mit Uladzimir ZhyhachouDas war Dienstag, der 5. April 2022
Als Reaktion auf die Massaker in Butscha weisen EU-Staaten zahlreiche russische Diplomaten aus. Außenministerin Baerbock "sagt nicht Nein" zur Lieferung weiterer Waffensysteme an die Ukraine. Derweil tut sich auch an der Front der Energielieferungen etwas: Die Europäische Union will Kohleimporte aus Russland verbieten. Was heute wichtig war, lesen Sie hier.
Und hier sind noch ein paar Artikel, die ich Ihnen ans Herz legen möchte:
Umfragen in Russland: Wie sehr unterstützen die Russen den Krieg?
Vorort-Bericht zu Butscha: "Warum handeln Sie erst nach dem Massaker, Herr Scholz?"
Putins Angriff auf die Ukraine: Dieser Krieg ließ sich nicht verhindern
Ende der ukrainischen Identität: Was Moskau unter Entnazifizierung versteht
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!
Obama kehrt ins Weiße Haus zurück
2017 verließ Barack Obama das Weiße Haus. Heute kehrte der frühere US-Präsident zum ersten Mal seit seinem Abschied aus dem Amt zurück in die Regierungszentrale in Washington. Diesmal als Gast.
"Vizepräsident Biden", sagte Obama zur Begrüßung an die Adresse seines früheren Stellvertreters Joe Biden. Lacher im Saal. "Das war ein Scherz", schob Obama schnell nach, ging zu Biden, umarmte ihn und beteuerte, das sei ein abgesprochener Gag gewesen.
Der Ex-Vize und jetzige Präsident Biden hatte Obama ins Weiße Haus eingeladen, um öffentlich eine Reform aus der gemeinsamen Regierungszeit (2009 bis 2017) zu zelebrieren und eine Nachbesserung zu besiegeln. Es ging um Obamas große und damals heftig umkämpfte Gesundheitsreform.
Obama zeigte sich froh, wieder im Weißen Haus zu sein: "Zurückzukommen - selbst wenn ich eine Krawatte tragen muss, was ich heutzutage sehr selten tue - gibt mir die Gelegenheit, einige der unglaublichen Menschen zu treffen, die in diesem Weißen Haus arbeiten und die diesem Land jeden Tag dienen." Dazu gehöre Biden.
Macron in Umfrage nur noch zwei Prozentpunkte vor Le Pen
Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich verringert sich der Abstand zwischen Amtsinhaber Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen erheblich. In einer von Kantar-Epoka veröffentlichten Umfrage liegen beide Kandidaten in der ersten Runde nur noch zwei Prozentpunkte auseinander - etwa so viel, wie die Fehlermarge betragen kann. Macron hat nach der Umfrage innerhalb von zwei Wochen vier Punkte verloren und kommt nun auf 25 Prozent.
Le Pen hingegen hat drei Punkte zugelegt und kommt auf 23 Prozent. Auch der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon hat zwei Punkte zugelegt und liegt nun bei 16 Prozent. Im hinteren Feld liegt der rechtsextreme Eric Zemmour stabil bei 11 Prozent, die rechtskonservative Kandidatin Valérie Pécresse hat zwei Punkte verloren und liegt nun bei 8 Prozent.
Dass Le Pen tatsächlich die Präsidentschaftswahl gewinnt, scheint jedoch weiterhin unwahrscheinlich. Bei den vergangenen Wahlen haben die Kandidaten der rechtspopulistschen Partei oft schlechter abgeschnitten als zuvor in den Umfragen. Zudem sind etwa 30 Prozent der Wähler noch unentschieden.
Angriff in wichtiger Pilgerstätte im Iran - ein Kleriker tot, zwei verletzt
In einer Pilgerstätte im Nordosten des Iran hat ein Mann hat einen Geistlichen mit mehreren Messerstichen getötet und zwei weitere schwer verletzt. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders IRIB schweben diese beiden Opfer in Lebensgefahr.
Der Vorfall ereignete sich den Berichten zufolge im Mausoleum des achten schiitischen Imam Resa in Maschad. Der Angreifer wurde nach der Tat von anderen Pilgern überwältigt und der Polizei übergeben.
Bei dem Täter soll es sich laut örtlichen Sicherheitsbehörden um einen Ausländer handeln, der die Attacke mit vier anderen Männern geplant und ausgeführt habe. Diese Personen wurden ebenfalls verhaftet. Über das Motiv gab es am Abend noch keine genaueren Informationen.
Das Mausoleum gilt als wichtigste Pilgerstätte für schiitische Muslime. Es wird jedes Jahr von Millionen Iranern und ausländischen Gläubigen besucht.
Bewaffnete entführen US-Ordensschwester in Burkina-Faso
Im Norden Burkina Fasos ist eine 83-jährige US-Ordensschwester verschleppt worden. Wie die Diözese von Kaya mitteilte, ereignete sich die Entführung heute Nacht. Zu der Entführung bekannte sich zunächst niemand.
Die bewaffneten Kidnapper verwüsteten die Unterkunft der Glaubensgemeinschaft und versuchten, das Fahrzeug der Gemeinschaft in ihre Gewalt zu bringen. Die Ordensschwester ist dort seit Oktober 2014 im Einsatz.
Im April 2021 waren drei Europäer - zwei Spanier und ein Ire - im Osten Burkina Fasos nach Behördenangaben bei einem Angriff von "Terroristen" getötet worden.
Seit 2015 entwickelt sich in Burkina Faso ebenso wie in Mali und im Niger eine Spirale der Gewalt, für die dschihadistische Gruppen verantwortlich gemacht werden. Seither wurden mehr als 2000 Menschen getötet und 1,8 Millionen weitere vertrieben.
Mindestens 20 Tote bei Unwetter in Brasilien
Nach den Erdrutschen und Überschwemmungen in Folge von heftigem Regen sind in Brasilien mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.
Im Küstenort Angra dos Reis kamen elf Menschen ums Leben, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. In Paraty westlich von Rio de Janeiro waren sieben Mitglieder einer Familie getötet worden, als mehrere Häuser am Strand weggerissen wurden. In der Gemeinde Mesquita nördlich von Rio erlitt ein Mann einen tödlichen Stromschlag. In Cachoeiras de Macacu in der Bergregion von Rio de Janeiro wurde eine Frau von den Fluten mitgerissen. Mindestens vier weitere Menschen werden zudem immer noch vermisst.
Dutzende Häuser wurden zerstört und Tausende beschädigt. In der Region hatte es zuletzt immer wieder heftig geregnet. In einigen Ortschaften wurden Rekord-Niederschläge registriert.
Ministerien einigen sich auf zusätzliche Flächen für Windräder
Die Bundesregierung will in einem weiteren Schritt zusätzliche Flächen für den Ausbau der Windkraft an Land schaffen. Das Verkehrsministerium sowie das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium einigten sich darauf, technische Anlagen zu Funknavigation und Wetterradar besser vereinbar mit Windenergieanlagen zu machen.
Verkehrsminister Volker Wissing sagte in Berlin, es sei gelungen, eine große Frage beim Ausbau von Windkraft zu lösen, ohne die Funktionsfähigkeit von Anlagen etwa zur sicheren Navigation von Luftfahrzeugen zu beeinträchtigen. Der Wirtschaftsminister Robert Habeck sprach von zusätzlichen Potenzialen an Windenergie im Umfang von rund 5 Gigawatt. Das entspreche mehr als 1000 neuen Windenergieanlagen. Er sprach von einem "fetten Ausrufezeichen".
Salmonellen: Ferrero ruft Kinder-Produkte zurück
Knapp zwei Wochen vor Ostern ruft Ferrero in Deutschland einige Chargen verschiedener Kinder-Produkte zurück. Hintergrund ist eine mögliche Verbindung zu einem Salmonellen-Ausbruch. Etwa 63 Menschen in Großbritannien, vor allem kleine Kinder, waren an einer Salmonellen-Infektion erkrankt, wie die Nachrichtenagentur PA zuvor meldete. Auch in Deutschland, Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern soll es demnach einige Infektionen gegeben haben. In Frankreich gab es den Gesundheitsbehörden in Paris zufolge ebenfalls einen Rückruf.
Wie Ferrero mitteilte, hat man sich freiwillig als Vorsichtsmaßnahme zu dem Rückruf in Deutschland entschlossen. Das Unternehmen arbeite eng mit der zuständigen Lebensmittelbehörde in Deutschland zusammen, um einen möglichen Zusammenhang mit einer Reihe von gemeldeten Salmonellenfällen aufzudecken.
Von dem Rückruf in Deutschland sind Chargen von Kinder-Überraschungseiern (Dreierpack) mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen April und Juni 2022 betroffen, ebenso Kinder-Schoko-Bons und Kinder-Schoko-Bons White mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen Mai und September 2022. Zurückgerufen werden außerdem die Produkte Kinder-Überraschung Maxi (100 Gramm), Kinder-Mini-Eggs (100 Gramm) sowie Kinder-Mix-Packungen, die einen der oben genannten Artikel enthalten, mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen August und September 2022.
Linienbus geht in Flammen auf - schwarzer Rauch über Paris
Auf dem Saint-German-Boulevard in Paris steht ein Bus lichterloh in Flammen, Augenzeugen filmen das Unglück. Fahrer und Passagiere bleiben unverletzt. Einsatzkräfte sperren das Gebiet ab.
Frau stiehlt einzelne Seiten aus Zeitschrift
Eine 52-jährige Diebin hat es in Kaiserslautern auf eine sehr ungewöhnliche Beute abgesehen - einzelne Seiten einer Zeitschrift. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Frau in einem Einkaufsmarkt beim Herausreißen einzelner Seiten eines Magazins beobachtet. Die Blätter versteckte sie demnach zwischen den Seiten eines anderen Hefts, welches sie an der Kasse bezahlte.
Zeugen beobachteten das Vorgehen und informierten das Verkaufspersonal. Ein Mitarbeiter sprach die 52-Jährige an, woraufhin diese das Herausreißen der Seiten und den Diebstahl zugab. Die beschädigte Zeitschrift bezahlte die Frau den Angaben zufolge im Nachhinein. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Ladendiebstahls.
Falscher Polizist bestiehlt ukrainische Familie auf Autobahn
Wie erbärmlich muss man nur sein, um so etwas zu tun? Auf der Autobahn 2 hat sich ein Mann als Polizist ausgegeben und eine ukrainische Familie auf der Flucht bestohlen.
Die neunköpfige Familie befand sich in einem Transporter und war auf dem Weg aus der Ukraine in den Kreis Gütersloh, teilte die Polizei mit.
Zwischen Hannover und Bielefeld überholte ein graues Auto den Transporter, wobei der Beifahrer einen Ausweis aus dem Fenster hielt. Mit Handbewegungen brachte er die Familie dazu, auf dem Seitenstreifen anzuhalten. Danach stieg er aus und forderte die Insassen dazu auf, ihre Ausweise vorzuzeigen. Weil sie den Mann für einen Zivilpolizisten hielten, kamen sie dieser Aufforderung auch nach.
Danach durchsuchte er das Auto und diverse Taschen. Zuletzt verlangte er den Schlüssel und legte ihn auf die Motorhaube. Dann stieg er in das Auto, in dem sein Komplize am Steuer saß und fuhr davon. Erst danach bemerkte die Familie demnach, dass Geld fehlte.
Schichtwechsel
Til Eldenberger verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ab sofort versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.
Ungeduldiger Senior will klingeln - und löst damit einen Feuerwehreinsatz aus
Ein Mann hat im schwäbischen Donauwörth an der Tür einer Bonbonfabrik klingeln wollen und damit einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Der 79-Jährige hatte am Montag am Werksverkauf der Fabrik gestanden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Um nicht länger warten zu müssen, wollte er auf die Klingel drücken. Doch stattdessen benutzte er den Feueralarm.
Daraufhin rückten der Polizei zufolge 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus. Diese entdeckten vor Ort jedoch keinen Brand und stellten den Feueralarm ab. Der Mann habe wegen seines Alters für die folgenreiche Verwechslung keine Anzeige bekommen, sagte ein Polizeisprecher.
Staat wurde um Milliarden geprellt: Pflichtverteidiger brauchen mehr Zeit vor "Cum-Ex"-Prozess
Der Prozess am Landgericht Wiesbaden gegen die "Cum-Ex"-Schlüsselfigur Hanno Berger wird verschoben. Statt wie geplant ab 12. April soll sich der 71-Jährige erst ab dem 2. Juni in Wiesbaden wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verantworten, teilte die Behörde mit. Grund sei, dass sich die Pflichtverteidiger noch weiter "in die umfangreichen Akten" einarbeiten müssten.
Der frühere Finanzbeamte Berger gilt als Architekt der "Cum-Ex"-Deals in Deutschland, bei dem sich Investoren nie gezahlte Kapitalertragssteuern erstatten ließen und so den Staat geschätzt um einen zweistelligen Milliardenbetrag prellten. Berger muss sich seit Montag bereits vor dem Landgericht Bonn verantworten. Die beiden Gerichte hatten sich nicht darauf einigen können, die Prozesse zusammenzuführen.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft dem Steueranwalt Berger vor, von 2006 bis 2008 bei komplexen Aktiengeschäften Bescheinigungen über gut 113 Millionen Euro nie gezahlter Steuern erlangt zu haben. Dabei seien gemeinsam mit weiteren Angeklagten Dax-Aktien im Volumen von 15,8 Milliarden Euro über ein komplexes System gehandelt worden. Berger hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
"Mögliche Verbindung": Ferrero ruft nach Salmonellen-Ausbruch Überraschungseier zurück
Wegen mehr als 60 Fällen von Salmonellen-Erkrankungen in Großbritannien hat Ferrero knapp zwei Wochen vor Ostern einige Chargen an Kinder-Überraschungseiern zurückgerufen. Die Lebensmittelsicherheitsbehörde teilte mit, der Rückruf habe "eine mögliche Verbindung zu einem Salmonellen-Ausbruch". Etwa 63 Menschen in Großbritannien, vor allem kleine Kinder, waren an einer Salmonellen-Infektion erkrankt, wie die Nachrichtenagentur PA meldete.
Auch in Deutschland, Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern soll es einige Infektionen gegeben haben. In Frankreich gab es ebenfalls einen Rückruf von Ferrero-Produkten nach 21 Infektionsfällen, wie die Gesundheitsbehörden in Paris mitteilten.
Von dem Rückruf in Großbritannien sind Chargen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 11. Juli und dem 7. Oktober 2022 betroffen, die alle in der gleichen Fabrik hergestellt wurden. Kunden wird empfohlen, Überraschungseier mit diesen Merkmalen nicht zu essen.
Teures Wochenende: Mann beschädigt 260 Autos und stellt sich selbst
Ein 28-Jähriger hat in der Karlsruher Innenstadt schätzungsweise rund 260 Autos beschädigt und dadurch einen Schaden von mehr als 500.000 Euro angerichtet. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der baden-württembergischen Stadt mitteilten, stellte sich der Verdächtige am Montag selbst und gab die Taten zu.
Nach Angaben der Ermittler waren die zumeist hochwertigen Fahrzeuge zwischen Freitag und Sonntag zerkratzt oder anderweitig beschädigt worden. Der Täter war zunächst unbekannt. Am Montagmorgen erschien der 28-Jährige, bei dem es sich um einen Mann ohne festen Wohnsitz handelt, auf einer Polizeiwache und gestand. Zum Motiv gab er demnach an, er beneide Autobesitzer und habe persönliche Probleme.
Der Mann sollte laut Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Er war demnach früher schon wegen vergleichbarer Taten strafrechtlich in Erscheinung getreten und saß im Gefängnis. Zuletzt wurde er im Juli Jahres entlassen.
Motiv: Erhebliche Geldsumme - Frau soll Vater über längeren Zeitraum vergiftet haben
Eine Frau aus Oberbayern soll ihren 89-jährigen Vater getötet haben, um an dessen Erbe zu gelangen. Nach Polizeiangaben wurde die 63-Jährige am vergangenen Freitag in Palma de Mallorca festgenommen. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte die Tochter aus dem Landkreis Rosenheim dem Vater über einen längeren Zeitraum Stoffe verabreicht, die zu dessen Tod führten. Ein Polizeisprecher machte zunächst keine Angaben dazu, um welche Substanzen es sich gehandelt habe.
Die Erbsumme des Mannes habe nach bisherigen Erkenntnissen im niedrigen sechsstelligen Bereich gelegen, sagte der Sprecher. Die verdächtige Tochter sitze derzeit in Spanien in Auslieferungshaft. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte den Angaben zufolge im Januar einen europäischen Haftbefehl gegen die Frau erwirkt.
"Butscha-Moskau": Kunstaktion erinnert an das Grauen von Butscha - in Moskau
Ein anonymer Künstler hat die in der ukrainischen Stadt Butscha verübten Gräueltaten symbolisch nach Moskau gebracht. Eine Person legte sich mit auf dem Rücken gefesselten Händen an beliebte Orte der russischen Hauptstadt wie den Alexandergarten nahe dem Grabmal des Unbekannten Soldaten oder in die Fußgängerzone Alter Arbat.
In Butscha waren nach dem Abzug der russischen Truppen Hunderte Leichen auf den Straßen der Stadt gefunden worden, zahlreiche der Menschen waren gefesselt und offenbar Opfer von Exekutionen geworden.
"Leid für Millionen von Menschen": Karnevalisten sagen auch verspäteten Rosenmontagszug ab
Die Düsseldorfer Karnevalisten ziehen die Reißleine: Der wegen der Corona-Pandemie auf Ende Mai verschobene Rosenmontagszug wird endgültig abgesagt. Grund ist der Krieg in der Ukraine. Wie der Dachverband Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) mitteilte, wolle man wegen des Leids "für Millionen Menschen" auf den Brauchtumszug am 29. Mai zu verzichten. Am Vorabend hatten sich die Präsidenten der angeschlossenen Vereine laut Mitteilung einstimmig für die Absage entschieden.
CC-Präsident Michael Laumen habe betont, dass niemand bei der Terminfestlegung des Zuges mit einem Krieg in der Ukraine gerechnet habe. Als weiteres Kriterium nannte Laumen die kürzlich erfolgte Absage des WDR, den Umzug live zu übertragen. Damit gehen den Karnevalisten hohe Einnahmen verloren. Auch die Stadtspitze habe "Bedenken gegen die Durchführung der Veranstaltung geäußert." Abgelehnt wurde von der Runde laut CC die Durchführung eines Demonstrationszuges, wie es ihn am Rosenmontag in Köln gegeben hatte.
Zug entgleist nach Kollision: Fünf Menschen sterben bei Unfall in Ungarn
Bei einem Zugunglück in Ungarn sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Zug war am Morgen an einem Bahnübergang mit einem Lieferwagen zusammengestoßen und entgleist, wie die ungarische Polizei mitteilte. Bei den fünf Todesopfern handelt es sich demnach um Insassen des Lieferwagens, der Arbeiter zu ihrer Arbeitsstelle bringen sollte.
"Fünf Menschen starben am Unfallort und mehr als zehn Menschen wurden verletzt", erklärte die Polizei. Das Unglück ereignete sich kurz vor 07 Uhr in der Nähe von Mindszent 140 Kilometer südöstlich von Budapest. Nach Angaben der ungarischen Staatsbahn MAV war der Lieferwagen an dem Bahnübergang bei Rot auf die Schienen gefahren. In dem Zug befanden sich demnach 22 Fahrgäste. Zwei von ihnen seien schwer und acht leicht verletzt worden.
Noch nie das Internet genutzt: Knapp vier Millionen Deutsche sind Offliner
Für die meisten Menschen ist das Smartphone unverzichtbarer Bestandteil ihres Alltags - doch rund sechs Prozent der Bundesbürger zwischen 16 und 74 Jahren haben nach Angaben des Statistischen Bundesamts noch nie das Internet genutzt. Dies entspreche rund 3,8 Millionen Menschen in Deutschland, teilte die Behörde in Wiesbaden mit. Die Zahlen stammen aus dem vergangenen Jahr.
Je älter die Menschen, desto höher wird der Anteil der Offliner: Mit rund 21 Prozent am größten sei er bei den 65- bis 74-Jährigen, erklärte das Bundesamt. Bei den 55- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil acht Prozent, unter 55 Jahren noch höchstens drei Prozent. Das Leben der Offliner sei in der Corona-Pandemie noch umständlicher geworden, erklärte das Bundesamt und verwies auf den digitalen Impfnachweis und die vielerorts zwischenzeitlich nötigen Online-Terminbuchungen.
Vergleiche zu den Vorjahren seien wegen methodischer Änderungen nur sehr eingeschränkt möglich. In der Europäischen Union (EU) betrug der Durchschnitt bei den Offlinern vergangenes Jahr acht Prozent.
Wind lässt kurzzeitig nach, aber kaum eine Region bleibt heute trocken
Herbst statt Frühling heißt es auch am Dienstag. Es bleibt ungemütlich und regnet fast überall, teilweise kräftig. Der Wind lässt hingegen etwas nach - allerdings nur für kurze Zeit. Denn der unfreundlichste Tag der Woche steht noch bevor.
17 Millionen Tiere getötet: Vogelgrippe treibt US-Eierpreise in die Höhe
Der Eier-Preis in den USA ist wegen der dort grassierenden Vogelgrippe in die Höhe geschnellt. Für ein Dutzend Eier war laut Landwirtschaftsministerium zuletzt eine Spanne von 2,82 Dollar bis zu 2,85 Dollar (rund 2,60 Euro) im Mittleren Westen des Landes fällig. Diese Region gilt als Referenzmarkt.
Die Kosten lagen 50 Prozent höher als im Februar und nur knapp unter dem Rekordniveau von über drei Dollar im Jahr 2015, als die schwerste Vogelgrippe in der Geschichte des Landes grassierte. Damals mussten 50 Millionen Tiere getötet werden, zuletzt waren es wegen der aktuellen Vogelgrippe 17 Millionen Tiere. Damit reduziert sich das Angebot drastisch, was wegen der anhaltenden Nachfrage die Preise treibt.
Anders als 2015 sei es nun wegen der Probleme angesichts des Ukraine-Kriegs nicht möglich, auf europäische Importe zu setzen, erklären Experten. Außerdem ist Europa selbst von Vogelgrippe-Fällen betroffen.
15 Verletzte bei Wohnungsbrand in Hessen
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Fulda sind 15 Menschen durch Rauchgase verletzt worden. Aus bislang unbekannter Ursache brach am Montagabend in einer Wohnung im dritten Obergeschoss ein Feuer aus, die Wohnung brannte komplett aus, wie die Polizei in Fulda mitteilte. Ein Hausbewohner wurde schwer, die anderen Menschen wurden leicht verletzt. Alle Bewohner, darunter fünf Kinder, wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Der Schaden wird auf rund 80.000 Euro beziffert. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.
"Bin dran, für meine Mutter zu bluten": Madonna ehrt ihre verstorbene Mutter
Pop-Ikone Madonna gedenkt ihrer früh verstorbenen Mutter mit einem "Maman"-Tattoo. "Ich mache das für meine Mutter", sagt die 63-Jährige in einem Video, in dem zu sehen ist, wie sie den Schriftzug - das französische Wort für "Mama" - aufs Handgelenk tätowiert bekommt. "Ich bin dran, für meine Mutter zu bluten", sagt die Sängerin in dem Clip, den sie auf Instagram teilte. In dem Video erklärt sie: "Denn was tust du, wenn du ein Kind zur Welt bringst? Du blutest."
Zu ihrem Sohn David, der später in dem Video vorbeischaut, sagt der Popstar: "Ich kann nicht den Namen meiner Mutter nehmen, weil es derselbe ist wie meiner. Es würde aussehen, als hätte ich meinen eigenen verdammten Namen auf meinen Arm geschrieben." Madonnas Mutter, Madonna Louise Fortin, starb bereits 1963 an Brustkrebs, als der heutige Weltstar fünf Jahre alt war.
Neue Rekordzahlen: Chinesen sind Patent-Europameister unter den Unternehmen
Nach einem pandemiebedingten Rückgang sind die Patentanmeldungen in Europa 2021 wieder angestiegen. Wie das Europäische Patentamt (EPA) in München mitteilte, wurden vergangenes Jahr insgesamt 188.600 und damit 4,5 Prozent mehr Patente als im Vorjahr angemeldet. Damit verzeichnete die Behörde einen neuen Rekord. Haupttreiber waren demnach digitale und medizinische Innovationen sowie chinesische Unternehmen.
Die Zahlen für 2021 zeigen "eine Rückkehr zur Normalität", sagte der Chefökonom des EPA, Yann Ménière. Die meisten Anmeldungen kamen aus den USA und Deutschland, gefolgt von Japan und China.
Der chinesische Technologiegigant Huawei ist Spitzenreiter unter den Unternehmen, die ihre Innovationen in Europa patentieren lassen - gefolgt von den beiden koreanischen Firmen Samsung und LG, vor den europäischen Firmen Ericsson und Siemens.
"In Europa gibt es noch viel Innovation, aber vor allem in der traditionellen Industrie, im Transportwesen, in der Luftfahrt, in der Chemie und bei Werkzeugmaschinen", erklärte Ménière. Im traditionell von Deutschland dominierten Transport-Bereich ging die Zahl der Patentanmeldungen bei Verbrennungsmotoren zurück, während sie bei intelligenter Fahrzeugtechnologie und Elektromotoren deutlich anstieg.
"Oma und Opa unendlich dankbar": Bidens Enkelin heiratet im Weißen Haus
Die Enkelin von US-Präsident Joe Biden, Naomi Biden, wird ihre Hochzeit im Weißen Haus feiern. Ihr Verlobter Peter Neal und sie seien "meiner Oma und meinem Opa unendlich dankbar für die Möglichkeit, unsere Hochzeit im Weißen Haus zu feiern", schrieb sie auf Twitter. Der Sprecherin von Bidens Frau Jill zufolge soll die Hochzeit am 19. November stattfinden.
Der 24-jährige Neal studiert an der Universität von Pennsylvania Jura, die 28-jährige Biden ist Anwältin. Dem US-Sender CNN zufolge hatte Neal Biden den Antrag in der Nähe seines Elternhauses im Skiort Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming gemacht.
Plädoyers, Beratungen, Urteil - Prozess gegen Boris Becker geht ins Endspiel
In London neigt sich der Strafprozess gegen Tennisstar Boris Becker dem Ende zu. Ab 11 Uhr werden vor dem Southwark Crown Court eine Zusammenfassung der Richterin zu den Aussagen sowie die Schlussworte sowohl der Anklage als auch der Verteidigung erwartet. Anschließend könnten dann die zwölf Geschworenen ihre Beratungen über einen Schuldspruch beginnen. Das Strafmaß wird schließlich von der Richterin festgelegt. Wann genau dies aber tatsächlich geschehen wird, war am Montag noch unklar.
Die Anklage wirft Becker vor, nach seiner Privatinsolvenz 2017 mehrere Vermögenswerte wie Konten, Immobilien und Trophäen vorsätzlich dem Zugriff seines Insolvenzverwalters entzogen zu haben. Insgesamt umfasst die Anklage 24 Punkte. Becker weist die Anschuldigungen zurück. Ihm könnten theoretisch bis zu sieben Jahre Haft drohen.
Am Montag hatte Staatsanwältin Rebecca Chalkley ihre Vorwürfe erneuert: Becker habe seinem Insolvenzverwalter die Unwahrheit gesagt. Der frühere Sportstar betonte indes: "Das ist nicht korrekt." Der 54-Jährige beharrt darauf, dass er keine Ahnung von finanziellen Fragen gehabt und stets seinen Beratern vertraut habe. Die Insolvenz habe ihn überrascht und schockiert.
Keine Lust bei Kanye? Superstar lässt offenbar Mega-Festival sausen
US-Rapstar Kanye West, einer der angekündigten Headliner beim diesjährigen Coachella-Festival im US-Bundesstaat Kalifornien, wird dort möglicherweise nicht auftreten. West sei kurzfristig abgesprungen, berichteten mehrere US-Medien, darunter die "Los Angeles Times" und das Musikmagazin "Billboard". Auf Anfragen reagierten West und die Konzertveranstalter zunächst nicht.
Das Festival ist für die Wochenenden 15.-17. April und 22.-24. April angesetzt. Rapper West, der sich inzwischen Ye nennt, sollte am 17. und am 24. April auftreten. Auf dem im Januar verkündeten Star-Line-Up stehen auch der britische Popsänger Harry Styles und US-Sängerin Billie Eilish. Zu den weiteren Acts gehören unter anderem Swedish House Mafia, Phoebe Bridgers, Megan Thee Stallion, Stromae und Doja Cat.
Neuer Großaktionär Musk lässt über uralte Twitter-Debatte abstimmen
Tech-Milliardär Elon Musk greift nach seinem großangelegten Einstieg bei Twitter eine alte Forderung vieler Nutzer auf: Die Möglichkeit, Tweets nachträglich zu ändern. Nutzer können sich in einer von Musk aufgesetzten Twitter-Umfrage dazu äußern, ob sie einen Redigier-Knopf wollen. Nach den ersten Stunden lag die Zustimmung bei rund 75 Prozent. Die nichtrepräsentative Umfrage hat zwar keine direkten Konsequenzen, doch die frisch erworbene Beteiligung von 9,2 Prozent sichert Musk automatisch mehr Gehör beim Twitter-Management. Twitter ging auf die jahrelangen Forderungen nach einer Redigier-Möglichkeit nie ein.
Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla hält sich bisher bedeckt dazu, was er mit dem Einstieg beim Kurznachrichtendienst erreichen will. Dass die Beteiligung bei der US-Börsenaufsicht SEC mit dem Formular "13G" gemeldet wurde, bedeutet zugleich, dass Musk zumindest vorerst keinen aktiven Einfluss auf die Geschäftspolitik von Twitter oder einen Sitz im Verwaltungsrat anstrebt.
Zwei Tonnen Drogen in einem Jahr? Polizei nimmt mutmaßliche Millionen-Dealer fest
Bei einer Razzia wegen Drogenhandels im großen Stil haben Ermittler der Polizei am frühen Morgen zahlreiche Objekte in Nordrhein-Westfalen durchsucht und drei Haftbefehle vollstreckt. Sechs Männer und zwei Frauen stehen in Verdacht, innerhalb von etwa einem Jahr mit mehr als zwei Tonnen Drogen gehandelt zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Demnach sollen sie dabei Millionen verdient haben. Ein 27-Jähriger und zwei 29-Jährige wurden verhaftet.
Den Verdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, zwischen März 2020 und Juni 2021 tonnenweise Marihuana, rund 50 Kilogramm Haschisch und etwa 30 Kilogramm Kokain gehandelt zu haben. Die Ermittler sind den mutmaßlichen Drogenhändlern über verschlüsselte Kommunikationsdaten, sogenannte Encrochat-Daten, auf die Spur gekommen, hieß es. Die Ermittlungen dauern demnach noch an. Ziel sei es, sogenannte Vermögensarreste in Höhe von über neun Millionen Euro zu vollstrecken und Beweismittel zu sichern.