Auto
Der iX3 könnte 2020 starten.
Der iX3 könnte 2020 starten.(Foto: Mario Hommen)
Freitag, 27. April 2018

Abschied vom i3-Konzept: BMW bringt iX3 nach Peking

Mit dem avantgardistischen i3 hat BMW Pionierarbeit für das Elektroauto geleistet. Jetzt stocken die Bayern ihr Elektroportfolio mit einem iX3 Concept auf. Ganz so unkonventionell wie der Carbon-Kleinwagen ist der nächste Stromer aber nicht.

Auch BMW steigt in das Trend-Segment Elektro-SUV ein. Auf der Auto Show in Peking zeigen die Münchner mit der Studie iX3 Concept einen Konkurrenten für Audi E-Tron, Mercedes EQC und Jaguar I-Pace. Das Serienmodell könnte als zweites Elektroauto der Marke nach dem Kleinwagen i3 im Jahr 2020 auf den Markt kommen.

Die Front erinnert stark an den BMW X3.
Die Front erinnert stark an den BMW X3.(Foto: Mario Hommen)

Im Gegensatz zum kleinen Bruder wirkt der iX3 ziemlich konventionell. Die Plattform ist anders als beim i3 nicht speziell für den Elektroantrieb entwickelt worden, sondern stammt vom konventionell motorisierten Mittelklasse-SUV X3. Selbst das Design wurde für das E-Modell bis auf Kleinigkeiten wie den geschlossenen Kühlergrill nicht modifiziert.

Innovativer ist da der Antrieb: Die bereits fünfte Generation der sogenannten eDrive-Technik soll maßgebliche Fortschritte bei Reichweite, Gewicht und Bauraum bieten. Der 70 kWh große Akku reicht demnach für bis zu 400 Kilometer Fahrt (WLTP-Zyklus), der 270 PS starke E-Motor soll ansprechende Fahrleistungen ermöglichen. Damit das SUV auch Langstrecken absolvieren kann, arbeitet BMW gemeinsam etwa mit Audi und Daimler an einem europaweiten Schnellladenetz. Die Stationen sollen bis zu 150 kW zur Verfügung stellen, was die Ladezeit auf eine halbe Stunde reduziert.

Auch am Heck verzichten die Bayern beim iX3 auf Experimente.
Auch am Heck verzichten die Bayern beim iX3 auf Experimente.(Foto: Mario Hommen)

Die Ladetechnik und der weiter entwickelte Antrieb sind Kern der Elektro-Strategie der Marke. Die eDrive-Komponenten sollen flexibel genug sein, um Front-, Hinterrad- und Allradantriebe zu ermöglichen. Neben rein elektrischen Varianten sind auch Plug-in-Hybrid- und Hybrid-Antriebe darstellbar.

BMW entfernt sich mit dem modularen Ansatz von der noch beim i3 verfolgten Strategie, vor allem auf rein für den E-Antrieb entwickelte Autos zu setzen. Auch die teure Carbon-Leichtbautechnik des Kleinwagens findet offenbar keinen Niederschlag mehr. Der Fokus liegt nun auf der Antriebstechnik, mit der man nun jahrelang Erfahrung gesammelt hat. Außer im iX3 wird sie auch in der für 2021 angekündigten Limousine iNext zum Einsatz kommen.

Quelle: n-tv.de