mit Lukas WesslingMann torkelt in Karlsruhe auf die Gleise und wird überrollt
"Mutmaßlich aufgrund seiner Alkoholisierung" sei ein 65-Jähriger in der Nacht am Karlsruher Hauptbahnhof über den Bahnsteig getorkelt, auf die Gleise gestürzt und dort sitzen geblieben. So schildert die örtliche Polizei den tragischen Fall. Sie berichtet, ein Augenzeuge habe den Mann mehrfach angesprochen, ihn offenbar zum Aufstehen bringen wollen. Doch zu spät. Ein einfahrender Güterzug versuchte demnach eine Schnellbremsung, gab laute Pfiffe ab und überrollte doch den Mann, der auf den Gleisen sitzen geblieben war. Der 65-Jährige sei noch vor Ort gestorben.
Schlagzeilen am Morgen
Rihanna soll Los Angeles nach Schüssen auf ihr Haus verlassen haben
Nach den Schüssen auf Rihannas Villa werden mehr Details zur mutmaßlichen Täterin bekannt. Die Polizei nahm eine 35-jährige Frau fest. Ihr wird versuchter Mord vorgeworfen. US-Medien berichten, sie habe zuletzt wirre Videos und Postings veröffentlicht. Laut "TMZ" nannte sie Rihanna online eine "Hexe" und drohte, die Sängerin werde "sterben". Auf YouTube veröffentlichte sie täglich Clips als "Tagebuch der betenden Frau" und beschimpfte auch andere Prominente, Kim Kardashian etwa als "dumme Schlampe". Rihanna soll Los Angeles nach dem Angriff vorerst verlassen haben.
US-Ermittler durchsuchen Epsteins Ranch
US-Ermittler untersuchen die Ranch von Jeffrey Epstein in New Mexico. Der Multimillionär Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Wenige Monate später wurde er tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Nach Epsteins Tod hatte eine Frau ausgesagt, Epstein habe sie auf der Ranch vergewaltigt, als sie 15 Jahre alt war. Eine weitere Frau sagte aus, Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell habe sie auf der Ranch an den Brüsten berührt, als sie noch ein Teenager war.
Die Abgeordnete Melanie Stansbury aus New Mexico erklärte, die Ermittler würden bei der Suche "nichts unversucht" lassen. Das US-Justizministerium hatte Ende Januar Millionen neue Dokumente zu dem Fall veröffentlicht - darin wird Epsteins "Zorro Ranch" in der Nähe von Santa Fe tausende Male erwähnt.
Bayerische Polizei schießt in Notaufnahme auf Mann mit Messer
In einer Notaufnahme im bayerischen Erlangen sind in der Nacht Schüsse gefallen. Ein nach Angaben der Polizei verwirrter 35-Jähriger habe zwei Beamte mit Pfefferspray angegriffen und sei dann auf eine 32-jährige Polizistin mit einem Messer losgegangen. Ihr 25-jähriger Kollege habe dem Mann deshalb in den Oberschenkel geschossen. Er soll nicht in Lebensgefahr schweben, die Polizistin unverletzt sein.
Volkswagens Gewinn halbiert sich
Volkswagen hat 2025 einen Gewinneinbruch erlebt. Der Betriebsgewinn halbierte sich auf 8,9 Milliarden Euro, der Umsatz blieb bei 322 Milliarden Euro. VW verweist auf die Zölle von US-Präsident Donald Trump und den Kurswechsel bei Porsche. Finanzchef Arno Antlitz nennt geopolitische Spannungen, Zölle und harten Wettbewerb.
In Deutschland gebauter Disney-Riesendampfer sticht in See
Es ist das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland entstand. Die Wismarer Werft, die das Schiff baute, ist mittlerweile an einen Rüstungskonzern verkauft. Die schwimmende Erlebniswelt, die sie produzierte, soll heute erstmals mit Gästen an Bord ablegen.
Werbeträger kämpfen gegen Apples Datenschutz
Wenn iPhone-Nutzer in Deutschland eine App erstmals öffnen, fragt Apple, ob sie Tracking über andere Apps und Websites erlauben. Viele klicken auf Nein. Fünf Dachverbände der Medien- und Werbewirtschaft wollen deshalb, dass das Bundeskartellamt Apples App-Tracking-Abfrage (ATT) untersagt. Sie sehen Drittanbieter benachteiligt: Gratis-Apps verlieren Werbegeld, während Apple mit eigenen Diensten und Werbung im App-Store die Daten seiner Nutzer leichter nutzen kann. Das Amt prüft ATT seit Juni 2022. Es lobt den Datenschutz, kritisiert aber strenge Vorgaben für andere und Abfragefenster, die bei Apple-Diensten eher zur Zustimmung führen sollen.
Das wird heute wichtig
Das politische Geschehen in Deutschland dürfte heute weiter von den Nachwehen der Landtagswahl in Baden-Württemberg bestimmt werden. SPD und CDU starten am Nachmittag mit Fraktionssitzungen. In Berlin empfängt derweil Kanzler Friedrich Merz den tschechischen Präsidenten mit militärischen Ehren, Außenminister Wadephul besucht Zypern. Das EU-Land mit seiner britischen Militärbasis wurde vergangene Woche sehr wahrscheinlich Opfer eines iranischen Drohnenangriffs.
Außerdem präsentiert eine Reihe von Unternehmen Bilanzen für das vergangene Jahr, darunter Volkswagen, Lego und Hugo Boss. Auch das Patentamt lässt 2025 Revue passieren.
Mein Name ist Lukas Wessling und ich freue mich sehr darüber, Sie heute durch den Nachrichtentag begleiten zu dürfen. Sollte Ihnen ein Tippfehler auffallen, eine besonders gelungene Meldung oder sollten Sie sonstigen Redebedarf haben, schreiben Sie mir gerne an lukas.wessling@ntv.de eine Mail.
Neuseeländische Airline hebt Preise kräftig an
Fliegen wird teurer – und das spüren auch Reisende in Europa. Wegen des Kriegs im Nahen Osten ist Kerosin stark im Preis gestiegen. Das neuseeländische Unternehmen Air New Zealand hebt deshalb alle Ticketpreise an: Inlandsflüge verteuern sich um 10 neuseeländische Dollar, Kurzstrecken um 20, Langstrecken um 90 Dollar. Wer von Europa nach Neuseeland oder weiter in den Pazifik reist, muss also tiefer in die Tasche greifen. "Falls der Konflikt zu anhaltend hohen Kerosinkosten führt, könnten wir zu weiteren Preismaßnahmen gezwungen sein und unser Streckennetz sowie unseren Flugplan entsprechend anpassen", erklärte die Airline.
Februar in Europa ungewöhnlich kalt - weltweit aber einer der wärmsten
Der Februar war weltweit der fünftwärmste seit Beginn der Messungen. In Europa fiel er dagegen kühl aus. Das zeigt der Monatsbericht des EU-Klimadienstes Copernicus.
Drei Fakten stechen heraus:
Global lag die Temperatur bei 13,26 Grad. Das sind 0,53 Grad mehr als im Schnitt von 1991 bis 2020 und 1,49 Grad mehr als vor der Industrialisierung. In Westeuropa und Nordafrika brachten Stürme und Starkregen schwere Überschwemmungen.
Betroffen waren etwa Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Es gab Tote und große Schäden. Auch Australien, Mosambik und Botswana meldeten Hochwasser.
Die Meere blieben warm. Die Oberfläche erreichte im Schnitt 20,88 Grad. Das ist der zweithöchste Februarwert. In der Arktis lag so wenig Meereis wie selten.