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Exklusives auf Genfer Autosalon Mercedes-Modelle für betuchte Sammler

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Der Mercedes-AMG GT R Roadster ist auf 700 Exemplare limitiert.

(Foto: Daimler AG)

In Genf ist nicht nur die erste europäische Automesse des Jahres, es ist auch ein Ort, an dem man als Hersteller gern mit exklusiven Sondermodellen für die Marke wirbt. Mercedes hat gleich zwei Schmuckstücke für das betuchte Publikum in die Schweiz gebracht.

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Vor Regen schützt die Insassen des GT R Roadster ein dreilagiges Stoffverdeck.

(Foto: Daimler AG)

Der Autosalon in Genf ist ja bekannt dafür, dass sich gut betuchte Besucher mal das eine oder andere Schmuckstück vom Stand weg kaufen. Für derart Kurzentschlossene mit dicken Portemonnaies stehen gleich zwei Traumautos auf dem Mercedes-Stand. Zum einen hat AMG den GT R vom Dach befreit, zum anderen haben sie den S 65 vor dem Modellwechsel in ein exklusives Sammlerstück für V12-Liebhaber verwandelt.

Mercedes-AMG GT R Roadster

Der erlebnisorientierte Sportfreund dürfte den beschleunigten Puls aber eher beim Anblick des auf 750 Fahrzeuge limitierten Mercedes-AMG GT R Roadster erleben. Unter der langen Haube ist der bekannte 4,0-Liter-V8-Biturbo verbaut, der 585 PS leistet und sein maximales Drehmoment von 700 Newtonmeter bereits ab 2100 Kurbelwellenumdrehungen zur Verfügung stellt. Die Kraftverteilung erfolgt durch eine 7-Gang-Speedshift-Automatik. Laut Datenblatt ist der Standardsprint in 3,6 Sekunden abgeschlossen und der offene Bolide rennt bis Tempo 317. Damit bei derartiger Power in den Kurven nicht das Heck zuerst am Ausgang erscheint, gibt es natürlich ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial.

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Der AMG GT R Roadster ist in allen Details auch für die Rennstrecke ausgelegt.

(Foto: Daimler AG)

Für besseren Grip sorgt eine Mischbereifung. Vorn krallen sich 275er Gummis auf 19-Zoll-Felgen und am Heck 325er auf 20-Zöllern in den Asphalt. Für ein entsprechendes Kurvenverhalten sorgen das AMG Gewindefahrwerk mit adaptiven Verstelldämpfern und eine aktive Hinterachslenkung. Das Herzstück dieses Systems sind zwei Elektromotoren die die Hinterräder in einem vordefinierten Kennfeld bewegen. Das heißt, dass bis Tempo 100 die Hinterräder in entgegengesetzter Richtung zu den Vorderrädern eingeschlagen werden. Dadurch wird der Radstand virtuelle verkürzt und der Roadster lenkt spürbar agiler in die Kurve ein.

Optisch aufgebrezelt

Am Messestand ist das alles natürlich genauso wenig erlebbar wie der für den GT R Roadster versprochene Gänsehaut-Sound. Wichtiger sind hier schon die optischen Beigaben, die bereits beim Blickkontakt die Begehrlichkeiten der potenziellen Käufer wecken sollen. Dazu gehört die bekannte flache Frontpartie ebenso wie die AMG-spezifische Kühlerverkleidung. Hinzu kommt die Frontschürze im Jet-Wing-Design und der Frontsplitter, die den GT R noch mal breiter wirken lassen.

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Markant das Heck des GT R mit festem Spoiler.

(Foto: Daimler AG)

In der Seitenansicht fallen die 10-Speichen-Räder ins Auge, die exklusiv dem Roadster vorbehalten sind, und die gelben Bremssättel. Am Heck werden die Unterschiede zu den Brüdern der GT-Reihe noch deutlicher. Seitenwände aus Aluminium verbreitern den Roadster hinten um 57 Millimeter. Das schafft dann auch den Raum für die schon erwähnten 20-Zoll-Räder sowie die breitere Spur. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist die zentral in der Heckschürze positionierte Endrohrblende. Sie wird von zwei weiteren, schwarzen Endrohrblenden flankiert, die sich links und rechts im Diffusor anordnen.

Das wohl markanteste Element des GT R Roadster dürfte aber der fest verbaute Heckflügel mit integrierter dritter Bremsleuchte sein. Je nach Einsatz des Sportlers lässt sich die Neigung des Flügelblatts mechanisch einstellen, um den Anpressdruck an der Hinterachse zu erhöhen. Im Innenraum gibt es schwarze Performance-Sitze in Leder, Zierelemente in Karbon und Klavierlack und auf Wunsch ein Instrumenten-Display mit 12,3 Zoll und einem 10,25-Zoll-Display in der Mittelkonsole. Und damit der Käufer dann auch beweisen kann, dass er eines der 700 Exemplare erstanden hat, gibt es in der Mittelkonsole eine Plakette mit der entsprechenden Aufschrift. Was der offene Sportler in seiner limitierten Auflage am Ende kostet, verrät Mercedes noch nicht, billig wird es aber auf gar keinen Fall.

Abschiedsmodell für den Zwölfender

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Ein echtes Sammlerstück ist der Mercedes -AMG S65 Final Edition.

(Foto: Daimler AG)

Ebenso wenig wie der Mercedes-AMG S65 Final Edition, der weniger etwas für die sportliche Privatfahrt ist, sondern eher für den chauffierten Kavalierstart. Mit dem auf 130 Exemplare limitierten Sammlerstück wollen die Stuttgarter die lange Erfolgsgeschichte des 630 PS leistenden 6,0-Liter-V12-Biturbo mit seinen gigantischen 1000 Newtonmeter maximalem Drehmoment in der S-Klasse krönen. So gibt es die S 65 Final Edition ausschließlich in hochglänzendem Obsidianschwarz mit 20-Zoll-Vielspeichenrädern und einem Lufteinlassgitter in Bronze. Am Heck sorgen Endrohrblenden in Hochglanzschwarz für einen passenden Abschluss.

Innen ist die Final Edition ganz S-Klasse: Lederpolster mit kupferfarbenen Kontrastnähten und Zierelemente aus Carbon, die ebenfalls mit Kupferfäden durchzogen sind. Selbst das Ambientelicht strahlt in Kupfer. Und weil die Final Edition am Ende ja ein Sammlerstück ist, gibt es obendrauf beim Kauf auch ein Indoor Car Cover, um das edle Stück vor lästigen Staub zu schützen. Kostenpunkt? Keine Ahnung, aber unter 250.000 Euro ist hier wohl nichts zu macchen.

Quelle: n-tv.de

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