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Luxus 2.0 auf der IAA Mercedes Vision EQS leuchtet in die Zukunft

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So wie das Concept Vision EQS stellt man sich bei Mercedes eine künftig voll elektrisch fahrende S-Klasse vor.

(Foto: Holger Preiss)

Im Zuge der elektrisierten Luft der diesjährigen IAA hat natürlich auch Mercedes seinen Stand unter Strom gesetzt. Und zwar vor allem mit dem Concept Vision EQS. Mit dem Luxus-Stromer wollen die Stuttgarter ausleuchten, wohin die Reise gehen wird.

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"Ein Auto wie aus einem Guss", erklärt Mercedes Chef Ola Källenius bei der Weltpremiere in Frankfurt.

(Foto: Holger Preiss)

Mercedes hat schon auf einigen Messen seine Ideen von zukünftiger Mobilität in Konzepte schmieden lassen. Auch auf der diesjährigen IAA steht ein Konzeptfahrzeug unter dem Namen Vision EQS im Mittelpunkt all der neuen Angebote aus Stuttgarter Produktion. Doch anders als bei dem Großteil der benzingetriebenen Performancemodelle handelt sich hierbei um eine - wie könnte es auch anders sein - vollelektrisch betriebene Coupé-Limousine mit zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse.

Beeindruckende Parameter

Natürlich sollen die technischen Parameter beeindrucken: Dank mehr als 350 kW Leistung und ansatzlos verfügbarem Drehmoment von etwa 760 Newtonmetern soll der Vision EQS in unter 4,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen. Und dank einer intelligenten Betriebsstrategie versprechen die Stuttgarter für das Showcar eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Die sind natürlich nach dem neuen Standard WLTP gemessen worden. Bei einer angenommenen Ladeleistung von 350 kW ist die Batterie dann auch schon nach 20 Minuten bis zu 80 Prozent geladen.

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Technisch und ökologisch präsentiert sich die Studie Vision EQS auf dem höchsten Stand.

(Foto: Holger Preiss)

Während die technischen Daten gar nicht weit hergeholt wirken und in greifbarer Zukunft umgesetzt werden könnten, sind andere Details des Vision EQS noch etwas weiter weg. Dazu gehört das Außenlichtband, das den Wagen in Gänze umläuft, ebenso wie zwei holografische Linsen, die Bilder aller Art als Lichtinszenierung auf die Straße bringen sollen. Auch die 229 leuchtenden Einzelsterne, die das Heckleuchtenband bilden und den Markenstern erstrahlen lassen, sind dann doch eher Visionen aus einer ferneren Zukunft. Aber damit noch nicht genug. Zur Interaktion zwischen Fahrzeug und Umwelt soll künftig auch in verstärkter Form der Kühlergrill genutzt werden. Eine aus 188 Einzel-LEDs bestehende Leuchtmatrix soll so präzise Signale senden.

Ökologisch einwandfrei

Der Innenraum des Vision EQS erinnert in seinem Schwung an ein Bootsdeck, das die Passagiere umfängt. Zur Bedienung aller bekannten Fahrzeugfunktionen dienen geschwungene Touchscreens an den Armauflagen und in der Mittelkonsole. Interessant sind auch die für das Showcar verwendeten Materialien. Da reicht die Palette von heimischem Riegelahorn über weiße Microfaser aus recycelten PET-Flaschen bis hin zu einem Dachhimmel, der zu Teilen aus ebenfalls recycelten Plastikabfällen aus den Ozeanen besteht.

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Das Innenleben des Concept Vision EQS durfte man auf der Messe noch nicht in Augenschein nehmen. Aber so soll es aussehen.

(Foto: Daimler AG)

Noch etwas: Während bei früheren Visionen der Stuttgarter gerne auf das vollautonome Fahren verwiesen wurde, hat man in diesem Punkt mit der Vision EQS einen kleinen Schritt zurück gemacht. Mit ihr, so heißt es auf dem Messestand, wolle man ein klares Statement für das Fortbestehen von Selbstfahrer-Fahrzeugen abgeben. "Mercedes-Benz wird auch in Zukunft den Wunsch nach individueller Mobilität und begeisterndem Fahrverhalten erfüllen können. Dabei unterstützt das Showcar Vision EQS den Fahrer mit hochautomatisiertem Fahren des Levels 3, etwa bei langen Autobahnfahrten", so die Stuttgarter. Aber keine Angst, danach kommt gleich das vollautonome Fahren.

Quelle: n-tv.de

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