GebrauchtwagencheckVW T-Roc - ein echter Erfolgstyp, standhaft und dicht

Mit dem Ende 2017 vorgestellten T-Roc schloss VW in seinem Kompaktklassenangebot die Lücke zwischen Golf und Tiguan. Und stellte ein überzeugendes Fahrzeug auf die Räder.
Mit dem T-Roc bewies VW ein glückliches Händchen. Der kompakte Crossover kam Ende 2017 auf den Markt und startete gleich erfolgreich durch. Er belegte deutschland- und europaweit erste beziehungsweise vordere Plätze in den Zulassungsstatistiken. Nun kommt die zweite Generation auf den Markt, die erste ist zahlreich auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten. Worauf Interessenten achten sollten, weiß der Tüv.
Qualität
Nicht nur bei den Käufern war und ist der T-Roc beliebt. Auch die Tüv-Experten sind mit dem Kompakt-SUV sehr zufrieden. Im aktuellen Tüv-Report 2026 schneidet er in der Kategorie SUV als Klassensieger ab, zudem kommt er in der Altersgruppe der sechs bis siebenjährigen Gebrauchten auf die geringste Mängelquote. Der T-Roc meistert die Prüfpunkte Fahrwerk, Licht, Bremsen und Umwelt bislang ohne Probleme.
Karosserie und Innenraum
Der 4,23 Meter lange VW T-Roc nutzt wie der Golf, Tiguan, Audi Q2, Seat Ateca oder Skoda Karoq den modularen Querbaukasten des Konzerns. Die bullige Front, markante Radkästen sowie große Schweller sorgen für ein eigenständiges und gefälliges Design. Im Vergleich zum Golf bietet der Crossover bei voller Bestuhlung mehr Kofferraum, aber weniger Platz im Fond. Das Ladevolumen variiert je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 392 und 1237 Litern.
Fahrer von VW-Konzernfahrzeugen finden sich im Inneren sofort zurecht. Mit dem Facelift Ende 2021 verbesserte VW die Innenraumanmutung. Statt aus Hartplastik gab es wieder Softtouch-Oberflächen. Ein digitales Kombiinstrument hielt Einzug und LED-Scheinwerfer waren nun immer Bestandteil der Serienausstattung.
Als Besonderheit hatte VW für Frischluftfans seit Anfang 2020 eine Cabrio-Variante im Angebot. Der Viersitzer verfügt über ein elektrisch sich schließendes oder öffnendes Stoffverdeck und streckt sich auf eine Länge von 4,37 Metern.
Motoren und Antrieb
Basis-Benzinmotor ist ein Einliter-Dreizylinder mit zunächst 85 kW/115 PS (seit Ende 2020: 81 kW/110 PS, seit Anfang 2024: wieder 115 PS). Der Turbo ist immer an ein manuelles Sechsganggetriebe und Frontantrieb gekoppelt. Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 110 kW/150 PS konnte optional mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bestellt werden.
Das Triebwerk war auch mit Allrad erhältlich. Immer Serie war 4x4-Antrieb und Siebengang-DSG bei dem Zweiliter-Triebwerk mit 140 kW/190 PS und bei dem leistungsstärksten T-Roc-Aggregat mit 221 kW/300 PS (R 4Motion). Die Normverbrauchswerte der Benziner liegen zwischen 5,1 und 8,5 Litern.
Das Dieselangebot umfasst einen 1,6 Liter mit 115 PS sowie einen Zweiliter in den Ausbaustufen mit 150 und 190 PS. Alternativ zum Frontantrieb ist der 150-PS-Motor auch mit 4x4-Antrieb bestellbar. Die 190 PS-Version war ab Werk mit Allrad ausgestattet, wurde aber mit dem Facelift aus dem Programm genommen. Gleichzeitig wurde der 1.6er gestrichen und durch einen 2,0-Liter mit ebenfalls 115 PS ersetzt. Die Verbrauchswerte bewegen sich im Schnitt zwischen 4,2 und 5,2 Litern.
Ausstattung und Sicherheit
Die Basisvariante "T-Roc" war schon vergleichsweise ordentlich ausgestattet. Neben Radio und Klimaanlage zählen auch ein Spurhalteassistent und die City-Notbremsfunktion dazu. Gegen Aufpreis waren auch Posten wie adaptive Dämpfer und digitale Instrumente zu haben. Bei "Style" konnten Erstbesitzer das Armaturenbrett und die Türinnenverkleidungen durch farbige Dekoreinsätze farbenfroh aufpeppen. Bei "Sport" hingegen war eher sachliches Ambiente mit vielen Chromapplikationen im Innenraum angesagt.
Mit dem Facelift hatte VW das Angebot an Komfort- und Assistenzsystemen erweitert, darunter Travel Assist, Side Assist, der vorausschauende Abstandstempomat sowie ein auch vorwärtseinparkender Parklenkassistent.
Fazit
Der T-Roc der ersten Generation ist ein echter Erfolgstyp und besticht neben praktischen Eigenschaften auch durch seine Qualität. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 13.000 T-Roc-Modelle aus Vorbesitz auf dieser Plattform angeboten. Ab rund 10.000 Euro geht es los, für die Cabrio-Versionen muss man mindestens 16.000 Euro anlegen.