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Nicht jedes Angebot lohnt Dieselprämie schöngerechnet

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Für einen neuen Diesel geben die Händlergerne Rabatte. Aber nicht in allen Fällen lohnt sich das.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Umweltprämien kommen zurück. Nur, dass sie diesmal von den Herstellern beim Kauf eines neuen Diesel gezahlt wird. Doch nicht in jedem Fall versteckt sich hinter den Rabattprogrammen auch ein gutes Angebot, wie eine Stichpunkt-Studie ermittelt hat.

Zwischen "rechnet sich" und "schöngerechnet" - die Umweltprämien der Autohersteller lohnen sich für ihre Kunden längst nicht in jedem Fall. Interessenten sollten die Konditionen genau prüfen, empfiehlt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Sein Center Automotive Research (CAR) hat bei einigen Angeboten nachgerechnet. Ergebnis: In den NOx-Schwerpunktregionen kann sich die Prämie durchaus lohnen. Bundesweit hingegen zahlt der Kunde drauf.

BMW und VW zahlen ordentlich

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Einst stand TDI für Kraft und Sparsamkeit. Heute müssen die Hersteller kämpfen ihre Diesel loszuwerden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dudenhöffer spricht generell von einem "Prämien-Wirrwarr". Nicht nur, dass jeder Hersteller seine eigenen Konditionen mit speziellen Detailregelungen aufgelegt hat, zusätzlich gibt es bei einigen Marken Sonderkonditionen für Bewohner besonders schwer belasteter Städte, sogenannter Schwerpunktregionen. Beispielhaft hat das CAR dort die Angebote von VW und BMW nachgerechnet; in beiden Fällen kann der Kunde den durch den Diesel-Skandal erlittenen Wertverlust ausgleichen.

Ein Beispiel: Ein 2014 gekaufter BMW 320d Touring hat heute aufgrund der Branchenskandale und drohender Fahrverbote noch einen Restwert von 43 Prozent, beim Benzinermodell liegt dieser hingegen gut zehn Prozentpunkte höher. Nimmt man an, dass der Diesel-Restwert ohne die Ereignisse der vergangenen Jahre mindestens auf Benzinerniveau gelegen hätte, wäre dem Käufer ein Schaden von knapp 4000 Euro entstanden.

Der wird bei der BMW-Umweltprämie durch die Zahlung von 4500 Euro beim Kauf eines jungen Gebrauchten ausgeglichen. Ähnlich sieht das bei einer entsprechenden Beispielrechnung für den VW Touran aus: Der Kundennachteil von 2300 Euro wird durch 3000 Euro Prämie beim Kauf eines Jahreswagens egalisiert. Das CAR bezeichnet die Angebote daher als "im Großen und Ganzen fair". Vorausgesetzt, schränkt Dudenhöffer ein, dass die Händler den Alt-Diesel tatsächlich zum gängigen Restwert aufkaufen.

Ford und Renault lohnt sich nicht

Außerhalb der Schwerpunktregionen sind die Angebote generell weniger verlockend. Hinzu komme die Gefahr, dass die Umweltprämie mit anderen Rabatten zumindest teilweise verrechnet werde. So wie etwa bei Ford, wo von den beworbenen 3100 Euro beim Kauf eines Fiesta lediglich 1580 Euro beim Kunden ankommen. Ähnliches gilt für Renault, wo Clio-Käufer zwar 3000 Euro erhalten, die üblichen Rabatte von 2000 Euro aber nicht mehr wahrnehmen können. Der Kundenvorteil schrumpft somit auf 1000 Euro. Dazu kommt: Das Angebot gilt lediglich bei Eintausch des Altwagens. Die meisten Händler dürften aber wenig geneigt sein, einen gebrauchten Diesel in Zahlung zu nehmen.

In vielen Fällen dürfte es am Händler und den vom ihm gezahlten Restwerten hängen, ob sich die Dieselprämie für den Käufer lohnt. "Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Ankaufswert vom Händler sehr niedrig angesetzt wird und dann verliert der Kunde viel", so Dudenhöffer. Kaufinteressenten sollten sich daher im Vorfeld über den Händlereinkaufswert ihres Diesels informieren, etwa bei DAT, Schwacke oder ihrem Automobilclub.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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