. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert 0,2 Prozent. Vor dem Abschluss der US-chinesischen Handelsgespräche halten sich viele Investoren zusätzlich mit dem Käufen zurück. Am Freitag wird Chinas Präsident Xi Jinping bei den Verhandlungen erwartet. Sollte es keine Einigung in dem Streit geben, treten Anfang März US-Strafzölle von 25 Prozent auf chinesische Importgüter im Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft.

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