Marktberichte

Exporteure unter Druck Tokio schließt leichter

Asiens Börsen blicken auf einen ruhigen Handelstag zurück. Viele Investoren halten sich vor den US-Arbeitsmarktdaten zurück.

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In Shanghai verlief der Handel richtungslos.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Börse in Tokio hat nach einem dünnen Handel mit Verlusten geschlossen. Marktteilnehmer beklagten das Fehlen frischer Impulse und sprachen von Kaufzurückhaltung vieler Akteure vor den am Freitag anstehenden wichtigen US-Arbeitsmarktzahlen für Dezember. Auch der zum Yen schwächere Euro habe für Gewinnmitnahmen gesorgt, hieß es.

Der Nikkei-225 verlor 0,8 Prozent auf 8489 Punkte, der Topix 0,9 Prozent auf 736 Zähler.
"Der Handel wird wahrscheinlich erst nach den Arbeitsmarktdaten wieder auf vollen Touren laufen", sagte Marktexperte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Dass der Nikkei trotz der deutlicheren Einbußen in Europa nicht stärker nachgegeben habe, sei den relativ günstigen Vorgaben der Wall Street zu verdanken gewesen, ergänzte er.

Zu den Hauptverlierern gehörten Versorgeraktien und Titel von Wertpapierhäusern. Kansai Electric Power verloren 2 Prozent Nomura Holdings 1,6 Prozent.

Im Exportsektor überwogen angesichts der Euro-Schwäche und negativ eingeschätzter Perspektiven für den Euro ebenfalls Verluste. "Der starke Yen wird nicht als ein vorübergehendes, kurzfristiges Problem gesehen, und das belastet den Markt", sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities. Ein starker Yen verteuert die japanischen Ausfuhren.

Canon gaben um 1,2 Prozent nach und Nikon um 1 Prozent. Eine Ausnahme waren die Automobilaktien. Sie profitierten von US-Absatzzahlen. Toyota gingen unverändert aus dem Tag, Honda gewannen 0,4 Prozent.

Die Aktien des Chipherstellers Elpida stürzten um mehr als 7 Prozent ab. Grund war ein Bericht, der Konzern habe sich bei seinen Kunden um eine Finanzspritze in Höhe von umgerechnet 500 Mio. Dollar bemüht.

Seoul kaum verändert

Der Aktienmarkt in Seoul schloss knapp behauptet. Der Kospi gab im späten Handel seine moderaten Aufschläge ab und ging 0,1 Prozent niedriger mit 1864 Punkten aus dem Tag. Der Index habe sich um den 120-Tage-Durchschnitt bewegt, betonten technisch orientierte Teilnehmer. Der Markt habe die Risiken der Euro-Schuldenkrise und die jüngsten Zeichen einer US-Konjunkturerholung gegeneinander aufgewogen, hieß es.

Unter den Einzelwerten seien Versorgeraktien gesucht gewesen. Die Stromnachfrage sei zuletzt gestiegen, was Hoffnungen auf Preiserhöhungen geweckt habe, sagte Analyst Chang Lee von Woori Investment & Securities und ergänzte, die Regierung könnte wie auch bei den Benzinpreisen am Preishebel ansetzen, um einer übermäßigen Stromnachfrage vorzubeugen. Wann dies aber jeweils der Fall sein werde, sei schwer vorherzusagen. Korea Gas stiegen um 3,5 Prozent und Korea Electric Power um 3,8 Prozent.

Dagegen verloren Samsung Electronics 2,3 Prozent und LG Electronics 1,1 Prozent.

Quelle: n-tv.de, jga/rts/DJ

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