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Neues Einstiegsmodell Porsche Taycan kommt mit Heckantrieb

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Porsche bietet mit dem ausschließlich heckgetriebenen Taycan ein neues Einstiegsmodell seiner Elektrosportler-Baureihe an.

(Foto: Porsche)

Ab Mitte März hat Porsche einen neuen Taycan am Start. Das Einstiegsmodell ist im Gegensatz zu seinen allradgetriebenen Brüdern nur mit einem Heckantrieb ausgestattet. Das verspricht neben einem puristischen und sportorientierten Fahrerlebnis auch einen deutlichen Preisnachlass.

Dass Porsche die Modellpalette bei seinem elektrischen Sportflitzer, dem Taycan, erweitern wird, ist spätestens seitdem Dennis Retera mit einem solchen Gerät 42,171 Kilometer gedriftet ist, kein Geheimnis mehr. Denn zum einen sind 210 derartige Runden nur mit einem über die Hinterräder angetriebenen Auto zu bewältigen, zum anderen hatte Porsche bereits in China einen Taycan mit Heckantrieb vorgestellt.

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Mit großer Batterie stehen dem Taycan im Overboost bis zu 408 PS zur Verfügung.

(Foto: Porsche)

Nun, wie dem auch sei, mit dem neuen Taycan stellen die Zuffenhausener nach Taycan Turbo S, Taycan Turbo und Taycan 4S die vierte Version seiner ersten vollelektrischen Sportlimousine vor. Ausschließlich mit Heckantrieb und zwei Batteriegrößen bildet es in der Taycan-Reihe nunmehr das Einstiegsmodell. Mit der serienmäßigen Performance-Batterie leistet der Taycan im Overboost bis zu 408 PS. Wer sich für die optionale Performance-Batterie Plus entscheidet, dem stehen sogar 476 PS zur Verfügung. Aber Achtung, hier handelt es sich um die Top-Leistungswerte. Die Nennleistung beträgt 326 beziehungsweise 380 PS.

Um es genau zu machen: Die serienmäßige Batterie hat eine Bruttokapazität von 79,2 kWh. Der stärkere Performance-Akku bringt es auf 93,4 kWh. Das reicht nach WLTP-Maßstäben für Reichweiten von 431 bis 484 Kilometern. Natürlich nur, wenn die Möglichkeit, in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, nicht in Dauerschleife ausprobiert wird. Der Reichweite ebenso wenig zuträglich ist der längere Ritt mit Tempo 230. Das ist die von Porsche angegebene Höchstgeschwindigkeit für den heckgetriebenen Taycan.

Am richtigen Lader geht es sehr schnell

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Der Kofferraum im Heck des Taycan fasst bis zu 407 Liter.

(Foto: Porsche)

Allerdings sollte der Akku an der richtigen Ladestation dann auch verhältnismäßig flott befüllt werden können, die maximale Ladeleistung liegt nämlich beim Standard-Akku bei bis zu 225 kW beziehungsweise bei der Performance Plus-Variante bei bis zu 270 kW. Was nichts anderes heißt, als dass beide Batterien in 22 Minuten und 30 Sekunden von 5 auf 80 Prozent geladen werden können. Rein rechnerisch bedeutet das, dass bereits nach knapp fünf Minuten Strom für weitere 100 Kilometer getankt ist. Diese exorbitante Ladeleistung lässt sich natürlich nur an einem sogenannten Supercharger erreichen, der auf bis zu 150 kW Leistung kommt. An der AC-Ladestation Typ 2 mit einer Leistung von 11 kW sind es üppige neun Stunden.

Also das, was man bei der Fahrt mit dem E-Sportler an Zeit gewinnt, muss man an der Alltagsladestation unter Umständen wieder ranhängen. Das Gleiche gilt natürlich für die Reichweiten. In der winterlichen Stadt dürfte der Akkumulator bereits nach 375 Kilometern nach dem Stromkabel rufen, während im Sommer durchaus 500 Kilometer realistisch sind. Wer die Autobahn im Winter mit schwerem Fuß befährt, muss bereits nach etwa 280 Kilometern mit einem Ladestopp rechnen, im Sommer sollten es mindestens 350 Kilometer sein.

Optisch mit kleinen Retuschen

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Die aerodynamischen Räder unterscheiden den Einsteiger von den großen Taycan-Brüdern.

(Foto: Porsche)

Doch bevor es so weit ist, sorgt der Antrieb erst einmal für Antriebswerte, wie man sie von einem Porsche erwartet. Und das eben wie schon erwähnt ausschließlich über die Hinterachse. Die permanenterregte Synchronmaschine ist mit 130 Millimetern ebenso lang wie die entsprechende Antriebskomponente des Taycan 4S. Wobei der Pulswechselrichter an der Hinterachse mit bis zu 600 Ampere arbeitet. Die Antriebsarchitektur umfasst neben Elektromotor auch noch ein Zweigang-Getriebe. Doch das ist alles graue Theorie. Wie sich das im Fahrbetrieb darstellt, wird ntv.de am 3. Februar auf diesen Seiten berichten.

Werfen wir noch einen Blick aufs Design. Das unterscheidet sich natürlich nicht von dem der Brüder. Wie auch? Insofern bleibt es auch für das Einstiegsmodell bei den Schlagwörtern: breit, flach, mit abfallender Dachlinie. Porsche eben. Um den Opener dann doch von den Brüdern der Modellfamilie unterscheiden zu können, wurden ihm aerodynamisch optimierte 19-Zoll-Räder in die Radhäuser gestellt und die Bremssättel schwarz eloxiert. Zudem sind das Bugunterteil, die Seitenschweller sowie der Heckdiffusor in Schwarz gehalten.

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Der Innenraum ist in allen Taycan-Modellen gleich.

(Foto: Porsche)

Im Innenraum hingegen gibt es zu den anderen Modellen keine Unterschiede. Serienmäßig verfügt der Taycan über eine Teillederausstattung sowie Komfortsitze mit elektrischer Achtwege-Verstellung. Zwei Kofferräume stehen dank fehlendem Verbrenner zur Verfügung: das vordere Abteil fasst 84, das hintere bis zu 407 Liter.

Ach und noch etwas: Porsche bietet im Taycan erstmals eine komplett lederfreie Ausstattungsvariante an. Preiswerter dürfte die aber nicht sein. Was uns dann auch gleich zu der Summe bringt, die Interessierte für einen Taycan mit Heckantrieb aufbringen müssen: Es sind 85.520 Euro. Doch noch ist etwas Bedenkzeit, denn erst Mitte März rollen die ersten Modelle zu den Händlern.

Quelle: ntv.de