Freitag, 05. Februar 2021Der Börsen Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax-Gewinnserie endet zum Wochenende

Nach vier Tagen mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen dreht der Dax am Freitagnachmittag doch noch ins Minus und schließt dort auch. Er verabschiedet sich mit einem Minus von drei Punkten und 14.057 Punkten aus dem Handel. Die psychologisch wichtige 14.000er Marke kann der deutsche Börsenleitindex halten, das Tageshoch bei 14.114 Zählern entrückte indes etwas. Positive Vorgaben haben den Dax lange gestützt, von Seiten der Wall Street melden S&P-500 sowie Nasdaq Composite neue Rekordstände. Ein neues Allzeithoch bleibt dem Dax zumindest in dieser Handelswoche verwehrt.

"Nach einer fast geschafften Jagd auf ein neues Allzeithoch ging dem Dax auf den letzten Metern die Puste aus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Verständlich, denn er hatte in dieser Woche zeitweise mehr als fünf Prozent zugelegt. Dafür aber glänzen MDax, SDax und TecDax mit neuen Rekordständen."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten ziehen erneut Bayer an die Spitze der Dax-Gewinner, die Aktien verteuern sich mehr als zwei Prozent. Das gelingt auch Delivery Hero und Deutsche Post. Dagegen belasten Abschläge der Index-Schwergewichte Siemens und SAP den Leitindex.

Bayer
Bayer 51,67
Siemens
Siemens 130,18

 

17:31 Uhr

Thyssenkrupp setzt auf "sehr gute Ausgangsposition" beim Wasserstoff

Thyssenkrupp will mit dem Bau von Anlagen zur Produktion von Wasserstoff zurück in die Erfolgsspur. Der Stahl- und Industriekonzern habe "eine sehr gute Ausgangsposition auf diesem dynamisch wachsenden Markt", sagt die Vorstandsvorsitzende Martina Merz bei der Online-Hauptversammlung. Thyssenkrupp verfüge über die "einzig schon großtechnisch realisierte Technologie, um Wasser unter Einsatz von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen".

Der Traditionskonzern, der im vergangenen Geschäftsjahr einen Milliardenverlust eingefahren hat, sucht nach einem neuen Geschäftsmodell. Ob die Stahlerzeugung weiter dazu gehören wird, ist noch offen. Eine Entscheidung will der Vorstand im März treffen, wie Merz bekräftigt. Der britisch-indische Unternehmer Sanjeev Gupta hat ein Übernahmeangebot vorgelegt und will die Stahlerzeugung der Essener in seinen Konzern Liberty Steel aufgehen lassen. Merz lässt zudem Alternativen zu einem Verkauf entwickeln, unter anderem eine Abspaltung vom Kernkonzern.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 10,97

16:33 Uhr

Dax dreht ins Minus - Euro steigt weiter

Ein durchwachsener Arbeitsmarktbericht aus den USA und ein Kursanstieg des Euro setzen dem Dax zu. Der deutsche Leitindex dreht ins Minus und notiert 0,3 Prozent schwächer bei 14.020 Punkten. Die Gemeinschaftswährung zieht um mehr als ein halbes Prozent auf 1,2033 Dollar an.

Dax
Dax 13.879,33
Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22

 

16:17 Uhr

Preise für Dünger steigen, K+S-Kurs auch

K+S springen rund 4,5 Prozent an. Für die Aktie sprechen momentan gleich mehrere Gründe. Zum einen steigen die Preise am Weltmarkt deutlich. Es gibt Marktbeobachter, die davon ausgehen, dass dieser Trend in den kommenden Quartalen weiter andauern wird. Davon profitiert das Unternehmen. So steigen die Preise in Amerika aktuell deutlich, sowohl in Südamerika wie in den USA. Die Entscheidung, bis auf weiteres keinen Kalidünger zu den in einem zwischen Weißrussland und Indien geschlossenen Vertrag genannten Konditionen auf den Subkontinent zu liefern, sei nachzuvollziehen.

Zudem hatte das Unternehmen ein Joint Venture mit dem weltweit größten Recyclingunternehmen Remondis verkündete. Hier würden die finanziellen Auswirkungen erst in den kommenden Quartalen ersichtlich, so ein Marktteilnehmer. Ein Blick auf den Chart zeigt, dass die Aktie vor einem Jahr unter die Marke von 10 Euro gefallen war und bei 5 Euro einen tragfähige Unterstützung erhielt.

K+S
K+S 9,05

16:06 Uhr

S&P-500 und Nasdaq klettern auf Rekordhochs

Zum Wochenausklang geht es an den US-Börsen weiter nach oben, nachdem sich die mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten für Januar in etwa mit den Erwartungen von Ökonomen deckten. Kurz nach der Startglocke steigt der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent auf 31.215 Punkte. Der S&P-500 legt 0,4 Prozent zu und der Nasdaq-Composite 0,1 Prozent. Beide Indizes markierten neue Rekordhochs.

S&P 500
S&P 500 3.824,25

Im vergangenen Monat wurden 49.000 Arbeitsplätze geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten den Stellenaufbau im Konsens auf 50.000 geschätzt. Vereinzelt kursierten aber auch deutlich optimistischere Annahmen, nachdem am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe positiv überrascht hatten. Die Arbeitslosenquote ging im Januar überraschend auf 6,3 Prozent zurück. Hier war ein zum Dezember unveränderter Stand von 6,7 Prozent erwartet worden. Insgesamt lieferten die Daten ein schlagkräftiges Argument für weitere Wirtschaftsstimuli, heißt es von Beobachtern mit Blick auf das innenpolitische Gerangel um ein neues Corona-Hilfspaket in den USA.

Neben den Arbeitsmarktdaten wurde die Handelsbilanz aus dem Dezember vorgelegt. Demnach verringerte sich das Defizit im letzten Monat des vergangenen Jahres auf 66,61 Milliarden Dollar. Prognostiziert wurde ein Rückgang auf 65,7 Milliarden Dollar, nachdem das Defizit im November 68,14 Milliarden Dollar betragen hatte.

15:17 Uhr

Türkische Lira ist nach Zentralbank-Äußerung deutlich im Aufwind

Die Aussicht auf eine anhaltend straffe Geldpolitik der türkischen Zentralbank gibt der Währung des Landes Auftrieb. Im Gegenzug fallen Dollar und Euro zur Lira um jeweils etwa ein Prozent auf ein Fünfeinhalbmonatstief von 7,054 beziehungsweise 8,4395 Lira. Zentralbank-Chef Naci Agbal hatte in einem Reuters-Interview gesagt, dass Zinssenkungen auf absehbare Zeit nicht in Frage kommen.

Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,11

 

15:03 Uhr

US-Arbeitsmarkt schafft wieder Stellen

Am US-Arbeitsmarkt sind nach einer jüngsten Entlassungswelle zu Jahresbeginn wieder Stellen geschaffen worden. Im Januar entstanden 49.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung mitteilt. Ökonomen lagen mit ihrer Prognose von 50.000 annähernd richtig - nach einem Jobabbau von revidiert 227.000 im Dezember. In einer ersten Schätzung war der Stellenverlust im Dezember mit 140.000 noch weit niedriger angesetzt worden.

"Gut, dass es nach dem heftigen Dezember-Rücksetzer wieder aufwärts geht", kommentiert Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe die aktuellen Zahlen. Bis der Beschäftigungsgipfel vom Februar 2020 annähernd in Sichtweite komme, sei es jedoch noch ein langer Weg.

Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel im Januar überraschend - und zwar auf 6,3 von 6,7 Prozent im Dezember. In der Krise gingen in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang erst rund die Hälfte zurückgewonnen wurde.

14:46 Uhr

RWE-Milliardenergebnis setzt Aktienkurs unter Strom

Der Energiekonzern RWE hat seine eigene Gewinnprognose für das abgelaufene Jahr übertroffen. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) liege voraussichtlich bei 3,2 Milliarden Euro und werde damit das obere Ende der Prognose von 2,7 bis 3,0 Milliarden Euro überschreiten, teilt das Essener Dax-Unternehmen mit. Vor allem der Energiehandel habe sich gegen Jahresende deutlich besser als angenommen entwickelt. Das bereinigte Nettoergebnis dürfte mit wohl 1,2 Milliarden Euro ebenfalls besser als zuletzt erwartet ausfallen. RWE-Aktien weiten nach den Zahlen ihre Gewinne aus und steigen mehr als drei Prozent

RWE
RWE 31,30

14:20 Uhr

Curevac will mit Großbritannien Impfstoffe gegen Corona-Mutanten entwickeln

Das Biotechunternehmen Curevac will mit der britischen Regierung bei der Entwicklung von Covid-19-Impstoffen gegen Varianten des Virus zusammenarbeiten. Im Rahmen der Vereinbarung plane Curevac bei erfolgreicher Zulassung die Lieferung von 50 Millionen Impfdosen gegen Virusvarianten an das Vereinigte Königreich, teilt das Tübinger Unternehmen mit. Curevac hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln zu wollen, die sich gegen die aufkommenden ansteckenderen Virus-Varianten richten sollen.

Curevac hat bislang noch keinen Impfstoff auf den Markt gebracht. Sein Mittel befindet sich gegenwärtig in der entscheidenden letzten Phase der Entwicklung, Zulassungsanträge könnten im zweiten Quartal gestellt werden. Curevac-Aktien klettern rund 3,6 Prozent.

CureVac
CureVac 77,52

*Datenschutz

14:01 Uhr

Öl- und Gasfeld in der Nordsee entdeckt: Kurse von Ölkonzernen ziehen an

Der Fund eines Öl- und Gasfelds in der Nordsee ermuntert Anleger zum Einstieg bei DNO und Equinor. Die Aktien der beiden Ölkonzerne steigen in Oslo um rund 4,5 Prozent. Den Unternehmen zufolge ist der Fund deutlich größer als ursprünglich gedacht und entspreche bis zu 69 Millionen Barrel an Erdöl-Äquivalent. Durch die Nähe zum Ölfeld Troll könne die neue Lagerstätte recht schnell erschlossen werden.

13:46 Uhr

US-Anleger sind in Rekordlaune

Zum Wochenausklang dürfte es an den US-Börsen weiter nach oben gehen. Ausschlaggebend für die Richtung des Marktes dürften letztlich aber die Arbeitsmarktdaten für Januar sein. Nachdem am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht und am Donnerstag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe positiv überrascht haben, besteht am Markt allerdings Hoffnung, dass der Beschäftigungsaufbau stärker als erwartet ausgefallen sein könnte.

Die Konjunkturdaten müssen sich die Aufmerksamkeit der Anleger mit einer weiteren Welle von Quartalszahlen teilen. Unter anderem haben am Donnerstag nach Börsenschluss T-Mobile US, Ford und News Corp Zahlen vorgelegt. Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile hat im Schlussquartal 2020 zwar überraschend viele Kunden hinzugewonnen, aber auch vor Kosten in Milliardenhöhe gewarnt, die im Zusammenhang mit der Sprint-Übernahme auf den Konzern zukommen dürften. Die Aktie zeigt sich vorbörslich 0,4 Prozent höher.

Deutlich besser kommen die Geschäftsahlen von News Corp an, deren Kurs um fast 9 Prozent nach oben springt. Das Unternehmen verdreifachte in seinem zweiten Geschäftsquartal den Gewinn nahezu dank hoher Zuwächse im Buchverlagsgeschäft. Eine wichtige Stütze war auch Dow Jones & Co, zu der unter anderem das "Wall Street Journal" und diese Nachrichtenagentur gehören. Ford überraschte mit einem Quartalsgewinn und einem besseren Ausblick. Vorbörslich geht es 0,4 Prozent nach oben mit den Aktien.

12:57 Uhr

Risiko-Aufschläge für Italien-Bonds auf Niveau von 2016

In der Hoffnung auf eine italienische Regierung unter dem ehemaligen EZB-Chef Mario Draghi decken sich immer mehr Anleger mit den Anleihen des Landes ein. Dies drückt den Risikoaufschlag für die zehnjährigen Titel zu vergleichbaren Bundespapieren auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

 

12:14 Uhr

Corona-Impfstoff vor Notzulassung: J&J-Aktien gefragt

Der Antrag auf eine Notfall-Zulassung eines Coronavirus-Impfstoffs in den USA gibt Johnson & Johnson Auftrieb. Die Aktien des Pharma- und Konsumgüter-Herstellers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,2 Prozent. Die Gesundheitsbehörde FDE will am 26. Februar darüber beraten.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 133,86

11:56 Uhr

Sma-Solar-Wachstum überzeugt nicht

Sma Solar hat im vergangenen Jahr von einer starken Nachfrage nach Wechselrichtern für die Solarindustrie profitiert. Das SDax-Unternehmen steigerte den Absatz 2020 um 26 Prozent auf eine kumulierte Leistung von 14,4 Gigawatt. Der Umsatz legte nach vorläufigen Berechnungen auf 1,03 Milliarden Euro von 915 Millionen Euro zu. Sma selbst hatte 1 Milliarde bis 1,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 72 von 34 Millionen Euro und lag damit ebenfalls innerhalb der Prognosespanne von 50 bis 80 Millionen Euro. Die Abschreibungen beziffert SMA auf rund 44 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum auf 1,075 bis 1,175 Milliarden Euro. Das EBITDA soll 75 bis 95 Millionen Euro erreichen. Der Aktienkurs gibt rund ein Prozent nach.

SMA Solar
SMA Solar 52,00

11:29 Uhr

Chinesischer Starbucks-Rivale meldet Insolvenz an

Nach einem Bilanzskandal hat der chinesische Starbucks-Konkurrent Luckin Coffee Insolvenz nach dem US-Konkursrecht angemeldet. Man verhandle über eine Umschuldung, das Tagesgeschäft sei dadurch nicht beeinträchtigt, teilt Luckin Coffee mit. Das Unternehmen aus Xiamen hatte sich im Juni von der US-Technologiebörse Nasdaq zurückziehen müssen, nachdem ruchbar geworden war, dass Luckin in der Bilanz für 2019 Umsätze absichtlich deutlich zu hoch und Verluste zu niedrig ausgewiesen hatte. Im Dezember legte die Firma ein Verfahren wegen Bilanzbetrugs gegen eine Zahlung von 180 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC bei.

11:04 Uhr

Telekomsektor kann Vorlagen nicht nutzen: Deutsche Telekom schwach

Den schwächsten Sektor in Europa stellen die Telekommunikationswerte mit 0,7 Prozent Minus des Branchen-Indexes. "Das kann als Zeichen gesehen werden, dass viele Expansionsfantasien nun schon eingepreist sind und nun die Sorge vor Erweiterungsinvestitionen hochkommt", sagt ein Händler. Denn das übliche Argument von Umschichtungen hinein in konjunktur-aggressivere Werte greife nicht, der DAX komme schließlich kaum von der Stelle.

Dazu notieren Deutsche Telekom rund ein Prozent tiefer, obwohl T-Mobile US eine starke Vorlage geliefert habe. Nachbörslich in den USA rutschten diese aber ins Minus aus Sorge vor Margendruck durch nun notwendigen Investitionen. Die US-Telekom-Tochter warnte vor höheren Kosten wegen der Sprint-Integration. Außerdem hatte BT Group am Vortag offenbart, dass die Corona-Krise nur bestimmte Bereiche von Telekommuniktionskonzernen beflügelt.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 14,99

10:46 Uhr

Allianz übernimmt chinesische Leben-Tochter

Dem Versicherungskonzern Allianz gehört seine chinesische Lebensversicherungs-Tochter Allianz China Life künftig komplett. Die Allianz China Insurance Holding werde die 49 Prozent übernehmen, die bisher beim staatlichen Finanzriesen CITIC lagen, teilt der Versicherer mit. Der für das China-Geschäft zuständige Vorstand Sergio Balbinot sagt, man habe die Aufstockung angestrebt, seit die Regierung 2019 die Öffnung des Finanzsektors angekündigt habe. Der Kaufvertrag mit Citic sei "ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung". Erst kürzlich hatte die Allianz in China eine eigene Asset-Management-Lizenz zur Anlage ihrer Versicherten-Gelder bekommen.

Allianz
Allianz 200,20

10:26 Uhr

Bierkonsum sinkt, Carlsberg verfehlt Erwartungen, Kurs steigt

Die Quartalsergebnisse des dänischen Bierkonzerns Carlsberg kommen Analysten zwar nicht gut an, der Aktienkurs zieht dennoch rund ein Prozent an. "Das Betrinken zu Hause gleicht nicht die Verluste durch Events und geschlossene Kneipen aus", kommentiert ein Händler. Daher habe Carlsberg mit 12,45 Milliarden Kronen die Umsatzerwartungen von 13,07 Milliarden verfehlt. Positiv sei aber der Nettogewinn fürs Gesamtjahr, der über Erwarten liege und zeige, dass die Kosten im Griff seien. Auch der Ausblick sei gut.

Carlsberg
Carlsberg 134,40

10:00 Uhr

RTL-Gruppe verkauft US-Werbevermarkter für 1,2 Milliarden Dollar

Die RTL Group verkauft den US-Werbevermarkter SpotX und will sich nun stärker auf ihr Digitalgeschäft in Europa konzentrieren. Das Unternehmen gehe für 1,17 Milliarden Dollar vollständig an die US-Werbetechnologiefirma Magnite, teilt die Bertelsmann-Tochter mit. Der Kaufpreis bestehe aus 560 Millionen Dollar in bar sowie 14 Millionen Magnite-Aktien und soll im Laufe des zweiten Quartals über die Bühne gehen. "Der Verkauf von SpotX steht im Einklang mit unserer Strategie, sich auf das Wachstum unserer europäischen Digitalgeschäfte in den Bereichen Streaming, Werbetechnologie, digitales Video und Audio sowie auf unser globales Inhaltegeschäft Fremantle zu fokussieren", sagt der Chef des europäischen Fernsehkonzerns, Thomas Rabe.

Die RTL Group hatte 2014 eine Mehrheitsbeteiligung von 65 Prozent an SpotX für 107 Millionen Euro erworben und dann 2017 die noch ausstehende Beteiligung für 123 Millionen Euro gekauft. Rabe betonte, dass Werbetechnologie eine strategische Priorität für die RTL Group bleibe. Mit den europäischen Ad-Tech-Geschäften Smartclip und Yospace habe man große Fortschritte erzielt, eine offene europäische Werbetechnologie-Plattform zu schaffen und damit den stark wachsenden Markt für zielgerichtete TV-Werbung zu erschließen.

RTL Group
RTL Group 47,24

09:31 Uhr

Analysten pushen Kurs der Deutschen Post

Ein positiver Analystenkommentar gibt der Deutschen Post Auftrieb. Die Aktien des Brief- und Paket-Zustellers steigen gut ein Prozent. Sie gehören damit zu den Topgewinnern im Dax. Die Marktexperten der Investmentbank Jefferies haben ihr Kursziel für die Papiere auf 52 von 48 Euro angehoben.

Deutsche Post
Deutsche Post 41,32

09:08 Uhr

Dax-Rally auf Allzeithoch abgeblasen?

Am deutschen Aktienmarkt legt der Dax am Freitag nach seiner Rally im bisherigen Wochenverlauf eine Pause ein: Zum Start notiert er nahezu unverändert bei 14.052 Punkten. Damit bleibt er aber in Schlagweite seines Allzeithochs, das bei 14.132 Zählern liegt. In den vergangenen vier Handelstagen konnte der deutsche Börsenleitindex bereits Gewinne von rund 4,5 Prozent verbuchen. Positive Vorgaben von der Wall Street und der Tokioter Börse stützen die Kurse hierzulande.

"Insgesamt ist auffällig, wie schnell sich die Stimmung nach dem Rücksetzer in der Vorwoche gedreht hat", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Ein schwächerer Euro hilft dabei ebenso wie in den USA auf seine Notzulassung wartender neuer Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson."

08:56 Uhr

Ölpreis-Rally dauert an

Die Ölpreise legen zum Wochenschluss weiter zu. Nachdem sie im Verlauf der Woche kräftig anziehen konnten und neue Jahreshöchststände erreichten, geht es im frühen Handel nur noch leicht nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 59,16 Dollar und damit 32 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt 36 Cent auf 56,59 Dollar.

Seit Beginn der Woche befinden sich die Ölpreise in einem Höhenflug, angetrieben durch die Fortschritte bei den Corona-Impfungen in den USA und durch eine Reihe robuster Konjunkturdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt. Außerdem sorgte im Wochenverlauf eine insgesamt freundliche Stimmung an den internationalen Finanzmärkten für Rückenwind bei den Ölpreisen.

Marktbeobachter sprechen vom größten wöchentlichen Anstieg der Ölpreise seit Oktober. Neben der freundlichen Marktstimmung wurden die Ölpreise auch durch jüngste Aussagen aus den Reihen der in der Opec+ organisierten Förderstaaten gestützt, die ein Abschmelzen der globalen Lagerbestände an Rohöl anstreben.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,10

 

08:42 Uhr

Impfstoff-Entwickler Sanofi verschärft Sparkurs

Der französische Pharmakonzern Sanofi drückt stärker auf die Kostenbremse. Bis 2022 will der Konzern 500 Millionen Euro mehr einsparen als Ende 2019 angekündigt, wie Sanofi am Freitag mitteilte. Dem damals verkündeten Sparkurs fallen knapp 1700 Jobs in Europa zum Opfer. Das Ziel einer operativen Gewinnmarge von 30 Prozent im Jahr 2022 bekräftigt Sanofi. Sie soll sich drei Jahre darauf auf mehr als 32 Prozent verbessern. Im vergangenen Jahr lag sie bei 27,1 Prozent.

Sanofi entwickelt zusammen mit dem britischen Konzern Glaxosmithkline einen Covid-19-Impfstoff und musste dabei kürzlich einen Rückschlag hinnehmen. Im Dezember stellte sich heraus, dass das Mittel bei älteren Erwachsenen keine ausreichende Reaktion des Immunsystems hervorrief. Nun wollen die Partner mit einem verbesserten Impfstoff neue Studien starten. Sind sie erfolgreich, könnte der Impfstoff im vierten Quartal zugelassen werden.

Im vierten Quartal 2020 profitierte Sanofi von der Rekordnachfrage nach seinen Grippe-Impfstoffen. Der Konzernumsatz legte um 4,2 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro zu. Der wechselkursbereinigte Gewinn je Aktie stieg um 9,8 Prozent auf 1,22 Euro.

Sanofi
Sanofi 75,76

08:27 Uhr

Optimisten beflügeln Nikkei - Kurssprung bei Mazda

In Erwartung einer raschen Erholung der Weltwirtschaft von den Coronavirus-Folgen decken sich Anleger mit asiatischen Aktien ein. Der japanische Nikkei-Index stieg 1,5 Prozent auf 28.779 Punkte. Die Börse Shanghai büßte dagegen 0,2 Prozent auf 3496 Zähler ein. Hier drückten die erneuten Spannungen zwischen China und den USA auf die Stimmung, sagten Börsianer. Ein US-Kriegsschiff durchquerte die Taiwan-Straße, die Meerenge zwischen China und Taiwan, dass von der Regierung in Peking als abtrünnige Provinz betrachtet wird. Investoren säßen auf hohen Bargeldbeständen und warteten nur darauf, sie in Aktien zu investieren, sobald sich die Wirtschaft durch die Massen-Impfungen normalisiere, sagte Anlagestratege Jumpei Tanaka vom Vermögensverwalter Pictet. Starke Firmenbilanzen gäben den Börsen ebenfalls Rückenwind. Der Konjunkturoptimismus stütze sich unter anderem auf die Aussicht auf weitere staatliche Corona-Hilfen beim wichtigen Handelspartner USA, sagte Anlagestratege Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui.

Zu den größten Gewinnern am japanischen Aktienmarkt gehörte Mazda. Die Aktien des Autobauers stiegen um 18,5 Prozent und verbuchten den größten Tagesgewinn seit den Kursturbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Das Unternehmen habe starke Quartalsergebnisse vorgelegt, lobte Analyst Takaki Nakanishi von der Investmentbank Jefferies.

Nikkei
Nikkei 29.427,48
Mazda Motor
Mazda Motor 6,69

 

07:45 Uhr

Dax zum Wochenschluss höher erwartet

Dax
Dax 13.879,33

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Am Donnerstag hatte er 0,9 Prozent im Plus bei 14.060,29 Punkten geschlossen. Ihr Hauptaugenmerk richten Börsianer auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag (MEZ). Sie hoffen auf eine positive Überraschung wie bei den Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP am Mittwoch. Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe vom Donnerstag signalisierten ebenfalls eine Entspannung. Analysten rechnen für Januar im Schnitt mit 50.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft. Im Vormonat waren 140.000 Jobs abgebaut worden.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand am vorangegangenen Handelstag:

Dax 14.060,29

Dax-Future 14.083,00

Schlusskurse der US-Indizes

Dow Jones 31.055,86 +1,1 Prozent

Nasdaq 13.777,74 +1,2 Prozent

S&P 500 3.871,74 +1,1 Prozent

Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei 28.749,64 +1,4 Prozent

Shanghai 3.518,42 +0,5 Prozent

Hang Seng 29.325,61 +0,7 Prozent

07:22 Uhr

Robinhood hebt Handelsbeschränkung nach Gamestop-Fall auf

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Weil die Trades auf den ersten Blick kostenlos sind, haben viele GME-Kleinanleger die App genutzt.

(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

Die Online-Broker-App Robinhood hat ihre vorübergehenden Handelsbeschränkungen für alle Aktien einschließlich GameStop und AMC Entertainment aufgehoben. Das teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Zuvor hatte Robinhood das Handelslimit von GameStop-Aktien auf 500 gesetzt, der Erwerb von AMC-Aktien war auf 5500 gedeckelt. Der Online-Broker hatte vergangene Woche kurzfristige Kaufbeschränkungen für eine Reihe von Wertpapieren verhängt, darunter auch für Nokia und Express Inc, weil die von der Clearing-Stelle geforderten Einlagen für Aktien um das Zehnfache erhöht wurden.

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07:04 Uhr

Ford verliert Milliarden im vierten Quartal

Ford
Ford 9,71

Ford hat im vierten Quartal wegen Kosten für einen Rückruf einen Milliardenverlust eingefahren, bereinigt aber mehr verdient als von Analysten erwartet. Zudem gab der US-Autokonzern für das laufende Gesamtjahr einen besseren Ausblick als erwartet. In den drei Monaten verzeichnete die Ford Motor Co laut Mitteilung einen Verlust vom 2,8 Milliarden US-Dollar. Hohe Kosten für einen Rückruf wegen defekter Airbags und geringere Produktionsvolumen wegen der Umstellung auf den neuen F-150-Pickup seien der Grund für den Fehlbetrag. Bereinigt um diese Aufwendungen verdiente Ford 1,7 Milliarden Dollar vor Steuern. Der Umsatz sank um 9 Prozent auf 36,0 Milliarden Dollar.