Montag, 29. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:55 Uhr

Dax kratzt an Marke von 12.300 Punkten

Dax
Dax 12.482,61

Eine starke Wall Street hat dem Dax frisches Leben eingehaucht. Der deutsche Leitindex kratzte an der Marke von 12.300 Punkten und beendete den Handel 1,2 Prozent höher auf 12.232 Punkten, nachdem er bis zur US-Börseneröffnung am Nachmittag nur mühsam vorwärts gekommen war.

17:22 Uhr

Euro legt in unruhigem Umfeld etwas zu

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,13

Der Euro hat in einem schwankungsanfälligen Handel moderat zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1240 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Zeitweise war der Euro in Richtung 1,13 Dollar gestiegen, er konnte die Gewinne aber nicht halten. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1284 (Freitag: 1,1213) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8862 (0,8918) Euro.

Aufwind erhielt der Euro vor allem am Vormittag durch einen schwächeren US-Dollar. Am Markt wurde die zeitweilige Schwäche der amerikanischen Währung mit der freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten erklärt. Der Dollar war daher etwas weniger als sicherer Anlagehafen gefragt. Andere Währungen wie der Euro profitierten hiervon zunächst.

Am Nachmittag gewann der Dollar jedoch etwas an Boden. Marktteilnehmer nannten solide Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt als einen Grund. Dennoch bleibt die Vorsicht unter Anlegern ausgeprägt, nicht zuletzt mit Blick auf die USA.

16:54 Uhr

Konjunkturdaten aus China geben Ölpreis Auftrieb

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,28

Die Ölpreise notieren etwas fester - trotz der hohen Infektionszahlen in den USA. Händler verweisen auf positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus China, dem weltweit größtem Öl-Importeur. Dort zogen die Gewinne der Industrie im Mai wieder um 6 Prozent zum Vorjahr an - der erste Anstieg in diesem Jahr.

Die US-Sorte WTI gewinnt 0,4 Prozent auf 38,66 Dollar je Barrel, Brent legt 0,7 Prozent zu auf 41,31 Dollar. Auf die Stimmung schlägt indessen der am Sonntag von Chesapeake Energy eingereichte Insolvenzantrag. Chesapeake war der unbestrittene Meister des US-Schiefergases", sagte Magnus Nysveen, Analyse-Chef bei Rystad Energy.

16:30 Uhr

Boeing profitieren von 737 Max-Hoffnungen

Boeing
Boeing 180,32

Nach den kräftigen Verlusten am Freitag startet die Wall Street zu Wochenanfang stabilisiert in die neue Handelswoche. Der Dow-Jones-Index steigt kurz nach Handelsstart 0,7 Prozent auf 25.177 Punkte, der S&P-500 notiert unverändert, während der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent leichter notiert.

Boeing legen um 4,8 Prozent zu. Mehr als ein Jahr nach dem weltweiten Flugverbot für das Passagierflugzeug Boeing 737 Max steht die US-Flugaufsichtsbehörde FAA offenbar kurz davor, einen ersten Testflug der überarbeiteten Maschine zu genehmigen.

Biontech steigen nach einer Privatplatzierung um 8,6 Prozent. Unter anderem der Staatsfonds Temasek aus Singapur hat sich an dem deutschen Biotech-Unternehmen beteiligt, das einen Covid-19-Impfstoff entwickelt.

15:58 Uhr

Ex-VW-Chef Müller bekommt 2700 Euro Rente am Tag

Der frühere Volkswagen-Chef Matthias Müller bezieht einem Magazinbericht zufolge seit Februar ein monatliches Ruhegehalt von mehr als 80.000 Euro. Auf den Tag heruntergerechnet seien dies rund 2700 Euro, berichtete das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" und bezog sich dabei auf Berechnungen des Vergütungsexperten Heinz Evers.

Demnach habe Müller als langjähriger VW-Manager einen Anspruch auf 62 Prozent auf sein Fixgehalt aus dem Jahr 2016, das bei 1,584 Millionen Euro lag. Daraus ergebe sich ein monatliches Ruhegehalt von 81.800 Euro. Damit liege Müller knapp hinter dem VW-internen Spitzenreiter, seinem Vorgänger Martin Winterkorn mit 3100 Euro am Tag.

Ein VW-Sprecher verwies auf den Geschäftsbericht, wonach sich das Ruhegehalt bei Vorstandsmitgliedern mit endgehaltsabhängiger Zusage auf einen Prozentsatz der Festvergütung beziehe. Laut Geschäftsbericht hat Volkswagen für Müllers Altersversorgung über die Jahre mehr als 30 Millionen Euro zurückgelegt.

15:50 Uhr

So trimmen Anleger mit Discountern das Depot auf Renditen

Nach der rasanten Rally nach dem Corona-Einbruch scheint der Dax jetzt doch ein wenig ins Straucheln zu geraten. Gehen die Kurse jetzt doch nochmal runter? Einigkeit herrscht zumindest darüber, dass der Dax auch in den kommenden Wochen volatil bleiben wird. Wie Anleger diese Schwankungen am Markt mit Discountzertifikaten für sich nutzen können, darüber spricht Bianca Thomas mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

15:23 Uhr

Lufthansa fährt Flugbetrieb wieder hoch

Die corona-geplagte Lufthansa fährt ihren Flugbetrieb wieder hoch. Das Unternehmen veröffentlichte am Montag seinen Flugplan bis zum 24. Oktober dieses Jahres. Dann soll etwa jedes zweite Flugzeug der Konzernmarken wieder in der Luft sein, rund 380 von 760 Jets. Geflogen würden mehr als 40 Prozent des früheren Programms, womit 90 Prozent der Kurz-und Mittelstreckenziele sowie mehr als 70 Prozent der Langstreckenziele abgedeckt seien. Eindeutiger Schwerpunkt ist der Mittelmeerraum.

14:48 Uhr

BVB bekommt die Coronakrise finanziell deutlich zu spüren

Die Corona-Pandemie hat dem Fußballclub Borussia Dortmund in dem kurz vor dem Abschluss stehenden Geschäftsjahr 2019/20 einen erheblichen Verlust eingebrockt. Die im SDAX notierte Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA sieht sich angesichts der guten Kapitalsituation aber in der Lage, die Verluste zu tragen. Das Unternehmen hatte im März angekündigt, voraussichtlich keinen Gewinn zu erzielen.

BVB
BVB 6,11

Der Bundesligist, der die Saison auf dem zweiten Platz beendet hat und damit erneut in die Champions League einzieht, rechnet für das Geschäftsjahr per Ende Juni mit einem Verlust von 45 Millionen Euro nach einem Gewinn von 17,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte sich auf rund 62 Millionen Euro belaufen nach 116 Millionen zuvor. Der Ausblick steht noch unter Vorbehalt weiterer nach dem Bilanzstichtag gewonnener Erkenntnisse und möglicher weiterer Transfererlöse.

Borussia Dortmund sieht sich im Geschäftsjahr auf allen Einnahmenfeldern belastet. Weil Geisterspiele angeordnet wurden, musste das über 80.000 Zuschauer fassende Stadion leer bleiben. Außerdem mussten Rückerstattungen von Werbeerlösen und Einnahmen aus der VIP-Betreuung geleistet werden. Nicht zuletzt sei der globale Transfermarkt im vierten Quartal "nahezu vollständig zum Erliegen gekommen", so das Unternehmen.

14:37 Uhr

Inflationsrate in Deutschland steigt im Juni auf 0,9 Prozent

Der Preisauftrieb in Deutschland hat im Juni wieder angezogen. Die Verbraucherpreise lagen um 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Mai war die jährliche Inflationsrate mit 0,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gesunken - vor allem wegen eines massiven Rückgangs der Energiepreise in der Corona-Krise.

Von Mai auf Juni 2020 zog das Preisniveau insgesamt um 0,6 Prozent an. Nach Einschätzung der Statistiker könnte sich die Inflationsrate in den nächsten Monaten wieder mehr der Nullmarke annähern, sollte die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer vollständig an die Konsumenten weitergegeben werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:25 Uhr

Johnsons Konjunkturpaket belastet Pfund

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,11

Zweifel an der Finanzierbarkeit des geplanten milliardenschweren Konjunkturpakets von Premierminister Boris Johnson setzen dem Pfund Sterling zu.

Die Währung verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 1,0916 Euro. Schließlich habe das Land bereits ein Leistungsbilanz-Defizit, warnt Rabobank-Anlagestrategin Jane Foley.

13:57 Uhr

Deutsche Börse überprüft nach Wirecard-Skandal Regelwerk

Die Deutsche Börse zieht Konsequenzen aus dem Wirecard-Skandal. "Das Vertrauen in den Kapitalmarkt hat offensichtlich in den letzten Tagen gelitten", erklärte der Börsenbetreiber. "Deshalb haben wir uns entschlossen, die Regelwerke unter Einbindung der Regulatoren und die Regeln für die Zugehörigkeit zur Dax-Familie einer vertieften Prüfung zu unterziehen und zu überarbeiten."

Der Kurs der Wirecard-Aktie war nach Bekanntwerden eines Milliardenlochs in der Bilanz abgestürzt, der Zahlungsabwickler mit Sitz in Aschheim bei München hat mittlerweile Insolvenz angemeldet. Ein Rauswurf aus dem Kreis der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex droht Wirecard dennoch vorerst nicht. Nur im Falle einer Abwicklung oder einer Abweisung des Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse muss ein Unternehmen nach den derzeitigen Regeln "umgehend" aus einem Auswahlindex herausgenommen werden.

13:16 Uhr

Hochverschuldeter US-Fracking-Pionier meldet Insolvenz an

Chesapeake Energy Corporation
Chesapeake Energy Corporation ,50

Der US-Fracking-Pionier Chesapeake Energy hat wegen der stark gefallenen Energiepreise am Sonntag Gläubigerschutz angemeldet. Man wolle unter dem Schutz gemäß Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts die Kapitalstruktur des hochverschuldeten Unternehmens neu ordnen, teilte Konzernchef Doug Lawler mit.

Chesapeake sitzt auf einem milliardenschweren Schuldenberg. Der Preisverfall bei Erdgas und Öl sowie ein Angebotsüberschuss infolge des Frackingbooms belasten das Geschäft des Unternehmens. Die Corona-Krise hat die Nachfrage einbrechen lassen. In den vergangenen Jahren war Chesapeake auch in das Schieferöl-Geschäft eingestiegen.

Doch hier belastete in den vergangenen Monaten der Doppelschock aus Corona-Krise und dem Preiskrieg zwischen Russland und dem Öl-Kartell Opec den Markt. Der Preis der amerikanischen Ölsorte WTI war wegen knapper Lagerkapazitäten im April zeitweise sogar ins Negative gerutscht. Nicht nur Chesapeake, sondern die gesamte Fracking-Branche wurde von der Corona-Krise schwer getroffen: In diesem Jahr haben in den USA schon mindestens 20 Öl- und Gasproduzenten Insolvenz angemeldet.

11:43 Uhr

Coty steigt bei Kim Kardashians Beauty-Linie ein

Der US-Kosmetikkonzern Coty tut sich mit Reality-TV-Star Kim Kardashian West zusammen. Das mehrheitlich von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Unternehmen in New York bekannt, mit 20 Prozent bei Wests Make-up-Firma KKW Beauty einzusteigen.

Coty legt dafür 200 Millionen Dollar (177 Mio Euro) hin, insgesamt wird KKW bei dem Deal mit einer Milliarden Dollar bewertet. Damit muss Kardashian West sich mit etwas weniger begnügen als ihre Halbschwester Kylie Jenner, deren Firma Coty beim Einstieg im Januar auf 1,2 Milliarden Dollar taxiert hatte. An der Börse sorgte die Partnerschaft am Montag für gute Stimmung, Coty's Aktien legten im New Yorker Handel zeitweise um rund 15 Prozent zu.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:24 Uhr

Mit der türkischen Wirtschaft geht es bergauf

Die Stimmung der türkischen Wirtschaft hat sich im Juni spürbar aufgehellt. Das Barometer dazu kletterte um 19,1 Prozent zum Vormonat auf 73,5 Punkte, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Dies war der zweite Anstieg in Folge und geht einher mit den Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Im März und April war die Wirtschaft kräftig eingebrochen. Bei Werten über 100 Zählern signalisiert das Barometer einen optimistischen Ausblick der Firmen. Der Index lag letztmals im März 2018 über dieser Schwelle.

10:53 Uhr

Wirecard mit plus 200 Prozent

Nach dem Kurs-Kollaps der vergangenen Tage geht es mit der Wirecard-Aktie wieder steil bergauf. Die Aktien steigen um 216 Prozent auf 4,05 Euro. Noch nie in der gut 30-jährigen Geschichte des Dax legte ein Wert binnen eines Tages so stark zu. Bisheriger Spitzenreiter war die Volkswagen-Aktie, die im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme durch Porsche am 27. Oktober 2008 um etwa 201 Prozent gestiegen war.

Wirecard
Wirecard 3,50

10:27 Uhr

Wirecard-Vorstand will sich nicht vernehmen lassen

Jan Marsalek, der langjährige Vorstand der Wirecard AG, will sich laut Informationen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" offenbar nicht der Justiz stellen. Noch in der vergangenen Woche ließ Marsalek über seinen Anwalt erklären, er werde nach München reisen, um sich vernehmen zu lassen. Dies soll nun wohl doch nicht passieren.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche einen Haftbefehl gegen den österreichischen Staatsbürger erwirkt. Er hatte ein Jahrzehnt das operative Geschäft geleitet. Ihm werden verschiedene mögliche Delikte im Zusammenhang mit dem Bilanzskandal des Unternehmens vorgeworfen. Marsalek soll sich zuletzt auf den Philippinen aufgehalten haben.

10:01 Uhr

Singapurs Staatsfonds pumpt 250 Millionen in Biontech

Biontech AG
Biontech AG 62,00

Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech hat sich bei Investoren rund 250 Millionen Dollar frisches Kapital gesichert. Zu den Geldgebern gehört unter anderem Singapurs Staatfonds Temasek, wie Biontech mitteilte. Die Privatplatzierung umfasst eine Investition von etwa 139 Millionen Dollar in Stammaktien und eine von 112 Millionen in 4-jährige Pflichtwandelanleihen. Das Biotechnologieunternehmen entwickelt derzeit einen Covid-19-Impfstoff.

"Wir freuen uns, Temasek als neuen Aktionär an Bord begrüßen zu dürfen", sagte Vorstandschef Ugur Sahin. Biontech gab nicht bekannt, wie hoch der Anteil von Temasek ist, er wird aber unter der meldepflichtigen Schwelle von drei Prozent liegen. Mit dem Abschluss der Finanzierungsrunde rechnet das Unternehmen bis Mitte August.

09:54 Uhr

Jetzt sind Optimisten gefragt!

Die Situation an den Börsen ist paradox. Während die Realwirtschaftsprognosen alles andere als rosig aussehen und das Ende der Corona-Krise noch längst nicht abzusehen ist, steigen die Börsenkurse weiter an. Wie ist das zu erklären, und kann das so weitergehen? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Matthias Hüppe von der HSBC und Tobias Kramer von der Zeitschrift "Der Zertifikateberater" darüber, wie viel Optimismus im Markt steckt und welche Entwicklungen in der nächsten Zeit auf Anleger zukommen könnten.

09:18 Uhr

Wirecard schießt gegen Trend in die Höhe

Dax
Dax 12.482,61

Die Furcht vor einem Rückschlag für die Weltwirtschaft durch die Coronavirus-Pandemie macht dem Dax zu schaffen. Dank der billionenschweren Konjunkturprogramme von Notenbanken und Regierungen sei ein erneuter Ausverkauf aber nicht zu erwarten, sagten Börsianer. Der deutsche Leitindex bröckelt zur Eröffnung auf 12.082 Punkte ab.

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählt die Lufthansa mit einem Kursverlust von drei Prozent. Nach Einschätzung des Großaktionärs Heinz Hermann Thiele wird die Sanierung der Fluggesellschaft fünf bis sechs Jahre dauern und schmerzhaft werden. Gegen den Trend schießen die Titel von Wirecard dagegen fast 36 Prozent hoch. In der vergangenen Woche hatten die Papiere wegen des Bilanz-Skandals bei dem insolventen Zahlungsabwickler rund 95 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

09:09 Uhr

Euro legt etwas zu

Der Euro ist zum Wochenbeginn leicht gestiegen. Die Gemeinschaftswährung wird bei 1,1247 US-Dollar gehandelt und ist damit etwas höher im Kurs als noch am Freitagabend.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Während der Euro etwas zulegen kann, steht der US-Dollar im Handel mit allen anderen wichtigen Devisen unter Druck. Marktbeobachter sprechen von einer allgemeinen Dollar-Schwäche. In der Vorwoche war die amerikanische Währung wegen der Sorge vor einer zweiten Infektionswelle in der Corona-Pandemie als sicherer Anlagehafen gefragt gewesen.

Zu den Gewinnern am Markt zählt das britische Pfund. Am Markt wird auf Aussagen des Premierministers Boris Johnson verwiesen, der umfangreiche staatliche Investitionen in die Infrastruktur des Landes angekündigt hatte, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einzudämmen. Außerdem gehen die Gespräche zwischen den Unterhändlern Großbritanniens und der EU über ein Anschlussabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase im Tagesverlauf in eine neue Runde.

08:26 Uhr

Toyotas Produktion bricht wegen Corona massiv ein

133428223.jpg

picture alliance/dpa

Toyota Motor
Toyota Motor 55,50

Bei Japans größtem Autobauer Toyota ist die globale Produktion und der Absatz im Mai wegen der Corona-Pandemie eingebrochen.

  • Wie der Volkswagen-Rivale bekanntgab, sank der Ausstoß weltweit um 54,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 365.909 Fahrzeuge. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Erfassung vergleichbarer Daten 2004.
  • Damit ist Toyotas Produktion seit nunmehr fünf Monaten in Folge rückläufig.
  • Der weltweite Absatz sank im Berichtsmonat zugleich um 31,8 Prozent auf 576.508 Fahrzeuge, wie der Konzern weiter bekanntgab.
  • Im Vormonat war der globale Absatz bei Toyota allerdings noch stärker um 46,3 Prozent eingebrochen.
07:48 Uhr

Corona-Sorgen drücken asiatische Aktienmärkte

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die asiatischen Aktienmärkte folgen zum Wochenauftakt den negativen Vorgaben der Wall Street. Im späten Geschäft präsentieren sich die Börsen der Region durch die Bank mit Abgaben. Während manche Marktteilnehmer noch von der Furcht vor neuen Corona-Infektionswellen sprechen, sind diese für andere Teilnehmer längst im Anrollen, zumal immer mehr Staaten rund um den Globus neue Rekordzahlen melden. Die Konjunkturerholung dürfte angesichts der neuen Schlagzeilen über die Pandemie sehr viel langsamer und holpriger verlaufen als von vielen Marktteilnehmern erhofft verlaufen, warnt ein Händler.

In Tokio büßt der Nikkei-225 über 2 Prozent auf 22.053 Punkte ein. Alle 33 Sektoren werden mit Abschlägen gehandelt. Untermauert wird die Verunsicherung über die neue Coronawelle durch einen leicht steigenden Yen. Der US-Dollar fällt auf 107,07 Yen nach einem Tageshoch bei 107,37. Nach einer zweitägigen Feiertagspause verliert der Shanghai-Composite 0,7 Prozent. In Hongkong liegt der HSI 1,6 Prozent im Minus.

US-Dollar / Yen
US-Dollar / Yen 107,42

Neben den Corona-Sorgen werden die chinesischen Börsen auch von den Spannungen zwischen den USA und der Volksrepublik belastet.

07:09 Uhr

Ökonom warnt vor Pleitewelle der "Zombie"-Firmen

Ökonom Gabriel Felbermayr, Chef des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), warnt vor den Folgen, die der Wirtschaft durch die politischen Rettungsversuche drohen. Grund ist die Entscheidung der Bundesregierung im März, die Antragspflicht für Insolvenzen bis September aufzuheben. Das sei keine gute Idee gewesen, sagte Felbermayr der "Bild am Sonntag": "Wenn die Pflicht wieder einsetzt, droht dem Land ein massiver Anstieg der Insolvenzen."

Die Stützmilliarden, die der Staat als Kredite an krisengeplagte Firmen vergeben habe, könnten dann zum Pleitegrund werden. "Es gibt 'Zombie'-Firmen, die in den vergangenen Wochen nur deshalb überleben konnten, weil sie durch staatlichen Notkredite gestützt wurden. Da wird es noch ein böses Erwachen geben“, warnt Felbermayr.

06:39 Uhr

Softbank verkauft T-Mobile-Aktien für 5 Milliarden Euro

Softbank
Softbank 46,40

Der japanische Technologiekonzern Softbank hat mit dem angekündigten Verkauf von T-Mobile-Aktien begonnen. Das Unternehmen rechnet im ersten Geschäftsquartal, das am 30. Juni endet, mit einem Gewinn in Höhe von 600 Milliarden Yen - umgerechnet knapp 5 Milliarden Euro - aus der Veräußerung der Wertpapiere.

Der Verkauf ist Teil eines 4,5 Billionen Yen schweren Verkaufsprogramms von Vermögenswerten, das der Konzern im März angekündigt hatte. Insgesamt will Softbank mit dem Verkauf von Aktien der T-Mobile US rund 18 Milliarden Euro einnehmen.