Marktberichte

Trotz mauer China-Daten Asien hält sich

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Australiens Handel lässt sich von den chinesischen Konjunkturdaten kaum beeinflussen - von harten Meldungen dagegen schon eher.

(Foto: REUTERS)

Der chinesische Einkaufsmanagerindex stoppt zumindest die Talfahrt. In Australien sorgt ein Übernahmegerücht für ein Feuerwerk. In Tokio findet wegen eines Feiertags kein Handel statt.

Der chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe drückte zu Wochenbeginn auf die Kurse in Schanghai und Hongkong. Im April ist er in zweiter Lesung auf Monatssicht leicht auf auf 48,1 Punkte gestiegen. Analystin Annette Beacher von TD Securities zeigt sich nach den Daten allerdings gelassen. Die Sorgen vor einer Abkühlung der chinesischen Wirtschaft seien übertrieben. "Wir interpretieren in diese Daten nichts hinein und rechnen für das zweite Quartal weiterhin mit einem Wachstum von 7,5 Prozent". Zudem stünden mit den Verbraucherpreisen und der Handelsbilanz, beide für April, im Laufe der Woche bereits die nächsten wichtige Daten aus China auf der Agenda.

Der Schanghai-Composite geht 0,1 Prozent fester bei 2029 Zählern aus dem Handel, in Hongkong fällt der Hang-Seng-Index jedoch um 1,25 Prozent zurück. In Japan und Südkorea sind die Börsen aufgrund eines Feiertages geschlossen.

In Australien belastet der chinesische Einkaufsmanagerindex nach Aussage von Händlern nur leicht, obgleich die Wirtschaft des Landes stark von der Entwicklung in China abhängig ist - vor allem der Rohstoffbereich. Auf die Stimmung drückt der weiter schwache Bankensektor, wo sich die Gewinnmitnahmen fortsetzen. Daran ändern auch überzeugende Zahlen von Westpac Banking für das erste Halbjahr nichts. Der Gewinn konnte um zehn Prozent gesteigert werden und auch die Kreditvergabe stieg weiter. Nach ersten Gewinnmitnahmen krabbelt die Aktie wieder leicht ins Plus.

Die Aktien des Kohleminenbetreibers Aquila Resources schießen in Sydney dagegen um 36 Prozent in die Höhe. Hintergrund ist die Meldung, wonach die chinesische Baosteel Group und die australische Aurizon Holdings gemeinsam 3,40 australische Dollar je Aktie für das Unternehmen bieten wollen. Dies wäre ein Aufschlag von 38,8 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ