mit Janis PeitschDas war Donnerstag, der 18. Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen und die Nachtschicht läuft sich langsam warm. Bevor ich mich verabschiede, möchte ich Ihnen folgende Artikel der Redaktion ans Herz legen:
Fällt ihm noch etwas ein? Selbst Trump bekommt mit diesem Deal Probleme
"Großangelegte Attacke": Heftigste Drohnenangriffe erschüttern Moskau
Donnie ghostet Johnny: Trump drückt sich vor WM - aus guten Gründen
Umbau zeigt erste Wirkung: 28.000 VW-Mitarbeiter stimmen freiwilligem Konzernaustritt zu
"Ich liebe das": England-Idol schwärmt vom "zockenden" Tuchel
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und eine erholsame Nacht!
Kind in Krokodilgehege schwer verletzt - Mann wegen Mordversuchs festgenommen
Viele Details sind noch unklar: In einem Zoo im Osten Englands ist ein Dreijähriger in ein Krokodilgehege gelangt und schwer verletzt worden. Ein 30-jähriger Mann sei im Zusammenhang mit dem Vorfall wegen "des Verdachts auf versuchten Mord" festgenommen worden, teilte die Polizei in der Grafschaft Cambridgeshire mit. Der Dreijährige habe schwere Verletzungen erlitten, sein Zustand sei aber stabil.
Die Polizei machte keine Angaben dazu, wie der Junge sich die Verletzungen zugezogen hat und ob sie von einem Krokodil verursacht wurden. Es sei davon auszugehen, dass sich der Mann und das Kind nicht gekannt haben. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall in dem Zoo nordwestlich von Cambridge nannte die Polizei nicht.
Killer warteten mit Plüschtier und Blumen: Hinrichtung an Flughafen in Ecuador
Minderjährige Killer haben auf dem Flughafen der ecuadorianischen Millionenmetropole Guayaquil einen mutmaßlichen Drogenboss erschossen. Sie warteten vor der Tür der Ankunftshalle für internationale Flüge mit einem Blumenstrauß und einem Plüschtier, wie auf einem veröffentlichten Überwachungsvideo zu sehen ist.
Als ihr Opfer das Flughafengebäude verließ, zogen sie ihre Waffen und feuerten aus nächster Nähe auf den Mann. Die Schützen wurden nach der Tat festgenommen. Bei dem Getöteten handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um den Anführer der Bande Los Águilas im Kanton El Triunfo. Die Gruppe ist der bewaffnete Arm von Los Choneros, einer der mächtigsten Gangs des südamerikanischen Landes.
Gegen Carlos Alberto Suástegui Villanueva wurde unter anderem wegen Mordes, Bildung einer kriminellen Vereinigung und unerlaubtem Waffenbesitz ermittelt.
Erstickungsgefahr: Rückruf für Babylöffel
Die Drogeriekette dm ruft bundesweit bestimmte Babylöffel der Eigenmarke "babylove" zurück. Bei den betroffenen Produkten könnten sich kleine Teile lösen, wodurch für Babys und Kleinkinder Erstickungsgefahr bestehe, so das Unternehmen.
Betroffen seien ausschließlich "babylove Esslernlöffel" mit der Chargennummer 2521 oder 2532 (GTIN 4067796183429). Die Chargennummer befinde sich auf der Verpackung oberhalb des Barcodes.
Kundinnen und Kunden könnten die Löffel in allen dm-Märkten zurückgeben. Der Kaufpreis werde auch ohne Kassenbon erstattet.
Was macht Merkel in Chicago?
Angela Merkel hält sich derzeit in Chicago auf. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist aber nicht der Grund. Die Ex-Bundeskanzlerin ist bei der Einweihung des Museums des früheren US-Präsidenten Barack Obama dabei.
Mit Merkel auf der Bühne waren auch andere ehemalige Regierungschefs, etwa der frühere kanadische Premierminister Justin Trudeau und der italienische Ex-Premierminister Matteo Renzi. Merkel bekam stehenden Beifall der geladenen Gäste.
Merkel und Obama verbindet eine Freundschaft. So wird seine Rede vor dem Brandenburger Tor mit Merkel im Museum als Musterbeispiel für Obamas diplomatische Bemühungen gezeigt.
Ganz makellos war das Verhältnis allerdings keineswegs: So hatten die USA Merkels Telefon abgehört. Die Kanzlerin reagierte damals verschnupft darauf: "Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht", kritisierte sie damals.
Verdächtiger legt sich bei Einsatz mit Feuerwehr an
Brenzlige Situation in Herdecke: Ein Mann hat zusammen mit Verwandten Feuerwehrleute in der NRW-Stadt massiv bedroht. Zuvor hatten die Einsatzkräfte ihn als mutmaßlichen Verursacher einer Ölspur ausfindig gemacht.
Doch dann wurde der Mann aggressiv, Familienmitglieder kamen hinzu. Die Feuerwehr rief am Ende die Polizei, die den Störer vorläufig festnahm.
"Nicht tragbar" - Reichinnek knöpft sich Linken-Jugendverband vor
Kurz vor dem Linken-Bundesparteitag an diesem Wochenende in Potsdam hängt der Haussegen in der Partei schief. Grund sind umstrittene Äußerungen von Mitgliedern des Jugendverbandes Solid zu Stalinismus und Judentum.
Der Bayerische Rundfunk hatte berichtet, Funktionäre hätten sich unter anderem positiv über den früheren sowjetischen Diktator Josef Stalin geäußert und mit Blick auf den Gaza-Krieg von einem "israelischen Genozid im Namen des Judentums" geschrieben. Solid hat sich davon distanziert, aber laut Bericht keine weiteren Schritte eingeleitet.
"Wenn der Jugendverband keine entsprechenden Konsequenzen zieht, muss es die Partei tun. Diese Zustände sind nicht tragbar", sagte Fraktionschefin Heidi Reichinnek der "Rheinischen Post". "Ich erwarte, dass zeitnah konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um so etwas in Zukunft zu unterbinden."
Reichinnek selbst distanzierte sich "aufs Schärfste von den getätigten Äußerungen". Weiter betonte die Fraktionschefin: "Stalinismus und Antisemitismus haben keinen Platz in unserer Partei, das muss auch für einen unabhängigen Jugendverband gelten."
Skandalvideo von Parteimitglied schockt die CDU
Menschenfeindliche Äußerungen eines Krefelder CDU-Mitglieds über Muslime sorgen in der Partei für große Fassungslosigkeit. "Jetzt vergasen wir die Muslime", hatte ein 23-jähriger Christdemokrat in einem über TikTok verbreiteten Video vorgeschlagen. Zudem fügte er an: "Wenn ich weit oben bin, schiebe ich die alle ab. Eigentlich würde ich die lieber umbringen lassen."
"Wir verurteilen die ekelhaften und menschenverachtenden Aussagen eines Mitglieds auf das Schärfste", teilte ein Sprecher der NRW-CDU mit. "Es ist richtig, dass die örtlich zuständige Gliederung der CDU den Sachverhalt zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gebracht und die notwendigen Schritte für den Ausschluss der Person eingeleitet hat."
Nähere Angaben zu dem Mann machte die CDU unter Verweis auf datenschutzrechtliche Gründe bislang nicht.
Bei Freigang in Peine entflohener Mörder in Italien gefasst
Am Dienstag flieht in Peine ein verurteilter Mörder bei einem begleiteten Freigang mit einem Motorrad. Er schafft es bis nach Italien, wo er in einen Unfall verwickelt wird, sodass es zur Festnahme kommt.
Starker Akzent hinterlässt bei Pistorius Fragezeichen
Kurioser Moment beim Nato‑Verteidigungsministertreffen in Brüssel. Bei einer kurzen Runde mit Journalisten hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius Probleme, die Frage eines Reporters zu verstehen. Grund ist der starke Akzent des Mannes. Erst durch die "Übersetzung" eines anderen Pressevertreters kann der SPD-Politiker schließlich auf die Frage antworten.
RKI rechnet mit Ausbreitung des West-Nil-Virus
Seit mindestens 2018 zirkuliert insbesondere in Ostdeutschland das von heimischen Mücken vor allem auf Vögel übertragene West-Nil-Virus, von dem gelegentlich auch Menschen und Pferde infiziert werden können.
Trotz zuletzt eher weniger gemeldeter Fälle hat das Robert-Koch-Institut (RKI) keine Entwarnung gegeben. Es sei in diesem und in den nächsten Jahren grundsätzlich mit einer Ausweitung der Gebiete mit Vorkommen des West-Nil-Virus (WNV) zu rechnen, teilte die Behörde in Berlin mit. Möglich sei auch "das plötzliche Vordringen in ganz neue Regionen".
Seit 2019 wurden jährlich zwischen vier und 35 in Deutschland erworbene Infektionen mit dem West-Nil-Virus beim Menschen übermittelt. Ein Großteil der Infektionen verläuft asymptomatisch oder mit leichten Symptomen, weshalb nur ein kleiner Teil überhaupt erfasst wird.
Historischer Regen flutet spanische Touristenstadt
Es waren die neuntstärksten Regenfälle in Spanien seit Aufzeichnungsbeginn: In der Touristenstadt Jaén hat ein Unwetter für Chaos gesorgt. Aufnahmen aus der Stadt im Süden des Landes zeigen aus einem Gully sprudelnde Wassermassen und eine vollgelaufene Tiefgarage. Laut dem Wetterdienst Suremet fielen rund 44 Liter pro Quadratmeter - und das innerhalb von nur 20 Minuten.
Storchendrama geht weiter - Gänsegeier tötet erneut
Wird ein Gänsegeier in Niedersachsen zum Serientäter? Nach einer ersten Attacke auf ein Storchennest am Sonntag hat der Greifvogel nun auch eine zweite Storchenfamilie angegriffen und wieder alle Jungstörche getötet.
"Die Eltern-Störche haben noch versucht, es zu verhindern, waren aber machtlos", erzählt Anwohnerin Anke Bradtmöller. "Die Störche sind immer wieder angeflogen und standen klappernd auf einem Hausdach direkt neben dem Nest. Sie mussten alles mitansehen."
"Es kann sein, dass es nicht die letzte Attacke war und der Gänsegeier weitere Storchennester angreifen wird", schätzt Martin Rümmler, Vogelschutzexperte beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), ein. Der Gänsegeier habe nach dem ersten Angriff gelernt, dass die Jungstörche "leichte Beute" seien. Vermutlich sei er von Hunger getrieben. Denn eigentlich greifen Gänsegeier nur selten lebende Tiere an.
Welle eines 90-Meter-Frachters haut Zuschauer von den Beinen
Feuchte Begrüßung in den Niederlanden: Der Stapellauf eines Frachters hat im Nachbarland viele Schaulustige angezogen. Doch dabei verursachte das Schiff eine gewaltige Welle. Eine Gruppe Schüler versuchte erfolglos, sich ins Trockene zu retten. Bis auf einige Handys mit Wasserschaden und einem verstauchten Knöchel kamen alle aber glimpflich davon.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollegin Nilofar Breuer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Angeklagte im Fall Fabian will ihr Schweigen brechen
Bislang schweigt die Angeklagte im Fall Fabian zu dem Vorwurf, den damals Achtjährigen getötet zu haben. Jetzt machte ihr Verteidiger am Landgericht Rostock eine überraschende Ankündigung: Sie wolle aussagen, sagte Thomas Löcker. In welchem Umfang und zu welchen Themen müsse aber noch geklärt werden. Als Termin stellte er den Verhandlungstag am 6. August in Aussicht. Dafür wird die Kammer des Landgerichts nach Angaben des Richters den Vormittag des Sitzungstages reservieren.
Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-jährigen Deutschen vor, Fabian am 10. Oktober mit sechs Messerstichen getötet und dann angezündet zu haben. Der Junge wurde erst am 14. Oktober gefunden. Für die Frau, die seit 7. November 2025 in Untersuchungshaft sitzt, gilt die Unschuldsvermutung.
Verdi will mehr als die Hälfte der Ikea-Filialen bestreiken
Die Gewerkschaft Verdi ruft in den laufenden Tarifverhandlungen im Handel erneut zu bundesweiten Warnstreiks auf. Im Zentrum der Aktionen an diesem Freitag steht die Möbelhauskette Ikea. "In mehr als der Hälfte der Ikea-Einrichtungshäuser in Deutschland werden Beschäftigte in den Arbeitskampf treten", teilte Verdi mit. Beschäftigte anderer Handelsunternehmen beteiligen sich nach Angaben einer Sprecherin ebenfalls am Warnstreik.
Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer kritisierte: "Im Handel werden täglich Milliardenumsätze gemacht, aber bei den Beschäftigten kommt so gut wie nichts davon an - gerade auch bei Ikea." Das Unternehmen stehe wirtschaftlich gut da und plane dennoch einen Personalabbau. Statt faire Löhne zu zahlen, werde ein radikaler Sparkurs gefahren. Mitte Mai und Anfang Juni hatte Verdi bereits zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen.
Arbeitgeber laufen Sturm gegen Pläne zur Arbeitszeit-Reform
Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums zum Arbeitszeitgesetz lösen helle Empörung bei den Arbeitgebern aus. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Gesamtmetall kritisierten den Entwurf als Bürokratiemonster, das dem Koalitionsvertrag widerspreche. "Dieser Entwurf muss zurückgezogen und völlig überarbeitet werden", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger. Er strotze "vor Misstrauen in die Arbeitgeber und ihre Beschäftigten". Die Pläne seien eine "erneute Zumutung". Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Oliver Zander, warf dem Ministerium "Arbeitsverweigerung" vor und nannte den Entwurf eine "Ansammlung gewerkschaftlicher Maximalpositionen".
Ein Referentenentwurf sieht vor, den Acht-Stunden-Tag nicht pauschal abzuschaffen, aber per Tarifvertrag mehr Spielraum für längere Arbeitstage zu schaffen. Das Arbeitsministerium unter SPD-Co-Chefin Bärbel Bas betonte, es handle sich um eine "noch nicht final abgestimmte" interne Arbeitsfassung.
Helene Fischer verlegt Amsterdam-Konzert in Stadt nahe deutscher Grenze
Gute Neuigkeiten für Fans von Helene Fischer aus Deutschland: Wer Tickets für ihr Konzert in Amsterdam hat, darf sich in den meisten Fällen auf eine kürzere Anreise freuen. Das Konzert wurde von der niederländischen Hauptstadt nach Arnheim verlegt. Das teilte der Konzertveranstalter Mojo mit, ohne konkrete Gründe zu nennen. Ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum wollte die Sängerin im Rahmen ihrer Tour am 30. Juni auch in der Johan Cruijff Arena in der niederländischen Hauptstadt feiern. Die Arena ist mit rund 56.000 Sitzplätzen das größte Fußballstadion des Landes. Doch stattdessen tritt sie nun im mit knapp 25.000 Plätzen deutlich kleineren GelreDome in Arnheim auf - rund 80 Kilometer von Amsterdam entfernt. Weniger gute Nachrichten sind das zugegeben für Fans, die das Konzert mit einem Besuch der Hauptstadt verbinden wollten.
Die Johan Cruijff Arena schreibt auf ihrer Website: "Der Auftritt von Helene Fischer wird aus produktionstechnischen Gründen, die nichts mit dem Veranstaltungsort zu tun haben, verlegt." Arnheim liegt direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Bisher ist das Konzert nicht ausverkauft. Helene Fischer ist in den Niederlanden zwar populär, aber kein Superstar.
Russische Boeing 737 meldet Notfall über Schwarzem Meer
Eine russische Boeing 737 setzt während des Flugs ein Notsignal ab und muss außerplanmäßig in Sotschi landen. Als die Maschine den Flughafen erreicht, setzt sie zur Notlandung an. An Bord bricht anschließend frenetischer Jubel aus.
"Beleidigte Leberwurst": Grüne kritisieren Wadephuls Überlegungen zu UN-Kürzungen
Bei den Grünen kommt der neue Ton von Bundesaußenminister Johann Wadephul gegenüber den Vereinten Nationen nicht gut an: Sie üben scharfe Kritik an seinen Überlegungen zu Kürzungen beim deutschen Engagement für die UN. Ein solcher Schritt wäre "genau die falsche Schlussfolgerung" aus der Niederlage Deutschlands bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat, sagte Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger. "Die Bundesregierung sollte auf keinen Fall jetzt wie eine beleidigte Leberwurst wirken."
Weiter sagte Brugger: "Wer mehr Verantwortung bei den Vereinten Nationen übernehmen will und angekündigt hat, aus den Fehlern der letzten Kandidatur zu lernen, sollte ganz sicherlich nicht jetzt das Engagement runterfahren." Gerade angesichts der "immensen Kürzungen" bei den Friedensmissionen der Vereinten Nationen und den großen Problemen, die dadurch entstünden, drohten sich Krisen weiter zu verschärfen. "Mehr denn je kommt es darauf an, dass Staaten wie Deutschland ihre Unterstützung nicht noch weiter zurückfahren", sagte Brugger.
Aus des Acht-Stunden-Tags? Entwurf zeigt Pläne des Arbeitsministeriums
Das Bundesarbeitsministerium will den Acht-Stunden-Tag nicht pauschal abschaffen, aber den Tarifparteien mehr Spielraum für längere Arbeitstage geben. Künftig sollen Tarifparteien anstelle einer täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vereinbaren können. Dies geht aus einem Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes hervor. Der Entwurf greift damit eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD auf. Darin hatte die Koalition angekündigt, die Möglichkeit einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu schaffen. Dem Entwurf zufolge will das Arbeitsministerium diese Öffnung aber auf tarifgebundene Betriebe beschränken.
Die Lockerung für eine wöchentliche Höchstgrenze ist zudem an die Bedingung geknüpft, dass besondere Regeln den Gesundheitsschutz der Beschäftigten sichern. Für Bereiche ohne Tarifvertrag soll es dem Entwurf zufolge im Grundsatz bei der täglichen Höchstarbeitszeit bleiben. Aus dem Ministerium von SPD-Co-Chefin Bärbel Bas hieß es, es handele sich um einen Arbeitsentwurf, der nicht final abgestimmt sei.
Unfall mit Pferdekutsche im New Yorker Central Park - 18-Jähriger stirbt
Bei einem Unfall mit einer Pferdekutsche im New Yorker Central Park ist ein 18-Jähriger ums Leben gekommen. Der junge Mann sei aus der Kutsche gefallen und habe dabei schwere Verletzungen erlitten, teilte die New Yorker Polizei mit. Er sei ins Krankenhaus gebracht und dort schließlich für tot erklärt worden. Die genauen Umstände des Unglücks würden nun untersucht. Erste Hinweise legen laut Medienberichten nahe, dass das Pferd der Unfall-Kutsche durchging, als der Kutscher abstieg.
Die Pferdekutschen im Central Park sind eine beliebte Touristenattraktion. Tierschützer üben daran allerdings schon seit langem Kritik. Vor einer Woche war ein Kutschpferd verendet, nachdem es im Central Park offenbar eine giftige Pflanze gefressen hatte. Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützt nach eigener Aussage die Abschaffung der Pferdekutschen aus Tierschutzgründen.
Harry Kane schafft, woran Cristiano Ronaldo scheitert
Zwei Tore von Kapitän Harry Kane, eines vom emotionalen Anführer Jude Bellingham, Rückschläge weggesteckt, zwischenzeitlich ein Offensiv-Feuerwerk gezündet: Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel kann nach dem 4:2-Auftaktsieg gegen Kroatien hochzufrieden sein. Die "Three Lions" bestätigen ihre Rolle als Titelanwärter.
Davon kann bei Portugal keine Rede sein: Der Europameister von 2016 spielt gegen Außenseiter DR Kongo nur 1:1. Superstar Cristiano Ronaldo fällt im Fernduell mit Dauer-Rivale Lionel Messi und allen anderen Spitzen-Torjägern deutlich ab.
Mit diesen Themen und mit den guten Wetter-Aussichten für die deutsche Nationalmannschaft beschäftigen sich unsere Sport-Kollegen in der neuen Folge unseres WM-Podcasts "ntv Sport". Sie finden unser tägliches WM-Briefing überall, wo es Podcasts gibt - und alle weiteren sportlichen Entwicklungen - WM oder nicht - in unserem Sport-Tag. Viel Spaß!
13-Jähriger stirbt bei E-Scooter-Unfall in Hessen
E-Scooter können zwar praktisch sein, aber in vielen Fällen auch höchst riskant. Entsprechend steigt die Zahl tödlicher Unfälle. Jüngst ist in Hessen ein 13-jähriger E-Scooter-Fahrer von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben wollte der Jugendliche am Abend von einem Feldweg auf die Landstraße einbiegen und übersah dabei offenbar ein sich näherndes Auto. Es kam zur Kollision, der 13-Jährige starb vor Ort. Erst in der vergangenen Woche war eine 19-Jährige auf einem E-Scooter in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) mit einem Laster zusammengeprallt und tödlich verletzt worden.
Hitzewelle rollt über Deutschland - ab Freitag gibt's Blitz und Donner
Frei nach dem Motto "wenn schon, denn schon" ist der Sommer da - und zwar so richtig. Fast überall wird die 30-Grad-Marke überschritten. Im Süden steuert das Thermometer sogar die 40 an. Nur an der Nordseeküste bleiben die Temperaturen etwas gemäßigter.
Für Zukunft von Premier Starmer entscheidende Wahl in England beginnt
In Großbritannien hat eine Nachwahl zum Unterhaus begonnen, die Folgen für die Zukunft von Premierminister Keir Starmer haben könnte. Bei der Nachwahl im Wahlkreis Makerfield im Nordwesten Englands tritt Starmers parteiinterner Kontrahent Andy Burnham an, der bislang Bürgermeister von Manchester ist. Mit einem Wahlsieg will Burnham die Voraussetzung dafür schaffen, für die Nachfolge Starmers zu kandidieren. Gemäß den Parteiregeln kann er dies nur, wenn er einen Sitz im Unterhaus hat.
Umfragen zufolge stehen Burnhams Chancen bei der Nachwahl gut: Sie sagen ihm etwa 45 Prozent der Stimmen voraus. Sein größter Rivale ist demnach der Kandidat Robert Kenyon von der rechtspopulistischen Partei Reform UK, der auf etwa 40 Prozent kommen könnte.
Lichtblick im Kampf gegen Wohnungsmangel: Zahl der Baugenehmigungen steigt
Gutes Omen für den deutschen Wohnungsbau: Die Zahl der Baugenehmigungen hat zu Beginn des zweiten Quartals weiter zugelegt. Sie stieg im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,2 Prozent auf 20.200 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Zeitraum von Januar bis April gab es hierzulande grünes Licht für den Bau von 83.700 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden. Das waren 13,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für das künftige Baugeschehen. Die krisengeplagte Sparte hatte 2025 die Trendwende geschafft: Nach drei Minus-Jahren in Folge stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals wieder. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den drei Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt.
Wadephul schlägt neuen Ton gegenüber Vereinten Nationen an
Bundesaußenminister Johann Wadephul ändert seinen Ton gegenüber den Vereinten Nationen (UN). Kurz nach der Schlappe bei der Wahl für den Sicherheitsrat wies er noch zurück, Gelder für die UN kürzen zu wollen. Er sei dafür, "dass wir bei den UN genauso engagiert bleiben wie bisher", sagte der CDU-Politiker Anfang Juni. Rund zwei Wochen später erwägt er die Kürzungen nun offenbar doch: "Es kann nicht sein, dass wir einer der größten Beitragszahler sind und bei manchen Entscheidungen, auch im personellen Bereich, nicht berücksichtigt werden", so Wadephul. Der Bundestag werde sich nun im Zuge der Haushaltsaufstellung "einzelne Engagements genauer anschauen".
Ex-Kinderstar stirbt mit 35 Jahren
Sie machte sich einen Namen als Samara Morgan im Horrorfilm "The Ring" und als Stimme von Lilo in "Lilo und Stitch" - jetzt ist die US-Schauspielerin Daveigh Chase im Alter von 35 Jahren gestorben. Ihr Partner Roy Hernandez bestätigte den Tod gegenüber dem Entertainment-Portal TMZ. Demnach erlag Chase am 16. Juni den Folgen einer Hirnhautentzündung und einer Blutinfektion, die in eine Sepsis überging. Dies habe dazu geführt, dass ihr Körper nach und nach versagte. Eine amtliche Todesursache wurde bislang nicht mitgeteilt.
Deutsche Bahn kündigt nächste Großbaustelle an
Kaum ist die Zugstrecke Hamburg-Berlin wieder ans Netz gegangen, kündigt die Deutsche Bahn die nächste Großbaustelle an: Im Fernverkehr zwischen Berlin und Hannover müssen Pendler sich ab Oktober auf bis zu 80 Minuten längere Fahrzeiten einstellen. Grund ist die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Lehrte bei Hannover, die von Oktober 2026 bis Dezember 2027 dauern wird. Aktuell brauchen die ICE-Züge von Berlin nach Hannover (Hauptbahnhof bis Hauptbahnhof) planmäßig rund 100 Minuten. Betroffen sind auch Bahn-Reisende, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen unterwegs sind.
Totes Kleinkind in Auto: Obduktion soll Todesumstände klären
Nach dem Fund eines toten Kleinkindes in einem Auto in Schorndorf bei Stuttgart soll eine Obduktion Erkenntnisse zu den Todesumständen bringen. Das kündigte die Polizei an. Wann genau die Obduktion stattfindet, ist nicht bekannt. Die Mutter soll das etwa 20 Monate alte Mädchen am Mittwoch über Stunden vergessen haben. Erst am Nachmittag entdeckte die 44-Jährige ihre leblose Tochter.
Zu klären sein wird unter anderem, inwiefern die Hitze eine Rolle gespielt haben könnte oder ob eventuell andere gesundheitliche Gründe zum Tod des Mädchens geführt haben könnten. Unklar war zunächst darüber hinaus, welche Umstände nach Angaben der Frau dazu geführt haben sollen, dass sie ihr Kind im Auto über so lange Zeit vergaß. Das sei Teil der Vernehmungen, sagte der Polizeisprecher. Er äußerte sich nicht dazu, wo sich der Vater zu der Zeit aufhielt. Ferner war offen, welche Konsequenzen der Frau unter Umständen drohen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
Washington und Teheran sorgen für eine Überraschung. Eigentlich wollten die USA und der Iran ihr Rahmenabkommen am morgigen Freitag unterzeichnen - nun haben sie es bereits besiegelt. Laut dem Vermittlerstaat Pakistan tritt das Abkommen mit "sofortiger Wirkung" in Kraft. Damit müsste auch die für den Welthandel so wichtige Straße von Hormus wieder öffnen. Wann der Schiffsverkehr tatsächlich wieder läuft, bleibt abzuwarten.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Einen Tag nach dem G7-Gipfel kommt Bundeskanzler Friedrich Merz ab 18 Uhr mit Staats- und Regierungschefs der anderen EU-Staaten zusammen. Bei dem Gipfeltreffen in Brüssel wollen die Spitzenpolitiker unter anderem über globale wirtschaftliche Herausforderungen beraten - insbesondere geht es um den Kurs zu China.
Knapp drei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der Türkei treffen sich die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten zu Vorbereitungen in Brüssel. Thema bei den Beratungen soll unter anderem die Frage sein, wie die Europäer und Kanadier mit ihren Aufrüstungsbemühungen vorankommen.
Der Bundesgerichtshof verhandelt ab 9 Uhr darüber, wie umfangreich die Schufa Betroffene über das Verfahren hinter ihrem Score informieren muss. In fünf Parallelverfahren klagen Privatpersonen gegen die Wirtschaftsauskunftei, weil sie das Scoring-Verfahren der Schufa für intransparent und ihnen dazu erteilte Auskünfte für unzureichend halten. Ein Urteil wird am Tag der Verhandlung noch nicht erwartet.
Ein Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft: Nach dem Startsieg der englischen Mannschaft gegen Kroatien, einem Last-Minute-Sieg von Ghana gegen WM-Außenseiter Panama und der WM-Premiere von Usbekistan im Spiel gegen Kolumbien aus der Nacht und dem frühen Morgen haben vier Mannschaften heute bereits ihren zweiten WM-Auftritt: Tschechien und Südafrika sowie die Schweiz und Bosnien-Herzegowina stehen nach ihren sieglosen Auftaktspielen enorm unter Druck.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
Bestsellerautor macht Laschet zum Topagenten
Armin Laschet als Retter wider Willen: Der Bestsellerautor David Safier macht den CDU-Politiker zu einem Topagenten in seiner neuen James-Bond-Parodie. Warum ausgerechnet der Ex-Kanzlerkandidat sein neuer Krimiheld wird – und Kanzler Merz oder Grünen-Vizekanzler Habeck außen vor bleiben, hat einen Grund: Ihnen werde viel Wut entgegengeschleudert, so Safier. "Ich glaube, Laschet ist keiner, der Wut erzeugt." Beim ehemaligen Kanzlerkandidaten Laschet finde er Menschlichkeit, so Safier. "Laschet schafft es, die Welt zu retten, aber eigentlich kann er gar nichts dafür. Aber er hat den Kompass und das Herz am rechten Fleck."
Nach der "Miss Merkel"-Erfolgsreihe, in der die Rentner-Kanzlerin in der Uckermark als Hobby-Detektivin ermittelt, erscheint am morgigen Freitag Safiers Parodie "00-Laschet". Darin muss Laschet als frisch gewählter Bundespräsident die Welt vor der Verschwörung des Bösen retten.
Hitzewelle im Anmarsch – Warnungen im Südwesten
Deutschland steuert auf die bislang wärmsten Tage des Jahres zu. Am Donnerstag beginnt laut Vorhersage eine Hitzephase - für große Teile Südwestdeutschlands hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) sogar Hitzewarnungen ausgesprochen. Die Experten gaben eine Hitzewarnung für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Teile Nordrhein-Westfalens, Hessens und Bayerns aus. Die amtliche Warnung für diese Regionen gilt demnach von Donnerstag, 11 Uhr bis 19 Uhr.