Belastung mit SchwermetallenVorsicht vor Ayurveda
Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor ayurvedischen Mitteln: "Sie können mit Schwermetallen wie Blei, Quecksilber und Arsen belastet sein."
Im Handel werden zur Unterstützung eines Therapieerfolgs zahlreiche Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel aus ayurvedischen Kräutern angepriesen. "Doch die speziellen Präparate, Tees und Gewürze können mit Schwermetallen wie Blei, Quecksilber und Arsen belastet sein", warnt die Verbraucherzentrale NRW. Sie rät Anwendern, bei der Produktwahl auf eine geprüfte Herkunft zu achten.
Bei Ayurveda handelt es sich um eine ganzheitliche Heilslehre, die unter anderem mit speziellen Diäten und Badekuren und der Anwendung natürlicher Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel für die Wiederherstellung und Erhaltung eines seelischen und körperlichen Gleichgewichts wirbt. Die unterstützenden Produkte wie Tees, Gewürze, Getränke, Kräuter- und Aroma-Öle sind in Naturkostläden, Reformhäusern oder im Internet frei verkäuflich.
Wer Ayurveda-Präparate einnimmt und dauerhaft unter Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder körperliche Schwäche leidet, sollte die Mittel absetzen und unbedingt einen Arzt aufsuchen, der abklärt, ob es Anzeichen für eine Schwermetallvergiftung gibt. Wer Kindern ayurvedische Mittel geben möchte, sollte vorher den Kinderarzt dazu befragen.
Beim Kauf ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel sollte man sich vorher beim Händler über Herkunft und Herstellungsbedingungen der Produkte erkundigen. Der Anbieter sollten schriftlich belegen können, dass die Importwaren auf ihre Schwermetallbelastung hin untersucht worden sind. Das gilt auch für Bio-Präparate. Produkte, die nachweislich nach dem ISO 9001-Standard hergestellt wurden, sind beim Kauf zu bevorzugen, da sie regelmäßigen Qualitätskontrollen unterliegen. Zudem ist von Ayurveda-Mittel keine Allheilwirkung zu erwarten. Es gibt laut den Verbraucherschützern keine gesicherten Belege über die Wirkungsweise von Ayurveda-Präparaten.