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Solar-Wallboxen im TestWie der Strom am besten vom Dach ins Auto kommt

12.02.2026, 17:30 Uhr
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Wer über die eigene Solaranlage lädt, kann Fahrstromkosten senken. (Foto: Amperfied)

Die Kombination von eigenem E-Auto und Photovoltaik auf dem Dach kann Geld sparen. Zumindest mit der richtigen Wallbox sind Hunderte Euro im Jahr drin. In einem Labortest wurden fünf Systeme miteinander verglichen.

Wie effizient Wallboxen selbst erzeugten Solarstrom in den Akku laden, unterscheidet sich von Modell zu Modell deutlich. Das zeigt die "Wallbox-Inspektion 2025" von Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, Fraunhofer ISE und ADAC. In dem Labortest wurden fünf Systeme miteinander verglichen - mit teils großen Unterschieden bei Effizienz, Regelverhalten und Kostenersparnis.

Bei der Überprüfung ging es vor allem um das sogenannte solare Überschussladen. Dabei passt die Wallbox die Ladeleistung dynamisch an die aktuelle Leistung der Photovoltaik-Anlage an, um möglichst viel selbst erzeugten Strom direkt ins Auto zu laden und den teureren Netzbezug zu vermeiden. Bewertet wurden unter anderem Reaktionsgeschwindigkeit, Genauigkeit der Regelung, Stand-by-Verbrauch und das Verhalten beim Wechsel zwischen ein- und dreiphasigem Laden.

Als Gesamtsieger setzte sich die Amperfied Connect.Solar mit PowerMeter 63 durch. Sie erreichte im Vergleich zu einer idealen Referenz-Wallbox rund 94,8 Prozent der maximal möglichen Einsparung bei den Energiekosten. Dahinter folgten Systeme von Fronius (Wattpilot Flex Home 22 C6 mit dem Smart Meter IP) und Kostal (Enector AC in Kombination mit dem Smart Energy Meter G2).

Ersparnis pro Jahr bis zu 470 Euro

Laut Simulation lassen sich mit solarem Laden des E-Autos bis zu 470 Euro pro Jahr gegenüber reinem Netzladen sparen. Zwischen dem besten und dem schwächsten System im Test liegt eine Differenz von etwa 54 Euro jährlich.

Für Verbraucher mit Photovoltaikanlage sind vor allem zwei Punkte entscheidend: Wie schnell reagiert die Wallbox auf schwankende Solarleistung und wie viel Strom verbraucht sie im Bereitschaftsbetrieb? Da die Geräte den Großteil des Jahres im Stand-by laufen, können selbst kleine Unterschiede bei der Leistungsaufnahme langfristig ins Gewicht fallen. Die Anschaffungskosten für die einzelnen Boxen variieren sehr stark, liegen aktuell zwischen rund 600 und 1.200 Euro, hinzu kommen ein paar hundert Euro für die Smart Meter und die individuellen Installationskosten vor Ort.

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x

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