Der Börsen-Tag
8. November 2017
imageHeute mit Max Borowski
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17:01 Uhr

Tinder-Aktie steigt auf Allzeithoch

Die Match Group kennen Sie nicht? Aber deren Produkt Tinder!

Die Dating-App erfreut zunehmend auch die Investoren, denn Match schafft es ausweislich seiner jüngsten Quartalszahlen, mehr und mehr User dazu zu bringen, kostenpflichtige Versionen zu abonnieren.

Tinder-Aktie steigt auf Allzeithoch
16:13 Uhr

Aktionäre machen Bahn frei für Linde-Fusion

Linde kann Linde übernehmen. Das ist, was juristisch bei der Fusion mit Praxair passiert.

Die Annahmequote für das Übernahmeangebot der Linde plc an die Aktionäre der Linde AG übersteige die 74-Prozent-Schwelle, teilte Linde mit. Die Umtauschfrist war am 7. November abgelaufen. Nun läuft noch eine zweiwöchige Nachfrist. Linde

Linde hatte Ende Oktober die Annahmequote auf 60 von vorher 75 Prozent abgesenkt, wodurch sich die ursprüngliche Frist um zwei Wochen verlängerte.

Durch den Zusammenschluss von Linde und Praxair entstünde der weltgrößte Gasekonzern.

Aktionäre machen Bahn frei für Linde-Fusion
15:57 Uhr

Firmenpatriarch Piëch zieht sich aus Konzern zurück

VW und Porsche ohne Ferdinand Piëch? Und vor allem Ferdinand Piëch ohne Volkswagen? Kaum vorstellbar aber nun ist es soweit.

  • Der frühere Firmenpatriarch hat sich wie angekündigt von seiner Beteiligung am VW-Großaktionär Porsche SE fast vollständig getrennt.

  • Piëchs Privatstiftungen hätten den wesentlichen Teil ihrer Stammaktien an Mitglieder der Familien Porsche und Piëch übertragen, teilte die von den Familien kontrollierte Dachgesellschaft mit. Piëch sei jetzt noch über eine Privatstiftung mittelbar an der PSE beteiligt. Die Höhe dieses Anteils ist nicht bekannt. Sein Aufsichtsratsmandat werde Piëch zum 8. Dezember niederlegen.

  • Der 80-Jährige hatte sich Anfang 2015 mit seinem Cousin Wolfgang Porsche, dem Sprecher der Porsche-Familie, im Streit über Ex-VW-Chef Martin Winterkorn verkracht.

  • Nach früheren Angaben hat Piëchs jüngerer Bruder Hans Michel den Anteil an der PSE übernommen. Er ist jetzt die Führungsperson für den Piëch-Teil der Eignerfamilie, die gut 52 Prozent des Wolfsburger Konzerns besitzt.

Firmenpatriarch Piëch zieht sich aus Konzern zurück
15:48 Uhr

Möbelkonzern verschwieg Transaktionen

Der zweitgrößte europäische Möbelkonzern Steinhoff hat seine Investoren über große Verschiebungen zwischen verbundenen Unternehmen im Unklaren gelassen. f

  • Der an der Frankfurter Börse gelistete deutsch-südafrikanische Konzern, dem in Europa Möbelhäuser wie "Poco", "Kika", "Leiner" und "Conforama" gehören, hatte sich 2015 mit 45 Prozent an der schweizerischen GT Branding Holding beteiligt und ihr unmittelbar darauf 810 Millionen Schweizer Franken geliehen.

  • GT Branding hält die Anteile an einer weiteren Schweizer Firma namens GT Global Trademarks, bei der rund 200 Marken liegen, die Steinhoff nutzt. Global Trademarks hatte vorher Steinhoff selbst gehört.

  • Anders als mehrere Kapitalmarktexperten und Juristen ist Steinhoff der Ansicht, dass der Konzern Aktionäre und Gläubiger über diese Geschäfte nicht hätte informieren müssen, weil diese keine großen Auswirkungen auf die Ertragslage hätten.

  • Die offenen Fragen zu den Transaktionen und zur Struktur des Konzerns belasteten am Mittwoch den Kurs der Steinhoff-Aktie. In Frankfurt, wo sie im Nebenwerteindex MDax notiert ist, gab sie 4,7 Prozent nach. Der Konzern hat einen Börsenwert von mehr als 16 Milliarden Euro. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt wegen Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung bereits gegen Steinhoff-Manager. Dabei geht es um den Verdacht überhöht ausgewiesener Umsätze.

Möbelkonzern verschwieg Transaktionen
14:37 Uhr

Hasso Plattner stößt großes SAP-Paket ab

Was hat der umtriebige Tech-Investor mit den Millionen vor?

  • Der SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner hat ein großes Aktienpaket des Softwareherstellers verkauft.

  • Wie aus Pflichtmitteilungen hervorgeht, verkaufte der Milliardär am Montag SAP-Aktien zu 98 Euro das Stück im Gesamtvolumen von rund 367 Millionen Euro. Es handle sich um einen Verkauf im Rahmen einer außerbörslichen Platzierung zu einheitlichen Bedingungen an 56 Investoren.

  • Über das Geschäft hatte es bereits zu Anfang der Woche Spekulationen gegeben. Am vergangenen Donnerstag verkaufte zudem laut einer weiteren Mitteilung eine Beteiligungsgesellschaft von Plattners Frau Sabine Aktien zu je 99,08 Euro für insgesamt 47,6 Millionen Euro. Insgesamt summiert sich der Verkauf somit auf 4,2 Millionen Aktien oder etwas mehr als 0,3 Prozent der ausgegebenen Papiere.

  • Plattner bleibt mit einem Anteil von knapp 7 Prozent der größte SAP-Aktionär. Derzeit ist der Anteil rund 8 Milliarden Euro wert.

Hasso Plattner stößt großes SAP-Paket ab
13:48 Uhr

Autobauer fühlen sich von Klima-Auflagen überfordert

Die Autoindustrie kritisiert den Vorschlag der EU-Kommission für schärfere Kohlendioxid-Grenzwerte schon im Jahr 2025. Dies lasse nicht genug Zeit für technische Änderungen, monierte der Herstellerverband ACEA. Zudem sei das für 2030 anvisierte Ziel von 30 Prozent CO2-Minderung "über die Maßen fordernd". r

Der Verband der Automobilindustrie erklärte in Frankfurt: "Der vorgelegte Entwurf stellt die Automobilindustrie vor extreme Herausforderungen. Ob diese vorgeschlagenen CO2-Zielwerte zu erreichen sind, ist aus heutiger Sicht mehr als fraglich und hängt maßgeblich davon ab, wie schnell alternative Antriebe in den kommenden Jahren von den Kunden angenommen werden und wie schnell die öffentliche Infrastruktur aufgebaut wird."

Der DaxSector-Index für die Autoindustrie gibt leicht nach. Nur BMW - in Gegenbewegung zu den gestrigen Verlusten - und Schaeffler - nach hervorragenden Zahlen - liegen im Plus.

Autobauer fühlen sich von Klima-Auflagen überfordert
13:23 Uhr

Rettet Chinas Internet-Gigant Snapchat?

Snap, der Konzern hinter der Snapchat-App, ist für die Anleger eine einzige Misserfolgsstory. Nach den gestrigen Quartalszahlen ging's für den Aktienkurs außerbörslich noch einmal um bis zu 20 Prozent abwärts.

Bis die Nachricht die Runde macht, dass der chinesische Internet-Gigant Tencent, die Firma unter anderem hinter WeChat, mehr als 10 Prozent an Snap erworben hat - und innerhalb von Minuten war der Kurseinbruch wieder wettgemacht.

Snap erhofft sich von Tencent offenbar mehr, als dass der neue Partner nur den Aktienkurs stützt. "Tencent is excited to deepen its shareholding relationship with us, and that it looks forward to sharing ideas and experiences," teilte Snap in seiner Pflichtmitteilung mit.

Rettet Chinas Internet-Gigant Snapchat?
12:32 Uhr

Postbank hält Deutsche Bank im Plus

Die Stimmung im europäischen Bankensektor verdarb Credit Agricole, deren Aktien knapp 5 Prozent nachgaben. Ein Einbruch im Handelsgeschäft und der schwächelnde Heimatmarkt drückten den Gewinn der französischen Großbank. Der Sektorindex für europäische Bankenwerte gab 0,4 Prozent ab. Auch die deutsche Commerzbank wird in Mitleidenschaft gezogen und verliert 1,8 Prozent.

Die Deutsche Bank wartet dagegen mit guten Nachrichten auf. Die Tochter Postbank liefert ein starkes Ergebnis ab. Sie profitierte in den ersten neun Monaten von höheren Erträgen, geringeren Kosten und einer niedrigeren Risikovorsorge. Der Ausblick wurde bestätigt.

Die Deutsche Bank hatte jüngst den Startschuss für die Integration der Postbank gegeben. Damit will der Dax-Konzern bis Ende 2022 Synergien in Höhe von 900 Millionen Euro heben. Mit dem Zusammenschluss wird eine "Deutsche Privat- und Firmenkundenbank" mit mehr als 20 Millionen Kunden in Deutschland entstehen.

Deutsche Bank notieren gegen den Branchentrend mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent.

Postbank hält Deutsche Bank im Plus
11:13 Uhr

Nikkei kann Rekordniveau nicht halten

Nach der Rally des Vortages in Ostasien und Australien haben es die Anleger gemächlicher angehen lassen. Nach einem 26-Jahreshoch kamen die Kurse in Tokio etwas zurück - auch weil der Yen im Handelsverlauf am Dienstag etwas zugelegt hatte. i

  • Die übrigen Börsen verbuchten in der Mehrzahl aber leichte Gewinne und bauten die Vortagesaufschläge damit noch etwas aus. Trotz der Mehrjahreshochs an vielen Aktienhandelsplätzen der Region am Vortag sei die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen aber nicht sehr ausgeprägt, hieß es im Handel.

  • In Hongkong verlor der HSI 0,3 Prozent, nachdem er zunächst die Marke von 29.000 Punkten übersprungen und ein Zehnjahreshoch markiert hatte. In Schanghai legte der Composite nach anfänglichen Verlusten minimal auf 3.415 Zähler zu.

  • In Tokio schloss der Nikkei-225 rund 0,1 Prozent leichter mit 22.914 Punkten. Für den japanischen Leitindex war es erst der dritte Verlusttag innerhalb der vergangenen 26 Sitzungen.

Nikkei kann Rekordniveau nicht halten
10:57 Uhr

Anleger lassen Lufthansa fallen

In Berlin feiert die Lufthansa heute die Wiederaufnahme der Linienflüge aus der deutschen Hauptstadt nach New York. Die Strecke hatte zuvor Air Berlin bedient und im Zuge der Insolvenz eingestellt.

Die Anleger beeindruckt das nicht im Geringsten. Lufthansa - Dax-Champion der vergangenen Monate - sind am Vormittag mit einem Minus von knapp vier Prozent mit Abstand die größten Verlierer im Dax.

Anleger lassen Lufthansa fallen
09:38 Uhr

Gerüchte um illegale Casinos lassen Wirecard einbrechen

Gesprächsthema auf dem Parkett sind am Morgen die Kursverluste bei Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard von zeitweise rund sieben Prozent.

Händler verwiesen auf einen Bericht der "Süddeutsche Zeitung" zu Internet-Kasinos, der auf dem Titel laste. Wirecard war am Morgen zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Firma war in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von unbewiesenen Vorwürfen, bei denen Leerverkäufer von fallenden Aktienkursen profitierten.

Gerüchte um illegale Casinos lassen Wirecard einbrechen
09:11 Uhr

Das wird heute wichtig an den Märkten

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Das wird heute wichtig an den Märkten
08:12 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gesunken. Am Markt war die Rede von einer Gegenbewegung nach den deutlichen Gewinnen an den Vortagen. Am Morgen kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 63,31 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Dezember-Lieferung fiel um 38 Cent auf 56,82 Dollar.

Die Hauptthemen am Ölmarkt sind unverändert die Verhaftungswelle in Saudi-Arabien, die von politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran begleitet werden, sowie die Aussicht auf anhaltende Förderkürzungen durch das Ölkartell Opec. All diese Faktoren haben die Rohölpreise zuletzt steigen lassen. Aktuell notieren sie trotz der jüngsten Verluste in der Nähe des höchsten Standes seit Mitte 2015.

Ölpreise geben weiter nach
07:45 Uhr

Dax dürfte noch weiter pausieren

Die Verschnaufpause am deutschen Aktienmarkt dürfte noch anhalten. Am Mittwoch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas tiefer starten. Am Dienstag hatte er 0,7 Prozent schwächer bei 13.379 Punkten geschlossen. Auf der Unternehmensseite geht die Bilanzsaison weiter.

Unter anderem dürften die Anleger die Zahlen von E.ON genau analysieren. Die Aktien des Versorgers haben sich in diesem Jahr mit einem Plus von rund 57 Prozent deutlich besser als im Vorjahr entwickelt. Damals hatten sie mit einem Minus von 14,5 Prozent zu den Schlusslichtern im Dax gezählt.

Daneben dürften die Anleger die Lage in Saudi-Arabien weiter beobachten. Am Dienstag hatten die Ölpreise ihren Höhenflug in Folge der Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Riad und angesichts des Streits zwischen Saudi-Arabien und Iran unterbrochen.

Der Euro hat weiter unter der Marke von 1,16 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1590 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1562 Dollar festgesetzt.

An der Wall Street hatten sich die Anleger nach den jüngsten Rekordständen am Dienstag zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit 23.557 Punkten kaum verändert aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 stagnierte bei 2590 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 6767 Punkte. Auch in Japan machten die Investoren lieber Kasse. Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte gab am Mittwoch 0,1 Prozent auf 22.913 Punkte nach.

Dax dürfte noch weiter pausieren