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Das schnellste Auto der Welt SSC Tuatara lässt Agera RS Staub schlucken

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Mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 500 km/h hat der SSC Tuatara der Konkurrenz gezeigt, wo der Hammer hängt.

(Foto: James Lipman)

Bis vor Kurzem galt der Koenigsegg Agera RS mit 447 km/h als das schnellste Auto der Welt. Jetzt ist dieser Wert vom SSC Tuatara schlicht pulverisiert worden. Mit fast 100 km/h mehr feuerte der US-Amerikaner über einen Highway in der Nähe von Las Vegas.

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Statt eines wuchtigen Heckspoilers trägt der SSC Tuatara lediglich Winglets.

(Foto: James Lipman)

Der Bugatti Veyron Super Sport und der Agera RS von Koenigsegg trugen bis dato abwechselnd die Krone des schnellsten Autos der Welt. Jetzt müssen sich die beiden Hypercars hinten anstellen, denn ein neuer Rekordhalter hat den aktuellen Bestwert von 447 km/h schier pulverisiert.

Bereits 2011 hatte Shelby Supercars angekündigt, alle Geschwindigkeitsrekorde in Grund und Boden zu fahren. Doch nach der vollmundigen Ansage wurde es still um die US-Amerikaner. Jetzt, fast zehn Jahre später, ziehen die Sportwagenbauer die Plane von einem Auto, das immer noch den Namen SSC Tuatara trägt, und wirbeln richtig Staub auf.

1774 PS aus 5,9 Litern Hubraum

Seit wenigen Tagen trägt nämlich genau dieses Fahrzeug den Titel "Schnellstes Serienauto der Welt". Wie die Sportwagenschmiede berichtet, führte der Rennfahrer Oliver Webb den neuen SSC Tuatara auf der bei Las Vegas gelegenen State Route 160 in zwei gegenläufigen Fahrten auf einer über elf Kilometer langen Graden auf 484,53 und 532,93 km/h. Das entspricht einem Durchschnittswert von 508,73 km/h, was nun als neue Bestmarke gilt.

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Der Achtzylinder im SSC Tuatara leistet bis zu 1774 PS.

(Foto: James Lipman)

Der Treibsatz, der den Grundstein für dieses schwindelerregende Tempo legt, ist ein Achtzylinder, der seine Kraft von bis zu 1774 PS aus lediglich 5,9 Litern Hubraum schöpft. Allerdings braucht es für diese Leistungsausbeute E85-Kraftstoff. E85 ist eine Mischung aus 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin. Die Klopffestigkeit ist mit 107 Oktan deutlich höher als die von Super plus mit 98 Oktan. Bei entsprechender Anpassung des Motors lässt sich die Leistung eines Fahrzeugs mit E85 dann eben auch steigern. Wird lediglich Treibstoff mit 91 Oktan in den Tuatara eingefüllt, sinkt die Leistung auf 1369 PS. Mit Blick auf das Gewicht, das bei 1247 Kilogramm liegt, ist das aber immer noch gigantisch, denn im besten Fall bewegt hier eine Pferdestärke nicht mehr als 700 Gramm.

Aber nicht nur Motor und Gewicht dürften Webb beim Erreichen des Rekordes geholfen haben. Auch das sequenzielle Siebengang-Getriebe hat seinen Teil dazu beigetragen. In weniger als 100 Millisekunden prügelt das Teil nämlich die Gänge durch und hält dabei ein maximales Drehmoment von 1413 Newtonmeter unter Kontrolle, das bereits bei 6800 Kurbelwellenumdrehungen anliegt.

Gezeichnet für den Rekord

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Rennfahrer Oliver Webb kurz vor seiner Rekordfahrt mit dem SSC Tuatara.

(Foto: James Lipman)

Wer sich jetzt fragt, wer die schnellste Flunder der Welt gezeichnet hat, soll an dieser Stelle die Antwort bekommen: Jason Castriote heißt der Mann. Und der kennt sich aus. Stammen doch aus seiner Feder Fahrzeuge wie der Ferrari 612 Kappa oder der Ferrari 599. Zuletzt stand er im Dienst von Saab oder dem, was davon im Jahr 2010 noch übrig war. Seit 2016 schwingt der Designer seinen Stift für Ford.

Dem Tuatara jedenfalls hat er ein klassisches Sportkleid auf den schlanken Leib geschneidert. Dabei hat er auf den bei solchen Wagen wuchtigen Heckspoiler verzichtet. Zwei Winglets auf den hinteren Kotflügeln reichen augenscheinlich aus, um bei Geschwindigkeiten über 400 km/h den nötigen Anpressdruck auf die Antriebsräder zu gewährleisten. Jedenfalls auf der Geraden. Wer selbst testen möchte, wie stabil der SSC Tuatara ums Eck schießt, der müsste bereits im Vorfeld 1,3 Millionen US-Dollar beim Hersteller abgeliefert haben. Was gemessen an den Preisen für Bugatti und Koenigsegg fast schon einem Schnäppchen gleicht.

Quelle: ntv.de

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