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GebrauchtwagencheckHyundai i30 - Alternative zu Golf und Co.

18.05.2026, 18:03 Uhr
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Die aktuelle, mittlerweile dritte Generation des Hyundai i30 (Typ PD) ist seit Anfang 2017 auf dem Markt. (Foto: Hyundai)

Der kompakte i30 ist Hyundais Antwort auf die deutschen Platzhirsche VW Golf, Ford Focus und Opel Astra. Worauf Interessenten achten sollten, weiß der Tüv.

Wer einen Kompakten aus Vorbesitz sucht, hat oftmals die bekannten Platzhirsche wie VW Golf, Ford Focus und Opel Astra im Sinn. Erweitert man das Suchfeld, taucht zum Beispiel auch der Hyundai i30 auf. Die aktuelle, mittlerweile dritte Generation des Hyundai i30 (Typ PD) ist seit Anfang 2017 auf dem Markt.

Qualität

Bei den Tüv-Hauptuntersuchungen (HU) schneidet die aktuelle Generation des i30 über alle Jahrgänge etwas schlechter ab als der Schnitt der untersuchten Fahrzeuge. Seine Schwachpunkte sind Bremsscheibenverschleiß und Probleme mit der Abgasanlage. Außerdem fällt der Kompakte mit einem Hang zum Ölverlust auf.

Karosserie und Innenraum

Der Kompakte ist in drei Karosserievarianten erhältlich: als 4,34 Meter langer Fünftürer, als 4,59 Meter langer Kombi und als 4,46 Meter lange Fastback-Version. Dabei handelt es sich um eine Fließheck-Variante mit großer Heckklappe. Die Passagiere freuen sich über ordentliche Platzverhältnisse. Das Interieur ist ansprechend gestaltet, die Materialauswahl gut. Das Kofferraumvolumen des Fünftürers bietet je nach Sitzkonfiguration ein Volumen zwischen 395 und 1.300 Litern. Der Kombi kommt auf Werte zwischen 600 und 1.650 Liter. Der Fastback nimmt mit einem Gepäckvolumen von 450 bis zu 1.351 Litern eine Mittelposition ein.

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In der Fastback-Version streckt sich der Hyundai i30 auf eine Länge von 4,46 Metern. (Foto: Hyundai)

Mitte 2020 erhielt der i30 sein erstes Facelift. Es ist an modifizierten Front- und Heckschürzen sowie geänderten Leuchten zu erkennen. Der Innenraum wurde unter anderem mit anderen Lüftungsdüsen sowie einem optional erhältlichen 7-Zoll-Digitalcockpit ausgestattet. Anfang 2024 spendierte Hyundai ein weiteres Facelift, unter anderem mit einem leicht modifizierten Kühlergrill sowie Chrombesatz am hinteren Stoßfänger. Ein digitales Cockpit gehört nun zum Serienumfang.

Motoren und Antrieb

Einstiegsbenziner war zunächst ein 1,4-Liter-Sauger mit 73 kW/99 PS. Soll es etwas spritziger zugehen, sucht man nach dem 88 kW/120 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo. Der ist mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 5 Litern sparsamer als der Sauger, der einen Normverbrauch von 6 Litern hat. Wer mehr Leistung goutiert, wird ebenfalls fündig. Ein Turbo unterstützter 1,4-Liter-Vierzylinder leistet 103 kW/140 PS. Topaggregat ist ein Zweiliter-Turbo. Dieser wurde als N mit 1854 kW/250 PS angeboten, als N Performance waren es 202 KW/275 PS (seit 2021: 206 kW/280 PS). Diesel hatte Hyundai ebenfalls im Programm. Ein 1,6-Liter stand in den Ausbaustufen mit 70 kW/95 PS, 81 kW/110 und 100 kW/136 PS zur Wahl. Anfang 2022 nahm Hyundai die Selbstzünder aus dem Programm.

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Das Interieur des Hyundai i30 ist ansprechend gestaltet, die Materialauswahl gut. (Foto: Hyundai)

Das Facelift 2020 nutzte Hyundai, um den 1.4er-Sauger durch einen 1,5-Liter-Sauger mit 110 PS zu ersetzen. Der 1,4-Liter-Turbo wurde aus dem Angebot genommen, stattdessen ist ein 1,5-Liter-Turbo mit 118 kW/160 PS am Start. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder erfolgt ab Werk über ein manuelles Sechsganggetriebe, alternativ steht für einige Motoren ein Sieben- oder Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bereit.

Ausstattung und Sicherheit

Die Einstiegsversion "Pure" hat die wichtigsten Komfort- und Sicherheitsmerkmale an Bord, ist allerdings an den Saug-Benziner gekoppelt. Darüber gibt es noch Select, Style, Trend, N-Line oder Prime. Bei "Trend" gehören zum Beispiel 18-Zöller, Klimaautomatik oder Einparkhilfe dazu, "N-Line" lockt mit Sportsitzen und sportlichem Zierrat. Außerdem konnten Erstkäufer noch Pakete buchen, etwa für Navigation oder für erweiterte Assistentenangebote.

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Die Passagiere des des Hyundai i30 freuen sich über ordentliche Platzverhältnisse. (Foto: Hyundai)

Fazit

Der Hyundai i30 (Typ PD) deckt mit seinen Karosserievarianten und seinem großen Motorenangebot viele Bedürfnisse ab. Eine frische HU-Plakette schadet angesichts der Schwachstellen sicherlich nicht. Jüngere Modelle fallen noch unter die Hyundai-5-Jahres-Garantie. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 4.800 gebrauchte Hyundai i30-Modelle (Typ PD) auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 5.000 Euro für Diesel-Fahrzeuge mit hoher Laufleistung.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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