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Meist geht es um Geld Firmen unterschätzen Datenklau

Datenklau ist in deutschen Firmen zwar noch kein Massenphänomen, dennoch nehmen die meisten Führungskräfte das Problem nicht ernst genug. Eine Umfrage zeigt: Meist sitzen die Datendiebe in den eigenen Reihen.

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Meist geht es den Datendieben um Geld.

(Foto: Antje Delater, pixelio.de)

Die meisten deutschen Unternehmen sehen sich derzeit gut gegen Datenklau geschützt, fürchten aber künftig mehr Attacken. Die Bedrohung für ihr eigenes Unternehmen schätzen 38 Prozent der Firmen momentan als gering ein, weitere 52 Prozent sehen sich "mäßig" bedroht, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Nur acht Prozent der Firmen berichten von Wirtschaftsspionage oder Datenklau-Attacken in den vergangenen drei Jahren. Allerdings gehen zwei Drittel der befragten Unternehmen davon aus, dass die Bedrohung in den kommenden Jahren zunehmen wird.

Über 80 Prozent halten ihre präventiven Vorkehrungen für ausreichend - eine Einschätzung, die Ernst & Young-Spezialist Stefan Heißner für realitätsfern hält. Aus den Ergebnissen des Studie müsse vielmehr geschlossen werden, "dass die Mehrheit der Unternehmen noch gar keine Sensibilität für diese Art von Risiko entwickelt hat", erklärt Heißner.

Meist ist der Feind in den eigenen Reihen zu suchen, wie die Studie zeigt: Zwei Drittel der Datendiebe arbeiteten selbst in den betroffenen Unternehmen. Dabei handelte es sich in 44 Prozent der Fälle um aktuell beschäftigte Mitarbeiter und bei 22 Prozent um ehemalige Angestellte. Meist ging es dabei ums Geld: Mehr als die Hälfte handelte, um sich persönlich zu bereichern. Bei mehr als 30 Prozent hieß das Motiv dagegen Rache. Für die Studie wurden Führungskräfte von 400 deutschen Unternehmen befragt.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP

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