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Drehmoment-Riesen Pferdestärken sind nicht alles

Wer Fahrspaß will, braucht Drehmoment. Die einfache Gleichung "Großer Hubraum gleich viele Newtonmeter" gilt allerdings heute nicht mehr uneingeschränkt. Wir haben die Fahrzeuge mit den jeweils höchsten Drehmomenten in ihren Hubraumklassen zusammengestellt.

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Mehr Drehmoment geht nicht: Der Bugatti Veron bringt es auf bis zu 1.500 Nm.

Bei der automobilen Prahlerei am Stammtisch gelten Pferdestärken und Höchstgeschwindigkeit immer noch als wichtigste Kriterien. Dabei ist in Sachen Fahrspaß eigentlich das Drehmoment der maßgebliche Wert. Bei welchem Fahrzeug und in welcher Hubraumklasse jeweils bei Benziner und Diesel am meisten Drehmoment geboten wird – wir haben uns die Fahrzeugdaten genauer angeschaut.

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Viel Drehmoment trotz nur drei Zylinder kann der Fiat 500 mobilisieren.

Früher hieß die Gleichung: Viel Hubraum gleich viel Drehmoment. Zumindest beim Ottomotor hat sich das mittlerweile geändert. Der Trend zum sogenannten Downsizing hat zu kleinen Brennräumen geführt, das Drehmomentdefizit der geschrumpften Triebwerke gleichen Turbolader und Kompressoren aus. So können mittlerweile auch schon Kleinwagen und Kompakte mit überquellender Durchzugskraft aufwarten. Und das beste dabei: Die maximalen Nm-Werte liegen wie beim Diesel in der Regel schon unterhalb von 2.000 Umdrehungen an – also in einem alltagstauglichen und verbrauchsökonomischen Bereich.

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Smart hat den kleinsten Diesel im Angebot.

In der Klasse bis 1,0 Liter Hubraum ist der kleine Fiat 500 der Drehmomentriese – obwohl er als zurzeit einziger Pkw in Deutschland nur zwei Zylinder hat. Aus 900 Kubikzentimetern schöpft er dank der neuartigen Ventilsteuerung Multi Air stolze 145 Nm. So geht der 12.900 Euro teure Kleinstwagen trotz vergleichbar geringer PS-Werte (63 kW/85 PS) deutlich flotter zur Sache als einschlägige Wettbewerber, die auf konventionelle 1,0-Liter-Benziner setzen. Auch der drehmomentstärkste Diesel in der kleinen Klasse kann da nicht mithalten: Das 0,8-Liter-Triebwerk aus dem Smart Fortwo bringt es nur auf 130 Nm. Preis: 12.010 Euro.

1,5 Liter Hubraum besonders populär

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Der VW Polo GTI kommt auf 250 Nm.

Besonders an Popularität hat zuletzt die Hubraumklasse bis 1,5 Liter gewonnen. Vor allem der Volkswagen-Konzern bietet eine ganze Reihe von aufgeladenen 1,4-Liter-Benzinern an, etwas im VW Golf, Audi A3, aber auch im VW Passat. Die Motoren erreichen Leistungs- Drehmomentwerte wie zuvor nur deutlich hubraumgrößere Triebwerke - allerdings ohne deren Spritdurst zu teilen. Die zurzeit drehmomentstärkste Version bringt es auf 250 Nm bei einer Leistung von 132 kW/180 PS (etwa im VW Polo GTI ab 22.500 Euro). Auch Fiat hat einen gleich starken 1,4-Liter-Benziner im Programm, der mit 125 kW/170 PS etwa im Alfa Mito eingesetzt wird (ab 20.950 Euro). Auf Dieselseite geht die Newtonmeter-Krone an den 1,5-Liter-Selbstzünder von Renault (Clio, Laguna), der mit seinen bis zu 240 Nm auch in verschiedenen Nissan-Modellen Dienst tut (z.B. Qashqai). Der Klassensieg resultiert aber auch aus dem Fehlen ernsthafter Konkurrenz, denn bei vielen Wettbewerbern startet die Dieselmotorenpalette erst bei 1,6 Litern.

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Der Mitsubishi Lancer Evo überrascht mit viel Moment aus kleinem Hubraum.

Als einziger Nicht-Europäer erobert der Mitsubishi Lancer Evolution einen Sieg. In der Kategorie bis 2,0 Liter ist der 1,8-Liter-Turbobenziner des Allrad-Boliden mit 366 Nm absolut konkurrenzlos. Mit 41.990 Euro Startpreis ist der 217 kW/295 PS starke Sportler mit Rallye-Genen zudem ein echtes Schnäppchen in seiner Leistungsklasse. Den stärksten 2,0-Liter-Diesel findet man bei BMW. Das unter anderem im BMW 123d (150 kW/204 PS) eingesetzte Triebwerk wuchtet stolze 400 Nm auf die Kurbelwelle. Bei 32.100 Euro startet der Durchzugs-Spaß.

Deutsche Hersteller ab drei Liter Hubraum vorn

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Der Sechszylinder des BMW 1er M wuchtet 500 Nm auf die Kurbelwelle.

(Foto: eb.andriuolo)

In Klasse bis drei Liter Hubraum beginnt das alleinige Reich der deutschen Hersteller. Bei den Benzinern ist der 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Turbomotor aus dem BMW 1er M (50.500 Euro) mit seinen 500 Nm das Maß der Dinge. Selbst der ebenfalls 250 kW/340 PS starke 2,5-Liter-Fünfzylinder aus dem Audi RS3 kann da mit seinen 450 Nm nicht mithalten. Im Vergleich mit dem stärksten Diesel muss sich aber auch das BMW-Kraftpaket hinten anstellen: Der Sechszylinder-Selbstzünder aus dem Mercedes E 350 CDI kommt bei einer Leistung von 195 kW/265 PS auf konkurrenzlose 620 Nm. Beim Kauf werden mindestens 52.449 Euro fällig.

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Stärkster Diesel ist der V12 aus dem Audi Q7 mit 1.000 Nm.

Oberhalb von 3,0 Litern gehen die Drehmomente fast schon ins Astronomische. Absoluter Newtonmeter-Kaiser ist der 16-Zylinder-Supersportwagen Bugatti Veyron Super Sport mit 1.500 Nm aus 8 Litern Hubraum. Auch preislich hat der 882 kW/1.200 PS starke Allrader mit 1,96 Millionen Euro eine Sonderstellung. Ein Solitär ist auch der Audi Q7 V12 TDI: Das Luxus-SUV wurde allein gebaut, um die Leistungsfähigkeit des deutschen Diesels unter Beweis zu stellen. Große Käufernachfrage generiert das Prestige-Projekt nicht. Kein Wunder bei einem Einstiegspreis von 133.600 Euro – im Vergleich mit der nächstschwächeren Q7-Version bedeutet dies einen Aufschlag von fast 100 Prozent. Dafür bietet der 6,0-Liter-Zwölfzylinderdiesel 1.000 wuchtige Newtonmeter und 368 kW/500 PS.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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