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"Schau mir in die Augen..."Iris charakterlich geprägt?

20.07.2007, 10:49 Uhr

Manche Wesenszüge können sich im Muster der Iris widerspiegeln. Das zumindest ist das Ergebnis einer schwedischen Studie.

Ein tiefer Blick in die Augen verrät möglicherweise mehr als geahnt: Manche Wesenszüge können sich im Muster der Iris widerspiegeln. Das zumindest ist das Ergebnis einer schwedischen Studie. Mats Larsson von der Universität Örebro hatte dafür die Augen von 428 Studenten untersucht, die sich anschließend einem standardisierten Persönlichkeitstest unterzogen.

Fazit: Kleine, linsenförmige Furchen, die sich von der Pupille nach außen ziehen, deuten auf Charaktereigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Vertrauen und Offenheit. Je dichter die Furchen, desto stärker sind diese Eigenschaften demnach ausgeprägt. So genannte Kontraktionsringe, das sind zarte Bogenabschnitte oder Kreise um die Pupille herum, treten dagegen vermehrt bei impulsiven und neurotischen Menschen auf sowie bei solchen mit großer Selbstdisziplin.

So verwunderlich sei diese Verknüpfung nicht, da Augen- und Hirnentwicklung beim Embryo eng zusammenhingen, so die Forscher. Das Gen Pax6 etwa beeinflusse sowohl die Entwicklung der Iris, als auch jene des vorderen cingulären Kortex. Diese Hirnregion habe erheblichen Einfluss auf die Bildung der Persönlichkeit. Zu viel sollte man allerdings nicht von der Augenanalyse erwarten. Es gehe um Gruppeneffekte, betont Larsson. Einzelne Nuancen einer Persönlichkeit abzulesen, sei nicht möglich.