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Schwacher Dollar tut weh Carl Zeiss Meditec leidet

Der Medizintechnikanbieter Carl Zeiss Meditec leidet massiv unter dem schwachen US-Dollar. "Es tut langsam weh", sagte Finanzvorstand Bernd Hirsch in einem Interview mit dem Magazin "Focus-Money". "Wir erwirtschaften 40 Prozent unseres Umsatzes in Amerika." Ebenfalls zu schaffen mache der schwache Yen. "Rund zehn Prozent unserer Erlöse kommen aus Japan. Hier sind wir bislang aber nur mit Vertriebsgesellschaften vertreten", sagte Hirsch.

Auswirkungen auf die Margen sieht der Finanzvorstand zumindest im Dollar-Raum nicht: "In den USA sind die Renditen einigermaßen robust. Ein Teil unserer Produktion und der Beschaffung sind vor Ort - damit fallen die Kosten in Dollar an." Um sich vor weiteren Währungsschwankungen zu schützen, ist das Unternehmen auf der Suche nach weiteren Zulieferern im Dollar- und Yen-Raum.

Zugleich kündigte Hirsch an, weiter zukaufen zu wollen: "Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Wir haben sehr interessante Unternehmen auf dem Zettel." Während die Jenaer im Geschäftsfeld Augenheilkunde vor allem nach neuen Technologien Ausschau halten, soll im Segment Neuro- und Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie auch das Angebot erweitert werden.

Hirsch kündigte an, langfristig Umsatzrenditen von 14 bis 15 Prozent erwirtschaften zu wollen. Zuletzt waren es zwölf Prozent. "Langfristig deshalb, weil wir wichtige Investitionen nicht kurzfristigen Margenzielen opfern", sagte der Finanzvorstand.

Quelle: ntv.de

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