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Lehrlingsmangel Betriebe suchen Azubis

Die Betriebe in Deutschland haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerber für ihre Lehrstellen zu finden. Bei einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter gut 12.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung hätten 15 Prozent angegeben, dass sie 2007 nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnten, berichtet die "Welt am Sonntag" vorab. Das sei ein Viertel mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen waren demnach Banken, Versicherungen sowie Hotels und Gaststätten. So hatte jedes fünfte Unternehmen aus der Finanzbranche Probleme bei der Bewerbersuche, bei den Gaststätten fast jedes dritte.

Schon 2007 habe sich laut DIHK eine deutliche Qualitätslücke auf dem Ausbildungsmarkt aufgetan. Mehr als die Hälfte der Betriebe, die nicht alle Lehrstellen besetzen konnten, hätten angegeben, dass keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. "Wenn so viele Jugendliche die Schule verlassen, ohne ausreichend für die Ausbildung qualifiziert zu sein, verstärkt das den drohenden Fachkräftemangel empfindlich", sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun. "Fachkräftemangel wird zunehmend zur Wachstumsbremse." Bei 19 Prozent der besagten Betriebe seien die Auszubildenden gar nicht erst am Arbeitsplatz erschienen. Und bei weiteren 14 Prozent der Firmen hätten die Lehrlinge noch in der Probezeit gekündigt.

Auch die demografische Entwicklung bekämen einige Betriebe heute schon zu spüren, schreibt die Zeitung. Zwar erhielten mehr als 80 Prozent der vom DIHK befragten Unternehmen noch eine ausreichende Zahl an Bewerbungen, während bei insgesamt 16 Prozent der Betriebe die Bewerberzahlen zurückgingen. Allerdings stellte die Mehrzahl der Firmen eine nachlassende Ausbildungsreife der Jugendlichen fest.

Quelle: ntv.de