Gefährliche BräuneVerbrennung im Solarium
In Solarien kommt es offensichtlich häufiger zu Verbrennungen als bislang vermutet.
In Solarien kommt es offensichtlich häufiger zu Verbrennungen als bislang vermutet. Eine Umfrage der Hamburger Gesundheitsbehörde unter Hautarztpraxen ergab für die Hansestadt einen geschätzten Mittelwert von 274 Fällen innerhalb eines Jahres. Davon entfällt rund ein Drittel auf Jugendliche, wie die Behörde im Rahmen der fünften Internationalen Konferenz der Europäischen Gesellschaft zur Hautkrebsprävention (Euroskin) mitteilte.
66 der insgesamt angeschriebenen 100 Praxen hatten sich an der Umfrage beteiligt. Mehr als 85 Prozent der Dermatologen haben demnach Menschen mit Verbrennungen nach einem Solariumsbesuch behandelt, knapp 90 Prozent stufen das Problem allgemein als groß oder mittel ein. 92 Prozent halten die Bevölkerung nicht für ausreichend aufgeklärt. Mehr als 76 Prozent der Hautärzte sprachen sich für ein Nutzungsverbot von Solarien für Jugendliche aus. Auch die Hamburger Gesundheitssenatorin Birgit Schnieber-Jastram erklärte, für ein gesetzliches Nutzungsverbot eintreten zu wollen.
Der Deutschen Krebshilfe zufolge gibt es in Deutschland jährlich 140.000 Hautkrebs-Neuerkrankungen, Tendenz steigend. Gerade Kinder und Jugendliche sind besonders anfällig für die negative Wirkung von UV-Strahlung. Zum Schutz vor Hautkrebs soll ihnen ab 2009 der Besuch in Sonnenstudios verboten werden. Das Bundesumweltministerium plant außerdem die Einführung von Grenzwerten für die UV-Strahlen in Solarien.