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Elektrischer Bruder des GLB Mercedes präsentiert den EQB in Shanghai

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Der EQB ist das dritte rein elektrisch fahrende SUV von Mercedes. Allerdings ist die Plattform immer noch die des GLB.

(Foto: Mercedes)

Mercedes bringt mit dem EQB nach dem EQA sein zweites kompaktes E-SUV auf den deutschen Markt. Die Premiere feiert das Familien-SUV allerdings auf der Messe in Shanghai. Doch noch in diesem Jahr soll der 4,68 Meter lange Stromer auch in Deutschland zu kaufen sein.

Nach dem Kompakt-SUV GLA erhält nun auch der etwas größere Ableger GLB einen Elektro-Ableger. Der Fünf- bis Siebensitzer feiert unter der Modellbezeichnung EQB auf der Messe in Shanghai seine Premiere. Auf deutsche Straßen rollt er im Laufe des Jahres.

Kompakt-SUV mit reichlich Platz

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Äußerlich unterscheidet sich der Mercedes EQB nur marginal von seinem Bruder mit Verbrenner, dem GLB.

(Foto: Mercedes)

Optisch und in Sachen Abmessungen orientiert sich der 4,68 Meter lange EQB eng an seinem Schwestermodell mit Verbrennungsmotor. Allerdings muss er bei einem fast identischen Platzangebot für die Passagiere beim Ladevolumen Federn lassen. So ist das Kofferraumvolumen mit dem eines kompakten Kombis zu vergleichen und beträgt für den Fünfsitzer 495 bis 1710 Liter, beim Siebensitzer sind es 465 bis 1620 Liter. Die Lehnen der Sitze in der zweiten Reihe sind serienmäßig in mehreren Stufen in der Neigung verstellbar, auf Wunsch ist diese Reihe um 140 Millimeter in der Länge verschiebbar. Dadurch lässt sich der Kofferraum in verschiedenen Schritten um bis zu 190 Liter vergrößern und vielseitig nutzen.

Äußerlich unterscheidet sich der EQB vom GLB durch einen glänzend schwarzen "Black-Panel"-Grill, der den klassischen Kühlergrill ersetzt. Hinweise auf den elektrischen Charakter im Interieur des EQB geben abhängig von der Ausstattungslinie ein hinterleuchtetes Zierteil und roségoldfarbene Dekorelemente an den Lüftungsdüsen, Sitzen und dem Fahrzeugschlüssel. Die Instrumente mit elektroautospezifischen Anzeigen greifen das Farbkonzept mit roségoldfarbenen und blauen Elementen auf.

In mehreren Varianten am Start

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Die hinterleuchteten Lüftungsdüsen und die und roségoldfarbene Dekorelemente sind dem Mercedes EQB vorbehalten.

(Foto: Mercedes)

Beim Antrieb orientiert sich der EQB vorerst am EQA. Während Letzterer in Deutschland zunächst als 190 PS starker EQA 250 startet, präsentiert sich der EQB in China als EQB 350 mit 292 PS und Allradantrieb. Die Stromversorgung übernimmt in allen Varianten ein 66,5 kWh großer Akku, der für eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern gut sein dürfte. Zum Marktstart in Europa werden die Kunden die Wahl zwischen mehreren Modellen mit Front- und Allrad­antrieb sowie verschiedenen Leistungsstufen haben. Später ist eine besonders reichweitenstarke Version geplant. Genaue Angaben dazu macht Mercedes noch nicht.

Geladen wird über einen Bordlader mit bis zu 11 kW, Gleichstrom tankt der Mercedes mit bis zu 100 kW. Die Ladezeit beträgt dann etwas mehr als 30 Minuten von 10 bis 80 Prozent. Für das AC- und DC-Laden ist der EQB in Europa und den USA serienmäßig mit einem CCS-Kombistecker (Combined Charging Systems) ausgerüstet. Hier dauert der Ladevorgang dann allerdings 5,5 Stunden. Dann ist er aber auch zu 100 Prozent voll.

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Beim Platzangebot für die Passagiere kann der EQB mit dem GLB mithalten.

(Foto: Mercedes)

Die Produktion des EQB wird noch im Jahr 2021 an zwei Standorten des globalen Produktionsnetzwerks anlaufen: im ungarischen Werk Kecskemét für den Weltmarkt und im deutsch-chinesischen Joint-Venture BBAC in Peking für den chinesischen Markt. Das Kompakt-SUV EQB wird das erste rein elektrisch angetriebene Serienfahrzeug aus Ungarn sein und das Plug-in-Hybrid-Portfolio, bestehend aus CLA und CLA Shooting Brake, ergänzen. Auch die A-Klasse wird künftig in Kecskemét mit Plug-in-Hybridantrieb zusätzlich zum deutschen Mercedes-Benz Werk Rastatt produziert, wo der EQA entsteht.

Preise für den EQB nennt Mercedes bislang nicht. Sie dürften jedoch leicht höher ausfallen als beim kleineren EQA, der bei knapp 48.000 Euro startet.

Quelle: ntv.de, hpr

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