Meldungen

Vorwurf des Bankrotts Schmid vor Gericht

Der frühere Milliardär und Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid muss sich ab Mittwoch wegen eines umstrittenen Millionengeschäftes vor dem Landgericht Kiel verantworten. An zwei Tagen wird gegen ihn wegen Verdachts auf eine Bankrotthandlung verhandelt, wie die Staatsanwaltschaft Kiel mitteilte.

Schmid wird vorgeworfen, dass er Firmenanteile aus einem Immobilienprojekt an eine Gesellschaft in Liechtenstein veräußert haben soll, obwohl die Landesbank Sachsen die Anteile pfänden wollte. Schmid hatte bei der Landesbank Schulden von 102 Mio. Euro aus einem Kredit. Auf Grund der Übertragung blieb eine Pfändung dieser Gesellschaftsanteile durch die Bank erfolglos.

Schmid soll die Anteile erst verschoben haben, nachdem die Landesbank vor Gericht eine Zahlungsverpflichtung gegen ihn durchgesetzt hatte. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll der Manager das Geld aus dem Bankdarlehen nicht für das Immobilienprojekt, sondern für Aktienkäufe eingesetzt haben.
Schmid hatte Mobilcom 1991 gegründet und zu einem erfolgreichen Mobilfunkunternehmen ausgebaut. Er verhob sich aber mit dem Einstieg in das UMTS-Geschäft und wurde im Juni 2002 als Vorstandschef abgesetzt.

Schmidt hatte zuvor einen Streit mit Mobilcom-Mitbesitzer France Telecom über die Geschwindigkeit des UMTS-Aufbaus. Am Ende war er unterlegen und musste als Firmenchef gehen. 2003 meldete er Privatinsolvenz an.

Das Immobilienprojekt in Kiel ist inzwischen fast fertig. Es umfasst Büroräume und Wohnungen und gehört vor allem Schmids vermögender Ehefrau.

Quelle: n-tv.de