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Taycan Sport Turismo Porsches dynamischer Reise-Stromer

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Mit dem Taycan Sport Turismo bietet Porsche jetzt auch einen Familienstromer im Stile eines Panamera Sport Turismo an.

(Foto: Porsche)

Mit dem Panamera Sport Turismo hatte Porsche seinerzeit einen echten Sport-Kombi ins Programm genommen. Jetzt soll auf der Elektroseite der Taycan Sport Turismo diese Aufgabe übernehmen und eine edle und teure Alternative für finanziell gut ausgestattete Familien werden.

So ganz überraschen dürfte der Porsche Taycan Sport Turismo jetzt nicht mehr. Fand er doch schon im November 2021 auf der Autoshow in Los Angeles einen Platz, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Als GTS wird er bereits im Februar 2022 auf den Markt kommen, in dieser Ausführung aber satte 132.786 Euro kosten. Für den Preis gibt es dann ein extrem sportliches Familienauto mit E-Antrieb und 517 PS. Allerdings ist der GTS bei den insgesamt fünf Varianten nicht die teuerste und auch nicht die leistungsstärkste. Die Rolle kommt in beiden Fällen dem Turbo S zu. Mit 625 PS und einem Preis ab 187.288 Euro können ihn nur noch die eigenen Beigaben der Optionsliste übertreffen.

Mit dem 4S Sport in 2,8 Sekunden auf Tempo 100

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In der einfachsten Ausführung mit Heckantrieb und 326 PS kostet der Porsche Taycan Sport Turismo stattliche 86.500 Euro.

(Foto: Porsche)

Aus dem Stand beschleunigt der sündhaft teure Allrounder dann auch in 2,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, wobei die Höchstgeschwindigkeit mit 260 km/h angegeben wird. Wem es eher um Reichweite als um Geschwindigkeit geht, der kann beim 4S Sport Turismo sogar sparen. Hier gibt es nämlich bei immerhin noch 435 PS einen nach WLTP erfahrenen Radius von bis zu 498 Kilometern. Doch weil wir gerade bei Preisen und Reichweite sind: Wer mit Blick auf einen Turbo S Sport Turismo wirklich sparen will, der greift schlicht zum Sport Turismo. Bezahlt mindestens 86.495 Euro und stromert befeuert von 326 PS immerhin noch zwischen 358 und 433 Kilometer.

Wie schnell der Akku dann wieder befüllt ist, hängt davon ab, welche Batterie geordert wurde. Bei der Performance-Batterie liegt sie bei 225 kW, bei der Performance-Batterie-Plus sind es bis zu 270 kW. Am Ende heißt das aber für beide Akkumulatoren, dass sie in 22 Minuten von 5 auf 80 Prozent geladen werden können und eigentlich an potenten Schnellladesäulen bereits nach den ersten fünf Minuten Strom für weitere 100 Kilometer eingesammelt haben. Außer dem Einstiegsmodell, das mit Heckantrieb unterwegs ist, verfügen alle anderen Varianten über Allradantrieb. Und genau für den versprechen die Zuffenhauser dann auch eine "besonders effiziente Antriebsstrategie". In den Fahrmodi "Normal" und "Range" wird nämlich im Teillastbereich der vordere Elektromotor nahezu vollständig abgekoppelt und stromlos geschaltet.

Laden besser ohne Musik

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Mit 446 Liter Stauraum ist der Porsche Taycan Sport Turismo kein Laderiese.

(Foto: Porsche)

Das heißt, dass beim sogenannten Segeln an den Achsen kein Antriebsmoment anliegt. Durch diesen Freilauf werden, wie bei einem Verbrenner, die Schleppverluste deutlich verringert. Erst wenn mehr Leistung durch den Fahrer angefordert wird, werden binnen Millisekunden die Motoren wieder zugeschaltet. So jedenfalls erklärt Porsche die Reichweiten. Wer weit fahren kann, der will natürlich auch reisen. Auch das sollte mit einem Stauraum von 446 Litern gut möglich sein. Wer allerdings das Bose Sound System ordert, muss 41 Liter streichen, die füllen dann nämlich Teile der Anlage aus. Natürlich kann die Rücklehne flach gemacht werden, dann lassen sich 1212 Liter oder 1171 Liter Stauraum nutzen. Hinzu kommt natürlich noch der Kofferraum unter der Motorhaube mit 84 Litern.

Ganz neu ist das Panoramadach mit Sunshine Control für den Sport Turismo. Die gesamte Glasfläche ist hier in neun Segmente unterteilt, die per Fingertipp einzeln angesteuert werden können. So können einzelne Teile oder das gesamte Dach verdunkelt oder transparent gehalten werden. Der Clou soll sein, dass selbst bei einer kompletten Verdunklung die Helligkeit im Innenraum kaum reduziert wird, wohl aber die Blendwirkung bei Sonneneinstrahlung.

Zauberdach und Einparken mit dem Handy

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Das Panoramadach mit Sunshine Control für den Sport Turismo könnte für viele Käufer eine teure Begehrlichkeit werden.

(Foto: Porsche)

Bei der Technik handelt es sich um eine sogenannte PDLC-Technologie (Polymer Dispersed Liquid Cristal). Hier sitzen Flüssigkristalle in einer Folie, die über elektrische Kontakte mit Strom versorgt werden. Bei geringer Wechselspannung ordnen sich die Kristalle in Millisekunden so an, dass die Scheibe transparent wird. Wird das Glas hingegen von der Stromzufuhr getrennt, wechseln die Flüssigkristalle in einen ungeordneten Zustand und die Scheibe verdunkelt sich.

Ein weiteres Highlight aus der Optionsliste wäre dann noch die Ein- und Ausparkhilfe per Smartphone. Oder anders gesagt. wer den "Remote Park Assist" an Bord hat, der kann seinen Sport Turismo per Smartphone-Fernbedienung ein- und ausparken. Wobei das auch nicht ganz richtig ist, denn eigentlich erkennt das System im Auto die Parklücken automatisch, vermisst sie mithilfe der Ultraschallsensoren und des Kamerasystems und der Mann oder die Frau am Handy gibt nur per Fingertipp das Go für den Parkvorgang. Lässt man den Button in der App los, stoppt der Wagen den Vorgang umgehend.

Quelle: ntv.de

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