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Pünktlich zu Pfingsten Benzin drei Cent teurer

Unmittelbar vor den Pfingsttagen ziehen die Benzinpreise in Deutschland wie befürchtet noch einmal an. Marktführer Aral erhöhte die Preise für Otto-Kraftstoffe um rund drei Cent je Liter, später zogen andere Mineralölfirmen nach. Damit müssen die Autofahrer für einen Liter Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt ungefähr 1,43 Euro bezahlen; Diesel kostet 1,17 Euro. Das entspricht den bisherigen Jahres-Höchstpreisen vom vergangenen Montag.

Sprecher der Mineralölkonzerne erklärten, mit der Erhöhung werde der Preisrückgang der vergangenen Tage an den Tankstellen wieder ausgeglichen. Das Preisniveau auf den internationalen Rohöl- und Produktmärkten sei unverändert hoch. Die Ölpreise sind am Freitag erneut gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Juni- Auslieferung kletterte zum Vortag um 71 Cent auf 64,89 US-Dollar. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis zum Mittag um 13 Cent auf 70,85 Dollar.

Den Preisanstieg begründeten Händler mit dem Konflikt um das Atomprogramm des Iran. Analysten verwiesen zudem auf die weiter angespannte Situation auf dem US-Benzinmarkt. Es sei unsicher, ob das Benzinangebot vor der US-Feriensaison die erhöhte Nachfrage decken könne. Deshalb kaufen Mineralölhändler auch große Mengen Benzin in Europa, was die Preise nach oben treibt.

Die aktuellen Rekordstände beim Benzinpreis haben zuletzt für heftige Kritik gesorgt. Politiker forderten das Bundeskartellamt auf zu überprüfen, ob die gegenwärtige Preispolitik beim Sprit legitim ist.

Quelle: ntv.de

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