Neue BehandlungsmethodeSpritze direkt ins Auge
Menschen, die an Altersblindheit erkranken, kann jetzt eine neue Behandlungsmethode angeboten werden. Eine Spritze ins Auge mit einem neuen Medikament kann die Erblindung verhindern.
Menschen mit einer so genannten "feuchten" Makuladegeneration können hoffen: Neben einer bisher üblichen Verödung mit Laser sei es neuerdings möglich, Patienten mit einer Spritze ins Auge zu behandeln, teilt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg mit. "Die neuen Medikamente unterdrücken den Wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor), der die feuchte Makuladegeneration auslöst", erklärt Ingolf Dürr, Abteilungsleiter Augenerkrankungen beim DGK.
Bei einer Makuladegeneration sterben Sehzellen an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) auf der Netzhaut ab. In der Folge sieht der Patient gerade Linien gekrümmt, in der Mitte des Blickfeldes wächst ein blinder Fleck. Die "trockene" Variante wird nach Angaben des DGK durch Ablagerungen ausgelöst. Sie schreite langsam voran und sei kaum zu behandeln. Die "feuchte" Version entstehe hingegen durch wuchernde und undichte Blutgefäße im Bereich der Makula und könne innerhalb weniger Wochen zur Erblindung führen. Diese Form betrifft laut Ingolf Dürr rund 10 bis 15 Prozent der rund eine Million Patienten mit Makuladegeneration.