Der Börsen-Tag

Der Opec-Beschluss setzt Ölpreise unter Druck

Die Ölpreise kommen mit den sich abzeichnenden Beschlüssen der Opec+ leicht unter Druck. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 0,7 Prozent auf 44,95 Dollar, für Brent geht es um 0,5 Prozent auf 47,99 Dollar nach unten. Bereits zuvor hatten die Notierungen leicht im Minus gelegen.

Die Opec+ steht nach Angaben aus informierten Kreisen kurz davor, eine Vereinbarung über eine bescheidene Erhöhung ihrer kollektiven Ölförderung zu schließen. Die angestrebte Einigung sehe vor, die Förderung um bis zu 500.000 Barrel pro Tag ab Januar zu erhöhen, sagten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Russland habe sich dagegen gesträubt, die aktuelle Förderbeschränkung zu verlängern.

"Es wird wichtiger denn je für die Opec+ sein, eine einheitliche Front zu präsentieren, während wir darauf warten, dass sich die Nachfrage erholt, wenn ein Impfstoff weit verbreitet ist", sagt Stephen Innes, Global Chief Marktstratege bei axi. Dank positiver Nachrichten zu Impfstoffen waren die Ölpreise zuletzt um rund 30 Prozent nach oben geklettert. Deshalb erwog die Opec-Allianz zunächst, die Förderung ab Januar um 2 Millionen Barrel anzuheben. Aber wegen der aktuellen Coronavirus-Beschränkungen drohen jetzt wieder Nachfrage- und Preisrückgänge, weshalb einige Ölförderstaaten die Förderbremse zumindest bis ins erste Quartal 2021 verlängern wollten.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 69,59
Rohöl WTI
Rohöl WTI 65,33

 

Quelle: ntv.de

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