Donnerstag, 07. November 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:53 Uhr

Dax bleibt auf Rekordkurs, Anleger feiern geplanten Zollabbau

Dax
Dax 13.241,75

Der deutsche Aktienmarkt legt weiter zu. Der Dax gewinnt 0,8 Prozent auf 13.289 Punkte. Die USA und China haben erste Schritte zur Aufhebung von Strafzöllen vereinbart. "Das ist die positive Nachricht, die die Aktienmärkte in neue Höhen treibt", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Gerade im aktuellen, ohnehin euphorischen Umfeld falle diese Nachricht auf "sehr fruchtbaren Boden".

Tagessieger im Dax sind Siemens und Lufthansa, jeweils nachdem die beiden Unternehmen ihre Bücher geöffnet hatten. "Die Zahlen sind auf breiter Front besser ausgefallen als erwartet und die Margen verbessern sich", so ein Händler zu Siemens. Der Kurs sei in diesem Jahr deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben, insofern gebe es gute Chancen auf eine Fortsetzung der Aufholjagd. Der Siemens-Kurs steigt um 4,9 Prozent.

Lufthansa ziehen sogar um 6,8 Prozent an. Auch hier waren die Zahlen besser ausgefallen als erwartet. Für Kauflaune sorgten auch optimistischere Aussagen zum Erfolg des Turnarounds bei Eurowings. Positiv wirkte zudem, dass der Vorstand auf die Flugbegleiter zugehen will. Das dämpfte die Furcht, dass sich der seit Mitternacht laufende Streik ausdehnen wird.

Die Deutsche Telekom übertrifft die Schätzungen zu den Quartalszahlen ebenfalls. Allerdings enttäuschte die Dividende von 60 Cent, hier hatte der Markt mehr erwartet. Der Kurs fiel um 2 Prozent. Die Telekom begründete die Dividendensenkung mit "unerwartet hohen Kosten" für die Mobilfunkauktion in Deutschland sowie erhöhter Klarheit über mehrere anstehende Frequenzauktionen in den USA.

17:15 Uhr

Hardware-Dino Xerox greift nach Rivalen

Das Drucker- und Kopierer-Urgestein Xerox ist laut US-Medien bereit, für die Übernahme des Rivalen HP tief in die Tasche zu greifen. Xerox habe 22 Dollar pro HP-Aktie geboten, berichtete der Finanzsender CNBC unter Berufung auf eingeweihte Krise. Damit würde sich eine Gesamtbewertung von ungefähr 32,5 Milliarden Dollar (rund 29,4 Mrd Euro) ergeben. 

Das Angebot würde einem Aufschlag von 12,4 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs entsprechen. An der Börse war HP zuletzt gut 29 Milliarden Dollar wert, die Aussicht auf eine Übernahme hat den Kurs aber bereits stark ansteigen lassen.

HP hatte Verhandlungen mit Xerox am Mittwoch nach einem Bericht des "Wall Street Journal" bestätigt, ohne jedoch konkretere Angaben zur erhaltenen Offerte zu machen. Laut CNBC will Xerox den Kaufpreis zu 77 Prozent in bar und zu 23 Prozent in eigenen Aktien zahlen. Sollte der Deal zustande kommen, würden HP-Aktionäre 48 Prozent an dem neuen Unternehmen halten.

16:33 Uhr

Expedia rauscht 15 Prozent ab, schuld ist Google

Vor diesem Hintergrund greifen Investoren vor allem bei konjunkturabhängigen Werten zu. So gewinnen die Aktien des "Post-It"-Herstellers 3M und der Baumaschinen-Firma Caterpillar jeweils etwa 1,5 Prozent. Die Papiere der Chipfirmen AMT, Intel, Micron und Nvdia, deren Geschäft stark vom Handel mit China abhängt, verteuern sich um bis zu 1,8 Prozent.

Die Papiere von Expedia stürzen dagegen um 15 Prozent ab. Unter anderem wegen steigender Marketing-Kosten blieb der Quartalsgewinn des Online-Reisebüros hinter den Erwartungen zurück. An den Kosten werde sich auch kaum etwas ändern, schreiben die Analysten von der Investmentbank Piper Jaffray. Denn die Suchmaschine Google zeige nur noch bezahlte Links ganz oben in den Ergebnissen an.

16:08 Uhr

Fox steigert Umsatz dank gutem TV-Geschäft

Kurz nach Handelsbeginn in den USA steigt der Dow-Jones-Index um 0,6 Prozent auf 27.648 Punkte. Sein neues Rekordhoch liegt bei 27.668 Punkten.

Zahlreiche Unternehmensbilanzen müssen verarbeitet werden. Die Aktien von Qualcomm steigen um 6,5 Prozent, nachdem die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen positiv überrascht haben.

21st Century Fox
21st Century Fox 34,27

Ebenfalls schon am Vortag nach Börsenschluss hat der Medienkonzern Fox über den Verlauf seines ersten Geschäftsquartals berichtet. Die Aktie reagiert mit einem Plus von 1,8 Prozent auf die überzeugenden Zahlen.

Der Generikahersteller Teva Pharmaceuticals legte am Morgen zwar schwächere Zahlen vor als erwartet, erhöhte aber dennoch die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr. Der Kurs der Teva-Aktie steigt um gut 10 Prozent.

Cardinal Health meldete zwar für das erste Geschäftsquartal einen Verlust, doch war dieser einer Vergleichszahlung zur Beilegung mehrerer Rechtsstreitigkeiten um die Mitverantwortung des Pharmaunternehmens für die Opioidkrise geschuldet. Bereinigt um diesen Sondereffekt lag das Ergebnis über den Erwartungen der Analysten. Die Aktie verbessert sich um rund 5 Prozent.

15:23 Uhr

Öl ist wieder gefragt

Nach der Verschnaufpause des Vortages könnten die US-Börsen ihre Rekordjagd wieder aufnehmen. Die Voraussetzungen dafür liefern gute Nachrichten zum Handelsstreit. China und die USA haben sich nämlich darauf verständigt, die wechselseitigen Zölle schrittweise aufzuheben. Die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes deuten daraufhin eine etwas festere Eröffnung an den Kassamärkten an.

Mit der Hoffnung auf einen Abbau der Zölle wächst auch die Hoffnung auf eine Belebung der Konjunktur und damit einhergehend eine stärkere Nachfrage nach Rohstoffen wie Öl. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI steigt um 1,7 Prozent auf 57,28 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent legt um 1,4 Prozent zu auf 62,59 Dollar.

15:03 Uhr

Übernahmefantasien treiben Generali auf Elf-Jahres-Hoch

In Mailand klettern die Papiere des italienischen Versicherers Generali auf ein Elf-Jahres-Hoch von 19,36 Euro. Einem Insider zufolge stockt der Milliardär Leonardo Del Vecchio seine Beteiligung an der Investmentbank Mediobanca auf. Dies schürt Spekulationen auf ähnliche Schritte bei Generali, an der Del Vecchio ebenfalls beteiligt ist. Mediobanca wiederum besitzt 13 Prozent der Generali-Anteile.

14:23 Uhr

Kryptowährungen lassen Alarmglocken schrillen

Um die Risiken von Cyberdevisen und Finanzprodukten, die auf solchen digitalen Währungen basieren, besser einschätzen zu können, will sich die Finanzaufsicht ein genaues Bild über den Markt verschaffen.

Wie die BaFin ankündigt, wird sie daher bis zum 13. Dezember Anleger, Investoren und Anbieter von Kryptowährungen über deren Ansichten, Erwartungen und Pläne befragen.

Die BaFin will vor allem herausfinden, welche Risiken der schnell wachsende Markt für Derivate auf Kryptowerte birgt. Derivate sind Finanzinstrumente, deren Wert von der Entwicklung des zugrundeliegenden Basiswerts abhängt. Mit solchen Papieren können große Gewinne, aber auch große Verluste erzielt werden. Sowohl die Zahl dieser Produkte als auch das Gesamtvolumen sei seit Mai dieses Jahres sprunghaft angestiegen.

13:53 Uhr

Commerzbank will reiche Kunden stärker zur Kasse bitten

Commerzbank
Commerzbank 5,22

Die Commerzbank hat sich von ihrem Gewinnziel verabschiedet und will reiche Kunden stärker zur Kasse bitten. Finanzchef Stephan Engels kündigt an, von Kunden mit deutlich mehr als einer Million Euro auf der hohen Kante Strafzinsen zu verlangen. Damit will das Institut den Gewinnschwund eindämmen.

  • "Das Potenzial ist sehr groß", sagte Engels. Bislang habe so gut wie kein Privatkunde Strafzinsen zahlen müssen. Er schloss aus, wie einige Konkurrenten die Kunden bereits ab Einlagen von 100.000 Euro zu belasten.
  • Die niedrigen Zinsen und der starke Wettbewerb im Heimatmarkt setzen der Commerzbank schon seit langem zu. Durch die jüngste Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank hat sich der Druck weiter verschärft, das Gewinnziel ist nicht mehr zu halten.
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13:28 Uhr

BoE-Zinsentscheidung wertet Pfund ab

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imago/STPP

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,17

In Erwartung einer nahenden Zinssenkung ziehen sich einige Anleger aus dem Pfund Sterling zurück. Die britische Währung verliert jeweils rund einen Viertel Cent auf 1,2826 Dollar und 1,1578 Euro.

Genährt wurden diese Spekulationen von dem überraschenden Votum zweier Führungsmitglieder der Bank von England (BoE) für eine Zinssenkung. Analysten hatten damit gerechnet, dass sich die Notenbanker einstimmig dafür aussprechen werden, den Leitzins bei 0,75 Prozent zu belassen.

12:48 Uhr

Lufthansa-Tochter streicht bis zu 800 Stellen

Lufthansa
Lufthansa 17,70

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) streicht bis Ende 2021 bis zu 800 Stellen. Das teilte die Geschäftsführung am Flughafen Wien mit. Als Grund nannte sie den harten Preiskampf mit mehreren Billigfliegern am Standort Wien und die gestiegenen Kerosinkosten.

  • AUA-Finanzchef Wolfgang Jani sagte, die Kürzungen sollten vor allem durch natürliche Fluktuation gelingen. Jährlich würden das Unternehmen so 200 bis 250 Mitarbeiter verlassen.
  • Die Fluggesellschaft hat derzeit etwas mehr als 7000 Mitarbeiter.
  • Insgesamt sollen mit einem umfangreichen Sparpaket künftig 90 Millionen Euro jährlich eingespart werden.
  • Die Lufthansa-Tochter veröffentlichte zudem eine Gewinnwarnung, da Verluste im Gesamtjahr nicht mehr auszuschließen seien.
12:28 Uhr

Fortschritte im Handelsstreit treiben Dax Richtung Allzeithoch

Ein möglicher Etappenerfolg im Handelskonflikt zwischen den USA und China hilft dem Dax auf die Sprünge. Der deutsche Leitindex gewinnt bis zum Mittag 0,74 Prozent hinzu und liegt bei 13.277 Punkten. Bis zum Rekord von 13.596 Punkten aus dem Januar 2018 fehlten dem Dax damit weniger als zweieinhalb Prozent.

Dax
Dax 13.241,75

11:36 Uhr

Höhere Preise treiben Heidelbergcement voran

HeidelbergCement
HeidelbergCement 66,86

Heidelbergcement steigert in den ersten neun Monaten 2019 den operativen Gewinn deutlich. Ursachen hierfür sind laut Mitteilung ein gestiegener Umsatz und erfolgreiche Preiserhöhungen, die gestiegene Kosten mehr als ausgeglichen haben. Belastend wirkte sich zudem die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 aus. Unter dem Strich hat der Konzern weniger verdient.

Der operative Gewinn verbesserte sich überproportional um 17 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.  Auf vergleichbarer Basis lag das Wachstum bei 4 Prozent. Der Konzernumsatz stieg im Zeitraum Januar bis September um 7 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent. Der den Aktionären zuzurechnende Überschuss ging um 18 Prozent auf 752 Millionen Euro zurück. Je Aktie wurden 3,79 Euro verdient.

11:16 Uhr

Opel muss Diesel-Modelle zurückrufen

Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) bestätigt die Verpflichtung von Opel, mehrere Diesel-Modelle im Zuge des Abgasskandals umgehend zurückzurufen. Opel müsse die Software zur Steuerung der Abschalteinrichtungen umrüsten, teilt das OVG in Schleswig mit. Betroffen sind die Modelle Opel Zafira 1.6 und 2.0 CDTi, Opel Cascada 2.0 CDTi und Opel Insignia 2.0 CDTi aus den Jahren 2013 bis 2016.

Der Beschluss ist nach Angaben des Gerichts unanfechtbar. Damit bestätigte das OVG im vorläufigen Rechtsschutzverfahren eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Schleswig vom November 2018. Es hatte im Abgasskandal den Eilantrag von Opel gegen eine Rückrufanordnung des Kraftfahrtbundesamtes abgelehnt. Nach Auffassung des KBA verfügen die drei Fahrzeugmodelle über unzulässige Abschalteinrichtungen.

11:10 Uhr

Prosieben bekommt Konjunkturabkühlung zu spüren

Prosiebensat1
Prosiebensat1 13,08

In der zweiten und dritten Reihe des deutschen Aktienmarkts ziehen Deutz, Compugroup, Jungheinrich und SAF-Holland nach ihren Zahlen kräftig an. Prosieben, Scout-24 und SMA Solar stehen dagegen teils stark unter Druck.

Als enttäuschend werden die Zahlen von Prosieben bezeichnet. Dort hätten sich Hoffnungen auf eine Bodenbildung bei den Werbeeinnahmen zerschlagen, die TV-Werbeeinnahmen gingen um 6 Prozent zurück. Rund 40 Prozent des bereinigten operativen Gewinns werde hier erwirtschaftet. Prosieben verlieren gut 7 Prozent.

10:54 Uhr

Lufthansa bauen ihr Plus trotz Streik aus

Lufthansa
Lufthansa 17,70

Tagessieger im Dax sind bislang Siemens und Lufthansa, jeweils nachdem die beiden Unternehmen ihre Bücher geöffnet haben. "Die Zahlen sind auf breiter Front besser ausgefallen als erwartet und die Margen verbessern sich", so ein Händler zu Siemens. Der Kurs sei in diesem Jahr dem Gesamtmarkt deutlich hinterhergeblieben, insofern gebe es gute Chancen auf eine Fortsetzung der Aufholjagd. Der Kurs steigt um 3,2 Prozent.

Lufthansa ziehen sogar um 6,6 Prozent an. Auch hier sind die Zahlen besser ausgefallen als erwartet. Für Kauflaune sorgen optimistischere Aussagen zum Erfolg des Turnarounds bei Eurowings. Positiv wirkt aber auch, dass der Vorstand auf die Flugbegleiter zugehen will. Das dämpft die Furcht, dass sich der seit Mitternacht belastende Streik ausdehnen wird.

10:24 Uhr

Sichere Häfen verlieren an Reiz

Die europäischen Börsen liegen im frühen Geschäft weiter auf Rallykurs. Nicht gesucht sind in diesem Umfeld sogenannte sichere Häfen. Gold verbilligt sich auf 1.486 Dollar je Feinunze und am Anleihemarkt fallen die Kurse, die Renditen steigen also. Am Devisenmarkt fällt der Yen, während der chinesische Yuan deutlich aufwertet zum Dollar.

09:53 Uhr

Telekom erzielt so hohe Quartalserlöse wie nie zuvor

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,20

Die Deutsche Telekom profitiert wieder von gut laufenden Geschäften in den USA sowie von Zukäufen. Im Zeitraum Juli bis September legt der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf 20 Milliarden Euro zu, wie das Bonner Unternehmen mitteilte. So hoch waren die Quartalserlöse der Firma noch nie.

  • Der Konzernüberschuss kletterte in dem Zeitraum unerwartet stark auf 1,4 Milliarden Euro, bereinigt um Sondereinflüsse war das ein Plus von 7,5 Prozent. Telekomchef Tim Höttges war sehr zufrieden - die Firma stehe "voll unter Dampf", erklärte er.
  • Der global aufgestellte Konzern sieht sich auch in Deutschland auf Kurs, wo die Telekom viel Geld in den Ausbau des Mobilfunks und des Festnetzes steckt.
  • Die Zahl der Haushalte mit schnellen Internetanschlüssen stieg den Angaben zufolge binnen eines Jahres um 20 Prozent auf fast 14 Millionen. Als "schnell" wertet der Ex-Staatsmonopolist allerdings schon ein Download-Tempo von bis zu 100 Mbit pro Sekunde - hierfür wurden Telefonleitungen technisch aufgewertet mit dem Vectoring-Verfahren.
09:32 Uhr

Anleger hoffen auf Zollabbau

Dax
Dax 13.241,75

Die Hoffnung auf weniger Strafzölle im Handelsstreit und eine Flut von Bilanzen treiben den Dax weiter Richtung Allzeithoch. Der deutsche Leitindex gewinnt im frühen Handel 0,6 Prozent auf 13.258 Punkte.

Positiv wurde aufgenommen, dass sich China und die USA nach chinesischen Angaben auf eine schrittweise Streichung von Strafzöllen geeinigt haben. "Mit der schrittweisen Rückführung der bestehenden Zölle haben die USA und China eine Einigung erzielt, die die Konjunktur wirklich stützen wird", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Handelshaus QC Partners. "Gerade im aktuellen ohnehin euphorischen Umfeld fällt diese Nachricht auf sehr fruchtbaren Boden."

09:43 Uhr

Siemens verdient 2020 nicht mehr, aber gut

Siemens
Siemens 114,90

Siemens erwartet bei der Profitabilität im neuen Geschäftsjahr 2020 keine großen Sprünge. Die Margen der einzelnen Konzernsparten werden in etwa so erwartet wie auch im abgelaufenen Jahr, zum Teil können sie sogar schwächer ausfallen, wie der Industriekonzern bei Vorlage der Jahresbilanz mitteilte.

  • Für die renditestarke Sparte Digital Industries etwa wird eine bereinigte EBITA-Marge von 17 bis 18 Prozent angepeilt - nach 17,9 Prozent im abgelaufenen Jahr könnte sie sich also abschwächen.
  • In der Smart Infrastructure mit der Gebäudetechnik wird mit 10 bis 11 Prozent Marge geplant, 2018 wurden 10 Prozent erreicht. Damit ist hier Luft nach oben.
  • Der Energiebereich Gas and Power, der im Laufe des nächsten Jahres abgespaltet werden soll, soll 2 bis 5 Prozent Marge erwirtschaften. Bei 3,8 Prozent im vergangenen Jahr ist hier sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung denkbar.
  • Die Eisenbahnsparte Mobility wird mit 10 bis 11 Prozent Marge erwartet; hier wurden 11 Prozent im abgelaufenen Jahr geschafft.
09:22 Uhr

Lufthansa will Streik mit Flugbegleitern schlichten

Bei der Lufthansa legen die Flugbegleiter zwei Tage lang die Arbeit nieder. Das bringt den Luftverkehr durcheinander, viele Flüge wurden abgesagt. Das Tauziehen mit der Gewerkschaft geht weiter. Im Tarifstreit mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo strebt die Lufthansa jetzt eine Schlichtung an. Das erklärte Vorstandschef Carsten Spohr in Frankfurt.

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08:49 Uhr

Dax feiert Chinas Zoll-Ankündigung

Euphorisch reagieren Aktionäre auf die Meldung, wonach die USA und China erste Schritte zur Aufhebung von Strafzöllen unternähmen. Die Dax-Futures springen um fast 100 Punkte auf 13.268 Zähler. "Das ist die positive Nachricht, die die Aktienmärkte in neue Höhen treibt", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Gerade im aktuellen ohnehin euphorischen Umfeld falle diese Nachricht auf "sehr fruchtbaren Boden".

Dax
Dax 13.241,75

Mit der schrittweisen Rückführung der bestehenden Zölle hätten die USA und China eine Einigung erzielt, die die Konjunktur wirklich stütze. "Diese Regelung ist deutlich mehr wert als Abnahmequoten von Agrarprodukten", so der Stratege. Allerdings sollten Anleger bei aller Euphorie nicht vergessen, dass damit lediglich das frühere Grundverständnis eines freien Welthandels schrittweise wiederhergestellt werde.

Am Devisenmarkt macht der Yuan einen Satz nach oben, während der Yen, der als sicherer Hafen gilt, deutlich zurückfällt. Gold, ebenfalls ein sogenannter sicherer Hafen, verbilligt sich um rund 6 auf 1.486 Dollar je Feinunze und am Anleihemarkt, einem weiteren sicheren Hafen, fallen die Kurse, die Renditen steigen also.

08:44 Uhr

Munich Re glänzt trotz hoher Schäden beim Gewinn

Munich Re
Munich Re 257,00

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im dritten Quartal trotz hoher Belastungen aus Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Schäden sehr gut verdient. Der DAX-Konzern profitierte von einem starken Anlageergebnis und hohen Währungsgewinnen. Die jüngst erhöhte Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.

Die Munich Re hat im dritten Quartal nach Steuern 865 Millionen Euro verdient nach 483 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Vorläufig hatte der Konzern einen Gewinn von rund 850 Millionen Euro gemeldet. Insgesamt stieg die Großschadenbelastung auf 981 von 599 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr geht Munich Re weiterhin davon aus, einen Nachsteuergewinn von über 2,5 Milliarden Euro zu erreichen. Das ist den Münchenern kaum mehr zu nehmen: Nach den ersten neun Monaten wurden diese Marke schon knapp geknackt.

08:30 Uhr

Commerzbank kassiert Gewinnziele für 2019

Commerzbank
Commerzbank 5,22

Die Commerzbank erwartet trotz eines überraschend guten Sommerquartals einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr. Der Frankfurter MDax-Konzern kassierte am Donnerstag das Ziel, den Konzernüberschuss in diesem Jahr leicht zu steigern. Der Vorstand erwartet nun, dass der Überschuss unter den 865 Millionen Euro von 2018 landen wird.

Grund für die pessimistischere Prognose ist nach Angaben des Instituts, dessen größter Anteilseigner seit zehn Jahren der deutsche Staat ist, dass die Bank im vierten Quartal mit einer "deutlich höheren Steuerquote" rechne.

Wie die Geschäfte im Sommer gelaufen sind, hatte die Bank bereits Ende Oktober mitgeteilt: Der Überschuss kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 35 Prozent auf 294 Millionen Euro. Im Tagesgeschäft lief es im dritten Quartal ebenfalls besser als vor Jahresfrist: Die Erträge legten um zwei Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn erhöhte sich um knapp 30 Prozent auf 448 Millionen Euro.

07:56 Uhr

Toyota überrascht mit Rekorden bei Gewinn und Umsatz

Toyota Motor
Toyota Motor 65,20

Der VW-Rivale Toyota hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres – gerechnet mit Beginn 31. März - einen Rekordgewinn eingefahren. Wie der japanische Branchenprimus bekanntgab, erhöhte sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent auf 1,27 Billionen Yen (10,5 Mrd Euro). Dazu trug die robuste globale Nachfrage bei.

Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich in den sechs Monaten um 4,2 Prozent auf 15,29 Billionen Yen - auch dies Rekord. Zum Umsatzzuwachs trug eine gute Nachfrage auf dem japanischen Heimatmarkt sowie in Nordamerika und Europa bei, hieß es. Für das gesamte Geschäftsjahr geht Toyota unverändert von einem Reingewinn von 2,15 Billionen Yen aus. Dies wäre ein Plus von 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

07:26 Uhr

Verzögerung in US-China-Handelsstreit belastet Märkte

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Auf Berichte über eine Verzögerung des vorläufigen Handelspakts zwischen den USA und China haben die asiatischen Aktienmärkte zunächst nahezu unverändert reagiert. Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Unterzeichnung eines Interimshandelsabkommens könnte auf Dezember verschoben werden, da die Gespräche über Bedingungen und Veranstaltungsort noch nicht abgeschlossen sind.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf faktisch unverändert bei 23.295 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 1695 Punkten. Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 108,70 Yen und legte 0,3 Prozent auf 7,0141 Yuan zu.