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Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb Opel bringt Grandland X als Hybrid4

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Mit dem Grandland X Hybrid4 startet Opel in die Elektrifizierung seiner Baureihen bis 2024.

(Foto: Opel)

Bis 2024 will Opel in allen Baureihen eine elektrifizierte Variante anbieten. Den Anfang macht jetzt das SUV Grandland X. Als Hybrid4 geht er mit einem Vierzylinder-Benziner und zwei Elektromotoren an den Start und bekommt damit auch gleich noch Allradantrieb.

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Blick auf den technischen Aufbau des Opel Grandland X Hybrid4.

(Foto: Opel)

Opel wird sein großes SUV, den Grandland X, jetzt auch als Plug-in-Hybrid anbieten. Unter der Motorhaube werkeln ein 1,6-Liter-Turbobenziner und ein Elektromotor. Der zweite E-Motor sowie ein Differenzial befinden sich an der Hinterachse. Um den daraus resultierenden Allradantrieb deutlich zu machen, hat Opel dem Grandland X den Zusatz Hybrid4 gegeben. Im Zusammenspiel des Dreigestirns entsteht am Ende eine Systemleistung von 300 PS. Während der Benziner 200 PS leistet, bringen es die E-Triebwerke, die sich aus einer 13,2 kWh leistenden Lithium-Ionen-Batterie speisen, gemeinsam auf 109 PS.

Während der Benziner vor allem die Fahrten mit mittlerer und hoher Geschwindigkeit abdecken soll, kommt der E-Antrieb, wie bei anderen Hybrid-Fahrzeugen auch, bei niedrigem Tempo zum Einsatz. Bis zu 50 Kilometer soll der Hybrid4 nach WLTP rein elektrisch zurücklegen können. Nimmt man die emissionsfrei zurückgelegte Strecke zur Grundlage für eine kombinierte Berechnung, verbraucht der Verbrenner nach Opel-Angaben lediglich 2,2 Liter Benzin über 100 Kilometer. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Idealwert, der davon ausgeht, dass der Akku vor Antritt der Fahrt immer voll geladen ist. Im Realbetrieb wird sich der Wert je nach Einsatz des Hybrid4 deutlich nach oben schrauben.

Alles für die elektrische Reichweite

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An der richtigen Ladestation braucht es knapp zwei Stunden, bis der Akku des Grandland X Hybrid4 wieder voll ist.

(Foto: Opel)

Für den Fahrbetrieb stellt Opel im Grandland X Hybrid4 vier Fahrmodi bereit: Elektro, Hybrid, Allrad und Sport. Im Hybrid-Modus fährt das SUV automatisch in der jeweils effizientesten Antriebsweise, wechselt also je nach Bedarf und Ladezustand der Batterie zwischen Benzin- und E-Motoren. Im Stadtverkehr kann der Fahrer auf den Elektro-Modus umschalten, um emissionsfrei zu fahren. Auch hier ist die Grundvoraussetzung ein entsprechend befüllter Akkumulator. Wer sich im Groben tummelt, aktiviert mit dem Allrad-Modus den E-Motor an der Hinterachse für bessere Traktion.

Der Ladevorgang für den Akku des Hybrid4 ist im Übrigen an einer 7,4-kW-Wallbox in knapp zwei Stunden abgeschlossen. Um den Leistungsstand der Batterie während der Fahrt hoch zu halten, wird natürlich auch beim Hybrid4 Brems- und Rollenergie in den Akkumulator zurückgeführt. Will der Fahrer die Energierückgewinnung maximal steigern, schaltet er auf "Regeneration on Demand". Jetzt wird das Schleppmoment des Motors so weit erhöht, dass die Betätigung des Bremspedals mit etwas Übung überflüssig wird. Das Auto wird im Vorgang des Ausrollens über den E-Motor so eingebremst, dass es bis zum Stillstand kommt. Der Hybrid4 lässt sich also ausschließlich über das Gaspedal steuern. Aber Vorsicht: Sollte sich im Rollvorgang ein Hindernis in den Weg stellen, muss dennoch das Bremspedal betätigt werden.

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Im Innenraum hat sich mit Blick auf die herkömmlich angetriebenen Grandland-X-Modelle nichts geändert.

(Foto: Opel)

Damit der Akku immer gut gefüllt ist, bietet Opel gemeinsam mit der französischen Mutter PSA einen Ladepass, der Zugriff auf 85.000 Ladepunkte in Europa gewährt. Wo die sich befinden, erfährt der Fahrer über eine im Navi hinterlegte Routenführung. Dabei bezieht es auch die Restreichweite in die Planung ein. Wann der Grandland X Hybrid4 bei den Händlern steht und was er kosten wird, verraten die Rüsselsheimer noch nicht. Unter 45.000 Euro dürfte der Hybrid4 aber nicht zu bekommen sein.

Quelle: n-tv.de

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