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GLC 53 4Matic+ und drei E-AutosMercedes-AMG macht Schluss mit vier Zylindern und dreht den Strom auf

12.02.2026, 07:06 Uhr
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Mercedes-AMG bringt den Sechszylinder zurück in den GLC. Serienmäßig an Bord sind die neunstufige AMG-Speedshift-Automatik sowie der Allradantrieb 4Matic+. (Foto: Mercedes-Benz)

Mercedes-AMG sortiert den Vierzylinder aus. Den Anfang macht der GLC. Und nachdem AMG bislang nur die elektrischen Mercedes-Modelle aufgerüstet hat, plant die sportliche Schwester jetzt auf der eigenen Plattform gleich drei neue Sport-Stromer.

Mercedes-AMG setzt wieder auf sechs Zylinder. Der neue GLC 53 ersetzt den GLC 43 mit Vierzylinderbenziner und kehrt damit zu einem Motorkonzept zurück, das in der AMG-Fangemeinde deutlich beliebter sein dürfte.

Den Antrieb übernimmt ein weiterentwickelter 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit doppelter Aufladung durch Turbolader und elektrischen Zusatzverdichter. Der Benziner leistet 330 kW/449 PS und mobilisiert 600 Nm Drehmoment, kurzzeitig sogar bis zu 640 Nm. Den Spurt auf Tempo 100 absolviert das Mittelklasse-SUV in 4,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, optional sind 270 km/h möglich.

Unterstützt wird der Verbrenner von einem 48-Volt-Mildhybridsystem, das kurzfristig zusätzliche 17 kW/23 PS Leistung beisteuern kann und Funktionen wie Rekuperation und Segeln ermöglicht. Serienmäßig an Bord sind die neunstufige AMG-Speedshift-Automatik sowie der Allradantrieb 4Matic+. Dazu kommen Hinterachslenkung, adaptive Dämpfer und verschiedene Fahrprogramme. Optional steht ein Dynamic-Plus-Paket mit Drift-Modus und elektronischem Sperrdifferenzial zur Verfügung. Neu ist außerdem ein nur im ersten Jahr verfügbares "Golden Accents"-Ausstattungspaket mit goldfarbenen Design-Details außen und im Innenraum.

Der 310 kW/421 PS starke Vierzylinder-Vorgänger GLC 43 war zuletzt für knapp 87.000 Euro zu haben. Das Sechszylindermodell dürfte die 90.000-Euro-Grenze reißen. Der Abstand zum aktuellen Top-Modell AMG 63 (rund 122.000 Euro) bleibt groß.

AMG voll unter Strom: drei eigene E-Autos

Nachdem die schnellen Schwaben bislang nur die elektrischen Serienmodelle der Konzernmutter Mercedes veredelt und verstärkt haben, steht jetzt mit dem Nachfolger des viertürigen GT das erste eigenständige Elektroauto kurz vor dem Start.

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Elektro statt Benzin: Der Nachfolger des viertürigen GT läutet die erste eigenständige vollelektrische AMG-Generation ein. (Foto: dpa)

Aber mit der mehr als 735 kW/1.000 PS starken Serienversion des Vision GT XX will es AMG nicht belassen, kündigte Firmenchef Michael Schiebe gegenüber dpa an: "Wir bringen auf dieser Plattform noch 2026 auch ein SUV und kurz darauf zudem eine Coupé-Variante dieses Geländewagens." Schon im nächsten Jahr sollen dann insgesamt drei rein elektrische AMG-Modelle parat sein und Autos wie dem bis dahin ebenfalls präsentierten Ferrari Elettrica oder dem Lucid Air Sapphire das Leben schwer machen.

Auch wenn AMG mit diesen drei Autos seine Eigenständigkeit unterstreicht und zugleich seinen Fußabdruck ganz oben in der Luxusliga vergrößert, verliert der Werkstuner die Modelle der Muttermarke nicht aus dem Blick - und auch nicht die weniger finanzstarken Kunden. Schiebe hat deshalb ebenfalls angekündigt, dass es bald ein elektrisches Einstiegsmodell aus Affalterbach geben soll. "Natürlich haben wir uns den neuen CLA vorgenommen", sagte Schiebe und stellte eine Sportversion des Coupés noch für dieses Jahr in Aussicht.

Quelle: ntv.de, abe/sp-x/dpa

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