Marktberichte

Keine klare Linie Nikkei rettet sich ins Plus

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Wohnbauprojekte in Hefei in der ostchinesischen Provinz Anhui: Die jüngsten Daten zur Preisentwicklung beunruhigen die Experten.

(Foto: REUTERS)

Klare Vorgaben suchen Anleger in Asien vor dem Wochenende vergeblich: In Tokio neigt sich die Berichtssaison mit den Zahlen von Suzuki ihrem Ende zu. In China lösen aktuelle Inflationsdaten Verunsicherung aus.

Mit einer uneinheitlichen Tendenz haben sich die Börsen in Ostasien ins Wochenende verabschiedet. Während der Nikkei-Index in Tokio seine Gewinne vom Vortag leicht ausbaute und um 0,3 Prozent auf 14.200 Punkte stieg, gaben die Kurse in Schanghai leicht nach. Hier drückten niedriger als erwartet ausgefallene chinesische Verbraucherpreise für April auf die Stimmung.

Der Anstieg blieb mit 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinter der Marktprognose einer Zunahme um 2,0 Prozent zurück. "Die Daten schüren den Pessimismus in Bezug auf die weitere Konjunkturentwicklung, da das Risiko einer Deflation steigt", sagte Analyst Tang Yonggang von Hongyuan Securities. Die Regierung peilt in diesem Jahr eine Rate von 3,5 Prozent an. Andere Analysten rechnen dagegen damit, dass die Regierung nun gezielte Ausgaben in die Infrastruktur auf den Weg bringen kann, eine Maßnahme, zu der die Politik in ähnlichen Lagen in der Vergangenheit schon gegriffen habe.

In Sydney drückten Abgaben einiger Index-Schwergewichte auf den S&P/ASX 200. So gaben die Aktien von BHP Billiton und Rio Tinto um jeweils 0,8 Prozent nach. Zur Begründung verwiesen Teilnehmer auf den auf das niedrigste Niveau seit 18 Monaten gesunkenen Eisenerzpreis. Die Papiere von ANZ wurden ex-Dividende gehandelt und reduzierten sich um 3,2 Prozent. Gegen den Trend ging es für die Aktie des Bauunternehmens Leighton um 6,9 Prozent nach oben.

In Tokio schaffte der Nikkei-Index nach einem negativen Handelsbeginn noch den Sprung ins Plus. Allerdings seien die Umsätze verhältnismäßig gering gewesen, sagte ein Teilnehmer. "Da die Berichtssaison weitgehend hinter uns liegt und sich auch im Währungspaar Dollar/Yen nur wenig tat, fehlte es dem Markt an Impulsen", sagte Naoki Fujiwara von Shinkin Asset Management.

Bei den Einzelwerten standen Toyota im Fokus. Der Autohersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 operativ so viel verdient wie nie zuvor. Vor allem der schwache Yen trieb den Gewinn an. Zudem erhöhte das Unternehmen den Absatz auf mehr als zehn Millionen Fahrzeuge in einem Jahr, was zuvor noch kein Autobauer geschafft hat. Allerdings rechnet Toyota im laufenden Jahr mit einem Rückgang des operativen Gewinns. Dies bremste die Toyota-Aktie etwas ein, die um 0,6 Prozent zulegte.

Für Toshiba ging es nach im Rahmen der Prognosen ausgefallenen Zahlen um 1,3 Prozent aufwärts. Die Papiere der Shinsei Bank gewannen 4,9 Prozent. Das Institut rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Anstieg des operativen Gewinns um 35,5 Prozent.

Quelle: n-tv.de, mmo/jwu/DJ