mit Janis PeitschDas war Dienstag, der 10. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" endet mit einer schrecklichen Nachricht: Bei dem Brand eines Linienbusses in der Schweiz sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Alles zu den Hintergründen erfahren Sie hier.
Ansonsten möchte ich Ihnen noch folgende Texte empfehlen:
Unglück in Kleinstadt Kerzers: Sechs Tote bei Busbrand in der Schweiz
"Kapazität für immer verloren": Dieser Öl-Schock wird länger dauern als der Iran-Krieg
Sollte so der Ölpreis sinken? US-Energieminister Wright vermeldet Tanker-Eskorte, die es nicht gab
Experte sieht harte Einschnitte: "Die Party ist vorbei - VW-Mitarbeiter müssen Kröten schlucken"
Reicher als die nächsten drei: "Forbes" sieht Musk auf Weg zum ersten Billionär
Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und eine erholsame Nacht.
Senta Berger spricht erstmals über schweren Bühnensturz
Mitte Januar stürzte Senta Berger bei einer Veranstaltung in der Hamburger Laeiszhalle von einer Bühne und brach sich dabei den Oberschenkel. Tagelang wurde die 84 Jahre alte Schauspielerin auf der Intensivstation behandelt. Jetzt, rund zwei Monate später, meldet sie sich in einem ersten Interview aus der Reha zurück.
"Als ich hier aus Hamburg ankam, konnte ich nichts, gar nichts. Nicht gehen. Nicht stehen", sagt Berger der "Bild"-Zeitung rückblickend. Die Fortschritte, die sie seitdem gemacht habe, beschreibt sie als "groß und erstaunlich".
Der eigentliche Sturz wird ihr jedoch ein unlösbares Rätsel bleiben, so Berger: "Ich höre nur noch den Aufprall auf das Parkett vor der ersten Zuschauerreihe." Sie habe zunächst alles nicht begreifen können, bis ein Arzt der Ambulanz sagte: "Sehen Sie mal Ihre Beine an. Das eine ist viel kürzer als das andere. Sie haben einen Oberschenkelbruch."
Linienbus brennt - Tote und Verletzte in der Schweiz
Brennender Bus, unklare Opferzahl: In der Schweiz hat es bei einem Unglück mit einem Linienbus mehrere Tote und Verletzte gegeben.
Der Bus war aus bislang ungeklärter Ursache in der Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg in Brand geraten, wie die Polizei berichtete. In sozialen Medien kursieren Bilder von dem brennenden Gefährt. Ein Augenzeuge soll Medienberichten zufolge angegeben habe, dass sich eine Person im Bus mit Benzin selbst angezündet habe.
Wie viele Menschen an Bord waren und wie viele verletzt wurden oder ums Leben kamen, ist unklar. Der Rettungseinsatz ist noch im Gange, wie die Polizei des Kantons auf Facebook berichtet.
Schuss bei Verkehrskontrolle in Leipzig - Fahrer flüchtet
Dramatische Szenen bei einer Verkehrskontrolle in Leipzig: Gegen Mittag wollen Polizisten im Osten der Stadt routinemäßig ein Auto kontrollieren. Doch der Fahrer gibt unvermittelt Gas und erfasst einen der Beamten, der ein Stück weit mitgeschleift wird.
In der Folge sei ein Schuss aus der Dienstwaffe des 41-Jährigen abgegeben worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Wie es dazu kam, sei derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Durch den Schuss wurde niemand verletzt.
Das Auto wurde später unweit der Kontrollstelle leer in einer Querstraße gefunden. Der Fahrer sei geflüchtet.
Rechtsextremist Martin Sellner siegt vor Gericht
Martin Sellner ist Führungsfigur der als rechtsextremistisch eingestuften Identitären Bewegung. Am Verwaltungsgericht Karlsruhe hat sich der Österreicher nun erfolgreich gegen ein Aufenthaltsverbot gewehrt. Damit hatte die Gemeinde Neulingen (Enzkreis) im August 2024 eine Lesung des 37-Jährigen verhindert.
Die Gemeinde hatte laut dem Gericht etwa argumentiert, dass von Sellner wegen seiner verfassungswidrigen Positionen in Verbindung mit seiner hohen Reichweite eine Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung ausgehe. Dagegen klagte Sellner - und bekam recht.
Das Aufenthaltsverbot sei rechtswidrig gewesen, heißt es nun aus Karlsruhe. Die Gemeinde habe keine hinreichenden Anhaltspunkte genannt, dass eine strafrechtlich relevante Äußerung zu befürchten gewesen sei.
Trump-Enkelin sorgt mit Luxuseinkauf für Shitstorm
Donald Trumps Enkelin Kai Trump ist als Influencerin erfolgreich. Ein Ausflug der 18-Jährigen in einen Luxus-Lebensmittelladen spaltet aber nun die Gemüter im Netz.
In einem neuen Youtube-Video sieht man die Amateur-Golferin durch einen Erewhon-Supermarkt in Los Angeles schlendern - begleitet von Agenten des Secret Service. Die Kette ist bekannt für ihre exorbitanten Preise. Am Ende lässt die Trump-Enkelin 233 Dollar in dem Laden.
Nach dem Einkauf probiert Kai Trump die Produkte, doch viele davon gefallen ihr nicht. Das Verhalten der jungen Frau kommt bei vielen Nutzern nicht gut an. "Die meisten Amerikaner können sich wegen deines Opas kaum normale Lebensmittel leisten", kommentiert ein User. Ein anderer kommentiert: "Meine Steuern bezahlen deinen Secret Service, das kotzt mich an!"
"Forbes" zählt so viele Milliardäre wie noch nie
Reich, reicher, am reichsten: Der Boom um Künstliche Intelligenz hat die Zahl der Milliardäre weltweit auf einen neuen Höchststand getrieben, wie das US-Magazin "Forbes" schreibt.
An der Spitze der Reichsten-Liste steht das zweite Jahr in Folge Elon Musk, Chef des Raumfahrtkonzerns SpaceX und des Elektroautobauers Tesla. Sein geschätztes Vermögen beläuft sich auf 839 Milliarden Dollar (rund 725 Milliarden Euro).
Die nunmehr 40. "Forbes"-Liste der Reichen umfasst nach Angaben des Magazins 3428 Milliardäre. Das sind 400 mehr als im vergangenen Jahr. Es ist der höchste Stand seit Einführung der Liste 1987.
Piloten bei Lufthansa streiken Donnerstag und Freitag
Passagiere der Lufthansa müssen sich auf den nächsten großen Streik der Piloten einrichten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 5.000 Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik an diesem Donnerstag und Freitag (12. und 13. März) aufgerufen. Gefährdet sind Starts aus Deutschland der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Frachttochter Lufthansa Cargo und erstmals bei der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline.
Forscher zeigen: So sehen Mäuse die Welt
Wie sehen Mäuse die Welt? Mithilfe Künstlicher Intelligenz machen britische Forscher sichtbar, wie das Gehirn der Tiere auf Videos reagiert - und liefern damit neue Erkenntnisse über die Verarbeitung von Bildern in Gehirnen von Tieren und Menschen.
Bundeswehr interessiert sich für ehemalige Goebbels-Villa
Im Jahr 1939 ließ NS-Reichspropagandaminister Joseph Goebbels bei Wandlitz den "Waldhof" erbauen, dazu kamen weitere Gebäude. Mittlerweile verfällt das Areal nördlich von Berlin, die Gemeinde Wandlitz sucht einen Investor. Nun prüft die Bundeswehr die Nutzung des riesigen Areals in Brandenburg.
Bei den Gesprächen über die 16 Hektar große Liegenschaft am Bogensee sind auch das Land Brandenburg und die Gemeinde Wandlitz "eng eingebunden", sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr.
Wegen der sicherheitspolitischen Lage und neuer Nato-Vorgaben müsse die Bundeswehr schnell wachsen. Deshalb gebe es auch größeren Bedarf an unterschiedlichster Infrastruktur, so der Sprecher.
Katzenberger sieht nach Laserbehandlung "aus wie Stoppschild"
Daniela Katzenberger zieht ihre alte Haut wortwörtlich ab: Nach einer CO2‑Laserbehandlung zeigt sich ihr Gesicht stark gerötet. Warum sie den Eingriff trotzdem empfiehlt, und was medizinisch dahintersteckt, verrät sie im Video.
Ex-AfD-Chef Meuthen kehrt der Politik den Rücken
Der frühere AfD-Chef Jörg Meuthen zieht sich aus der aktiven Politik zurück. Zuletzt war der 64-Jährige stellvertretender Bundesvorsitzender der Kleinpartei Werteunion und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Nach der herben Schlappe am Sonntag ist nun Schluss.
"Ich gebe alle Parteifunktionen auf, bleibe nur einfaches Parteimitglied", sagte Meuthen der "Bild". Als Vize-Landesvorsitzender sei er bereits zurückgetreten und werde auf dem Bundesparteitag der Werteunion auch nicht mehr für den Bundesvorstand kandidieren. "Dieses Wahlergebnis war eine wirklich heftige Enttäuschung."
Landesweit hatte die Werteunion nur 0,2 Prozent der Wählerstimmen bekommen.
Fahrer verpatzt brenzliges Wendemanöver - Auto ruiniert
Ein brennender Lkw sorgt im Süden Chinas für eine gefährliche Situation. Ein nahe geparktes Auto gerät dabei in unmittelbare Nähe der Flammen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie der Fahrer versucht, sein Fahrzeug aus der Gefahrenzone zu bewegen - und dabei zu nahe an die Flammen gerät.
Dakota Johnson macht Werbung für Unterwäsche und zieht blank
"Fifty Shades of Grey"-Star Dakota Johnson Dakota Johnson ist das neue Werbegesicht von Calvin Klein. Für die Frühlingskampagne des Unternehmens lässt die Schauspielerin nun die Hüllen fallen.
Fotos zeigen die 35-Jährige beispielsweise mit schwarzem BH und High Heels auf einem Sofa - der Rest ihres Körpers ist nackt. Am Pool bedeckt ein Buch ihren unbekleideten Schoß.
Als Model für das bekannte Modelabel tritt Johnson in große Fußstapfen. Zuletzt hatten Stars wie Jeremy Allen White und Bad Bunny mit ihren Shootings für Aufsehen gesorgt.
Orban verordnet ungarischen Tankstellen Preisdeckel
Ungarn deckelt wegen teurer Spritpreise nach dem Iran-Krieg die Kosten an der Zapfsäule. Benzin darf ab sofort höchstens 595 Forint pro Liter kosten, Diesel 615 Forint. Das entspricht 1,51 beziehungsweise 1,59 Euro. Das steht in einer Verordnung von Ministerpräsident Viktor Orban. Für Autos mit ausländischem Kennzeichen gilt der Deckel nicht. Urlauber, Geschäftsleute und Fahrer ausländischer Busse und Lkws zahlen weiter Marktpreise, die Tankstellen festlegen. Die sind in den vergangenen zehn Tagen deutlich gestiegen. 2022 sorgte ein ähnlicher Schritt zu Panikkäufen und einer Begrenzung des Angebots.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollege Lukas Wessling verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Auto zieht in Hamburg auf Busspur - 13 Verletzte
In Hamburg sind ein Linienbus und ein Auto zusammengestoßen. 13 Fahrgäste wurden verletzt, drei davon schwer. Der Bus fuhr mittags auf einer Busspur im Ortsteil Rotherbaum, als ein Auto plötzlich in die Spur zog. Trotz Vollbremsung kam es zum Crash. Warum das Auto die Spur wechselte, ist noch unklar.
13:36 Junge polnische Heißluftballon-Pilotin stirbt nach Sturz
Vermutlich stürzte sie aus dem Korb, als ihr Ballon ein Gebäude streifte. Im polnischen Zielona Góra endet ein Flug mit einem Heißluftballon tödlich. Eine 28-Jährige stirbt, zwei weitere Frauen landen im Krankenhaus.
Schlagzeilen am Mittag
Trump soll im Weißen Haus seine Schuhwahl durchgesetzt haben
US-Präsident Donald Trump herrscht im Weißen Haus offenbar auch über die Garderobe: Mehrere US-Medien berichten, der Präsident bestelle Schuhe für seine Minister, für Behördenmitarbeiter und Kongressmitglieder. Eine Mitarbeiterin wird mit der Aussage zitiert: "Alle Jungs haben sie. Es ist total komisch, weil alle Angst haben, sie nicht zu tragen." Trump setzt demnach auf Anzugschuhe der Marke Florsheim. Trumps Vize Vance und Außenminister Rubio sollen ihre Schuhe nach einem Termin im Dezember bekommen haben, bei dem Trump ihre bisherigen Schuhe laut Berichten als schäbig bezeichnete und einen Katalog hervorholte.
Bahn profitiert offenbar von hohen Spritpreisen
Hohe Spritpreise treiben mehr Menschen in die Züge der Deutschen Bahn. Im Fernverkehr liegen die Buchungen laut Bahn zuletzt deutlich über den Prognosen – an einzelnen Tagen sogar bis zu zehn Prozent über dem Vorjahr. "Wir gehen davon aus, dass die steigenden Benzinkosten dabei ein wichtiger Treiber sind", so eine Sprecherin.
Üppige Regenfälle lassen das Death Valley blühen
Das kalifornische Death Valley sei "eigentlich für heißes Wetter, Sand und Staub bekannt" zitiert NBC David Blacker, den Geschäftsführer einer örtlichen Naturkundeorganisation. Das Tal beherbergt eine der trockensten Wüsten der Welt, die Regenfälle im Herbst und Winter aber hätten das Death Valley "in eine atemberaubende Landschaft voller Farben verwandelt", so Blacker demnach: "Der Duft ist einfach unglaublich."
Baggerfahrer wird von Sturzflut inklusive Fels überrascht
Ein indonesischer Baggerfahrer kann sich vor einer Sturzflut auf den Baggerarm retten und sieht von dort einen Fels auf ihn zukommen. Aufnahmen halten die dramatische Szene fest.
Gericht kippt Absage der Bürgermeisterwahl in Strausberg
Die Absage der Bürgermeisterwahl im brandenburgischen Strausberg war rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) im Eilverfahren entschieden: SPD-Landrat Gernot Schmidt hatte demnach kein Recht, die Wahl nachträglich zu annullieren. Dafür sei er nach dem Wahltag nicht zuständig. Bei der Wahl hatte es Unstimmigkeiten mit Briefwahlunterlagen gegeben. Die Stichwahl soll am Sonntag sein – das Gericht hält eine Verschiebung für möglich.
Waffenschmuggel für Hamas? Mann bei Einreise aus Libanon festgesetzt
Die Bundesanwaltschaft hat einen weiteren mutmaßlichen Hamas-Waffenschmuggler festnehmen lassen. Der Mann wurde demnach am Freitag bei der Einreise aus dem Libanon nach Zypern am Flughafen gefasst, am Sonntag durchsuchten Ermittler seine Wohnung in Berlin. Er soll über einen Dritten 300 Schuss scharfe Munition weitergegeben haben. Die Waffen könnten laut Ermittlern für Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa gedacht gewesen sein. Der Beschuldigte soll nach Deutschland überstellt und in Karlsruhe einem Richter vorgeführt werden.
US-Gericht verurteilt Immobilienbrüder wegen Sexhandels
Drei Brüder aus der US-Immobilienbranche sind in den USA des Sexhandels schuldig gesprochen worden. Oren, Tal und Alon Alexander galten als "Golden Boys" und sollen Frauen mit dem Versprechen luxuriöser Reisen und Unterkünfte gelockt haben, um "Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zu betreiben". Laut Anklage setzten sie "ihren Reichtum und ihre einflussreichen Positionen in der Immobilienbranche" ein, um Frauen zu Partys zu bringen, sie zu betäuben und zu missbrauchen. Laut "New York Times" droht ihnen lebenslange Haft.
China nimmt Zugverkehr mit Nordkorea wieder auf
Sechs Jahre lang rollte kein Zug über die Gleise zwischen der chinesischen Grenzstadt Dandong und Nordkorea. Nun soll der Passagierverkehr wieder Fahrt aufnehmen, melden chinesiche Reisebüros. Touristen dürfen vorerst aber noch keine Fahrscheine kaufen. Buchen können demnach nur Chinesen, die in Nordkorea arbeiten oder studieren, und Nordkoreaner, die im Ausland arbeiten, studieren oder Familienmitglieder besuchen. Der Zugverkehr zwischen China und Nordkorea war 2020 wegen der Pandemie eingestellt worden. Bereits im vergangenen Jahr nahmen Nordkorea und Russland den Flug- und Zugverkehr wieder auf.
Frühlingssonne zieht sich zurück, die Wärme bleibt
Im Westen kann es heute schon gewittern, morgen zieht der Regen dann in den Osten. Die milden Temperaturen bleiben jedoch erhalten.
Mann torkelt in Karlsruhe auf die Gleise und wird überrollt
"Mutmaßlich aufgrund seiner Alkoholisierung" sei ein 65-Jähriger in der Nacht am Karlsruher Hauptbahnhof über den Bahnsteig getorkelt, auf die Gleise gestürzt und dort sitzen geblieben. So schildert die örtliche Polizei den tragischen Fall. Sie berichtet, ein Augenzeuge habe den Mann mehrfach angesprochen, ihn offenbar zum Aufstehen bringen wollen. Doch zu spät. Ein einfahrender Güterzug versuchte demnach eine Schnellbremsung, gab laute Pfiffe ab und überrollte doch den Mann, der auf den Gleisen sitzen geblieben war. Der 65-Jährige sei noch vor Ort gestorben.
Schlagzeilen am Morgen
Rihanna soll Los Angeles nach Schüssen auf ihr Haus verlassen haben
Nach den Schüssen auf Rihannas Villa werden mehr Details zur mutmaßlichen Täterin bekannt. Die Polizei nahm eine 35-jährige Frau fest. Ihr wird versuchter Mord vorgeworfen. US-Medien berichten, sie habe zuletzt wirre Videos und Postings veröffentlicht. Laut "TMZ" nannte sie Rihanna online eine "Hexe" und drohte, die Sängerin werde "sterben". Auf YouTube veröffentlichte sie täglich Clips als "Tagebuch der betenden Frau" und beschimpfte auch andere Prominente, Kim Kardashian etwa als "dumme Schlampe". Rihanna soll Los Angeles nach dem Angriff vorerst verlassen haben.
US-Ermittler durchsuchen Epsteins Ranch
US-Ermittler untersuchen die Ranch von Jeffrey Epstein in New Mexico. Der Multimillionär Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Wenige Monate später wurde er tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Nach Epsteins Tod hatte eine Frau ausgesagt, Epstein habe sie auf der Ranch vergewaltigt, als sie 15 Jahre alt war. Eine weitere Frau sagte aus, Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell habe sie auf der Ranch an den Brüsten berührt, als sie noch ein Teenager war.
Die Abgeordnete Melanie Stansbury aus New Mexico erklärte, die Ermittler würden bei der Suche "nichts unversucht" lassen. Das US-Justizministerium hatte Ende Januar Millionen neue Dokumente zu dem Fall veröffentlicht - darin wird Epsteins "Zorro Ranch" in der Nähe von Santa Fe tausende Male erwähnt.
Bayerische Polizei schießt in Notaufnahme auf Mann mit Messer
In einer Notaufnahme im bayerischen Erlangen sind in der Nacht Schüsse gefallen. Ein nach Angaben der Polizei verwirrter 35-Jähriger habe zwei Beamte mit Pfefferspray angegriffen und sei dann auf eine 32-jährige Polizistin mit einem Messer losgegangen. Ihr 25-jähriger Kollege habe dem Mann deshalb in den Oberschenkel geschossen. Er soll nicht in Lebensgefahr schweben, die Polizistin unverletzt sein.
Volkswagens Gewinn halbiert sich
Volkswagen hat 2025 einen Gewinneinbruch erlebt. Der Betriebsgewinn halbierte sich auf 8,9 Milliarden Euro, der Umsatz blieb bei 322 Milliarden Euro. VW verweist auf die Zölle von US-Präsident Donald Trump und den Kurswechsel bei Porsche. Finanzchef Arno Antlitz nennt geopolitische Spannungen, Zölle und harten Wettbewerb.
In Deutschland gebauter Disney-Riesendampfer sticht in See
Es ist das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland entstand. Die Wismarer Werft, die das Schiff baute, ist mittlerweile an einen Rüstungskonzern verkauft. Die schwimmende Erlebniswelt, die sie produzierte, soll heute erstmals mit Gästen an Bord ablegen.
Werbeträger kämpfen gegen Apples Datenschutz
Wenn iPhone-Nutzer in Deutschland eine App erstmals öffnen, fragt Apple, ob sie Tracking über andere Apps und Websites erlauben. Viele klicken auf Nein. Fünf Dachverbände der Medien- und Werbewirtschaft wollen deshalb, dass das Bundeskartellamt Apples App-Tracking-Abfrage (ATT) untersagt. Sie sehen Drittanbieter benachteiligt: Gratis-Apps verlieren Werbegeld, während Apple mit eigenen Diensten und Werbung im App-Store die Daten seiner Nutzer leichter nutzen kann. Das Amt prüft ATT seit Juni 2022. Es lobt den Datenschutz, kritisiert aber strenge Vorgaben für andere und Abfragefenster, die bei Apple-Diensten eher zur Zustimmung führen sollen.
Das wird heute wichtig
Das politische Geschehen in Deutschland dürfte heute weiter von den Nachwehen der Landtagswahl in Baden-Württemberg bestimmt werden. SPD und CDU starten am Nachmittag mit Fraktionssitzungen. In Berlin empfängt derweil Kanzler Friedrich Merz den tschechischen Präsidenten mit militärischen Ehren, Außenminister Wadephul besucht Zypern. Das EU-Land mit seiner britischen Militärbasis wurde vergangene Woche sehr wahrscheinlich Opfer eines iranischen Drohnenangriffs.
Außerdem präsentiert eine Reihe von Unternehmen Bilanzen für das vergangene Jahr, darunter Volkswagen, Lego und Hugo Boss. Auch das Patentamt lässt 2025 Revue passieren.
Mein Name ist Lukas Wessling und ich freue mich sehr darüber, Sie heute durch den Nachrichtentag begleiten zu dürfen. Sollte Ihnen ein Tippfehler auffallen, eine besonders gelungene Meldung oder sollten Sie sonstigen Redebedarf haben, schreiben Sie mir gerne an lukas.wessling@ntv.de eine Mail.
Neuseeländische Airline hebt Preise kräftig an
Fliegen wird teurer – und das spüren auch Reisende in Europa. Wegen des Kriegs im Nahen Osten ist Kerosin stark im Preis gestiegen. Das neuseeländische Unternehmen Air New Zealand hebt deshalb alle Ticketpreise an: Inlandsflüge verteuern sich um 10 neuseeländische Dollar, Kurzstrecken um 20, Langstrecken um 90 Dollar. Wer von Europa nach Neuseeland oder weiter in den Pazifik reist, muss also tiefer in die Tasche greifen. "Falls der Konflikt zu anhaltend hohen Kerosinkosten führt, könnten wir zu weiteren Preismaßnahmen gezwungen sein und unser Streckennetz sowie unseren Flugplan entsprechend anpassen", erklärte die Airline.
Februar in Europa ungewöhnlich kalt - weltweit aber einer der wärmsten
Der Februar war weltweit der fünftwärmste seit Beginn der Messungen. In Europa fiel er dagegen kühl aus. Das zeigt der Monatsbericht des EU-Klimadienstes Copernicus.
Drei Fakten stechen heraus:
Global lag die Temperatur bei 13,26 Grad. Das sind 0,53 Grad mehr als im Schnitt von 1991 bis 2020 und 1,49 Grad mehr als vor der Industrialisierung. In Westeuropa und Nordafrika brachten Stürme und Starkregen schwere Überschwemmungen.
Betroffen waren etwa Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Es gab Tote und große Schäden. Auch Australien, Mosambik und Botswana meldeten Hochwasser.
Die Meere blieben warm. Die Oberfläche erreichte im Schnitt 20,88 Grad. Das ist der zweithöchste Februarwert. In der Arktis lag so wenig Meereis wie selten.