Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 23. Januar 2018
  • Airlines

    IAG "enttäuscht" über Niki-Zuschlag für Lauda

    Der britisch-spanische IAG-Konzern hat "enttäuscht" darauf reagiert, nicht den Zuschlag für die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki bekommen zu haben. Die Fluggesellschaft wird nach dem Willen des österreichischen Gläubigerausschusses stattdessen in die Hände von Airline-Gründer Niki Lauda gehen. Die Entscheidung war am frühen Dienstagmorgen einstimmig gefallen. "IAG ist enttäuscht, dass Niki nicht in der Lage sein wird, sich als Teil der Gruppe zu entwickeln und zu wachsen", teilte der Konzern in einer kurzen Mitteilung in London mit. Das Unternehmen wollte sich nicht dazu äußern, ob es gegen die Entscheidung vorgehen will. (dpa)

    +
  • Donnerstag, 22. Februar 2018
  • Unternehmen
    Ford beruft Nachfolger für gefeuerten Nordamerika-Chef

    Nach der Entlassung des Top-Managers Raj Nair wegen "unangemessenen Verhaltens" hat der zweitgrößte US-Autobauer Ford rasch einen Nachfolger vorgestellt. Kumar Galhotra werde künftig das Nordamerika-Geschäft leiten, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der 52-Jährige arbeitet seit 29 Jahren für Ford und war zuletzt für die Premium-Marke Lincoln und das Marketing verantwortlich.  Am Vortag hatte das Unternehmen die sofortige Kündigung des Vorgängers Nairs verkündet. Die Entscheidung sei nach einer internen Untersuchung erfolgt, die Verstöße gegen Fords Verhaltenskodex ergeben habe. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Nair hatte seit Juni 2017 das Nordamerika-Geschäft geführt, zuvor war er unter anderem für die globale Produktentwicklung zuständig.

    +
  • Konjunktur
    Großbritannien korrigiert Wachstum nach unten

    Die Wirtschaft Großbritanniens ist im vierten Quartal 2017 schwächer gewachsen als zunächst berichtet. Die nationale Statistikbehörde revidierte die Wachstumsrate für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 0,4 von zuvor 0,5 Prozent herunter. Binnen Jahresfrist wuchs das BIP nur um 1,4 anstatt 1,5 Prozent. Die Stilllegung eines großen Ölfeldes für Reparaturen im Dezember traf die Öl- und Gasproduktion härter als zunächst angenommen, erklärten die Statistiker.

    Die Abwärtsrevision bedeutet, dass Großbritannien im vierten Quartal eine der schwächsten Wachstumsraten in der Gruppe der sieben wichtigsten Industrieländer (G7) verzeichnet hat. Lediglich Japan und Italien haben sich schlechter geschlagen. (DJ)

    +
  • Jahreszahlen
    Steuern schmälern Überschuss bei Fielmann

    Die höhere Zahl an Feiertagen hat sich kaum auf das Geschäft von Fielmann ausgewirkt. Der Absatz der Optikerkette kletterte im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 8,1 Millionen Brillen, wie das börsennotierte Familienunternehmen mitteilte. Der Umsatz kletterte im Gesamtjahr um 3,7 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn legte um 3,1 Prozent auf 249 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss von 173 Millionen Euro, der nur leicht über dem des Vorjahres lag. Fielmann begründete dies mit einer überproportional gestiegenen Steuerquote. Die Aktionäre sollen eine um fünf Cent auf 1,85 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Insgesamt schüttet das Unternehmen 155,4 Millionen Euro an seine Eigner aus, rund 90 Prozent des Überschusses. (rts)

    +
  • Unternehmen
    Athen untersucht Novartis-Deals

    Nach Vorwürfen einer mutmaßlichen Begünstigung des Schweizer Pharmakonzerns Novartis soll das Parlament in Athen Korruptionsvorwürfe gegen zehn griechische Politiker untersuchen. Dafür votierten die Abgeordneten mehrheitlich nach einer mehrstündigen und zum Teil stürmisch verlaufenen Debatte, wie das Staatsfernsehen berichtete. Unter dem Schutz der Justiz stehende Zeugen werfen dem Pharmakonzern vor, zahlreiche Menschen bestochen zu haben, um die Preise für seine Medikamente in die Höhe zu treiben und durch die zügige Genehmigung eigener Produkte den Markt zu beherrschen. Unter den angeblich Bestochenen sind auch die ehemaligen Regierungschefs Antonis Samaras und Panagiotis Pikramenos, Zentralbankchef Ioannis Stournaras, EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos und sechs andere ehemalige Minister und Vizeminister sowie Tausende Ärzte. "Das hat Griechenland drei Milliarden Euro gekostet", sagte Regierungschef Alexis Tsipras im Parlament. (dpa)

    +
Themenseiten Wirtschaft