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Konjunkturprognose Glos kegelt DIW raus

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wird nach Zeitungsberichten künftig nicht mehr an der Gemeinschaftsdiagnose für das Bundeswirtschaftsministerium beteiligt sein. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und das "Handelsblatt" meldeten am Montag vorab, Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) habe die Konjunkturbeobachtung an andere Institute vergeben.

Nach den Berichten soll das Konjunkturgutachten in den kommenden drei Jahren vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien, vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München in Zusammenarbeit mit der Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (Kof) sowie einem Dreier-Konsortium des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo erstellt werden.

"Das DIW Berlin sieht hierin seine Befürchtung bestätigt, dass die aus linken keynesianischen Kreisen geführte Kampagne gegen den Reformprozess am Institut die Vergabeentscheidung des BMWi beeinflusst hat", verlautete am Montagabend aus dem Institut.

Bislang wurde das Gutachten vom IfW, Ifo-Institut, RWI, IWH und dem DIW erstellt. Das Gutachten spielt eine wichtige Rolle für die Konjunkturprognose der Bundesregierung.

Quelle: n-tv.de