Auto

Stärker, breiter, schneller Porsche 911 Typ 992 feiert Weltpremiere

IMG_8740.JPG

Eine Ikone darf man nicht zerstören und so bleibt sich der Porsche 911 auch in der achten Generation treu.

M. Gebhardt

Porsche feiert am Vorabend der Los Angeles Autoshow die Weltpremiere seines neuen 911 Typ 992. Und wie kann es anders sein: Die neue Sportwagenikone ist stärker, breiter und natürlich schneller als ihr Vorgänger geworden.

IMG_1710.jpg

Die Hüften des neuen 911 wurden breiter, das Leuchtband am Heck noch schmaler.

(Foto: M. Gebhardt)

Noch am Vorabend der Los Angeles Auto Show feiert der neue Porsche 911 Typ 992 seine Weltpremiere und startet in die achte Generation. Zu erwarten, dass ein Porsche 911 sich revolutionär verändern wird, ist natürlich utopisch. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die neue Ikone den Vorgängern weitgehend gleicht. Dennoch soll das Exterieur den Performance-Sprung unterstreichen, der mit dem Typ 992 einhergeht. Dafür wurden die Radhäuser, die vorn 20-Zoll-Räder und hinten 21-Zöller beheimaten, noch weiter nach außen gezogen.

Breiter und stärker

Vorn wuchs die Breite um 45 Millimeter und die Türgriffe versenken sich jetzt elektrisch im Blech. Eine Hommage an die erste 911er Generation ist die geprägte Vertiefung auf der Fronthaube. Das Heck wird bei allen Modellvarianten in Zukunft von einem feinen Leuchtband und dem deutlich breiteren und ausfahrbaren Spoiler dominiert. Mit Ausnahme des Bug- und Heckteils besteht jetzt die gesamte Außenhaut des 911 aus Aluminium.

IMG_8741.JPG

Das Grinsen des Porsche 911 ist durch die schwarzen Lufteinlässe im Stoßfänger noch breiter geworden.

Das Herz des 911 Typ 992 bildet die nächste Generation der aufgeladenen Sechszylinder-Boxermotoren mit 450 PS. Das entspricht einem Plus von 30 PS gegenüber dem Vorgängermodell. Für den Treibsatz hat Porsche das Einspritzverfahren verbessert und die Turbolader samt Luftladekühlung neu platziert. Die Kraftübertragung übernimmt ein neu entwickeltes Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe.

In der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h unterbietet der neue 911 die Vier-Sekunden-Marke: 3,7 Sekunden benötigt das hinterradgetriebene Coupé, der 911 Carrera 4S mit Allradantrieb 3,6 Sekunden. Damit sind beide Autos 0,4 Sekunden schneller als das jeweilige Vorgängermodell. Mit dem optionalen Sport-Chrono-Paket erhöht sich der Vorsprung um weitere 0,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen nun 308 km/h (911 Carrera S) und 306 km/h für die Allradvariante.

Mit Retro-Klarheit

P18_0874.jpg

Die Idee für das neue Cockpit des 911er stammt aus den 1970er-Jahren.

Auch im Innenraum wurde einiges neu gestaltet. So ist das Interieur jetzt von klaren Linien geprägt, wobei die Armaturentafel und die Instrumentenebene zurückversetzt wurden. Entlehnt wurde diese Idee aus dem Elfer der 1970er-Jahre. Neben dem Porsche-typisch mittig positionierten Drehzahlmesser informieren zwei dünne, rahmenlose Freiform-Displays den Fahrer. Für den jetzt 10,9 Zoll großen Zentralmonitor verspricht Porsche eine bessere Bedienbarkeit.

Als Weltneuheit propagiert Porsche für den 911 den sogenannten Wet Mode. Diese Funktion erkennt Wasser auf der Straße, schärft die Regelsysteme entsprechend vor und warnt den Fahrer vor einem möglichen Traktionsverlust. Dieser kann das Fahrzeug dann auf Tastendruck oder per Mode-Schalter am Lenkrad sicherheitsbetont abstimmen.

Ebenfalls im 911 enthalten, aber nicht neu ist der serienmäßige Warn- und Bremsassistent. Der erkennt kamerabasiert Gefahren vor der Kollision mit sich bewegenden Objekten und leitet gegebenenfalls eine Notbremsung ein. Erstmals ist für den 911 ein Nachtsichtassistent mit Wärmebildkamera als Option lieferbar. Der auf Wunsch verfügbare Abstandsregeltempostat umfasst eine automatische Distanzregelung, eine Stop-and-go-Funktion, einen reversiblen Insassenschutz und eine neuartige autonome Nothaltefunktion.

Preislich startet der 911 Carrera S ab 120.125 Euro, der 911 Carrera 4S kostet mindestens 127.979 Euro. Wer das Geld parat hat und es nicht erwarten kann, der kann sich seinen Typ 992 ab sofort bestellen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema