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Tabuthema Scheidenpilz Jede dritte Frau betroffen

Ein Tabu-Thema für die meisten Frauen sind vaginale Pilzinfektionen. Dabei gehören Pilzerkrankungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide zu den häufigsten Infektionen im Genitalbereich.

Etwa jede dritte Frau war schon einmal von einem Scheidenpilz betroffen war. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen ist es sogar fast die Hälfte.

Auch die Angst, an einem Vaginalpilz zu erkranken, ist mit 33 Prozent bei dieser Altersgruppe am größten. Insbesondere bei Frauen, die schon einmal eine Pilzerkrankung der Scheide hatten, haben zwei Drittel große Sorge, sich erneut zu infizieren. Das hat eine bundesweite Umfrage der Gfk HealthCare im Auftrag der Dr. August Wolff GmbH & Co. Arzneimittel ergeben.

Zu den häufigsten Ursachen einer Infektion der Scheide gehören die Einnahme von Antibiotika oder Cortisonpräparaten sowie eine Veränderung des Hormonspiegels, beispielsweise in der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Pille.

Falsche Intimpflege oder veränderte hygienische Verhältnisse im Urlaub, plötzliche Klimaveränderung und ungewohnte Ernährung bieten ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Infektionen. Typische Symptome einer Pilzinfektion sind Juckreiz, Brennen, Rötung und vermehrter Ausfluss.

Pilzinfektionen lassen sich heute sehr gut behandeln. Je nachdem wie ausgeprägt die Beschwerden sind, kann der Scheidenpilz mit Salben, Zäpfchen oder Tabletten innerhalb von bis zu sechs Tagen bekämpft werden.

Frauen, die die Symptome einer Pilzinfektion kennen, können sich in der Regel selbst behandeln. Dagegen sollte unbedingt ein Arztbesuch erfolgen, wenn die Beschwerden zum ersten Mal auftreten, eine Schwangerschaft vorliegt oder Bauchschmerzen und Fieber dazukommen.

Quelle: ntv.de

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