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Experte rechnet mit vielen Opfern: AKW-Rettern droht Strahlentod

Verzweifelt versuchen Einsatzkräfte im Atomkraftwerk Fukushima, Schlimmeres zu verhindern. Die Arbeiter setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel. Die Hälfte von ihnen werde den Strahlentod sterben, schätzt der Strahlenbiologe Lengfelder. Gleichzeitig warnt er vor den Folgen der Verstrahlung im Pazifik.

Die Einsatzkräfte in Fukushima müssen mit dem Schlimmsten rechnen.
Die Einsatzkräfte in Fukushima müssen mit dem Schlimmsten rechnen.(Foto: AP)

Der Strahlenbiologe Edmund Lengfelder rechnet damit, dass die Hälfte der verbliebenen Arbeiter im havarierten Atomkraftwerk Fukushima den Strahlentod sterben wird. "Wenn eine Gruppe von zehn jüngeren Leuten zwölf Stunden einer solchen Dosis Leistung ausgesetzt ist, werden 50 Prozent davon, also fünf Männer, den akuten Strahlentod sterben", meinte Lengfelder in der "Frankfurter Rundschau". Diesen Menschen werde zunächst schwindelig, dann brächen lebenswichtige Funktionen zusammen.

Zwar würden die Erkrankten noch "eine Weile" auf Intensivstationen behandelt, erklärte Lengfelder weiter. "Sie werden aber in der Regel nicht mehr gesund." Bei der anderen Hälfte der Männer sinke die Leistungsfähigeit und "ihr Krebsrisiko steigt massiv", sagte der Wissenschaftler.

Lengfelder warnte zudem vor den Folgen der radioaktiven Verstrahlung im Pazifik. Die Nuklide würden von Fischen und anderen Meerestieren aufgenommen und gelangten über die Nahrungskette wieder zum Menschen. Dies sei fatal für die Japaner, die sich überwiegend von Fisch ernährten. "Nie wieder Sushi, könnte man sagen", empfahl der Strahlenbiologe.

Quelle: n-tv.de