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Hochsommer in Japan Nikkei klettert mit der Hitze

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Kurzes Nickerchen im klimatisierten Foyer des "Nationalmuseums für aufkommende Wissenschaften und Innovation" in Tokio: Die Sommerhitze macht vielen Japanern zu schaffen.

(Foto: AP)

Starke Daten aus China drängen im asiatischen Aktienhandel geopolitische Risikofaktoren in den Hintergrund. Die chinesischen Industriekonzerne werfen im Juni offenbar satte Gewinne ab. Tokio stöhnt unter einer Hitzewelle.

Überwiegend aufwärts geht es mit den ostasiatischen Börsen. Unangefochtener Spitzenreiter unter den Börsenplätzen war Schanghai mit plus 2,4 Prozent. Favoriten dort waren die Aktien aus dem Finanzsektor, die von Signalen eines konjunkturellen Aufschwungs sowie den niedrigen Bewertungen profitierten, wie Analysten sagten. Daneben stützten auch die starken Ergebniszahlen von Industrieunternehmen und Hoffnungen auf eine geldpolitische Lockerung. Aktien der Bank of Communications verteuerten sich um knapp 10 Prozent, Bank of Ningbo um 7,2 Prozent.

Chinas Industrieunternehmen verdienten offiziellen Angaben zufolge im Juni 17,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Mai betrug das Plus lediglich 8,9 Prozent. Am deutschen Aktienmarkt gehörte Gea mit einem Kursplus von 3,9 Prozent zu den Favoriten. Der Anlagenbauer hatte Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal gesteigert.

In Tokio kletterte der Nikkei auf ein neues Sechsmonats-Hoch, da der Markt vom Yen-Kurs profitierte. Der Index legte 0,5 Prozent auf 15.529 Stellen an. Es gebe die Erwartung, dass japanische Aktien noch weiter nach oben laufen, sagte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities. Nach den leicht gesunkenen Kursen zum Handelsstart seien Schnäppchenjäger in den Markt gekommen. Zu den gefragten Branchen gehörten Banken, Einzelhandel und Metallprodukte. Mitsubishi Financial steigerten sich um 1,9 Prozent.

Die Aktie von Isuzu Motors zog 2,8 Prozent an, nachdem in einem Medienbericht von einem operativen Quartalsergebnis von vermutlich 38 Milliarden Yen die Rede war. Experten hatten lediglich mit 32 Milliarden Yen gerechnet.

Am südkoreanischen Markt stützte auch ein demnächst anstehendes Stimulierungspaket, das die Regierung vergangene Woche angekündigt hatte. Der Kospi kletterte um 0,7 Prozent.

Gegen den Trend leicht abwärts ging es in Sydney. Hier belasteten enttäuschende Ergebniszahlen von Unternehmen. Der S&P/ASX 200 gab 0,1 Prozent nach. Auch die politischen Spannungen in der Ukraine und in Gaza drückten die Stimmung. Aktien des Baukonzerns Leighton wurden nach Vorlage des Quartalsberichts verkauft. Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat im ersten Halbjahr ein Fünftel weniger verdient. Die Aktie fiel 2,4 Prozent. Im laufenden Monat hat das Papier bereits 11,8 Prozent gutgemacht.

Quelle: n-tv.de, mmo/jwu/dpa/rts/DJ

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