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Reparieren ja, verkaufen nein Corona bringt Werkstätten in Bredouille

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Wessen Auto in Zeiten von Corona kaputtgeht, der wird in den Werkstätten weiter bedient.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer in Zeiten von Corona eine Werkstatt besuchen muss, wird auch weiterhin bedient. Doch wer im Autohaus ein Teil oder Zubehör kaufen will, darf laut aktueller Gesetzeslage nicht bedient werden. Der Kfz-Verband sieht eine prekäre Lage auf die Betriebe zukommen.

Die Kfz-Werkstätten in Deutschland bleiben offen, Autohäuser müssen schließen. Mit der Untersagung des stationären Handels will die Bundesregierung die Ausbreitung des Coronavirus bekämpfen, gleichzeitig sollen Autohalter weiterhin in der Lage sein, defekte Fahrzeuge reparieren zu lassen. Auch Tankstellen bleiben weiterhin in Betrieb.

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Den Kunden zu erklären, wo die Demarkationslinie im Autohaus verläuft, dürfte schwer werden.

(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

"Die Maßnahme bringe die deutschen Kfz-Betriebe in eine prekäre Lage", so Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Branchenverbands ZDK. "Quer durch die Autohäuser müsse ab sofort eine Demarkationslinie gezogen werden. Die Fortführung des Werkstattbetriebs sei ja berechtigterweise weiterhin zulässig und erwünscht." "Wie aber", so Peckruhn, "solle man einem Kunden, der ohnehin schon im Autohaus stehe, plausibel klarmachen, dass man ihm beispielsweise ein gewünschtes Zubehör zwar einbauen, aber nicht verkaufen dürfe?"

Zudem weist Peckruhn darauf hin, dass viele Betriebe ein generelles Verbot des Handels ohne massive Liquiditätshilfen nicht überstehen werden. "Das Kfz-Gewerbe bekenne sich ohne Wenn und Aber zum Vorrang des Schutzes von Leib und Leben in dieser noch nie da gewesenen Krisensituation", ergänzte Peckruhn. "Man sehe aber nicht, dass die Anlegung unterschiedlicher Maßstäbe in ein und demselben Unternehmen einen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten könne", so Peckruhn.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x