Das war Dienstag, der 23. September 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
die Rede von US-Präsident Tump vor der UN-Generalversammlung hatte es in sich. Dabei bezeichnete er den Klimawandel als "größten Betrug aller Zeiten", außerdem ließ er an der UNO kein gutes Haar und lobte sich selbst nicht zu knapp. Mit Blick auf Russland schlug er wieder einen härteren Kurs an. Nato-Staaten sollten russische Kampfjets abschießen, wenn diese den Luftraum des Bündnisses verletzten, sagte Trump. Außerdem halte er es für möglich, dass die Ukraine ihr gesamtes Staatsgebiet mithilfe westlicher Verbündeter zurückerlangen könnte. Wichtig waren heute auch diese Meldungen:
Experte erklärt hybriden Krieg: "Wenn Russland es will, erfahren wir, dass sie es waren"
Richter-Wahl, zweiter Versuch: Union will es nicht nochmal "versemmeln"
Und damit genug auf den Screen geschaut für heute - der "Tag" ist rum. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht!
"Baywatch" kehrt zurück
Und zwar dieses Mal als Serie und nicht wieder als Kinofilm. Der US-Sender Fox habe für den Anfang zwölf Folgen bestellt, meldet das Branchenmagazin "Deadline". Ab Herbst 2026 soll die "Baywatch"-Neuauflage laufen. Als ausführende Produzenten sind mehrere Schöpfer der originalen Serie mit an Bord. Die Besetzung aber werde "völlig neu" sein. Mehr wird noch nicht verraten.
Eurojackpot geknackt – jemand in Berlin kann sich freuen
Manche Menschen haben sich detailliert überlegt, was sie machen würden, wenn sie im Lotto gewinnen sollten. Diese Träumerei wird jetzt für eine oder für mehrere Personen in Berlin zur Realität. Der mit der Höchstsumme von 120 Millionen Euro gefüllte Eurojackpot ist geknackt und geht nach Berlin. Laut Westlotto hat ein Lottospieler oder eine Tippgemeinschaft aus der Hauptstadt die richtigen Zahlen gehabt. Mit den Gewinnzahlen 7, 8, 31, 32, 33 und den beiden Eurozahlen 10 und 11 lag nach zwölf Ziehungen ohne Hauptgewinn erstmals wieder ein Spieler richtig. Damit ist der Lotto-Rekordgewinn für Deutschland eingestellt, nachdem der 120-Millionen-Euro-Jackpot vor knapp drei Jahren schon einmal nach Berlin ging.
Frischgebackene Uniabsolventin Lang antwortet Söders Stichelei
Ricarda Lang hat ihren Bachelor-Abschluss in Rechtswissenschaft gemacht. "Bachelor of Laws", kommentiert die 31-Jährige bei Instagram und postet ein Foto von sich vor der Humboldt-Universität in Berlin. Außerdem antwortet sie bei dieser Gelegenheit einem Seitenhieb von Markus Söder. Der CSU-Chef hatte letztes Jahr beim Politischen Aschermittwoch auch auf ihre Kosten Scherze gemacht und gesagt, dass sein Hund anders als Ricarda Lang und Kevin Kühnert eine abgeschlossene Ausbildung habe - "als Schutzhund". Dazu postet Lang nun ein Video, in dem sie kommentiert: "Get new jokes".
Flug über zerstörtes Blatten - Wiederaufbau startet
Nach dem gigantischen Bergsturz im Mai steht Blatten im Walliser Lötschental unter meterhohem Wasser. Der Schaden beträgt rund 280 Millionen Euro. Trotz der Zerstörung läuft der Wiederaufbau planmäßig, erste Rückkehrer sind für Frühjahr 2026 geplant.
Südwesten im Dauerregen – Überschwemmungen möglich
Im Südwesten ist in einigen Regionen Dauerregen angesagt. Bis Donnerstagfrüh regnet es sich richtig ein. Das betrifft laut den ntv-Meteorologen einen Streifen vom Saarland über die Pfalz bis in Teile Baden-Württembergs. Zwischen Saar und Neckar kann es lokal zu Überschwemmungen kommen. Keller, Tiefgaragen, Unterführungen und Straßen könnten volllaufen.
Gebietsweise werden 40 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Lokal könnten es sogar bis zu 90 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden werden, warnt auch der Deutsche Wetterdienst. Zum Vergleich: In Mannheim liegt dem DWD zufolge die mittlere Niederschlagsmenge im September bei gut 53 Litern pro Quadratmeter. Das bedeutet, dass es mancherorts womöglich mehr regnet als sonst in einem ganzen Monat.
Carmen Geiss übersteht Gehirn-OP
Carmen Geiss meldet sich aus dem Krankenhaus, nachdem sie eine Gehirn-Operation überstanden hat. "Alles ist gut verlaufen", sagt die 60-Jährige und bedankt sich via Instagram für die vielen guten Wünsche. Die Nachrichten würden ihr viel Kraft geben. "Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich bin. Ein riesiges Dankeschön an die Ärzte, meine Familie und natürlich an Euch für eure Liebe." Die Unternehmerin hatte sich der OP infolge eines Treppensturzes unterzogen. Es habe sich ein Hämatom am Gehirn gebildet, hatte sie erzählt.
Chinas Militär führt neues "Flugzeugkatapult" vor
Das chinesische Militär hat Aufnahmen eines elektromagnetischen Katapults auf einem Flugzeugträger veröffentlicht. Mithilfe der Anlage können trägergestützte Maschinen mit einem höheren Startgewicht - also beispielsweise schwererer Bewaffnung - abheben.
Autozulieferer aus NRW meldet Insolvenz an
Für die Automobilbranche ist es eine schwierige Zeit. Jetzt trifft es einen weiteren Zulieferer – die Kiekert AG meldet Insolvenz an. Das Unternehmen schreibt, der operative Geschäftsbetrieb werde im vorläufigen Verfahren an allen Standorten regulär weitergehen. "Auch die Löhne und Gehälter der rund 700 Mitarbeitenden in Deutschland sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich November gesichert", heißt es weiter.
Kiekert ist auf Schließ- und Zugangssysteme für Autos spezialisiert. Der Hauptsitz ist im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus. 2012 wurde das Unternehmen vom chinesischen Zulieferer Lingyun übernommen. Weltweit hat Kiekert nach eigenen Angaben rund 4500 Mitarbeitende.
Brand in Stellwerk stört Bahnverkehr - Sabotage?
In der Nähe von Magdeburg hat es in einem Stellwerk der Deutschen Bahn gebrannt. Seitdem ist der Zugverkehr zwischen Magdeburg und Brandenburg/Havel beeinträchtigt. "Es kommt zu Haltausfällen und Verspätungen", schreibt die Bahn. Das inzwischen gelöschte Feuer war am Vormittag im Stellwerk in Gerwisch ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar.
Handelt es sich wieder um Sabotage? Zuletzt hatte es mehrere Vorfälle gegeben, bei denen die Ermittler von vorsätzlicher Brandstiftung ausgehen. Bei Lehrte nahe Hannover brannte vor Kurzem ein Sicherungskasten, ein weiteres Feuer gab es letzten Monat im Gleisbereich bei Wuppertal-Oberbarmen.
Wohl wegen Sandalen: Senior kracht mit Auto in Laden
Ein Rentner im niedersächsischen Buxtehude kommt gerade noch einmal mit dem Schrecken davon. Der 78-Jähriger konnte wohl in seinem Schuhwerk nicht rechtzeitig bremsen und rauscht beim Einparken durch die Scheibe eines Möbelgeschäftes.
Imbiss-Besitzer schildert Attacke von Zechpreller: Stück von Wange abgebissen
Auf der Rechnung standen ein Döner und zwei Bier: Dafür hat ein Gast laut den Aussagen des Imbiss-Inhabers nicht zahlen wollen. In dem Dönerladen in Berlin-Karlshorst kam es deswegen gestern zum Streit, die wie Polizei mitteilt. Der Gast soll die Zahlungsaufforderungen ignoriert haben. Als der Inhaber daraufhin den Koffer des Mannes vor die Tür warf, soll der Gast ihn mit Fäusten attackiert und ihm ein Stück aus der Wange herausgebissen haben. Dann sei der mutmaßliche Zechpreller geflohen, heißt es. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung. Der Imbissbesitzer musste im Krankenhaus behandelt werden.
Razzien bei Polizisten wegen Verdachts auf rassistische Chats
Wegen mutmaßlicher rassistischer und rechtsextremer Chats hat es in Niedersachsen erneut Durchsuchungen bei Polizeibeamten gegeben. Sieben Personen seien betroffen, heißt es vom Landesinnenministerium. Die zwei Beamtinnen und fünf Beamte arbeiten demnach bei der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Polizeidirektion Hannover, dem Landeskriminalamt und der Polizeiakademie Niedersachsen. Sie kannten sich aus ihrer Studienzeit an der Polizeiakademie Niedersachsen. Die Äußerungen in der Chatgruppe mit 24 Teilnehmern liegen bereits mehr als zehn Jahre zurück. Es handelte sich um "Kommentare und Memes mit rassistischen und die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft verharmlosenden Inhalten", heißt es. Auch behindertenfeindliche und diskriminierende Bilder seien versandt worden. Im Zuge der Ermittlungen gegen insgesamt 20 Personen wurden bereits mehrere Disziplinarverfahren eingeleitet.
Trump greift UNO frontal an
Inhaltlich holt Donald Trump bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung zum Rundumschlag aus - und greift etwa die Vereinten Nationen an. "Die Vereinten Nationen haben ein so enormes Potenzial", sagt Trump. "Aber sie kommen nicht annähernd an dieses Potenzial heran". Insbesondere als Friedensstifterin habe die UNO versagt.
Trump behauptet erneut, er habe seit seinem erneuten Amtsantritt im Januar sieben Kriege beendet. Den Vereinten Nationen unterstellt er, sie hätten nicht einmal versucht zu helfen. Die UNO sei nur gut in "leeren Worte, und leere Worte beenden keinen Krieg". Überdies erzeugten die Vereinten Nationen neue Probleme, wie etwa die "unkontrollierte Migration", die zur "Invasion" vieler Länder führe, sagt Trump weiter.
Trump: "Wer diesen Teleprompter bedient, steckt in großen Schwierigkeiten"
"Der Teleprompter funktioniert nicht" - mit diesem Hinweis beginnt US-Präsident Donald Trump seine Rede vor der UN-Generalversammlung in New York. "Ich kann nur sagen, dass derjenige, der diesen Teleprompter bedient, in großen Schwierigkeiten steckt", scherzt er. Danach liest er von den vor ihm liegenden Zetteln ab.
Secret Service hebt gewaltiges Stör-Netzwerk in New York aus
Kurz vor dem Beginn der UN-Generaldebatte melden US-Behörden die Zerschlagung eines verdächtigen Kommunikationsnetzwerkes. Es hätte die gesamte Kommunikation in New York lahmlegen können, erklärt der Secret Service. Das Netzwerk aus 300 SIM-Servern und 100.000 SIM-Karten wäre in der Lage gewesen, "anonyme Droh-Anrufe" auszuführen, Handy-Funkmasten auszuschalten und eine verschlüsselte Kommunikation zwischen möglichen "Droh-Akteuren" und kriminellen Organisationen zu ermöglichen, so die Behörde. Die Gegenstände hätten sich in einem Umkreis von 56 Kilometern um den Hauptsitz der Vereinten Nationen befunden. Der Secret Service äußert einen Verdacht, wer dahintersteckt: Erste Erkenntnisse deuteten auf Handy-Kommunikation zwischen "staatlichen Akteuren" aus dem Ausland und "den Strafverfolgungsbehörden bekannten Personen" hin.
Kohl-Witwe klagt gegen Helmut-Kohl-Stiftung
Es wird über die Nutzung des Namens Helmut Kohl gestritten. Dem Landgericht Berlin liegt eine Unterlassungsklage vor. Eingereicht haben sie Maike Kohl-Richter, die Witwe des früheren Kanzlers, sowie der von ihr gegründete Verein Helmut Kohl Stiftung e.V. mit Sitz in Ludwigshafen. Sie klagen gegen die Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung in Berlin. Die vom Bundestag errichtete Stiftung soll den Namen des früheren Kanzlers nicht mehr verwenden.
Die Stiftung sei nicht im Sinne von Helmut Kohl und die Nutzung des Namens nicht autorisiert, argumentieren die Kläger einem Anwalt zufolge. Kohl-Richter habe "gegenüber der CDU versucht, auf die die Initiative für die Berliner Bundesstiftung zurückgeht, Helmut Kohls Willen und seine Vorstellungen einzubringen. Leider hat sich die CDU jeglichen Gesprächen über Helmut Kohls Vorstellungen hartnäckig verweigert", so der Anwalt.
Die Stiftung weist die Vorwürfe zurück und beantragt, die Klage zurückzuweisen.
Die Stiftung wurde 2021 gegründet. Sie hat es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht, an das politische Wirken und die Lebensleistung des langjährigen Bundeskanzlers zu erinnern.
Parallel zu dem Verfahren beim Berliner Landgericht läuft ein Streit um Markenrechte, die die Kohl-Witwe sich gesichert hat.
Leiche in abgebranntem Wohnhaus gefunden
Im schleswig-holsteinischen Pinneberg machen die Einsatzkräfte nach dem Brand eines Wohnhauses einen traurigen Fund. Es wurde eine Leiche in dem Gebäude gefunden. Zur Identität und Todesursache macht die Polizei bisher keine Angaben. Zuvor hatte die Feuerwehr erklärt, dass ein neunjähriges Mädchen vermisst werde und davon auszugehen sei, "dass sich das Kind noch in der Brandruine befindet". Das Feuer war gestern Abend ausgebrochen. Die Eltern der Neunjährigen und deren Bruder konnten sich auch mithilfe von Nachbarn selbst retten. Alle drei wurden verletzt, der Vater schwer. Die Brandursache wird noch untersucht.
US-Polizei stoppt Macron - der ruft bei Donald Trump an
Derzeit verbreitet sich ein Video, in dem der französische Staatschef Macron mit seinen Begleitern in den Straßen von New York festsitzt. Der Grund: Die Polizei hatte Sperren errichtet, damit die Fahrzeugkolonne von US-Präsident Donald Trump Platz hat. Macrons Wunsch, durchgelassen zu werden, kommen die Beamten anscheinend nicht nach.
Der französische Staatschef ist daraufhin zu sehen, wie er zum Smartphone greift und anscheinend US-Präsident Donald Trump anruft. "Rate mal! Ich stecke wegen Dir auf der Straße fest", sagt Macron mit einem Lachen. In New York war gestern der Nahostkonflikt Thema in einer Konferenz zur Zweistaatenlösung.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Mein Kollege Robin Grützmacher hat sich soeben in den Feierabend verabschiedet und lässt Sie noch schön grüßen! Nun darf ich Sie weiter durch den Nachrichten-Tag begleiten. Mein Name ist Heidi Ulrich. Bei Hinweisen zum "Tag" schreiben Sie mir gern an heidi.ulrich(at)ntv.de.
Heftiger Unfall: Linienbus kracht in Reisebüro, Pkw überschlägt sich
Ein Linienbus ist im Nordosten Nordrhein-Westfalens nach einem Zusammenstoß mit einem Auto in ein Reisebüro gekracht. Der Pkw überschlug sich in Petershagen und blieb an einem Laternenpfosten auf dem Dach liegen. Der 60 Jahre alte Busfahrer sei schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zunächst habe Verdacht auf Lebensgefahr bestanden. Die 59-jährige Autofahrerin sei leicht verletzt worden. Beide wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Die Ursache des Unfalls am frühen Morgen ist bislang unklar. Der Bus war laut Polizei bis auf den Fahrer unbesetzt. Auch in dem Geschäft sei noch niemand gewesen.
Das Technische Hilfswerk (THW) war im Ortsteil Lahde vor Ort, um die Statik des beschädigten Gebäudes zu prüfen. Teile müssten abgestützt werden, teilte die Polizei weiter mit. Die Arbeiten dauerten am Mittag noch an. Erst danach soll der Bus aus dem Reisebüro geborgen werden.
Verheerendes Feuer: Familie klettert aus brennendem Haus - Tochter vermisst
In der Nacht bricht in einem zweistöckigen Haus im schleswig-holsteinischen Pinneberg Feuer aus. Eine Nachbarin eilt mit einer Leiter zu Hilfe und rettet so Mutter, Vater und ihren Sohn. Doch die Tochter der Familie bleibt nach Aussage der Mutter im Dachgeschoss zurück. Noch immer kann niemand in das Gebäude:
Vater im Block-Prozess: "Die Kinder wundern sich"
Im Prozess um die Entführung zweier Kinder hat der Ex-Mann der angeklagten Unternehmerin Christina Block berichtet, dass der Junge und das Mädchen sich über Medien genau über den Prozess informierten. "Die Kinder wundern sich, dass Frau Block immer noch nicht die Wahrheit sagt", sagte der 51 Jahre alte Nebenkläger, während er von der Verteidigung mehrere Stunden befragt wurde. Die Kinder würden nicht verstehen, dass sie nicht zu der Entführung stehe und "auch alle anderen hier" nicht.
An Silvester 2023/24 waren der damals zehnjährige Sohn und die 13-jährige Tochter mutmaßlich von Mitarbeitern einer israelischen Sicherheitsfirma entführt und zur Mutter nach Deutschland gebracht worden. Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House" Eugen Block, ist angeklagt, die Rückholaktion in Auftrag gegeben zu haben, was sie bestreitet. Es gibt sechs weitere Angeklagte. Vorausgegangen war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit. Hensel hatte den Sohn und die Tochter nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht mehr zur Mutter zurückgebracht.
Nato warnt Russland vor weiteren Luftraumverletzungen
Nach Beratungen in Brüssel folgt eine klare Ansage der Nato an Russland: Man werde alle notwendigen Mittel einsetzen, um sich zu verteidigen.
Schlimme Attacke auf schlafenden Obdachlosen
Wie hinterhältig und bösartig kann man sein? Unbekannte haben unter einer Bank mit einem schlafenden Obdachlosen ein Feuer gelegt. Dazu sei Unrat unter seiner Schlafstätte in einer Bushaltestelle in Brand gesetzt worden, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer sei unmittelbar unter dem Kopf des 61-Jährigen gelegt worden, hieß es weiter. Der Mann blieb glücklicherweise unverletzt. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein und sucht nun nach Zeugen.
Der Obdachlose war den Polizeiangaben zufolge gegen 2:20 Uhr durch starke Hitze wach geworden und hatte das Feuer entdeckt. Rund um die Bushaltestelle fanden die eingesetzten Beamten zahlreiche Drohbotschaften, die jemand mit roter Schrift an die Scheibe und auf Stromkästen im Umfeld geschrieben hatte. Nach Auskunft des Polizeisprechers richten sich die Hasskommentare gegen den Obdachlosen persönlich. Die Ermittlungen dauerten an.
Seltene Tiere in Zoo geschlüpft
Besonderen Echsen-Nachwuchs können Besucher bald im Zoo Leipzig beobachten. Neben Schlangen, Schildkröten, Alligatoren sind erstmals auch junge Komodowarane zu sehen, wenn das Terrarium nach einer Sanierung am Samstag wieder geöffnet wird. Die noch kleinen Echsen sind nach rund 200 Tagen im August geschlüpft, wie der Zoo mitteilte. Die Nachzucht dieser bedrohten Art ist nach Angaben des Zoos europaweit eine Seltenheit. Komodowarane sind die größten heute lebenden Echsen und erreichen ausgewachsen eine Länge von bis zu drei Metern.
Bei einer konstanten Temperatur von 31 Grad wurden die Eier über sechs Monate hinweg bebrütet. Da unter Komodowaranen Kannibalismus herrscht, werden die geschlüpften Jung-Warane von den erwachsenen Tieren zunächst getrennt gehalten.
Seine Freundin? Lothar Matthäus zeigt sich mit glamouröser Begleitung
Nicht zum ersten Mal war Lothar Matthäus gestern mit der Frau zu sehen, die mit ihm zur Verleihung des Ballon d'Or in Paris kam. An seiner Seite hatte er eine glamouröse Begleitung, die mit schwarzem Spitzenkleid in Blumenoptik für Aufsehen sorgte. Der deutsche Rekordnationalspieler selbst posierte im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte für die Fotografen.
Mit der Dame zeigte sich Matthäus Medienberichten zufolge bereits im April dieses Jahres bei einem Skirennen. Später sollen sie auch gemeinsam in die Münchner Allianz-Arena gekommen sein. Die Verleihung des Ballon d'Or ist die Glamour-Veranstaltung im Weltfußball schlechthin. Seit 1956 kürt die französische Fußball-Fachzeitschrift "France Football" den aktuell besten Kicker der Welt. Lothar Matthäus hat die Auszeichnung im Jahr 1990 selbst gewonnen.
Evelyn Palla ist neue Chefin der Deutschen Bahn
Der Bahn-Aufsichtsrat beruft die gebürtige Südtirolerin in seiner Sitzung auf den Spitzenposten, wie die Deutsche Bahn mitteilt.
Alarmierende ADAC-Testergebnisse: Jeder dritte Winterreifen ist "echtes Sicherheitsrisiko"
Der ADAC nimmt sich in einem großangelegten Test ganze 31 Winterreifen vor. Das Ergebnis: alarmierend. Jedes dritte Modell bekommt in Sachen Fahrsicherheit nur die Note mangelhaft. Günstig ist dabei nicht automatisch schlecht, auffällig oft sind Produkte aus dem Budget-Segment vertreten:
USA verbieten iranischer Delegation Luxus-Shopping in New York
Die USA haben der iranischen Delegation für ihren Besuch zur UN-Generalversammlung in New York strikte Auflagen erteilt. Ihr Zugang zu Großhandelsmärkten und Luxusgütern werde beschränkt, sagte Tommy Pigott, Sprecher des US-Außenministeriums, laut einer Mitteilung. "Wir werden es dem iranischen Regime nicht erlauben, seinen klerikalen Eliten eine Einkaufstour in New York zu ermöglichen, während das iranische Volk unter Armut, zerfallender Infrastruktur und gravierendem Mangel an Wasser und Strom leidet", sagte Pigott weiter.
In der Vergangenheit hatten Einkäufe der iranischen Delegation zu Schlagzeilen geführt. Vor drei Jahren etwa geriet der inzwischen verstorbene Präsident Ebrahim Raisi in die Kritik, nachdem sein Team einen kleinen Lastwagen voller Souvenirs nach Teheran gebracht hatte. Iranische Medien berichteten über Babywindeln, Nahrungsergänzungsmittel und Küchengeräte.
Dänemark spricht nach Drohnensichtung von "Anschlag auf Infrastruktur"
Am Flughafen Kopenhagen werden mehrere Drohnen gesichtet. Der Flugverkehr kommt zum Erliegen. Stunden später nennt die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen Details.
Erkennen Sie ihn? Alter Aldi-PC wird in Museum ausgestellt
Vielleicht haben Sie ja jetzt so etwas wie einen gedanklichen Flashback und waren vor fast drei Jahrzehnten selbst einer der Kunden: Ab dem Jahr 1995 standen Menschen an bestimmten Aktionstagen oft stundenlang vor den Türen von Aldi, um dort einen erschwinglichen Computer zu ergattern. Nun kommt der Aldi-PC in eines der meistbesuchten Museen in Deutschland.
Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik in Bonn zeigt von heute an einen Tower-PC mit Disketten- und CD-Rom-Laufwerk von Aldi aus dem Jahr 1997, den das Museum bereits 2009 von einem privaten Stifter aus Köln erhalten hatte. Mit diesem Rechner wird ein erster Teil einer neuen Dauerausstellung eröffnet, die an dieses bedeutende Detail der Technikgeschichte in Deutschland erinnert.
Deutsche Urlauberin wird in Italien weiter vermisst
In Italien wird nach heftigen Regenfällen im Norden des Landes weiterhin eine deutsche Urlauberin vermisst. Die 64 Jahre alte Frau wurde nach Angaben der Feuerwehr auf einem Campingplatz in der Gemeinde Spigno Monferrato in der Region Piemont von einer Flutwelle mitgerissen. Trotz einer großangelegten Suchaktion gelang es bislang nicht, sie zu finden. Im Norden Italiens sind nach schweren Regenfällen zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. In den nächsten Tagen soll es weiter regnen.
Nach Angaben der Feuerwehr war die Frau mit ihrem Ehemann in einem Wohnwagen unterwegs, wo sie auf einem Campingplatz namens Tenuta Squaneto in der Nähe des Flusses Valla Halt machten. Infolge des schweren Regens setzte sich der Wagen plötzlich in Bewegung. Das Paar versuchte, zu Fuß zu fliehen. Der Mann, der einen Hund im Arm hielt, konnte sich demnach in Sicherheit bringen. Die Frau hingegen soll ausgerutscht und mit einem weiteren Hund von der Strömung mitgerissen worden sein.
Drama an Bahnsteig: Einjähriges Kind fährt alleine in Regionalbahn
Den Schock, den diese Mutter gehabt haben muss, kann man sich wahrscheinlich kaum vorstellen: Am Bahnhof Hannover-Langenhagen hat eine Frau ihr einjähriges Kind und Gepäck in einen Regionalzug geladen, dann schlossen sich plötzlich die Zugtüren vor ihr und ließen sich nicht mehr öffnen.
Das kleine Mädchen fuhr daraufhin alleine mit dem Zug in Richtung Uelzen davon. Eine 26-Jährige aus Eschede und eine 66-Jährige aus Hannover betreuten das Baby laut einer Mitteilung der Polizei. Die Mutter ließ sich mithilfe des Schaffners kontaktieren. Am Bahnhof in Uelzen konnte sie ihr Kind bei der Zusammenführung schließlich wieder in die Arme schließen.
Mann stirbt bei schrecklichem Arbeitsunfall
Bei einem Arbeitsunfall ist ein Mann in Wiesbaden in ein Brunnenbohrgerät geraten und gestorben. Wie die Polizei in der hessischen Landeshauptstadt mitteilte, war der 55-Jährige im Stadtteil Frauenstein mit einer Brunnenbohrung beauftragt und bediente dafür ein selbstfahrendes Gerät. Bei den Arbeiten geriet er in das Gerät und erlitt schwerste Verletzungen.
Anrufer meldeten das Unglück in einer Schrebergartenanlage, Polizei und Rettungsdienst konnten bei ihrem Eintreffen aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Für mehrere Menschen, die auf den Unfall aufmerksam geworden waren, wurden Notfallseelsorger angefordert. Die Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz nahmen Ermittlungen auf, auch ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.
Studie: Deutsche Bürokratie kostet Wirtschaft 67 Milliarden Euro
Nun habe ich eine Zahl für Sie, bei der man ganz schön schlucken muss: Die Bürokratie in Deutschland hat die Wirtschaft 2024 gut 67 Milliarden Euro gekostet. Das zeigt eine neue Studie des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA). Die Summe entspreche rund eineinhalb Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Kosten seien konservativ geschätzt.
Bürokratie verringere die Produktivität und binde Mittel, die nicht anderweitig eingesetzt werden könnten, etwa in Forschung und Entwicklung oder der Produktion. "Es ist deshalb ein Standortvorteil, wenn bürokratische Prozesse mit möglichst geringem Aufwand umgesetzt werden können - beispielsweise automatisiert und digital", schreibt der VFA. Und warnt: "Umgekehrt verlieren Standorte mit hohen bürokratischen Lasten an Attraktivität." In der Pharmabranche werde schon jede fünfte Arbeitsstunde für die Erfüllung von Dokumentations- und Berichtspflichten aufgewendet, heißt es in dem Papier.
Nach Chaos-Tag: Aufatmen für Bahnfahrer und neue Details zu den Ursachen
Das erneute Chaos bei der Deutschen Bahn hat gestern wieder viele Menschen ausgebremst. So auch den Autor dieser Zeilen, der leider immer stärker mit dem Kauf eines Autos liebäugelt. Nun soll es aber immerhin wieder laufen bei der Bahn. "Der erste Zug ist heute pünktlich um drei Uhr in Hamburg losgefahren", sagte ein Sprecher. Wegen der Störung waren am Montag sämtliche ICE-Züge zwischen Berlin und Hamburg in beide Fahrtrichtungen ausgefallen. Zwischen Hamburg und Hannover wurden zudem Züge umgeleitet. Seit der Nacht seien die Reparaturarbeiten abgeschlossen, hieß es. Die Oberleitung war nach Bahnangaben auf rund 300 Metern beschädigt. Ersten Erkenntnissen zufolge verursachte ein Güterzug den Schaden.
Pendler zwischen Köln und Düsseldorf müssen zudem nicht mehr mit Auswirkungen der gestrigen Sperrung rechnen. Wie ein Bahnsprecher bestätigte, läuft der Verkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung wieder planmäßig. Unbekannte hatten in der Nacht zum Montag einen unterirdischen Kabelschacht geöffnet und alle Kabel mit einem Trennschleifer durchtrennt. Damit wurde ein Stellwerk in Leverkusen lahmgelegt.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle blicken wir auf die Themen des Tages. Was für Termine stehen an?
Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt die Generaldebatte der 80. Vollversammlung
Der Nato-Rat berät über die Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bringt den Regierungsentwurf für den Haushalt 2026 in den Bundestag ein
Aufsichtsratssitzung Deutsche Bahn: Der Bahn-Aufsichtsrat ist unter anderem zuständig für die Bestellung des neuen Spitzenpersonals
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius empfängt seinen schwedischen Amtskollegen Pål Jonson
Ich wünsche Ihnen einen schönen Dienstag. Bei Anregungen, Fragen oder Kritik schreiben Sie gerne eine Mail an: robin.gruetzmacher@ntv.de.
Überraschende Umfrage zur höheren Erbschaftssteuer
Unter anderem wegen klaffender Haushaltslücken hat die Debatte um das Thema Steuergerechtigkeit beim Erben zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Viele Menschen sind der Meinung, dass sich etwas ändern muss. Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für eine höhere Erbschaftsteuer auf große Vermögen aus. Wie eine veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" ergab, fänden das 57 Prozent richtig. 38 Prozent lehnen höhere Belastungen für reiche Erben demnach ab. Fünf Prozent äußern sich nicht.
Überraschenderweise befürworten auch 57 Prozent der Anhänger von CDU und CSU höhere Steuern auf große Erbschaften. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU hatte Steuererhöhungen am Wochenende hingegen grundsätzlich abgelehnt. Die Regeln für die Erbschaftsteuer sind umstritten, weil die Steuer häufig auf kleinere Vermögen erhoben wird, während große Vermögen wegen zahlreicher Ausnahmen vor allem für Unternehmenserben oft weitgehend steuerfrei bleiben. Noch in diesem Jahr wird dazu ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erwartet.
Nächste Schlappe vor Gericht für Donald Trump
Der dänische Energiekonzern Orsted hat im Streit um ein fast fertiggestelltes Windkraftprojekt in den USA einen juristischen Sieg gegen die Regierung von Präsident Donald Trump errungen. Ein Bundesrichter in Washington hob einen von der Regierung im August verhängten Baustopp für das Projekt "Revolution Wind" auf. Richter Royce Lamberth bezeichnete die von der Regierung Wochen nach dem Stopp nachträglich vorgebrachten Erklärungen als "Höhepunkt willkürlichen und launenhaften" Regierungshandelns.
Lamberth begründete seine einstweilige Verfügung damit, dass dem Projekt ein "irreparabler Schaden" drohe und eine Investition von fünf Milliarden Dollar gefährdet sei. "Wenn Revolution Wind die Fristen nicht einhalten kann, könnte das gesamte Projekt scheitern", sagte er. Ein Sprecher von Orsted teilte mit, das Unternehmen werde die betroffenen Bauarbeiten so schnell wie möglich wieder aufnehmen. Man werde sich weiterhin um eine Zusammenarbeit mit der US-Regierung bemühen. Das Projekt befindet sich rund 24 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Rhode Island und soll nach seiner Fertigstellung Strom für 350.000 Haushalte liefern.