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Flacher, breiter, länger Neue Generation des Mercedes GLE Coupé

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In neuem Ornat und mit drei Motorisierungen wird das Mercedes GLE Coupé im Frühjahr 2020 zu den Händlern fahren.

(Foto: Daimler AG)

Das SUV Coupé hat sich inzwischen seinen festen Platz im Reigen der SUV gesichert. Und weil das so ist, hat man sich in Stuttgart an die Arbeit gemacht und das GLE Coupé überarbeitet. Jetzt fährt es in zweiter Auflage vor: flacher, breiter, länger.

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Die Heckleuchten sind jetzt wesentlich schmaler als beim Vorgänger und die Heckklappe bildet mit dem Stoßfänger eine Einheit.

(Foto: Daimler AG)

Es war im Jahr 2015, als Mercedes seinen C 292 an die Seite eines BMW X6 fahren ließ. Als SUV-Coupé konzipiert, sollte der GLE die Leute abholen, die sich ein solches Gefährt nicht mit dem Propeller-Logo, sondern mit einem Stern wünschten. Wie oft sich das SUV-Coupé seitdem verkauft hat, verrät Mercedes nicht. Wenige können es nicht gewesen sein, denn insgesamt haben sich die Modelle mit einem G im Namen sechs Millionen Mal unters Auto-Volk gemischt. Man hätte dem kraxelnden Sportfreund wohl kaum noch eine Chance gegeben, wenn der Absatz nicht gestimmt hätte. Außerdem hat Porsche gerade sein Cayenne Coupé ins Rennen geschickt, was auch dafür spricht, dass sich Coupés im SUV-Bereich verkaufen.

Länger und breiter

Doch zurück zum GLE Coupé. Nicht nur, dass der neue mit 4,94 Metern gute 4 Zentimeter länger ist als sein Vorgänger und 7 Millimeter breiter - er baut auch auf einer neuen technischen Basis auf. Optisch hat sich der C 293 mit den Attributen der Mercedes-SUV-Familie geschmückt: hexagonaler Diamantgrill, verchromter Unterfahrschutz, die Scheinwerfer strahlen jetzt nicht nur serienmäßig mit LED, sie haben sich auch in der Form verändert und auch die Frontschürze wurde neu gestaltet. Ob das jedermann gefällt, wird sich zeigen, denn in der Erstauflage kam das GLE Coupé wesentlich aggressiver daher.

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Die Frontscheibe fällt nach hinten steiler ab, was die Silhouette des Coupé noch mehr unterstützt.

(Foto: Daimler AG)

Um der Dynamik mehr Raum zu geben, haben die Designer um Gorden Wagener auch die Frontscheibe weiter geneigt. Zum einen passe das besser zu der hinten abfallenden Dachlinie, zum anderen verbessert es den cW-Wert, argumentiert Mercedes. In den Flächen hat man Falze und Kanten weitgehend vermieden, um in die Radhäuser wirkungsvolle 19 bis 22 Zoll große Räder zu stellen. Wie gehabt gibt es auf Wunsch Trittbretter, um den SUV-Charakter zu betonen. Anders das Heck. Hier ist wenig SUV, an dieser Stelle wird vollends dem Coupé gehuldigt und eine Nähe zum GT hergestellt. Da ist nicht nur die Abrisskante auf der Heckklappe, das sind auch neue, sehr schlanke zweigeteilte LED-Heckleuchten und eine Kofferaumklappe, die fast nahtlos in den Stoßfänger übergeht. Insgesamt wirkt auch das Heck im Vergleich mit dem Vorgänger gefälliger und in sich sehr schlüssig.

Ordentlich Raum mit Technik

Hinter der Heckklappe verbirgt sich ein Gepäckabteil mit einem Volumen von 655 Litern. Wer die Rücklehne flach macht, erreicht über eine bauartbedingt hohe Ladekante einen Stauraum von 1790 Litern - 70 Liter mehr als beim Vorgänger. Wer das Airmatik-Fahrwerk wählt, kann wie beim GLE das Niveau des Hecks um 5 Zentimeter absenken. Zusammen mit der ohnehin 6 Zentimeter niederen Ladekante schafft das im Vergleich zum Vorgänger einen Vorteil von 11 Zentimetern.

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Der Innenraum des GLE Coupé gleicht jetzt dem des SUV-Bruders GLE.

(Foto: Daimler AG)

Im Innenraum gleicht sich das Coupe jetzt dem aktuellen GLE an. Hier dominieren zwei große Bildschirme die Armatur und hinter dessen üppiger 31,2-Zentimeter-Bilddiagonale verbirgt sich nicht nur die digitale Darstellung der Fahrdaten, sondern auch die Visualisierung der Mercedes-Benz User Experience, kurz MBUX. Und MBUX ist nicht nur die Möglichkeit der Zwiesprache mit dem Ruf "Hey Mercedes", sondern dazu gehören auch das Navi, die Multimediaeinheit, WLAN, Telefonie oder das Setup für die Sitze in Form von Heizung, Belüftung und Massage. Hinzu kommt im Laufe des kommenden Jahres die Integration von Amazon Musik. Der schon vorhandene, aber nicht wirklich umfängliche Dienst Tidal bleibt zudem weiterhin verfügbar.

Drei Leistungsstufen zum Markstart

Angeschoben werden die GLE Coupés zum Marktstart im Frühjahr 2020 von einem Sechszylinder-Dieselmotor, der in zwei Ausbaustufen angeboten wird. Im 350 d leistet er 272 PS und drückt 600 Newtonmeter an alle vier Räder, im 400 d werden 330 PS und 700 Newtonmeter maximales Drehmoment bereitgestellt. Die Kraftverteilung erfolgt serienmäßig über eine Neungangautomatik. Mercedes verspricht für die Diesel die Erfüllung der Euro-6d-Norm unter realen Fahrbedingungen.

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In trauter Zweisamkeit: das GLE Coupé und sein Bruder in Form des AMG 53 (v.l.).

(Foto: Daimler AG)

Die leistungstechnische Spitze bildet vorerst das Coupe in Form des AMG 53. Den Treibsatz bildet hier ebenfalls ein Reihensechszylinder mit 435 PS. Dank 48-Volt-Bordtechnik erreicht das Drehmoment beim Boost satte 800 Newtonmeter und weitere 22 Pferde werden bereitgestellt. In 5,3 Sekunden ist hier die 100-km/h-Marke geknackt. Der EQ Boost Stratergenerator sorgt aber auch für die Rekuperation, die Lastpunktverschiebung, das Segeln und die Start-Stopp-Funktion des Motors.

Ein erstes eigenes Bild kann sich der Interessierte von den neuen GLE-Coupé-Modellen auf der IAA im September machen. Dort wird sich der Stuttgarter Neuzugang neben der elektrisierten V-Klasse und dem GLB erstmals der Öffentlichkeit zeigen.

Quelle: n-tv.de

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