Mittwoch, 20. Januar 2021Der Börsen-Tag

17:58 Uhr

Biden lässt Börsianer hoffen

Am Tag des Machtwechsels in den Vereinigten Staaten haben die Anleger einmal mehr auf die politischen und wirtschaftlichen Versprechen des Demokraten Joe Biden gesetzt. Die am Dienstag beschlossene Verlängerung des Lockdowns in Deutschland war am Markt bereits erwartet worden und bremste die Anleger in ihrer Kauflaune nicht.

Dax
Dax 13.879,33

Der Dax ging mit einem Aufschlag von 0,77 Prozent auf 13.921,37 Punkte aus dem Handel. MDax und SDax kletterten sogar auf Rekordhochs. Der Index der mittelgroßen Werte schloss mit plus 0,92 Prozent auf 31.577,89 Zählern. Der Nebenwerte-Index SDax rückte um 1,54 Prozent auf 15.578,81 Punkte vor. Auch europaweit und in den USA wurden Gewinne verbucht.

Biden, der an diesem Mittwoch in den USA als 46. Präsident vereidigt wurde, hatte ein insgesamt 1,9 Billionen US-Dollar schweres Konjunkturpaket zur Bekämpfung der Pandemie angekündigt.

17:27 Uhr

Dollar erholt, aber Yellen sorgt für anhaltenden Druck

Der Dollar kann sich zwar von seinem Tagestief etwas erholen, neigt aber weiterhin zur Schwäche. Auslöser war die Anhörung der künftigen US-Finanzministerin Yellen am Vortag.

Die Experten der UBS-Vermögensverwaltung rechnen damit, dass die US-Währung weiter schwächeln wird, auch wenn die Administration unter dem neuen Präsidenten Biden keine Dollar-Schwäche anstrebe, um dadurch Wettbewerbsvorteile zu erzielen. UBS-Experte Mark Haefele spielt damit auf die Aussage von Yellen vor dem Finanzausschuss an, wonach der Markt den Kurs bestimmen solle. Die Aussicht auf ein neues Stimuluspaket dürfte zu "weniger Aufwärtsdruck" bei den Renditen der US-Anleihen sorgen und somit auch beim Dollar, ergänzt er.

17:10 Uhr

UPS streicht massiv Stellen - trotz Paketboom und sprudelnder Gewinne

Kaum eine Branche boomt in der Krise so wie der Onlinehandel und mit ihm die Paketzusteller. Der US-Paket- und Kurierdienst UPS plant dennoch Stellenstreichungen in seiner Deutschlandzentrale.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sollen an den Standorten Neuss und Monheim bis zum Jahresende 500 der gut 1000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Das habe UPS den Arbeitnehmervertretern mitgeteilt, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte Abbaupläne, ohne Zahlen zu nennen. UPS wolle "Geschäftsabläufe vereinfachen und Effizienzpotenziale heben". Das könne in Neuss und Monheim zu "einer Reduzierung von Arbeitsplätzen" führen, zitierte er UPS-Deutschlandchef Frank Sportolari.

Verdi nannte die Stellenstreichungen unverständlich. "Es gibt keine wirtschaftliche Not, das zu machen", sagte der Leiter der Verdi-Fachgruppe Logistik, Stefan Thyroke. Paketmengen und Gewinne stiegen auch bei UPS.

17:07 Uhr

Konjunkturoptimismus stützt Ölpreise

Die Ölpreise setzen ihre Aufwärtsbewegung fort. Neben der Erwartung eines neuen Stimulipakets in den USA, wodurch sich die Nachfrage erhöhen sollte, stützt auch die Hoffnung auf einen Rückgang bei den US-Lagerdaten. Dazu komme der anhaltende Abwärtstrend des Dollar, der die Aufwärtsbewegung am Ölmarkt unterstütze, heißt es.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,09

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 1,2 Prozent auf 53,64 Dollar. Für Brent geht es um 1,1 Prozent auf 56,54 Dollar nach oben.

17:04 Uhr

"Trinity" soll VW die Elektro-Vorherrschaft sichern

Volkswagen hat das ehrgeizige Ziel, führender E-Autobauer der Welt zu werden: Dabei spielt das geplante neue Elektro-Volumenmodell für das Stammwerk Wolfsburg eine zentrale Rolle. Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter verriet jetzt den Namen und einige Details zu dem Fahrzeug, das ab etwa 2026 am Firmenhauptsitz gefertigt werden soll.

Der Wagen wird "Trinity" (Dreifaltigkeit) heißen - eine Anspielung auf drei zentrale Trends, auf die der Konzern dabei setzen will: eine zusätzliche eigene Elektro-Plattform, noch mehr Vernetzung im Auto sowie "vollvernetzte Produktionsprozesse" in der Fabrik.

Der Aufsichtsrat des weltgrößten Autoherstellers hatte Ende 2020 auch auf Druck aus dem Betriebsrat beschlossen, dass die Planungen für das "Elektro-Flaggschiff" der wichtigsten Marke bereits früher anlaufen sollen als zunächst vorgesehen. Der "Trinity", für den bisher der Arbeitstitel "Aeroliner" kursierte, soll auf einem Baukasten-System entstehen, das noch über die aktuelle Variante hinausgeht.

16:54 Uhr

Goldpreis zieht wieder an

Sichere Häfen wie Gold werden im aktuell positiven Umfeld von den Anlegern zunächst gemieden. Der Goldpreis zeigte sich zunächst wenig verändert, zieht nun aber um 1,1 Prozent auf 1.861 Dollar je Feinunze an.

16:20 Uhr

Aktie explodiert: Ist die E-Mobilität die Zukunft für Traditions-Druckmaschinen-Hersteller?

Heideldruck steigen um 27,6 Prozent.

Das Unternehmen teilte mit, dass es am Standort Wiesloch-Walldorf eine zweite Produktionslinie für Wallboxen in Betrieb genommen habe. Die Aktie wird seit geraumer Zeit als Turnaround-Story am Markt gespielt.

16:02 Uhr

Hoffnung auf Bidens Hilfe lässt US-Börsen auf Rekordhoch steigen

Während die Macht in den USA auf Joe Biden übergeht, setzt die Wall Street ihre Aufwärtstendenz fort.

Die Aussicht auf billionenschwere Konjunkturhilfen der neuen US-Regierung unter Präsident Joe Biden gibt den Börsen erneut Rückenwind. Der breit gefasste S&P 500-Index steigt um 0,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 3827,97 Punkten. Wenige Minuten zuvor hatte der technologielastige Nasdaq mit 13.385,10 Zählern ebenfalls eine neue Bestmarke erreicht.

Vor allem die weiter Fahrt aufnehmende Berichtssaison rückt immer stärker in den Blick der Investoren. Zudem hatte die Hoffnung auf ein umfangreiches US-Konjunkturpaket am Vortag durch die Aussagen der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen weitere Nahrung erhalten. Es werde außerdem auf die Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden geschaut und welche Schritte er an seinem ersten Amtstag einleiten werde, heißt es.

16:00 Uhr

Ex-VW-Manager nach mehrjähriger Haft frei

Seine Verhaftung 2017 am Flughafen in Miami war ein Schock für die amtierende und ehemalige VW-Führung. Jetzt wurde der Ex-VW-Manager Oliver Schmidt aus der Haft entlassen, wie Bloomberg unter Berufung auf seinen Anwalt berichtet.

Schmidt war in den USA für die Zusammenarbeit mit den Behörden verantwortlich. Er wurde von der US-Justiz für die Vertuschung der Abgas-Manipulationen mitverantwortlich gemacht und zu sieben Jahren Haft verurteilt. Im vergangenen Jahr war er nach Deutschland überstellt worden, um hier den Rest seiner Strafe abzusitzen. Nun entschied ein Gericht in Lüneburg, den Manager wieder auf freien Fuß zu setzen.

15:53 Uhr

Thyssenkrupp im Niedergang - Abstufung auf Ramschniveau droht

S&P wird in den nächsten zwölf Monaten die Kreditwürdigkeit von Thyssenkrupp in den hochspekulativen Bereich herabstufen, sofern kein Ende der Mittelabflüsse absehbar ist. Die Ratingagentur senkte am Mittwoch aus diesem Grund den Ausblick der aktuellen Bonitätsbewertung BB- auf negativ. Erhebliche Verbesserungen beim Free Cashflow und bei der Profitablität seien nötig, um die aktuelle Einstufung zu halten, heißt es in der Mitteilung.

Während S&P eine Erholung bei der Nachfrage und den Preisen für Stahl erwartet und deshalb eine Besserung von Umsatz- und Margenentwicklung für das laufende Geschäftsjahr von Thyssenkrupp bereits einpreist, ist die Agentur mit Blick auf den Free Cashflow pessimistisch. Im laufenden Geschäftsjahr dürften angesichts anhaltender Restrukturierungskosten und Kapitalausgaben weitere 800 bis 900 Millionen Euro cash verbrannt werden, 2021/22 noch einmal 600 Millionen.

15:35 Uhr

Börsen-Boom lässt Gewinn bei Morgan Stanley sprudeln

Morgan Stanley hat im vierten Quartal von einem starken Investmentbanking und einem kräftigen Anstieg der Einnahmen im Handel mit Aktien und Anleihen profitiert. Einnahmen und Gewinn legten deutlich stärker zu als am Markt erwartet. Morgan Stanley setzt damit ein Ausrufezeichen hinter eine starke Berichtssaison der US-Banken. Die Aktie klettert um 1,8 Prozent.

15:10 Uhr

Revolution bei VW? Autobauer stellt Dienstwagen infrage

Volkswagens Dienstwagen-Fuhrpark ist beispiellos. Einigen Tausend Managern stellt der Konzern derzeit sogar zwei Fahrzeuge zur Verfügung, insgesamt umfasst die Flotte wohl mehr als 20.000 Autos.

Doch jetzt wird intern über den künftigen Umgang mit Dienstwagen diskutiert. Das berichtet "Die Zeit". "Wir überprüfen, ob wir noch die richtigen Benefits anbieten", zitiert die Wochenzeitung Arne Puls, Leiter des Konzern-Personalwesen-Managements, aus einem aktuellen Führungskräfte-Newsletter. So überprüfe das Unternehmen, "ob zum Beispiel für Beschäftigte in Großstädten unser aktuelles Mobilitäts-Package mit persönlichem Geschäftsfahrzeug noch zeitgemäß ist oder ob wir hier Auswahlmöglichkeiten anbieten könnten".

14:52 Uhr

Deutsche Bank vor unbefristetem Streik in Call Centern

Analysten rechnen nach den jüngsten Schätzungen damit, dass die Deutsche Bank 2020 vor Steuern zwei Milliarden Euro verdient hat. Die Investmentbanker sollen daher wieder mehr Bonus erhalten. Einem Zeitungsbericht zufolge will die Bank den Bonustopf um 20 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro erhöhen. In den Callcentern, wo die Bankmitarbeiter mit den geringsten Gehältern sitzen, sieht die Lage ganz anders aus. Dort droht ein unbefristeter Streik.

Die Gewerkschaft Verdi bereitet nach eigenen Angaben eine Urabstimmung vor, deren Ergebnis für Ende Januar erwartet wird. "Ich gehe von einem klaren Votum unserer Mitglieder für eine Ausweitung der Arbeitskampfmaßnahmen aus", schrieb Jan Duscheck, Fachgruppenleiter Banken von Verdi, bei Twitter. Auch die Gewerkschaft DBV macht sich für weitere Arbeitsniederlegungen bereit. "Leider scheint die Arbeitgeberseite zu keinem neuen Angebot bereit", sagte DBV-Bundesvorsitzender Stephan Szukalski. Die Deutsche Bank wollte sich nicht äußern.

Der Streit um mehr Gehalt für rund 650 Mitarbeiter in Callcentern der Bank schwelt seit Monaten. Zuletzt gab es Anfang Januar einen viertägigen Streik.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung um sechs Prozent. In einer Mail an die Beschäftigten habe die Bank erklärt, die Zeiten seien schwierig, und man werde von dem gemachten Angebot nicht abrücken, hieß es bei Verdi. Im Umfeld der Bank hieß es, man setze schon seit längerem auf externe Anbieter für Callcenter-Dienste und werde diese auch bei weiteren Streiks einsetzen.

14:41 Uhr

Procter & Gamble erhöht Jahresziele

Eine hohe Nachfrage nach seinen Produkten lässt die Zuversicht bei dem US-Konsumgüterkonzern steigen:

Procter & Gamble (P&G) erhöhte zum zweiten Mal seine Jahresziele und erwartet nun für das Geschäftsjahr 2020/21 ein Umsatzplus von fünf bis sechs Prozent statt wie bisher von drei bis vier Prozent. Für 2021 geht das Unternehmen zudem nun von einem Anstieg des Gewinns je Aktie von acht bis zehn Prozent statt von fünf bis acht Prozent aus. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um acht Prozent auf 19,7 Milliarden Euro, wobei P&G vor allem von einem starken Geschäft mit Gesundheits- und Haushaltspflegeprodukten im Zuge der Corona-Pandemie profitierte.

14:08 Uhr

Merck bricht klinische Studie ab - Aktie fällt

Merck KGaA reagieren empfindlich auf die Einstellung der klinischen Studie für Bintrafusp Alfa.

Untersucht wurde eine bi-funktionale Immuntherapie als mögliche Therapie für schwer zu behandelnde Krebserkrankungen. Die Einstellung ist ein Rückschlag für das Unternehmen, wurde Bintrafusp Alfa von Analysten doch als möglicher Blockbuster - also ein Medikament, das mehr als 1 Milliarde Euro umsetzt - gehandelt. Allerdings dürften die wenigsten Analysten dies bereits in ihren Schätzungen enthalten haben. Mithin sollte der Revisionsbedarf gering sein. Merck verlieren 2,3 Prozent, in der Spitze waren es gut 4 Prozent.

13:32 Uhr

Wall Street optimistisch vor Berichtssaison

Mit einem erneuten Plus dürfte die Wall Street in den Handel starten. Vor allem die Fahrt aufnehmende Berichtssaison rückt immer stärker in den Blick der Investoren. Die Hoffnung auf ein umfangreiches US-Konjunkturpaket hatte am Vortag zudem durch die Aussagen der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen neue Nahrung erhalten. Es werde außerdem auf die Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden geschaut und welche Schritte er noch an seinem ersten Amtstag einleiten werde.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.831,06

Der Future auf den S&P-500 verbessert sich um 0,4 Prozent.

Im Mittelpunkt steht immer stärker die US-Berichtssaison. Die Investoren bleiben optimistisch, dass die fiskalischen Stützungsmaßnahmen den Unternehmen geholfen haben, negative Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie auszugleichen. "Das wird Druck auf die Unternehmen ausüben, in dieser Berichtssaison zu liefern und die Erwartungen des Marktes zu erfüllen", sagt Brian O'Reilly, Leiter der Marktstrategie bei Mediolanum Investment Funds. "Jedes Unternehmen, das die Erwartungen verfehlt oder leicht enttäuscht, wird ziemlich stark bestraft werden", erwartet der Teilnehmer. "Viel Optimismus ist bereits eingepreist, und typischerweise hat man nicht allzu viel Spielraum, wenn eine Aktie auf einem historischen Hoch steht."

13:17 Uhr

Noch keinen Wagen ausgeliefert: E-Truck-Startup ist angeblich fast 28 Milliarden Dollar wert

Rivian Automotive, ein auf Elektro-Pickups spezialisiertes Startup-Unternehmen, hat bei verschiedenen Investoren weitere 2,65 Milliarden Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Vermögensverwalter T. Rowe Price Associates, aber auch Fidelity und Amazon waren mit von der Partie, wie Rivian mitteilte.

Nach Angaben eines Insiders wurde Rivian dabei mit insgesamt 27,6 Milliarden Dollar bewertet. Insgesamt hat sich das Start-up bislang in fünf früheren Runden 5,35 Milliarden Dollar beschafft. Auch Ford hat 2019 einmal 500 Millionen Dollar investiert. Ob der Autokonzern jetzt erneut dabei war, ist unklar. Im Juni soll das erste Fahrzeug auf den Markt kommen. Auch will Rivian die ersten von 100.000 Lieferwagen ausliefern, die Amazon bestellt hat.

12:58 Uhr

27 Millionen Dollar weniger - Disney kürzt Chef-Gehalt drastisch

Der Unterhaltungsgigant Walt Disney hat seinem Führungsduo in der Corona-Krise massiv das Gehalt gekürzt. Executive Chairman und Ex-CEO Bob Iger verdiente 21 Millionen Dollar, weniger als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr, wie Bloomberg berichtet. Bob Chapek, der seit Februar 2020 CEO ist, bekam gut 14 Millionen Dollar. So "wenig" verdiente ein Disney Chef zuletzt vor mehr als 10 Jahren.

Iger, einer der bestbezahlten Manager der Welt, und der Disney-Konzern waren in den vergangenen Jahren immer wieder für das horrende Chefgehalt kritisiert worden. Die Pandemie hat unter anderem die Freizeitparks und das Filmgeschäft des Unternehmens hart getroffen.

12:58 Uhr

Lehre aus Wirecard-Skandal: Bafin stuft Finanzkonzerne neu ein

Die Finanzaufsicht Bafin erwägt eine intensivere Kontrolle der Deutschen Börse und anderer Konzerne. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf ihm vorliegende Unterlagen der Bafin und des Finanzministeriums. Als Reaktion auf den Wirecard-Skandal habe die Finanzaufsicht 2020 damit begonnen, die Einstufung von Firmengruppen mit einer vergleichbaren Struktur wie Wirecard noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Dabei gehe es um Konzerne, die Banktöchter haben, als Ganzes bisher aber nicht als Finanzholding gelten.

Eines der betroffenen Unternehmen sei die Deutsche Börse, wie laut Handelsblatt aus einer internen E-Mail der Bafin hervorgeht. Sollte die Bafin den DAX-Konzern am Ende der Untersuchung als Finanzholding einstufen, könnte sie Deutschlands größten Börsenbetreiber strenger überwachen als bisher. Ein Sprecher der Deutschen Börse lehnte gegenüber Dow Jones Newswires eine Stellungnahme ab.

12:08 Uhr

Deutsche Nebenwerte steigen auf Rekordhochs

Am Tag des Machtwechsels in den Vereinigten Staaten setzen die Anleger auf die politischen und wirtschaftlichen Versprechen von Joe Biden.

Der Dax steigt gegen Mittag um 0,63 Prozent auf 13.902 Punkte. Beim MDax und SDax reicht es mit Anstiegen um 0,79 respektive 0,93 Prozent sogar für neue Bestmarken. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,68 Prozent.

Biden soll kurz nach dem europäischen Handelsschluss als 46. Präsident der USA vereidigt werden. Laut Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda konzentriert sich der Markt auf die angekündigten billionenschweren Konjunkturhilfen zur Bekämpfung der Pandemie.

12:03 Uhr

Jack-Ma-Video macht Alibaba-Aktionäre 63 Milliarden Dollar reicher

Monatelang machten sich die Alibaba-Aktionäre Sorgen, wo das Mastermind des chinesischen Online-Imperiums ist. Immerhin ging Jack Mas Abtauchen ein handfester Streit mit der chinesischen Führung voraus. Die Erleichterung, die sein Auftauchen in einem Video jetzt auslöste, lässt sich in Geld messen: Um 11 Prozent sprang der Kurs der Alibaba Group Holding nach oben. Das allein entspricht einem Börsenwert von 63 Milliarden Dollar, wie Bloomberg berichtet. Auch die Kurse von Tochtergesellschaften stiegen.

11:33 Uhr

Euro-Inflation im Dezember negativ

Die Inflation im Euroraum bleibt negativ. Die Jahresinflationsrate verharrte im Dezember auf minus 0,3 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Damit liegt die Rate den vierten Monat in Folge auf diesem Niveau. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um 0,3 Prozent. Entscheidend für den Preisrückgang im Jahresvergleich bleiben stark fallende Energiepreise. Auf Jahressicht gingen sie im Dezember um 6,9 Prozent zurück. Leicht gefallen sind zudem die Preise industriell hergestellter Güter. Am deutlichsten stiegen hingegen mit 2,1 Prozent die Preise von unverarbeiteten Lebensmitteln. Dienstleistungen waren etwas teurer als ein Jahr zuvor.

Die Kernrate (ohne Energie, Lebens- und Genussmittel) lag im Dezember unverändert bei 0,2 Prozent.

11:06 Uhr

Milliardenpoker: Air Europa wird zum halben Preis verramscht

Von der Corona-Krise ist natürlich auch der britische Luftfahrtkonzern IAG gebeutelt. Doch IAG nutzt auch die Chancen der Pandemie:

Wie der Konzern mitteilte, wurde die ursprüngliche Kaufvereinbarung für Air Europa angepasst - um 50 Prozent! IAG, zu der unter anderem British Airways und Iberia gehören, bekommt die spanische Fluglinie nun zum Unternehmenswert von 500 Millionen Euro statt der 2019 vereinbarten 1 Milliarde Euro. Zahlen muss IAG zudem erst sechs Jahre nach Abschluss der Transaktion, welcher für die zweite Jahreshälfte 2021 geplant ist.

Derzeit laufen allerdings noch Verhandlungen zwischen Iberia und der spanischen Sociedad Estatal de Participaciones Industriales (SEPI) im Zusammenhang mit der staatlichen Unterstützung der Airline. Die spanische Regierung hatte Air Europa wegen der Corona-Krise über die SEPI Staatshilfen in Höhe von 475 Millionen Euro gewährt. Die Transaktion sei nach wie vor "strategisch signifikant" für IAG und die Zukunft von Iberia, so der Konzern. Man werde von Wachstumsmöglichkeiten profitieren, sobald die Branche die Krise hinter sich lässt.

Ein solcher Deal gefällt auch den Anlegern: Die Aktien von IAG legen gegen den Branchentrend 0,7 Prozent zu. Lufthansa und Air France geben hingegen bis zu 1,2 Prozent nach.

10:59 Uhr

Ceconomy liefert ordentliche Zahlen

Als ordentlich werden zudem die Zahlen von Ceconomy (plus 1,1 Prozent) im Handel kommentiert.

Ceconomy
Ceconomy 5,35

Gewinn und Umsatz konnten verbessert werden. Dass der Einzelhändler keinen Ausblick auf das nun laufende Jahr abgeben wolle, sei angesichts der immer verlängerten Lockdowns verständlich. Die Hoffnung, dass die Aktien der Einzelhändler bei einer Wiedereröffnung vom aufgestauten Konsumbedarf profitieren, sei aber weiter hoch.

10:24 Uhr

Vollautonomes Fahren für alle - deutsches Urgestein will Markt aufmischen

Der Lichttechnikkonzern Osram bezieht künftig von dem kanadischen Sensorspezialisten Leddartech sogenannte Lidar-Hard- und Softwarekomponenten. Ziel dieser Partnerschaft sei es, erstmals Fahrerassistenz- und letztendlich vollständig autonome Fahrsysteme für den Automobilsektor zu Massenmarktpreisen anzubieten, teilten Osram und Leddartech mit.

Die beiden Unternehmen gaben den Abschluss eines langfristigen Vertrages bekannt. Lidar-Sensoren sind eine Schlüsseltechnologie für automatisiertes und autonomes Fahren und weitere automatisierte Prozesse. Sie nehmen im Zusammenspiel mit Kameras und Radarsensoren die Umgebung wahr, messen Abstände und erkennen Hindernisse. Die Osram Licht AG ist seit 2017 einer der Hauptanteilseigner von Leddartech. Seinerzeit erwarb der Münchner MDAX-Konzern eine strategische Beteiligung von 25,1 Prozent an Leddartech, um sich im Automobilbereich zu verstärken.

10:09 Uhr

Anleger reißen sich um Schweizer Luxus-Aktie

Anleger greifen zu den Richemont-Aktien, nachdem der Luxusgüterhersteller den Corona-bedingten Umsatzschwund im Weihnachtsquartal gestoppt hat. Mit 3,6 Prozent Kursplus auf 86,52 Franken setzen sich die Titel an die Spitze der Schweizer Standardwerte. Die Verkaufserlöse stiegen von Oktober bis Dezember dank zweistelliger Zuwächse im Onlinegeschäft sowie in den Regionen Asien-Pazifik und Naher Osten um ein Prozent auf 4,19 Milliarden Euro.

10:05 Uhr

BASF überrascht und macht der ganzen Industrie Hoffnung

Die Chemiebranche und allen voran der Branchenprimus BASF gelten als wichtiger Konjunkturindikator für Deutschland. Ihre Produkte werden in allen großen Industriezweigen benötigt.

Und dieser Indikator schaltet im letzten Quartal 2020 auf grün: Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) von BASF stieg um fast ein Drittel auf 1,11 Milliarden Euro, wie das Ludwigshafener Unternehmen mitteilte. BASF habe damit besser als von Analysten erwartet abgeschnitten.

Der Umsatz erhöhte sich dank eines höheren Absatzes und gestiegener Preise um mehr als acht Prozent auf 15,9 Milliarden Euro. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hatten den Chemieriesen im vergangenen Jahr stark belastet. Am stärksten litt BASF unter der rückläufigen Nachfrage aus der Autoindustrie, der wichtigsten Kundengruppe des Unternehmens. Alleine im dritten Quartal fielen Wertberichtigungen von 2,8 Milliarden Euro an. Zum Jahresende erholten sich die Auftragseingänge bei BASF aber wieder.

Im Gesamtjahr fuhr BASF den vorläufigen Zahlen zufolge einen Umsatz von 59,15 (2019: 59,3) Milliarden Euro ein. Das bereinigte Ergebnis sank auf 3,56 (4,6) Milliarden. Damit übertraf der Konzern seine Prognose, die einen Umsatz von 57 bis 58 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Sondereinflüssen von drei bis 3,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt hatte.

10:00 Uhr

Großaktionär stockt bei Hugo Boss auf

Hugo Boss notieren sehr fest. Der Kurs steigt um 4,6 Prozent auf 28,15 Euro. Die Frasers-Group hält über Aktien und Optionen nun gut 15 Prozent des Aktienkapitals von Hugo Boss nach gut 10 Prozent bisher. "Das stützt den Kurs", so ein Marktteilnehmer. Frasers sehe sich als strategischen Investor. Sollte der Kurs über 28,50 Euro steigen, sei aus technischer Sicht der Weg zur 30-Euro-Marke frei.

09:31 Uhr

Indikator weist auf deutlich steigende Inflation hin

Als Indikation für die kommende Inflation werten Händler den stärker als erwarteten Anstieg der deutschen Erzeugerpreise (PPI) für Dezember. Sie stiegen um 0,8 Prozent zum Vormonat. Hier seien noch nicht einmal die kommenden Kostentreiber vom Januar wie die CO2-Abgaben enthalten, heißt es. Positiv sei, dass sich darin eine erhöhte Nachfrage nach industriellen Gütern trotz Corona zeige.

Die Preise ex Energie lagen sogar 0,3 Prozent über dem coronafreien Vorjahr. "Problematischer als die konkreten Zahlen ist, dass die Schätzungen von Volkswirten überall übertroffen wurden", sagt ein Händler: "Das zeigt, dass Inflation als Risiko von allen unterschätzt wird". Besonders in den Fokus rückten daher die Verbraucherpreise (CPI) aus der EU, die am Vormittag veröffentlicht werden.

09:22 Uhr

Vorschusslorbeeren für Biden - Dax im Plus

Am Tag des Machtwechsels in den Vereinigten Staaten ist der Dax im Plus gestartet.

Dax
Dax 13.879,33

Der Leitindex legte im frühen Handel um 0,24 Prozent auf 13.848,06 Punkte zu und der MDax folgte ihm mit einem Anstieg um 0,25 Prozent auf 31.368,98 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent hoch.

Die Anleger positionierten sich damit vorsichtig optimistisch für die Amtseinführung von Joe Biden, der kurz nach Handelsschluss in Europa als 46. Präsident der USA vereidigt wird.

Laut Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda konzentrierten sich die Anleger auf die angekündigten billionenschweren Konjunkturhilfen zur Bekämpfung der Pandemie. "Jetzt muss Biden beweisen, dass die Vorschusslorbeeren, mit denen die Finanzmärkte ihn bedacht haben, auch gerechtfertigt sind", erklärte Esther Reichelt von der Commerzbank. Im Kampf gegen die Pandemie muss Biden also schnelle Ergebnisse liefern, um die Anleger bei Laune zu halten. In Deutschland war die am Vortag beschlossene Verlängerung des Lockdowns am Markt bereits erwartet worden.


09:14 Uhr

Yellen pusht Kurse in Asien in Rekordhöhe

Die Aussicht auf ein umfangreiches US-Hilfspaket hat für Rückenwind an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. Nach der Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen ereichten die Börsen am Mittwoch zeitweise Rekordhöhen. Sie kündigte umfangreiche Hilfen an, um die US-Wirtschaft nach der Pandemie wieder in Schwung zu bringen. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte außer Japan stieg zwei Prozent auf ein Allzeit-Hoch. In Japan machten Anleger nach anfänglichen Gewinnen allerdings Kasse.

Nikkei
Nikkei 29.395,04

Der japanische Leitindex Nikkei ging 0,4 Prozent niedriger bei 28.523 Punkten aus dem Handel. "Yellens Rede war heute vollständig eingepreist. Die Investoren verkaufen Aktien, um Gewinne mitzunehmen", sagte Masahiro Ichikawa, Chef-Marktstratege bei der Investmentfirma Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Der Rückgang wurde von Chip- und Elektronikkomponenten-Aktien gedeckelt. Taiyo Yuden-Papiere stiegen knapp vier Prozent, Anteilsscheine von Tokyo Electron und Rohm jeweils rund ein Prozent.

Als Stütze für die Märkte weltweit sahen Marktteilnehmer den anstehenden Machtwechsel in den USA. Der Regierungswechsel werde vermutlich glatt und problemlos verlaufen, sagte Yasutada Suzuki von der Sumitomo Mitsui Bank. Der Hongkonger Hang Seng legte vor der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden knapp ein Prozent zu, australische Werte zogen 0,4 Prozent an. In Shanghai stieg der Index 0,5 Prozent.

09:09 Uhr

MPK hatte "Finger am Abzug" - Erleichterung über Corona-Beschluss

Die gestrigen Beschlüsse der Ministerpräsidentenrunde mit der Kanzlerin werden angesichts der vorausgehenden Debatte über deutlich einschneidendere Maßnahmen mit Erleichterung aufgenommen. Vom BDI gibt es lobende Worte und auch Ökonomen geben Entwarnung - vorerst.

Uwe Burkert, LBBW-Chefökomom: "Der Finger war schon am Abzug. Doch scharf geschossen wurde (noch) nicht. Und damit wurde das ökonomisch schlimmste noch einmal vermieden. Die beschlossenen Maßnahmen greifen stärker in das Wirtschaftsgeschehen ein, aber die Träger der konjunkturellen Erholung - insbesondere die Industrie - bleiben weitgehend verschont. Hinzu kommen zahlreiche Erleichterungen für die stark betroffenen Branchen, die hoffentlich schnell und gezielt ankommen. Klar ist aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben."

Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, sagte im Deutschlandfunk, man komme weg von reiner Symbolpolitik und hin zu einem mehr evidenzbasierten Vorgehen. Die Wirtschaft in Deutschland komplett herunterzufahren, wie es im Vorfeld der Beratungen teilweise gefordert wurde, wäre Wahnsinn und eine volkswirtschaftliche Katastrophe.


08:59 Uhr

Netflix-Aktie hebt nach "unglaublich schwierigem Jahr" ab

Der Online-Videodienst Netflix ist zum Jahresende dank Serienhits wie "The Queen's Gambit", "Bridgerton" und "The Crown" trotz eines verschärften Konkurrenzkampfs stark gewachsen. In den drei Monaten bis Ende Dezember stieg die Zahl der zahlenden Abonnenten um 8,5 Millionen auf knapp 204 Millionen, wie Netflix nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit wurde erstmals die Marke von 200 Millionen Nutzern geknackt. Die Zahlen übertrafen die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten deutlich.

Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung um 13 Prozent.

Netflix
Netflix 440,50

Die Erlöse legten im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn fiel indes mit 542 Millionen Dollar (447 Mio Euro) etwas geringer aus als vor einem Jahr.

Netflix stemmt sich mit hohen Investitionen gegen finanzstarke Wettbewerber, die dem Streaming-Marktführer mit neueren Video-Services Kunden abjagen wollen. Disney+ etwa verzeichnet sehr starkes Wachstum, aber auch andere Dienste wie HBO Max oder Peacock setzen Netflix neben den etablierteren Rivalen wie Amazon Prime oder Hulu unter Druck. Zugute kommt ihnen allen der Streaming-Boom durch die Corona-Krise. Auch wenn es im Brief an die Aktionäre hieß, 2020 sei ein "unglaublich schwieriges Jahr"gewesen, zählte Netflix zweifelsohne zu den großen Gewinnern.

08:38 Uhr

Vor Bidens Vereidigung wird Dax schwächer erwartet

Wenige Stunden vor der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Dienstag hatte er knapp im Minus bei 13.815,06 Punkten geschlossen.

Biden werde sich in den ersten Tagen im neuen Amt vor allem auf Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und die Verabschiedung der geplanten billionenschweren Konjunkturhilfen konzentrieren, prognostizierte Carsten Mumm, Chef-Analyst der Privatbank Donner & Reuschel. Beides sei dringend notwendig. "Denn die Auswirkungen der dritten und größten Welle der Corona-Pandemie in den USA zeigen sich immer deutlicher auch in der Realwirtschaft."

Dax
Dax 13.879,33

Mit Ausschreitungen im Umfeld von Bidens Vereidigung müsse zwar gerechnet werden. Anders als beim Sturm auf das Kapitol Anfang Januar seien die Sicherheitskräfte diesmal aber besser vorbereitet. Vor diesem Hintergrund spielen die anstehenden europäischen Inflationszahlen oder die Geschäftszahlen von Firmen wie der Bank Morgan Stanley oder dem Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble nur eine untergeordnete Rolle.

08:11 Uhr

Schwacher Dollar treibt Ölpreise an

Die Ölpreise steigen weiter. Händler nannten unter anderem den schwächeren US-Dollar als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 56,32 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 45 Cent auf 53,43 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,65

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 63,17

Die Rohölpreise erhalten seit einigen Tagen Auftrieb durch den schwächeren US-Dollar. Der fallende Wechselkurs belebt die Nachfrage aus vielen Teilen der Welt, da Erdöl in Dollar gehandelt wird. Außerhalb des Dollarraums wird Erdöl somit rechnerisch günstiger, was die Nachfrage von dort steigert. Für Belebung sorgt am Ölmarkt auch die Aussicht auf neue Konjunkturhilfen in den USA. Die neue Regierung plant zusätzliche Corona-Finanzhilfen zur Stützung der Gesamtwirtschaft. Davon dürfte auch die Nachfrage nach Erdöl und Ölprodukten wie Benzin profitieren.

07:40 Uhr

VW erwartet "beträchtliches Wachstum" in China

Mit der Erholung der chinesischen Wirtschaft erwartet die Volkswagengruppe in diesem Jahr "beträchtliches Wachstum" auf seinem wichtigsten Markt. China-Chef Stephan Wöllenstein rechnet auch damit, dass der Marktanteil steigen werde. "Es ist vermutlich eine angemessene Erwartung, schneller als der Markt zu wachsen", sagte Wöllenstein in Peking. Fast jedes fünfte neu verkaufte Auto in China stammt heute von der Volkswagengruppe. Der größte Automarkt der Welt soll nach den Erwartungen des Vizepräsidenten von Volkswagen in China, Rainer Seidl, ähnlich schnell wie die zweitgrößte Volkswirtschaft insgesamt wachsen, für die ein Wachstum von "mehr als acht Prozent" vorausgesagt werde.