Freitag, 27. Juli 2018Der Börsen-Tag

17:51 Uhr

Dax ist auf dem Weg zur 13.000er Marke

Dax
Dax 15.568,73

Der deutsche Aktienmarkt baut seine Kursgewinne zum Wochenausklang weiter moderat aus. Der Dax zieht um 0,4 Prozent auf 12.860 Punkte an und schließt auf dem höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen. Die Anleger setzen weiter auf eine Einigung zwischen den USA und der Europäischen Union im Handelskonflikt. Zudem heben starke Wachstumsdaten aus den USA die Börsenlaune.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 17,36

Auf der Gewinnerseite stehen Lufthansa, Linde und Deutsche Telekom mit Aufschlägen von jeweils gut 2 Prozent. Unter den Einzelwerten setzen die Aktien der Deutschen Telekom sich zeitweise mit einem Plus von 2,6 Prozent an die Spitze des Leitindex. Eine Kaufempfehlung der Citigroup-Analysten gab Auftrieb.

Die BASF-Aktien hingegen büßen als Dax-Schlusslicht 2,7 Prozent ein, während die des Branchenkollegen Covestro kurzfristig ihren höchsten Stand seit vier Monaten erreichten. Händler vermuten, dass BASF-Anleger nach dem enttäuschenden Geschäftsbericht "das Pferd gewechselt und auf Covestro umgesattelt" haben. BASF hatte beim Ergebnis mit den Markterwartungen nicht Schritt halten können. Covestro dagegen hatte gestern mit starken Zahlen und höher gesteckten Jahreszielen überzeugt.

16:41 Uhr

Anleger lassen Intel-Aktie trotz Milliarden-Gewinn fallen

Intel
Intel 45,25

Der Chip-Riese Intel profitiert kräftig von Hunger nach Rechenleistung für die Cloud-Dienste. Intels Umsatz mit Prozessoren für Rechenzentren springt im vergangenen Quartal um 27 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro) hoch. Doch zugleich dauert der Übergang auf die nächste Fertigungstechnologie länger als gedacht und Anleger befürchten härtere Konkurrenz sowie Rückschläge durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Deshalb fällt die Aktie gestern nachbörslich um fast sechs Prozent.

Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren ist für Intel nicht nur ein Wachstumstreiber, sondern auch sehr lukrativ. Dem Umsatz von 5,5 Milliarden Dollar steht ein operativer Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar gegenüber. Allerdings erwarten Branchenanalysten, dass sich auch Halbleiter von Nvidia und des kleineren Intel-Rivalen AMD mehr Platz in den Rechenzentren sichern könnten.

Bei Prozessoren für Notebooks und Desktop-Rechner konnte Intel den Spartenumsatz um sechs Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar steigern. Abermals gelang das, weil zwar weniger - aber teurere Chips verkauft werden konnten. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 15 Prozent auf knapp 17 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieb ein Gewinn von gut fünf Milliarden Dollar in der Intel-Kasse - 78 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

16:08 Uhr

Starke Amazon-Zahlen stützen Technologiesektor

Dow Jones
Dow Jones 34.838,16

An der Wall Street bewegen sich die Kurse heute nur wenig. Der Dow Jones und der S&P 500 klettern um je 0,1 Prozent, während der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent anzieht. Unterstützt wird der Trend von Konjunkturdaten: Die US-Wirtschaft war im Frühjahr mit 4,1 Prozent auf das Jahr hochgerechnet so stark gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Damit sei der Weg frei für zwei weitere Zinserhöhungen in der weltgrößten Volkswirtschaft, sagen Analysten.

Amazon
Amazon 3.331,48

Für lange Gesichter sorgt vor allem Twitter, die nur einen Tag nach dem Kurssturz von Facebook wegen enttäuschender Nutzerzahlen um 14,6 Prozent auf 36,68 Dollar einbricht. Facebook, die gestern um 19 Prozent in den Keller gerauscht waren, erholen sich um ein Prozent.

Im Fokus stehen zudem die Bilanzen von Schwergewichten wie Amazon und Intel. Das Online-Kaufhaus wies einen Rekordgewinn aus, was die Aktien um über drei Prozent anschieben. Der Chiphersteller enttäuscht dagegen. Die Aktien verlieren über sechs Prozent. Da Anleger vermuten, dass die Schwäche von Intel der Erfolg des Rivalen AMD ist, ziehen deren Aktien um rund vier Prozent an.

Exxon und Chevron verlieren 2,6 und knapp ein Prozent. Beide Ölkonzerne profitieren zwar vom Ölpreisanstieg, verdienen im Quartal aber dennoch weniger als erwartet.

15:32 Uhr

Kostet Kursrutsch Norma die MDax-Platzierung?

Großes Gedränge zum Auftakt in Frankfurt: Der Börsengang des hessischen Industrie- und Infrastruktur-Ausrüsters Norma Group führt zahlreiche Gäste in den großen Handelssaal.

REUTERS

Norma Group
Norma Group 44,50

Der Platz von Norma im neuen MDax erscheint gefährdet. Grund ist der anhaltende Kursrutsch, der Norma aus den notwendigen Plätzen in der Rangliste herauskatapultiert. Profiteur könnten Alstria Office werden, deren Kurs im Juli weiter gestiegen ist und die auch vor Ceconomy, Jungheinrich und Ströer stehen. Diese drei MDax-Mitglieder dürften den Eintritt in den neuen MDax-60 vermutlich ebenfalls verfehlen.  

Zudem macht die TecDax-Hausse weitere Titel zu Aufnahmekandidaten für den neuen MDax. Nach dem bisherigen Stand qualifizieren sich 13 TecDax-Werte als Mitglieder für den Dax (Wirecard) oder für den neuen erweiterten MDax. In der Marktkapitalisierung sind nun auch Bechtle und Nemetschek bereits fit für einen Eintritt. Allerdings verfehlen beide Titel noch das Liquiditätskriterium. Da die Liquidität aber häufig der Marktkapitalisierung folgt, ist eine MDax-Aufnahme derzeit eher eine Frage des Wann als des Ob. Eine Aufnahme bereits im September wäre allerdings überraschend.

14:51 Uhr

Fußball-WM poliert Zahlen von Videospiele-Hersteller auf

Electronic Arts (EA)
Electronic Arts (EA) 121,86

Die zurückliegende Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat dem Videospiele-Hersteller Electronic Arts deutlich bessere Geschäftszahlen beschert als erwartet. Der Umsatz des ersten Geschäftsquartals lag bei 1,14 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Das war nach 1,45 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum zwar ein Rückgang um 21,5 Prozent - Analysten hatten aber nur mit einem Umsatz von gut 742 Millionen Dollar gerechnet. Der Nettoquartalsgewinn des Herstellers der Fifa-Spielreihe lag bei 293 Millionen Dollar, das war ein Einbruch von 54,5 Prozent.

  • Trotzdem erklärte Finanzdirektor Blake Jorgensen, Electronic Arts sei "sehr stark" ins Geschäftsjahr gestartet, indem es sich auf seine Wachstumsstrategie in neuen Geschäftsfeldern konzentriert habe.
  • Seine Umsätze zieht das Unternehmen mittlerweile hauptsächlich aus Digitalangeboten, während der Verkauf von Video- und Computerspielen auf CDs drastisch zurückgeht.
  • Die mit der von Mitte Juni bis Mitte Juli laufenden WM verbundenen Produkte seien sehr erfolgreich gewesen, teilte Electronic Arts mit.
  •  Rund 15 Millionen Spieler hätten ein Fifa-Update erworben.
14:10 Uhr

Twitter-Aktie schockiert Anleger

Twitter
Twitter 58,28

Twitters Nutzerzahlen sind im zweiten Quartal gesunken und könnten angesichts intensiverer Maßnahmen gegen Hetze, Spam und Fake-Accounts weiter zurückgehen. Verglichen mit dem Vorquartal sinkt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um eine Million auf 335 Millionen, wie Twitter mitteilt. Grund seien neben den Bemühungen, die Plattform aufzuräumen, auch die neuen Datenschutzregeln in Europa.

Analysten hatten mit einem leichten Anstieg der Nutzerzahlen gerechnet. Anleger reagierten schockiert - die Aktie fiel vorbörslich zeitweise um 17 Prozent. Twitter versucht schon länger, härter gegen gefälschte Profile durchzugreifen, über die unter anderem Spam und politische Propaganda verbreitet werden. Zuletzt hatte der Kurznachrichtendienst gesperrte Accounts von den Abonnenten-Zahlen abgezogen, wodurch viele Nutzer Follower verloren.

Immerhin steigerte das Unternehmen das Quartalsergebnis kräftig und verdiente besser als erwartet. Unterm Strich lag der Gewinn bei gut 100 Millionen Dollar nach einem Verlust von 116,5 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 24 Prozent auf 711 Millionen Dollar.

 

13:18 Uhr

Trumps Drohungen versetzen türkischer Lira weiteren Schlag

Wegen angedrohter US-Sanktionen gegen die Türkei ziehen sich einige Anleger aus der Währung des Landes zurück. Der Dollar verteuerte sich heute um 0,3 Prozent auf 4,8779 Lira und der Euro um 0,1 Prozent auf 5,6771 Lira.

Eine Eskalation des Streits könnte der bereits angeschlagenen Währung einen weiteren Schlag versetzen, warnte ein Börsianer. Wegen der schwächelnden Konjunktur und der galoppierenden Inflation hat sie seit Jahresbeginn zum Dollar mehr als 20 Prozent abgewertet.

US-Präsident Donald Trump kündigte über Twitter "große Sanktionen" an, wenn die Türkei den Pastor Andrew Brunson nicht freilasse. Details nannte er nicht. Die türkischen Behörden werfen dem Geistlichen vor, eine Gruppe unterstützt zu haben, die in den gescheiterten Putsch von 2016 verwickelt ist. Brunson, der seit 21 Monaten in Gewahrsam ist und unter Hausarrest gestellt werden soll, wies den Vorwurf zurück. Ihm drohen bis zu 35 Jahre Haft.

Eine Lösung des Streits sei allerdings möglich, schrieb Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann in einem Kommentar. "Die türkische Regierung hat sich in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit flexibel gezeigt."

12:14 Uhr

Übernahme in Chipbranche: Kommt Chinas Einlenken zu spät?

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Die Gebühr von zwei Milliarden Dollar, die bei einem Nicht-Zustandekommen an NXP fällig war, wurde bereits gezahlt.

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Qualcomm
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Inmitten des Handelsstreits mit den USA sieht die chinesische Wettbewerbsbehörde SAMR doch noch Chancen für ein Zustandekommen der größten Übernahme in der Chipbranche. Einen Tag, nachdem die SAMR eine Frist für die Freigabe der rund 44 Milliarden Dollar schweren Akquisition des niederländischen Halbleiter-Unternehmens NXP durch den US-Rivalen Qualcomm verstreichen ließ, teilte die Behörde mit, dass der letzte von Qualcomm vorgelegte Plan nicht die Wettbewerbsbedenken habe ausräumen können.

Zugleich erklärte die SAMR: "Wir hoffen, die Kommunikation mit Qualcomm fortzusetzen und innerhalb der Prüffrist eine passende Lösung für die Angelegenheit finden zu können." Die Überprüfungsperiode ende am 15. August, sei aber bis zum 14. Oktober verlängerbar. Die Ankündigung dürfte allerdings zu spät kommen. Qualcomm hat die Offerte gestern zurückgezogen.

NXP
NXP 174,96

Die Gebühr von zwei Milliarden Dollar, die bei einem Nicht-Zustandekommen an NXP fällig war, wurde bereits gezahlt. Zudem kündigten Qualcomm und NXP milliardenschwere Aktienrückkaufprogramme an. Auf die Frage nach einer Stellungnahme zur SAMR-Erklärung verwies eine Qualcomm-Sprecherin auf die Ankündigung von gestern, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. NXP war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Nach Ansicht von Qualcomm-Chef Steven Mollenkopf ist der Konzern in den Handelskrieg geraten, der zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt entbrannt ist, wie er in einem CNBC-Interview gestern sagte. US-Finanzminister Steven Mnuchin forderte, US-Firmen müssten fair behandelt werden. China sei offen für Investitionen ausländischer Firmen und würde mit allen Unternehmen gleich umgehen, hieß es in der Mitteilung der SAMR.

11:52 Uhr

Britischer Ölmulti erwirbt US-Frackinggeschäft von BHP

BP
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Der britische Ölkonzern BP kauft in seiner größten Übernahme seit fast 20 Jahren Schieferöl- und Gasaktivitäten des Bergbauriesen BHP Billiton in den USA. Der Kaufpreis liege bei umgerechnet neun Milliarden Euro, teilte BP mit. BHP hatte das Fracking-Geschäft 2011 für 20 Milliarden Dollar gekauft - doch seitdem fiel der Ölpreis deutlich. Beim Fracking wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien mit Druck in Gesteinsschichten gepresst, um darin fein verteiltes Gas oder Öl zu gewinnen. Die Methode ist teurer als die traditionelle Förderung, mit fallendem Ölpreis wird sie zusehend unrentabler.

Der Zukauf markiert einen Wendepunkt für den Konzern. BP war zuletzt immer noch mit den finanziellen Nachwirkungen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko beschäftigt, die 2010 durch die Explosion der Bohrplattform Deepwater Horizon ausgelöst wurde. Mehr als umgerechnet 56 Milliarden Euro an Strafen und Kosten für Aufräumarbeiten nagten an BP.

Mit dem Zukauf kann BP seine Öl- und Gasressourcen an Land in den USA um 57 Prozent erhöhen. Die Rivalen Royal Dutch Shell and Chevron waren ebenfalls an den Geschäften interessiert. Die Transaktion werde sich positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken, erklärte BP.

Zudem kündigte der Konzern an, seine Quartalsdividende leicht anzuheben. Es wäre die erste derartige Erhöhung seit annähernd vier Jahren. BHP hatte die Schieferöl-Aktivitäten im vergangenen August auch unter Druck des aktivistischen Investors Elliott zum Verkauf gestellt. Der erzielte Preis liegt etwas höher als von Analysten erwartet.

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11:31 Uhr

Kaufempfehlung gibt Telekom-Aktie Auftrieb

Dax
Dax 15.568,73

Mit leichten Kursgewinnen zeigen sich die europäischen Aktienmärkte im frühen Handel. Überwiegend gute Quartalszahlen und eine generell erhöhte Risikoneigung stützen die Kurse. Allerdings rechnen Marktteilnehmer im Tagesverlauf mit einer Konsolidierung der Gewinne. Denn nach einer turbulenten Woche müsse die Fülle an Informationen vom Handelsstreit über die Berichtssaison bis hin zur EZB-Sitzung erst einmal verarbeitet werden.

Der Dax klettert um 0,3 Prozent auf 12.848 Zähler. Aus technischer Sicht hat sich das Bild für den Dax mit dem Überschreiten der 200-Tages-Linie bei 12.769 Punkten deutlich aufgehellt. Nun gilt die eher psychologische 13.000er-Marke als nächste Zielmarke.

Kering
Kering 775,60

Auch heute gilt es wieder eine Flut an Geschäftszahlen zu verarbeiten. BASF sorgt hier für eine Enttäuschung, der Kurs kommt um 2,5 Prozent zurück. Der Umsatz liegt etwas über, der Gewinn unter der Erwartung. Die höheren Ölpreise hätten sich bei BASF im größeren Chemiebereich belastend auf das Ergebnis ausgewirkt, heißt es in ersten Kommentaren. Die Prognose für das Gesamtjahr hat der Chemieriese unverändert gelassen.

Auch bei der Puma-Mutter Kering läuft es nicht so rund; hier läuft das Geschäft mit der Marke Gucci zwar gut, die sehr hoch gesteckten Erwartungen verfehlte es dieses Mal aber. Der Markt straft das mit eine Minus von fast 7 Prozent ab. Dagegen gewannen die Aktien der Deutschen Telekom knapp 2 Prozent und zählten damit zu den Spitzenwerten im Dax. Eine Kaufempfehlung der Citigroup-Analysten gab Auftrieb.

10:56 Uhr

BASF hat Finanzierung für Bayer-Zukäufe im Kasten

BASF
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Der Chemiekonzern BASF hat sich das nötige Geld für die geplante Akquisition diverser Agrargeschäfte von Bayer bereits besorgt. "Die Finanzierung haben wir im Kasten zu ausgesprochen günstigen Kosten", sagte Finanzvorstand Hans-Ulrich. Die BASF SE legt insgesamt 7,6 Milliarden Euro für die Zukäufe auf den Tisch.

Der Konzern habe schon im vierten Quartal das günstige Umfeld genutzt, um Anleihen zu begeben und seine Liquiditätsposition auszuweiten. Ende Juni beliefen sich die Zahlungsmittel in der Bilanz auf rund 7,7 Milliarden Euro, wie aus dem Halbjahresbericht hervorgeht. Diese Liquidität sei hauptsächlich für den Kaufpreis gebildet worden, sagte Engel. Ein Jahr zuvor standen am Ende der Kapitalflussrechnung nur 1,85 Milliarden Euro. "Die Finanzierungskosten liegen unter 1 Prozent", fügte er hinzu. Solvay-Closing erst für 2019 erwartet.

BASF übernimmt von Bayer das komplette Gemüsesaatgut, die Saatgutbehandlung, die Forschungsplattform für Hybrid-Weizen sowie die Digital-Farming-Plattform und damit Umsätze von rund 2 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt 4.300 Mitarbeiter sowie etliche Produktionsstätten und verschiedene Forschungsstationen gehen damit an den Konzern aus Ludwigshafen über. Die Bayer AG muss sich von den Geschäften im Zuge ihrer Übernahme von Monsanto trennen.

10:05 Uhr

Boykott in Marokko drosselt Konzernerlös von Danone

Danone
Danone 63,17

Der französische Lebensmittelkonzern Danone verliert wegen eines Boykotts in Marokko an Tempo. Der Kundenstreik werde auch im zweiten Halbjahr die Ergebnisse des weltgrößten Joghurtherstellers belasten, erklärte der Konzern.

Verbraucher werfen Danone und anderen großen Firmen vor, ihre Marktmacht in Marokko zu missbrauchen und überhöhte Preise zu verlangen. Danone hat nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte seines Marktanteils bei Frischmilch in dem nordafrikanischen Land verloren, der Umsatz brach ein.

Das machte sich auch in den Zahlen des Konzerns bemerkbar. Auf vergleichbarer Basis kletterten die Konzernerlöse im zweiten Quartal um 3,3 Prozent, nachdem sie zu Jahresanfang noch um 4,9 Prozent gewachsen waren.

Finanzchefin Cecile Cabanis zeigte sich überzeugt, dass Danone mit dem Gegenwind in Marokko umgehen könne und die Umsatzverluste dort an anderer Stelle ausgleichen könne. Die Ziele für 2018 bekräftigte sie. Die Anleger reagierten erleichtert. Mit einem Plus von 1,8 Prozent gehörten die Danone-Aktien zu den größten Gewinnern im französischen Leitindex CAC 40.

09:32 Uhr

Renault leidet unter Nissan-Beteiligung

Renault
Renault 32,83

Beim französischen Autobauer Renault bricht der Gewinn ein. Unter dem Strich verdient der Konzern im ersten Halbjahr noch 2 Milliarden Euro, fast ein Fünftel weniger als vor einem Jahr. Ursache war, dass die Beteiligung am japanischen Hersteller Nissan weniger abwarf als vor einem Jahr. Nissan leidet unter gestiegenen Rohstoffkosten wegen der höheren US-Importzölle auf Stahl und Aluminium.

Die Franzosen halten 43 Prozent an dem japanischen Autobauer. Das eigentliche Renault-Geschäft dagegen lief besser: Der operative Gewinn im ersten Halbjahr kletterte um gut 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, wie Renault in Boulogne-Billancourt mitteilte. Der Umsatz stieg trotz eines deutlichen Absatzwachstums nur um 1,4 Prozent auf 30 Milliarden Euro, weil vor allem der starke Euro in der Umrechnung bremste.

Renault-Chef Carlos Ghosn sprach von einem schwankungsanfälligen Umfeld. Der heimische Rivale PSA mit den Marken Peugeot und Citroen hatte im ersten Halbjahr seine Profitabilität deutlich gesteigert, unter anderem weil Einsparungen und teurere SUVs den Gewinn aufpolsterten.

08:51 Uhr

Impulsflut hält Anleger in Atem

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Neue Töne von Trump, durchmischte Unternehmensergebnisse und eine EZB, die Nullzinsen bis zum nächsten Sommer verspricht: Wie gehen Dax und Eurostoxx mit dieser Mischung um?

REUTERS

EuroStoxx50
EuroStoxx50 4.116,62

Vor Beginn des letzten Handelstags der Woche rechnen Marktbeobachter in Europa nicht mit größeren Kursbewegungen.

  • Die Masse der Anleger müsse zunächst erst einmal die Fülle an neuen Impulsen zum Handelsstreit, zur laufenden Berichtssaison und zur zurückliegenden EZB-Sitzung verarbeiten, erklärte ein Händler.
  • Zum Wochenausklang dürften daher eher die Gewinne nach einer turbulenten Woche konsolidiert werden.
  • Ähnlich wie der Dax dürfte auch der Eurostoxx50 wohl etwas fester starten, heißt es.

Auf Teleboerse.de wird der Leitindex für Aktien aus Europa zum Auftakt allerdings nur bei 3509,50 Punkten gesehen, was einer prozentual unveränderten Eröffnung entspricht.

07:54 Uhr

Dax drängt weiter nach oben

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Erleichterungsrally im Autosektor: Die Aktien von BMW, VW und Daimler waren im Donnerstagshandel auffallend stark gefragt.

dpa

Dax
Dax 15.568,73

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Morgen ein mild-freundlicher Start in den Freitagshandel ab. Der Leitindex Dax dürfte den Erwartungen in Banken und Brokerhäusern zufolge leicht im Plus eröffnen.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax zum Auftakt bei 12.828,00 Punkten gesehen, was einem schmalen Aufschlag von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer - am Tag des EZB-Zinsentscheids - starke 1,8 Prozent fester bei 12.809,23 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Ein dickes Bündel frischer Unternehmensergebnisse hatte den Markt mit reichlich neuen Impulsen versorgt. Dazu kam die Erleichterung nach Junckers Deal mit US-Präsident Trump und die Aussicht auf eine bis kommenden Sommer anhaltende Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Wie der Börsen-Tag am Donnerstag lief, können Sie hier nachlesen.

07:12 Uhr

Japans Börsianer misstrauen Trump

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picture alliance/dpa

Nikkei
Nikkei 27.534,98

An den asiatischen Aktienmärkten steuern Anleger auf einen weitgehend stabilen Wochenschluss zu. Die Börsen in Tokio legen nach der Entschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und der EU leicht zu.

  • Der japanische Leitindex Nikkei legt im Vormittagshandel gut 0,2 Prozent zu auf 22.635 Punkte.
  • Der weiter gefasste Topix-Index steigt um knapp 0,5 Prozent auf 1773 Punkte.
  • Händler erklärten, die leichte Entspannung im Handelsstreit stimme vorsichtig optimistisch. Die anstehende Sitzung der japanischen Zentralbank (BoJ) in der kommenden Woche lasse jedoch viele Anleger vorsichtig agieren. Die Notenbank will bei der Sitzung ihren bisherigen Kurs überprüfen.
06:09 Uhr

Euro zittert nach dem Zins-Ausblick

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Nullzinsen bis zum nächsten Sommer: Danach muss sich der Euro auf die Zinswende in Europa gefasst machen.

picture alliance / Jens Büttner/

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der letzte Handelstag in der letzten vollen Juliwoche beginnt an den Devisenmärkten mit einer leichten Gegenbewegung beim Euro. Am Vortag war der Kurs der Gemeinschaftswährung nach dem EZB-Zinsentscheid deutlich unter Druck geraten.

  • Am Morgen nach Draghis Erläuterungen zur unveränderten Nullzins-Politik bis mindestens Sommer 2019 notiert der Euro leicht gefestigt bei 1,1650 Dollar.
  • Damit bewegt sich der Euro-Kurs weiter deutlich unter dem Niveau des frühen Vortages, als Devisenexperten noch auf die Aussagen der Euro-Währungshüter warteten. Am Donnerstagnachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung dann bis auf ein Tagestief bei 1,1653 Dollar ab, nachdem sie am frühen Morgen noch bei 1,1744 Dollar gehandelt worden war.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag nach der regulären Juli-Sitzung in der Frankfurter EZB-Zentrale auf 1,1716 (Mittwoch: 1,1690) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8535 (0,8554) Euro.

Der entscheidende Impuls für den Handel mit dem Euro sei am frühen Nachmittag erfolgt, erklärten Marktbeobachter. EZB-Chef Draghi hatte energisch betont, dass die Zinsen noch lange Zeit auf einem extrem tiefen Niveau verharren werden.

06:05 Uhr

Der Leitzins der EZB

 

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

 

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