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63 Farben und 25 Kilometer mehr Porsche treibt's beim Taycan-Facelift bunt

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Ein Blickfang sollen die 63 neuen Farben sein, die es für den Porsche Taycan in Zukunft gibt.

(Foto: Porsche)

Seit drei Jahren stromert der Porsche Taycan sehr erfolgreich durch die Welt. Zeit, dem Elektro-Sportler ein Facelift zu verpassen. Doch statt die Altersfalten zu glätten, hat Porsche auf Reichweite, Konnektivität und ein bisweilen recht extravagantes Farbbukett gesetzt.

Das dünne Eis, auf das sich Porsche wagte, erweist sich offenbar als tragfähig. Als die Schwaben ankündigten, mit dem Taycan einen rein elektrischen Sportwagen zu bauen, war die Skepsis groß. Inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr: Das Abenteuer mit dem Stromanschluss ist nicht nur äußerst spannend, sondern auch finanziell extrem lukrativ. Rund 45.000 Taycans hat Porsche seit 2019 verkauft, die meisten in den USA, China und Deutschland. Eben genau dort, wo das Geld zu Hause ist.

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Für die aktuelle Modellpflege des Taycan gab es drei Punkte: Reichweite, Konnektivität und Farben.

(Foto: Porsche)

Unterdessen startet der Porsche mit dem Stecker ins dritte Modelljahr und damit wird es auch Zeit für ein sanftes Facelift. Wobei die Stuttgarter an die Optik noch nicht rangehen. Es wird gemutmaßt, dass hier erst im nächsten Jahr die ersten Altersfalten geglättet werden. Bei der aktuellen Mini-Modellpflege konzentrieren sich die Stuttgarter aber auf drei andere sehr wichtige Hauptfelder: Reichweite, Konnektivität und - vielleicht nicht ganz so wichtig - Farben.

Extra-Kilometer rausgekitzelt

Beginnen wir mit dem Aktionsradius des Akku-Sportlers. Die Reichweite wird zwar nicht neu homologiert, dennoch werden mit kleinen technischen Tricks ein paar Extra-Kilometer herausgekitzelt. So ist bei den Allrad-Modellen der elektrische Freilauf im Teillastbereich künftig nahezu vollständig abgekoppelt. Beim Segeln und im Stillstand hat der Antrieb dann komplett Pause. Porsche sagt, dass so bis zu 25 Kilometer mehr drin sind.

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Die neuen Farben für den Taycan wurden bereits früher für Porsche-Modelle benutzt.

(Foto: Porsche)

Beim Schnellladen soll der Taycan an Geschwindigkeit zulegen. Der sogenannte Turbo Charging Planner erlaubt der Hochvolt-Batterie nun höhere Temperaturen beim Laden. Dadurch kommt der Akku früher auf die optimale "Wohlfühltemperatur" und kann mit einem höheren Ladezustand schneller geladen werden. Zudem wird die Abwärme der Elektrokomponenten noch stärker für die Temperierung der Batterie genutzt.

Für das Kind im Manne (oder der Frau) haben die Schwaben eine neue Funktion in die Porsche Connect App integriert, mit der man staunende Blicke ernten kann. Wer in der Aufpreisliste künftig den Remote Park Assist ankreuzt, kann seinen Taycan per Smartphone automatisch ein- und ausparken oder aus der Garage rangieren, ohne selber hinterm Steuer zu sitzen. Das System erkennt zudem Parklücken, vermisst sie und parkt - wenn der Platz reicht - per App wie von Geisterhand ein.

Dünnes Eis für den guten Geschmack

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Ein Soundmodul soll je nach Fahrweise ganz neue Klänge in den Innenraum des Porsche Taycan zaubern.

(Foto: Porsche)

Bei der Konnektivität holt Porsche lediglich Versäumtes nach, integriert jetzt endlich auch Android Auto in die Multimedia-Welt ihres PCM, verbessert den Sprachassistenten Voice Pilot und beschleunigt die Rechenleistung des Navi-Systems.

Noch in der Beta-Phase befindet sich eine höchst innovative App, die dem Fahrer eine Art adaptiven Soundteppich ausrollt. Für die Umsetzung arbeitet Porsche nach eigenem Bekunden "mit den namhaftesten Filmkomponisten Hollywoods" zusammen. Verbunden mit den Bordsystemen des Taycan, analysiert die App den jeweils aktuellen Fahrstil und bietet dem Fahrer aktuell bis zu acht verschiedene Programme an. Hierbei handelt es sich nicht etwa um die Frage "ABBA oder AC/DC?", sondern vielmehr um musikalische Endlosschleifen - von beruhigend bis animierend - die täglich variieren. Klingt etwas metaphysisch, könnte aber durchaus Charme haben. Wer sich auf das neue Klangerlebnis einlässt, soll dann auch entspannter aus seinem Taycan steigen.

Am Ende der Modellpflege 2021 malt sich Porsche die Welt so bunt wie einst Pippi Langstrumpf. Zusätzlich zu den 17 Serienfarben kann man seinen Taycan nun auch in 63 Zusatzfarben ordern, die Porsche bereits früher schon mal für seine Sportwagen angeboten hat. Das Comeback von Lackierungen in Acidgrün, Sternrubin oder Revierablau kostet rund 8000 Euro extra, wird aber noch übertroffen von dem neuen Angebot "Farbe nach Wahl Plus". Für einen schmalen Obolus im zweistelligen Tausenderbereich rührt Porsche fortan jeden gewünschten Farbton für den Taycan an. Erlaubt ist, was gefällt. Ein Kessel Buntes - und damit dünnes Eis für den guten Geschmack.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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