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Nachhaltig, vernetzt, preiswert ID. Life - VW präsentiert Jugendauto auf IAA

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Der VW ID. Life, ein Auto von jungen Menschen für junge Menschen.

(Foto: Holger Preiss)

Was die Jugend in Zukunft antreiben wird, wusste bis dato mit Blick auf die E-Mobilität wohl noch keiner so genau. VW macht jetzt auf der IAA in München ein Angebot und zeigt die Studie des ID. Life. Eines nachhaltigen, bis in die letzte Faser konvektiven, praktischen und sogar preiswerten Autos.

VW hat nicht nur die E-Mobilität vollumfänglich für sich entdeckt. Die Wolfsburger wissen inzwischen auch, was und wie die jungen Erwachsenen in Zukunft fahren werden. Gezeigt haben sie es auf der IAA in München in Form der Studie ID. Life. Nachhaltig, freundlich und natürlich stylisch ist dieses Auto, dessen Länge die vier Meter nur knapp übersteigt. Damit, so verspricht es ein junges Präsentatoren-Team auf der Bühne, sei es dann auch in allen Bereichen einsetzbar.

Angetrieben wird es natürlich von einem Elektromotor, der leistet aber satte 233 PS und dürfte dieses optisch doch recht leicht aussehende Fahrzeug auf geradezu atemberaubende Art und Weise antreiben. Die Batterie befindet sich, wie gehabt, in Unterflurbauweise zwischen den Achsen. Welche Kapazität sie haben wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Entwicklung schreitet einfach zu schnell voran und da der ID. Life ohnehin erst 2025 auf die Jugend losgelassen wird, kann hier auch noch ein bisschen Wasser die Isar herunterfließen.

"Wie eine gute Lederjacke"

Letztlich spielte das auch für die Präsentation des Jugend-Cars gar nicht die erste Geige. Denn das Motto, das VW über dieses Auto gestellt hat, ist: "Wir alle müssen unsere Welt schützen". Insofern verwundert es nicht, dass auch die Außenhaut des ID. Life aus recycelten Materialien besteht, aber dass sie "wie eine gute Lederjacke mit der Zeit immer besser wird". Der Vintage-Look ist bei diesem Auto also im Lack, beziehungsweise in der Materialauswahl schon einkalkuliert. Man darf gespannt sein, wie sich das bei der Restwertbewertung bemerkbar macht.

Im Innenraum soll das Jungvolk natürlich Wohnzimmergefühle bekommen. Nicht nur, dass der Plüsch für den Boden aus alten PET-Flaschen und ebensolchen T-Shirts besteht, die Armatur und die Türinnenverkleidungen sind aus Holz, wobei die Bedienelemente - zum Beispiel der Startknopf - in das Holz integriert sind und mit einer Hinterbeleuchtung hervorgehoben werden. Das sieht zugegeben richtig schick aus. Um den Lounge-Charakter und gleichsam die Funktionalität zu erhalten, sind die Sitze im gesamten Fahrzeug verschiebbar und die Sitzlehnen auch nach vorne umklappbar, sodass auch sperriges Ladegut problemlos im ID. Life transportiert werden kann.

Steuern mit dem Smartphone

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LED-Leuchten, Leichtband und beleuchtetes VW-Logo zieren die Studie des ID. Life.

(Foto: Holger Preiss)

Der Clou, um die jungen Menschen in dieses Auto zu locken, das es am Ende für unter 20.000 Euro geben soll, ist aber die Konnektivität. VW verzichtet in Summe auf jeden Screen und fordert den Fahrer auf, sein Smartphone oder Tablet als Steuereinheit für die Funktionen des Wagens zu nutzen. "Ich habe mein ganzes Leben in meinem Smartphone", so eine der jungen Präsentatoren, "und wenn ich es in den ID. Life bringe, habe ich es auch dort". Recht hat sie. Zudem spart VW natürlich Unmengen an Technik und wohl zum Teil auch an Entwicklungskosten, denn die einzelnen Schnittstellen zu koordinieren und zu koppeln ist einfacher, als komplett neue Programme und Software zu entwickeln.

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Die Frontscheibe des ID. Life soll sogar zur Kinoleinwand werden.

(Foto: Holger Preiss)

Insofern ist dann auch der absolute Kracher für den ID. Life der Umstand, dass die Frontscheibe in Gänze als Projektionsfläche für Filme oder Spiele genutzt werden kann. Um den Abstand zu halten, werden die Sitze nach hinten verschoben und wer will, kann das individuell konfigurierte Dach abnehmen und seinen Kino- oder Spieleabend unter freiem Himmel verbringen. Mit all diesen Beigaben meint VW, dass der "ID. Life das Gefühl der Jugend für Mobilität neu definieren wird, weil dieses Auto den Lifestyle adaptiert."

Nun, wir werden sehen, ob die Rechnung so aufgeht, wie man sich das in Wolfsburg vorstellt. Fakt ist, dass der Konzern das Konzept des ID. Life auch auf die Marken Cupra, Seat und Skoda übertragen wird. Auch hier wird man also zu gegebener Zeit ein Jugendauto präsentieren. Doch bevor es so weit ist, kommt VW im Jahr 2023 mit dem ID. 6, einem waschechten E-Coupé ums Eck. Der soll dann wohl auch eher die reifere Generation ansprechen.

Quelle: ntv.de

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