Freitag, 31. August 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:50 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt verabschiedet sich mit Kursverlusten ins Wochenende. Der Dax fällt 1 Prozent auf 12.364 Punkte, der MDax 1 Prozent auf 26.901 Zähler. Der TecDax gibt 0,3 Prozent auf 3012 Punkte ab.

Ich verschwinde jetzt aus dem Büro und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Meine Kollegen halten Sie in Sachen Wirtschaft weiter auf dem Laufenden.

17:28 Uhr

Trump lästert über Kanadier

RTS1ZGOY.jpg

REUTERS

Die USA und Kanada setzen ihre Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen in Washington fort - und die Stimmung dürfte frostig sein. Der Grund: US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit Reportern von "Bloomberg" offenbar Dinge gesagt, die den Kanadiern überhaupt nicht gefallen. Trump und die Reporter hatten sich zwar darauf geeinigt, dass diese Äußerungen vertraulich bleiben. Doch ein Journalist des "Toronto Star" ist dennoch irgendwie auf sie gestoßen.

Und was hat Trump demnach nun gesagt? Unter anderem, dass er keine Kompromisse mit den Kanadiern eingehen werde. Das dürfe er aber nicht öffentlich sagen. Denn "das ist so beleidigend, dass es für sie dann nicht mehr möglich sein wird, einen Deal zu machen."

Eine weitere Bemerkung, die Trump nicht veröffentlicht sehen wollte: Eine mögliche Vereinbarung mit Kanada werde nur "absolut zu unseren Bedingungen" erzielt.

Trump hatte zuvor öffentlich damit gedroht, in Kanada produzierte Autos könnten mit hohen Einfuhrzöllen belegt werden, falls es nicht zu einer Einigung kommen sollte. Der US-Konzern GM baut in Ontario Modelle des Chevrolet Impala.

Vertraulich drückte Trump es mit Blick auf die Verhandlungen so aus: "Die Kanadier reißen sich den Arsch auf. Und immer wenn wie an einem Punkt ein Problem haben, hole ich ein Foto eines Chevrolet Impala raus. "Sie haben gestern Nacht an unseren Türen geklopft. [und gebeten] Lasst uns einen Deal machen. Bitte". Am Donnerstag hatten die Delegationen der USA und Kanadas bis in die Nacht hinein verhandelt. Trump nimmt nicht an den Gesprächen teil.

Die von Außenministerin Chrystia Freeland geleitete kanadische Delegation geht dem "Toronto Star" davon aus, dass die Äußerungen Trumps authentisch sind. Sie sieht sich demnach in ihrer Überzeugung bestätigt, dass Trump nicht in gutem Glauben verhandele. Der Zeitung zufolge haben die Kanadier die Gegenseite rund um ihren Handelsbeauftragten Robert Lighthizer auf die Äußerungen angesprochen.

16:38 Uhr

IWF will Argentinien helfen

RTX6CA5M.jpg

Christine Lagarde.

REUTERS

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Argentinien seine volle Unterstützung zugesagt. Der Fonds sei überzeugt, dass das lateinamerikanische Land dank des starken Engagements der argentinischen Behörden seine Schwierigkeiten überwinden werde, sagte Sprecher Gerry Rice.

IWF-Chefin Christine Lagarde und der argentinische Finanzminister Nicolas Dujovne wollen sich am Dienstag treffen, um die Gespräche über eine vorzeitige Auszahlung von milliardenschweren Finanzhilfen voranzubringen. Argentinien steckt wegen des Verfalls der Landeswährung in einer Krise.

16:11 Uhr

Euro wird etwas billiger

Der Kurs des Euro ist heute gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1651 (gestern: 1,1692) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8583  (0,8553) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89740 (0,89758) britische Pfund, 129,05 (130,32) japanische Yen und 1,1281 (1,1339) Schweizer Franken fest.

16:03 Uhr

Zoll-Zoff lastet auf US-Börsen

542e7161a5925de2a4a23458448f6d32.jpg

REUTERS

Der Zoll-Streit zwischen den USA und China belastet die US-Börsen. Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten gibt zum Handelsstart 0,2 Prozent auf 25.941 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,1 Prozent auf 2898 Zähler, die Nasdaq hält sich mit 8081 Punkten knapp im Plus.

S&P 500
S&P 500 2.613,00

"Der drohende Dämpfer für das globale Wirtschaftswachstum durch die ramponierten amerikanisch-chinesischen Beziehungen bleibt im Zentrum der Märkte", sagt Analyst Dean Popplewell vom Handelshaus Oanda. US-Präsident Donald Trump könnte am kommenden Mittwoch Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar in Kraft setzen.

Für Gesprächsstoff sorgt auch der Einstieg von Coca Cola in den umkämpften Kaffeemarkt. Der Getränke-Riese übernimmt Costa Coffee für umgerechnet 4,3 Milliarden Euro einschließlich Schulden von der britischen Restaurant- und Hotelkette Whitbread. Aktien von Coca-Cola tendieren 0,4 Prozent schwächer, die Papiere von Costa-Konkurrent Starbucks legen 0,3 Prozent zu.

15:21 Uhr

Trump macht die Bundesregierung ratlos

1c8b7853c0173c7b2fc1d36f8a3ec802.jpg

imago/ZUMA Press

Im Handelsstreit mit den USA hat die Bundesregierung keine neuen Antworten auf die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. "Die Aussagen des US-Präsidenten haben wir zur Kenntnis genommen", sagte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer. "Ich kann sagen, was wir immer sagen und was weiterhin gilt: Die Bundesregierung lehnt einseitige Zölle ab."

Zur Einordnung: Die EU hat den USA vorgeschlagen, gegenseitig auf Auto-Zölle zu verzichten. Trump hatte sich ja mehrfach darüber beschwert, dass die EU höhere Zölle für US-Pkw verlange als umgekehrt. Den Vorschlag, die Zölle gegenseitig auf null zu reduzieren hatte Anfang Juli auch Trumps Botschafter in Berlin, Richard Grenell, gemacht.

Das reicht dem US-Präsidenten aber nicht, er weist das Angebot als "nicht gut genug" zurück. Seine Begründung mit Blick auf die Europäer: "Ihr Kaufverhalten ist, ihre Autos zu kaufen, nicht unsere zu kaufen."

Vielleicht gibt sich Trump erst zufrieden, wenn die EU keine Zölle verhängt, während die US-Zölle bestehen bleiben. Oder die EU führt eine Mindestquote für amerikanische Spritschlucker ein.

14:50 Uhr

Argentinien stemmt sich gegen Peso-Verfall

3c7348e7dd6b78f0f740c777c189e57d.jpg

imago/ZUMA Press

Nicht nur die Türken, auch die Argentinier erleben einen rasanten Absturz ihrer Währung.  

Die argentinische Regierung hat nun eine Reihe wirtschaftspolitischer Notmaßnahmen angekündigt, um dem rasanten Verfall der Landeswährung Peso zu begegnen.

Welche Schritte das konkret sind, will Finanzminister Nicolas Dujovne am kommenden Montag erläutern. Ziel sei es, das Haushaltsdefizit zu senken und damit weniger abhängig vom Kapitalmarkt zu werden. Danach will  Dujovne will nach Washington fliegen, um mit dem Internationalen Währungsfonds über eine vorzeitige Auszahlung von milliardenschweren Finanzhilfen zu verhandeln.

Gestern hatte die Notenbank im Kampf gegen den Peso-Verfall beschlossen, den Leitzins von 45 auf 60 Prozent zu erhöhen. Für den Peso ging es dennoch kräftig abwärts. Seit Jahresbeginn hat die argentinische Währung fast 54 Prozent an Wert verloren.

13:25 Uhr

Erdogan sieht feindliche Mächte am Werk

71a704e6b477a696c0e2d84184f3a638.jpg

AP

Wenn Venezuelas Präsident Nicolás Maduro oder sein türkischer Bruder im Geiste, Recep Tayyip Erdogan, finstere ausländische Mächte für die wirtschaftlichen Probleme ihrer Länder verantwortlich machen, frage ich mich: Denken die Herren das tatsächlich, oder wissen sie ganz genau, was für einen Unsinn sie erzählen?

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 6,56

Egal. Der türkische Präsident Erdogan hat in einer Ansprache vor Soldaten noch einmal klargemacht, wie sie den Absturz der türkischen Währung einzuordnen haben: Es handele sich um einen gezielten Angriff auf die Lira. "Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, wer hinter dem Wechselkurs steckt. Das liegt auf der Hand." Damit meint Erdogan offenbar die USA und Spekulanten an den Finanzmärkten.

Hier könnte man einwenden, dass die Krise hausgemacht ist. Falls von Interesse: Ich habe die Gründe für die Krise in der Türkei hier zusammengetragen.

Erdogan sieht das bekanntlich anders. Die Schwankungen würden vorbeigehen, versichert er. Die Regierung in Ankara tue das, was nötig sei. Erhöht die Zentralbank die Zinsen? Natürlich nicht.

Eine Maßnahme ist, die Steuern auf Guthaben in ausländischer Währung anzuheben und gleichzeitig jene auf Lira-Einlagen zu senken. Der Schritt soll das Sparen in lokaler Währung erleichtern. Nun ja, bei einem Absturz der Lira und einer Inflation von knapp 16 Prozent ist das Sparen in Lira nicht besonders attraktiv.

Am Devisenmarkt stieß die Maßnahme auf wenig Begeisterung. Die Lira machte zunächst einen Kurssprung zum Dollar von nahezu 4 Prozent, gab diese Gewinne aber schnell wieder ab.

12:16 Uhr

Handelskonflikt treibt Chinesen zum Wahrsager

RTR23W14.jpg

REUTERS

Der Handelsstreit mit den USA macht auch Chinesen ratlos. Während sich einige an Erfahrungen, offizielle Verlautbarungen, den gesunden Menschenverstand oder an Analysten halten, um die weitere Entwicklung und den Ausgang des Konflikts abzuschätzen, greifen andere auf ein Mittel aus alten Zeiten zurück: Sie suchen Rat bei einem Wahrsager oder setzen auf Feng Shui.

Viele Chinesen fragen sich nun, wie sie in diesem Konflikt ihr Geld anlegen und ihre Geschäfte betreiben sollen. Wem Auskünfte von Anlageberatern und Medienkonsum nicht ausreichen, der kann sich an Spezialisten für kosmische Energien oder alte spirituelle Praktiken wenden.

Der Börsenmakler Ricky Fong etwa wendet sich an den Feng-Shui-Meister Victor Ng. Feng Shui ist eine uralte chinesische Lehre von Harmoniegesetzen in der Natur und längst auch im Westen etwa als Hilfe bei der Wohnungs- und Gartengestaltung in Mode. Fong betont, der Zollstreit spiele für Investmententscheidungen eine sehr große Rolle. Hilfreiche Daten dazu lieferten nicht nur die angestammten Instrumente der Finanzanalyse, sondern auch Berater wie Ng. "Er kann traditionelle Methoden nutzen, um mein Schicksal zu lesen, und mir sagen, wie ich besser mit der Situation umgehe", meint Fong.

Der Feng-Shui-Meister stützt sich nach eigenen Worten vor allem auf Angaben zu Geburtsdatum und -zeit. In diesem Fall geht es insbesondere um die Daten Trumps und vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping. "So analysieren wir die Situation", sagt Ng.

Wahrsager Xie Xianglin registriert nach eigener Auskunft eine rege Nachfrage wegen des Zollkonflikts. Die meisten Kunden seien Unternehmer und Investoren, sagt Xie, der für eine Beratung 500 Yuan (63 Euro) verlangt. Und wie geht der Konflikt nun aus? "Der Handelskrieg wird in naher Zukunft versöhnlich enden", weiß der Wahrsager.

11:52 Uhr

Kommt Roboterhund Aibo nach Deutschland?

dc73bc41a6b130508c4db9ba60514100.jpg

REUTERS

Sony will den bislang nur in Japan verfügbaren smarten Roboterhund Aibo möglicherweise auch nach Europa bringen. Er werde die Entscheidung vom Interesse der Besucher auf der IFA abhängig machen, sagte Sony-Chef Kenichiro Yoshida auf der Messe in Berlin.

Sony
Sony 54,61

Sony hatte eine Neuauflage des legendären Roboterhundes Anfang des Jahres in Japan auf den Markt gebracht und will im Herbst in den USA starten.

In Japan scheint Aibo ein Knüller zu sein. Der Roboterhund ist weiß und mit 30 Zentimetern ungefähr so groß wie eine Puppe. Stilecht kann das Teil mit seinen schwarzen Ohren wackeln und mit dem Schwanz wedeln, außerdem kann es über die Augen Emotionen zeigen.

Ok, das ist jetzt nicht unbedingt der Knaller. Aber Aibo ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und mit dem Internet verbunden. Außerdem stecken in dem kleinen Körper eine Reihe von Sensoren, Kameras und Mikrofonen. Wer will, der kann per Smartphone mit dem Robotertier spielen.

11:42 Uhr

Inflation schwächt sich ab

Die Teuerung im Euroraum hat sich im August überraschend wieder etwas abgeschwächt. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat lagen die Verbraucherpreise 2 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 2,1 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt eben diesen Wert auch für August erwartet. Die EZB sieht Preisstabilität bei einer Inflation von knapp unter 2 Prozent gewährleistet.

Schwächer als im Vormonat fiel auch die weniger schwankende Kerninflation aus. Ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel erhöhten sich die Verbraucherpreise um 1 Prozent zum Vorjahresmonat.

Teurer als vor einem Jahr war im August vor allem Energie. Die Energiepreise stiegen um 9,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Nahrungs- und Genussmittel waren 2,5 Prozent teurer. Industriegüter und Dienstleistungen, zu denen auch die Mieten zählen, verteuerten sich unterdurchschnittlich um 0,3 beziehungsweise 1,3 Prozent.

In Deutschland lag die Inflation im August bei 2 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

*Datenschutz

 

10:58 Uhr

Trump irrlichtert, Auto-Aktien rauschen nach unten

3a42fc01a87d947beeb8e8c9d71f14f6.jpg

imago/ZUMA Press

Dass US-Präsident Donald Trump nicht unbedingt ein Freund von schlüssiger Argumentation und von Verbindlichkeit ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, dass ihm mit Stringenz überhaupt nicht beizukommen ist.

Da beschwert sich Trump lauthals, wie unfair es sei, dass die EU höhere Zölle auf US-Pkw erhebe als umgekehrt. Daraufhin schlägt die EU vor, alle gegenseitigen Zölle auf Autos abzuschaffen. Das will Trump nun aber auch nicht. Seine Begründung: Das reiche nicht aus! Außerdem sei die EU fast so schlimm wie China, nur kleiner.

Wie auch immer das gemeint ist, für die Auto-Aktien geht es heute abwärts. Schließlich hat Trump ja schon mehrfach gedroht, Schutzzölle zu verhängen. BMW verlieren 0,9 Prozent, Daimler 1 Prozent und Volkswagen 1,3 Prozent. Auch die Zulieferer verzeichnen Kursverluste. Continental büßen 1,2 Prozent ein. Leoni 1,1 Prozent, Schaeffler 2,2 Prozent und Hella 0,9 Prozent.

Wieso Trump so schlecht auf deutsche Autos zu sprechen ist, habe ich hier aufgeschrieben.

10:34 Uhr

Lufthansa muss einstecken

Zu den größten Verlierern in Frankfurt gehören die Aktien der Lufthansa, die Aktien rutschen 4 Prozent auf 22,40 Euro ab. Händler führen das auf eine Verkaufsempfehlung der Citigroup zurück. Das kommt etwas überraschend, weil die Bank die Aktie bisher zum Kauf empfohlen hat.

Lufthansa
Lufthansa 8,56

Die Begründung für diesen Schritt: Analyst Mark Manduca sieht die Lufthansa wegen des stetigen Ausbaus der Flugkapazitäten unter zunehmendem Preisdruck. Zudem ist er weniger optimistisch für den deutschen Markt als die meisten anderen Analysten. Ferner moniert er, dass die Lufthansa weniger anlegerorientiert sei als andere Airlines.

Wenn das zutrifft: Wieso kommt er erst jetzt zu dieser Erkenntnis?

Wie dem auch sei, Manduca senkte das Kursziel von 32,50 auf 19,90 Euro. Ende Juli hatten die Papiere der Fluggesellschaft nach starken Halbjahreszahlen zu einem Kurssprung über die Marke von 24 Euro angesetzt, waren seitdem aber in Summe weitgehend seitwärts gelaufen.

09:44 Uhr

Türke will nicht mehr Dolar heißen

99ed2a9b701a07a6d566f87391cb5199.jpg

AP

Das dürfte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan tief beeindrucken: Angesichts des Absturzes der Währung und eines Streits der Türkei mit den USA um einen festgehaltenen amerikanischen Pastor lässt ein Türke seinen wie "Dollar" klingenden Nachnamen ändern.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 6,56

Wie "CNN Türk" berichtet, hat Ferhat Dolar aus der Provinz Mugla bei Behörden beantragt, künftig Dalar heißen zu dürfen. "Ich kann die Haltung der USA gegenüber der Türkei nicht akzeptieren. Und es stört mich, wenn die Menschen mich wegen meines Nachnamens beleidigen", sagt der 48-Jährige. Je nach Kurs des Dollars sagten die Leute zu ihm: "Dolar, du fliegst heute" oder "Dolar, du hast dich heute auf die Nase gelegt" oder "Hau Dolar auf den Kopf, so dass er stürzt."

Die türkische Lira hat zum Dollar seit Anfang des Jahres rund 40 Prozent an Wert verloren.

09:22 Uhr

Für den Dax geht es abwärts

Der Frankfurter Aktien geht mit Kursverlusten in den Tag. Der Dax verliert 0,8 Prozent auf 12.394 Punkte, während der MDax 0,6 Prozent auf 27.015 Zähler abgibt. Der TecDax fällt 0,6 Prozent auf 3001 Punkte.

Wie gestern sorgen vor allem zwei Themen für Gesprächsstoff: Die Währungskrise in Schwellenländern und die von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikte mit China und der EU.

Ich möchte mich noch kurz vorstellen. Mein Name ist Jan Gänger, ich begleite Sie heute durch den Börsentag.

08:54 Uhr

Ölpreis weiß nicht, wohin des Weges

Die Ölpreise bewegen sich im frühen Handel so gut wie nicht von der Stelle. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostet 77,70 US-Dollar. Das sind sieben Cent weniger als gestern.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 27,10

Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt geringfügig auf 70,27 Dollar.

Händler sprechen von fehlenden Impulsen am Rohölmarkt. Hauptthemen seien nach wie vor der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran wegen dessen Atomprogramm. Während die Handelsstreitigkeiten die Ölpreise über Konjunktursorgen belasteten, sorge die Aussicht auf ein sanktionsbedingt geringeres Angebot aus Iran für Preisauftrieb.

08:27 Uhr

Dax rechnet mit dem August ab

#asdf symbol Dax 93524583.jpg

Aufkommende Unruhe am Aktienmarkt: Mit dem letzten Handelstag im August endet auch für den Dax ein heißer Börsensommer.

picture alliance / Christoph Sch

Dax
Dax 9.853,98

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen unterkühlten Monatsausklang einstellen. Der Leitindex dürfte mit einem leichten Minus in den Freitagshandel starten.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax zum Auftakt bei 12.466,50 Punkten gesehen, was einem Abschlag von 0,2 Prozent entspricht.
  • Damit dürfte sich der Abwärtstrend fortsetzen: Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer bereits 0,5 Prozent schwächer bei 12.494,24 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Im Vordergrund stehen neben dem Währungsverfall in den Schwellenländern auch die Wortmeldungen aus Washington zum Handelsstreit mit China, zu den Post-Nafta-Verhandlungen mit Kanada und zum Null-Zoll-Vorschlag für Autos aus Europa.

Unabhängig davon stehen Zahlen zu den deutschen Einzelhandelsumsätzen sowie die europäischen Inflationsdaten zur Veröffentlichung an.

08:03 Uhr

Asien-Anleger schalten um auf Vorsicht

RTSV5TS.jpg

Im Hafen von Tokio: Was passiert mit dem Welthandel, wenn Trump und die Chinesen nicht doch noch einlenken.

REUTERS

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Angesichts der drohenden Zuspitzung im Zollstreit zwischen den USA und China haben sich die Anleger an den asiatischen Börsen zurückgehalten.

  • Der Nikkei-Index schloss am Freitag kaum verändert bei 22.865 Zählern, der breiter gefasste Topix verlor 0,2 Prozent auf 1735 Zähler.
  • Der Shanghai-Composite gab 0,2 Prozent nach.
  • US-Präsident Donald Trump zeigt sich einem Medienbericht zufolge entschlossen zur Umsetzung seiner Pläne, in Kürze Zölle auf chinesische Güter im Volumen von 200 Milliarden Dollar in Kraft zu setzen.

Der Konflikt zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten birgt Ökonomen zufolge Risiken für die globale Konjunktur.   

06:47 Uhr

Schwellenlandkrise greift um sich

RTS3I2W.jpg

Wertverfall in den Schwellenländern: Ein Bündel 100.000er-Scheine der indonesischen Rupiah.

REUTERS

Dollar / Indonesische Rupiah
Dollar / Indonesische Rupiah 16.345,05

Die Währungskrise der Schwellenländer weitet sich aus: Nach dem Aufleuchten aller Warnlampen beim argentinischen Peso, dem südafrikanische Rand und der indische Rupie, richten sich die Blicke der Investoren vor dem Wochenende auch auf Indonesien.

  • In einer energischen Aktion intervenierte Indonesiens Zentralbank massiv am Devisen- und Anleihenmarkt, um den Kurs der Landeswährung zu stützen. Hintergrund sei die von der türkischen Lira übergesprungene Nervosität am Markt, wie es aus Kreisen der Währungshüter in Jakarta hieß.
  • Im Verhältnis zum US-Dollar verlor die indonesische Rupiah zuletzt weiter an Wert. Im frühen Handel notierte der Kurs bei rund 14.710 Rupiah je Dollar und damit auf dem niedrigsten Stand seit September 2015. Am Morgen europäischer Zeit lag der Kurs bereits bei 14.809,55 Rupiah je Dollar.
  • An den Finanzmärkten kursieren Befürchtungen, dass die Sorgen um die Türkei auf andere große Schwellenländer wie Südafrika, Argentinien, Indien oder auch Brasilien übergreifen könnte.
  • Der Abwärtstrend der Rupiah läuft bereits seit Monaten. Indonesien hatte zuvor schon mit Zinserhöhungen auf den Wertverfall der Landeswährung reagiert.

Ein Schwächung der eigenen Währung verteuert die Einfuhr von Waren. Die Preise für importierte Lebensmittel, Medikamente oder auch Rohstoffe für die heimische Industrie können dadurch rapide ansteigen, was mittelfristig auch den sozialen Frieden in den betroffenen Ländern gefährden kann.

06:25 Uhr

Euro rumpelt Richtung Monatswechsel

##asdf### Symbol Euro 85639332.jpg

Der Welt und dem Euro stehen ein unruhiger Herbst bevor: Die Währungskrise der Schwellenländer wirkt sich über kurz oder lang auf das Leben von Millionen von Menschen aus.

picture alliance / Jens Büttner/

Im Devisenhandel startet der Kurs des Euro vor dem Wochenende unterhalb der Marke von 1,17 Dollar in Richtung Monatswechsel. Unruhig bleibt die Lage bei den Währungen der Schwellenländer. Die türkische Lira, der argentinische Peso und die indische Rupie stehen weiter unter starkem Abwertungsdruck.

Der Euro notiert am Morgen bei 1,1664 Dollar und damit knapp 0,1 Prozent unter Vorabendniveau.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs für den Euro am Vortag auf 1,1692  (Mittwoch: 1,1660) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8553  (0,8576) Euro.

Die Währungskrise der Schwellenländer scheint sich weiter auszuweiten: Zuletzt wurde auch Indonesien vom Abwärtssog erfasst. Die indonesische Rupiah notiert im frühen Handel bei 14.806,55 Rupiah je Dollar und damit auf dem niedrigsten Stand seit September 2015. Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimisch dominierte Land der Erde.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht